Von nick
Stuttgart 21 . 18:22 Uhr
Leider sehe ich mich zu diesem Beitrag gezwungen, da es in den Diskussionen immer wieder Leute gibt, die behaupten, dass der Himmel grün ist. Damit wir wenigstens in diesem Punkt ein kleines Stück weiterkommen, hier der Beweis dafür, dass der Himmel nicht grün ist.

Ich wünsche mir ehrlich und von ganzem Herzen, dass es in Zukunft Leute gibt, die für Stuttgart 21 sind und konstruktiv ihre Meinung äußern. Das nenne ich dann Dialog. Immer wieder zu behaupten, eine Mehrheit in der Stadt stünde hinter Stuttgart 21, ist jedoch falsch und eine reine Provokation.
Übrigens: Leute, die jetzt eindrucksvoll an Demonstrantenzahlen belegen, dass sich dieses Meinungsbild von 2009 inzwischen gedreht hat, werden nicht beachtet.
Nachtrag 28. August
Repräsentative Umfrage der StN von Mitte August 2010:
Stuttgart - In einer aktuellen Umfrage des Stuttgarter Marktforschungsinstituts MM-Research GmbH haben sich 55 Prozent der Befragten als Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 bezeichnet. In der Stadt Stuttgart liegt die Ablehnung bei 63 Prozent; in der Region sind es 48 Prozent.
Als Befürworter von Stuttgart21 bezeichneten sich in der Umfrage 28 Prozent der Bürger. Im Stadtgebiet erreicht die Zustimmung 26 Prozent; im Umland 30 Prozent. Im Stadtgebiet konnten sich elf Prozent der Befragten nicht eindeutig entscheiden; in der Region waren es 22 Prozent.
Jetzt zeigt sich, wer lesen kann.
#1 S21 Opfer Max . 27.08.10 . 23:09 Uhr
und immer und immer wieder wird es nun leute geben, die dennoch was anderes behaupten. egal wieviele grafiken es gibt, diese werden von den s21 befürwortern alle ignoriert aber eigene grafiken sind dann umso wichtiger
#2 Philgrooves . 28.08.10 . 09:17 Uhr
Köstlich: Bitte Dialog, Leute mit anderer Meinung werden dabei aber nicht beachtet.
#3 oldman . 28.08.10 . 09:22 Uhr
Doooch, doch, doch, es gibt tatsächlich,
nicht in das Projekt involvierte, Befürworter.
Man kann sie sogar zufällig treffen.
Ich habe nur wenig dazu notiert, allerdings
sind deren Argumente bei Drexler wörtlich
nach zu lesen.
#4 nick . 28.08.10 . 12:19 Uhr
Köstlich: Bitte Dialog, Leute mit anderer Meinung werden dabei aber nicht beachtet.
Hä? Ironie?
Nochmal, diesmal idiotensicher: Leute mit konstruktiven Beiträgen jeder Meinung sind ausdrücklich erwünscht. Leute, die provozieren wollen, indem sie wissentlich falsche Sachen sagen, werden nicht beachtet.
#5 Bilbob . 28.08.10 . 12:45 Uhr
Von wann und woher stammt das Bild, und wer hat abgestimmt?
#6 Michael Fitzmayer . 28.08.10 . 14:37 Uhr
Immer wieder zu behaupten, eine Mehrheit in der Stadt stünde hinter Stuttgart 21, ist jedoch falsch und eine reine Provokation.
Tja, die Wahrheit könnte uns nur der Volksentscheid bringen aber dieser wird ja bekanntlich aus demokratischen Gründen abgelehnt. Und mal ganz ehrlich: als Befürworter von S21 würde ich das Stuttgarter Appell auch nicht unterzeichnen und alles so belassen wie es ist.
In diesem Sinne: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es (hoffentlich bald wieder) heraus.
#7 Marco . 28.08.10 . 16:35 Uhr
Leider sehe ich in dieser Grafik aber auch nicht die von den Gegner oft propagierten “90 % + X” die in Stuttgart dagegen sein sollen…
#8 Bilbob . 28.08.10 . 17:00 Uhr
Was stellt diese Grafik nun überhaupt dar? Eine Gemeinderatswahl zum Thema S21? Wenn ja, dann repräsentiert das wohl kaum die Meinung der Bürger, sondern die Meinung der Gemeinderatsmitglieder.
#9 Marco . 28.08.10 . 17:08 Uhr
@Bilbob: ich denke mal, dass ist eine Befragung der Stuttgarter im Vorfeld der Kommunalwahlen im letzten Jahr.
#10 Bilbob . 28.08.10 . 17:19 Uhr
Man weiß es nicht und kann nur raten. Leider werden hier mal wieder auch auf Seiten der Gegner wichtige Informationen unterschlagen, ohne die man sich kein objektives Bild von der Sache machen kann.
#11 Volker Glaser . 28.08.10 . 19:45 Uhr
Eigentlich müßten Sie Stimmen der Gegner sogar doppelt zählen, denn es ist immer leichter schweigend mit dem Strom zu schwimmen, als gegen ein Projekt Stellung beziehen zu müssen.
#12 oldman . 28.08.10 . 20:51 Uhr
@Mietmäuler
Sag ich doch, wer lesen kann……
Und die Zahlen sind ein Jahr alt!
