Von Mythen in Tüten
Vermischtes . 14:24 Uhr
Der Abu Dhabianer als solcher ist ja ein geschäftstüchtiges Kerlchen (wolle Öl kaufen?) und hat sich jetzt bei unserm Daimler ein ordentliches Aktienpaket für günstiges Geld geordert. Geld hat er ja. Irgendwie schien mir das medial aber alles zu glatt und zu Öko und ich fragte mich die ganze Zeit, was unsere kleinen Ölbohrer wirklich im Schilde führen. Was der wahre Sinn hinter dem ganzen ist. Ein Foto auf spiegel.de bestätigt meinen Verdacht und verrät seine wahren Absichten. Billig SLR einkaufen und dann an “Freunde” mit einem kleinen Gewinn verkaufen. Dieses uralte Geschäftsmodell funktioniert trotz Krise immer noch prächtig.
#1 Henning (grün) . 24.03.09 . 17:04 Uhr
In eine ähnliche Richtung wird bei mir auch gerade diskutiert: http://www.henningschuerig.de/blog/...
Scheint wohl aber so als würden die arabischen Länder einfach an ihre (langfristige) Zukunft denken und entsprechend investieren. Das verblüfft einen schon ziemlich, weil man hier anderes gewohnt ist, scheint aber so zu sein.
#2 Frau Doktor . 24.03.09 . 17:25 Uhr
Wer sich ernsthaft für die Zukunft der Mobilität und alternative Energeien interessiert, inverstiert doch nicht beim Daimler. Davon haben die doch nur am Rande Ahnung. Und die Summe ist auch ein bisschen klein, vor allem wenn man den Aktienkurs betrachtet. Ich denke, umgekehrt wird ein Schuh draus: Da greifen nette und solvente Daimlerfans unserem Stuttgarter Premiumunternehmen finanziell unter die Arme, weil wohl keine Bank bereit ist, für die neuen Forschungsprojekte Geld auszulegen oder nur zu völlig lächerlichen Konditionen. Und bevor man mit einer Unternehmensanleihe baden geht (Daimler ist nur A- mit negativer Tendenz geratet), nimmt man das sichere Geld aus Abu Dhabi.
#3 Cassius . 28.03.09 . 18:40 Uhr
Was will mir der Autor damit sagen? Dass er was gegen Leute hat, die von weiter weg sind als Aalen und Heilbronn? Dass er glaubt, ein SLR koste zwei Milliarden Euro?
#4 Paul-geht-baden . 01.04.09 . 00:56 Uhr
Hallo Cassius. Schön auf den Punkt gebracht haben Sie’s. Damit Sie aber nicht denken, alle anderen, die den witzig gemeinten Stuss gelesen haben, wären, weil sie nichts dazu gesagt haben, damit gewissermaßen einverstanden, möchte ich Ihnen gern von dem Schweigekult erzählen, dem in unserem Blog so viele, viele Leser (heimlich) anhängen. Was Sie, wenn Sie neu sind, vielleicht beim ersten Lesen nicht gleich erkennen: Man schweigt hier sehr feinfühlig und vielsagend und vor allem auch differenziert. Wer z.B. zu einem Beitrag von Mythen in Tüten nichts sagt, meint damit in etwa “Mein Fresse, was muss ich noch alles ertragen?”; wenn Beiträge von Circulus beschwiegen werden, gibt der stille Leser damit zu verstehen: “Lebt er jetzt in einem Bauwagen oder nimmt er bewußtseinsverengende Drogen?”; wenn Frau Doktor mit einer Souveränität, die an Lässigkeit grenzt, die lokale Polit-, Wirtschafts- oder Kunstszene viviseziert, heißt Nichtkommentieren: “Schön, dass sie sich treu geblieben ist und noch immer mit den Begriffen um sich wirft, die sie sich im ersten Semester angeeignet hat, um die großen Jungs zu beeindrucken!”, usw. usf. Es gibt natürlich auch Beiträge (von mindestens einem Autor), bei denen schlicht und einfach die Ausschüttung von Glückshormonen die Leser daran hindert, in die Tasten zu greifen (Hirn geflutet, selig in einer schönen Wendung einem genialen Einfall versunken, null Antrieb, sich zu äußern). Wenn Sie, lieber Cassius, den ganzen Reichtum des Stuttgart-Blogs ausschöpfen möchten, dann müssen Sie lernen, das Schweigen der Leser richtig zu verstehen. Mit ein wenig Übung ist das aber gar nicht so schwer, wie es Ihnen jetzt vielleicht erscheint. Viel Glück! Aber fühlen Sie sich bitte nicht zum Schweigen verpflichtet!
#5 Mythen in Tüten . 02.04.09 . 12:26 Uhr
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