#13 nick . 28.08.10 . 23:59 Uhr
Ich bedaure sehr, feststellen zu müssen, dass die konstruktiven Kommentare ausbleiben.
Andererseits muss den Leuten, die hier immer noch nicht akzeptieren wollen, dass die Mehrheit gegen Stuttgart 21 ist, klar sein, dass sie durch ihre Äußerungen nur Eigentore schießen. Das wird sich auch nicht ändern, wenn ihr als nächstes behauptet, jemand hätte das Bild gefälscht oder die bösen Grünen hätten durch illegale Verstrickungen die Umfrage manipuliert.
Ganz besonders Kommentar #8 schafft es, in vier Zeilen so viele sachlich absurde Dinge zu äußern (Desinformation?), dass man die Befürworter mit ihren “Argumenten” auch als Außenstehender nicht mehr ernst nehmen kann.
#14 Sumit . 29.08.10 . 02:25 Uhr
15 Jahre hatten alle Zeit das Projekt zu stoppen. Jetzt ist es zu spät meine Lieben. Auch wenn das Einigen nicht gefällt was jetzt wie passiert - es gab lange Planungen, Prozesse, Prüfungen,Studien, Befragungen, Abstimmungen und sondergleichen - und der Bahn wurde das Baurecht gegeben. Jetzt - nachdem alles unter Dach und Fach ist - das Projekt stoppen zu wollen, ist wirkungslos. Das ganze wird so nur noch teurer.
Leider sind so viele Stuttgart 21 “Gegner” nur am Demonstrieren damit sie Randale machen können, gegen irgendwas sein können oder sonst was. Viele sind “nur” gegen den Bürgermeister und haben von S21 keine Ahnung. Und zu den Wahlen geht dann auch keiner, aber danach beschweren.
Sämtliche Parteien sollten sich endlich beruhigen und die Gegner verstehen, dass sie Jahre zu spät sind. Außerdem ist es nur ein Bahnhof. Deshalb wird eure Stadt nicht untergehn ;)
Ich empfehle dazu:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/haup...
#15 Bilbob . 29.08.10 . 19:42 Uhr
Jetzt zeigt sich, wer lesen kann.
Nachträglich eingefügt in den ursprünglich unvollständigen Artikel. Das ist keine Kunst.
Und, um mal die den selbstverlinkten Text zu zitieren:
In die Umfrage sind 435 Interviews mit Bürgern aus der Region Stuttgart im Alter zwischen 18 und 65 eingeflossen”, erklärt Fritz Grimm von MM Research. Im strengen Sinne sei die Umfrage nicht repräsentativ.
435 Interviews ist wohl lächerlich wenig, verglichen mit der Einwohnerzahl Stuttgarts.
#16 Philgrooves . 29.08.10 . 20:58 Uhr
Repräsentativ ist imo mit einer Teilnehmerzahl von 1000 definiert. Dann kommt’s noch drauf an, wo und wie gefragt wird. Ich denke aber auch das Verhältnis liegt bei ca. 60:40.
Aber selbst wenn 100% dagegen sind ändert es nichts daran, dass man derartige Großprojekte nun mal nicht an solchen Umfragen festmachen kann, die alle 6 Monate andere Werte ergeben. Für sowas haben wir die repräsentative Demokratie. Solange bei den regulären Wahlen die Beteiligung weiter so niedrig ist, darf niemand heulen.
Aber sind ja alles bedeutungslose Argumente, also lassen wir die Gegner doch weiter ihren aktuellen Erfolg feiern, dass sie mit Lord Grube an einen Tisch dürfen. Vielleicht.
Und wie gut Volksabstimmungen funktionieren, hat man ja in Hamburg gesehen. Das Ergebnis solcher Abstimmungen ist völlig beliebig.
#17 Michael Fitzmayer . 29.08.10 . 23:50 Uhr
Was genau war in Hamburg?
#18 oldman . 30.08.10 . 13:16 Uhr
Seltsam. (siehe Kommentar #12)
Auch des Lesens Kundige haben offensichtlich nicht
gelesen, was ich als Auszug gerne hierhin übertrage:
Zitat:
Nach einer repräsentativen Wahlumfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR-Fernsehens sind 54 Prozent der Stuttgarter Wähler gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21. Für den geplanten unterirdischen Durchgangsbahnhof sprachen sich nur 38 Prozent aus. 39 Prozent gaben an, dass das Bauprojekt ihre Wahlentscheidung zur Gemeinderatswahl beeinflusst habe. Über 50 Prozent verneinten dies.
Die Ergebnisse beruhen auf einer repräsentativen Befragung von 5000 Wählern in Stuttgart.
Zitat Ende.
Bitte.
Danke.
#19 nick . 30.08.10 . 19:54 Uhr
@ Oldman
Gib’s auf, man kann einfach sagen was man will.
Es gibt nunmal offensichtlich Leute, die eine Diskussion darüber führen wollen, ob der Himmel grün ist. Jeder Beweis dafür, dass der Himmel nicht grün ist, wird angezweifelt oder ignoriert und die Diskussion wird weiter geführt.
Ich persönlich führe die Diskussion nicht mehr. Man soll die Trolle ja bekanntlich nicht füttern.