Von pongi
Vermischtes . 10:29 Uhr
Es kann ja nicht angehen, dass nur die Telekom oder die Bahn ihre Skandale haben. Damit von den üblichen Scherereien abgelenkt werden kann, initiierte ein sachkundiger Mensch einen eigenen kleinen Skandal für die Stadt Stuttgart. Der SWR deckt es auf:
Hiermit schlage ich vor, dass jeder alle Daten abgleicht, jeder alle Kontobewegungen von allen in Deutschland kennt, dann wissen wir, wer was von wem verdient. Mich hat schon immer interessiert, wovon die junge Frau über mir im Haus ihre Kohle bekommt.
Ich denke, diese Initiative wird spätestens im Bundesrat gestoppt, wenn die Herrschaften ihre Gehaltsflüsse endlich offen legen müssten….aber lasst uns dafür kämpfen…. Glückauf
#1 Flakfritz . 10.02.09 . 11:16 Uhr
Den Angaben zufolge ging es ausschließlich um Beschäftigte
Ach so, nur mal wieder die Arbeiterklasse, ein Wahlbeamter unter Generalverdacht? Lächerlich!
#2 Waschl . 10.02.09 . 15:34 Uhr
Sind Gehaltskonten die Konten, auf die man sein Gehalt kriegt oder was verwaltungstechnisches innerhalb der Behörde? In ersterem Falle - welche Bad Banks spielen denn da mit? Das wär doch auch mal interessant.
Wenn jetzt alle Banken verstaatlicht werden, dann tut sich das Rathaus bestimmt auch leichter mit der Überprüfung seiner lieben Angestellten.
#3 PhilGrooves . 10.02.09 . 19:23 Uhr
Nur mal um da etwas Klarheit reinzubringen, mir scheint nämlich dass sowohl im Beitrag als auch im zweiten Kommentar nicht so ganz klar ist was genau da eigentlich passiert:
Jeder Arbeitgeber (so auch die Stadt Stuttgart) bezahlt seine Angestellten ja per Überweisung. Das bedeutet, der Arbeitgeber hat folglich die Bankverbindung (Name, Konto, BLZ) von allen Mitarbeitern.
Wenn das Unternehmen (oder die Stadt) bei einem Lieferanten etwas bestellt, muss die gelieferte Leistung auch bezahlt werden, i.d.R. per Überweisung. Das bedeutet, die Bankverbindungen der Lieferanten sind ebenfalls bekannt.
Was nun gemacht wurde ist ein Vergleich der Bankverbindungen der Angestellten mit denen der Lieferanten. Sollten dabei Übereinstimmungen auftreten, so liegt der Verdacht nahe, dass ein Mitarbeiter sich hier selbst Aufträge zugeschoben hat. Die Banken haben damit genau garnichts zu tun.
Ich gebe hier übrigens keine Wertung über diese Vorgänge ab.
#4 Flakfritz . 10.02.09 . 20:03 Uhr
Ich gebe hier übrigens keine Wertung über diese Vorgänge ab.
Warum? Weil kein Verantwortlicher etwas von diesem Vorgehen gewusst hat?
#5 pongi . 10.02.09 . 20:51 Uhr
Damit ich nicht falsch verstanden werde: ich finde solches Vorgehen in keiner Weise witzig, weder zu bescheissen noch irgendwie ausgehorcht zu werden!
Was mich aber wundert, bei alle den Skandalen: glaubt denn die untersuchende Einheit, dass jemand wirklich so dermaßen blöd ist und die Kohle auf sein eigenes Konto zu überweist???!! Dass das irgendwann rauskommt, zumindest die Wahrscheinlichkeit dazu, ist doch mehr als hoch. Wenn man schon sowas durchzieht, also soviel kriminelle Energie hat, wird man mit Sicherheit einen Weg finden, dass der eigene Name und die eigene Kontonummer nicht auftaucht. So dämlich kann doch keiner sein?
Und wenn es um Bestechung bzw. um Korruption oder so geht (wie angeblich bei der Bahn): Ja welcher Verräter ist denn so bescheuert und lässt sich das Geld überweisen? Welcher Bestochene macht sowas über offizielle Kanäle??
Die Kohle geht genauso klammheimlich über den Tisch bzw. unter dem Tisch durch wie die ganze Veraterei…
Oder die Sache ist so groß und es stecken so viele von Oben mit drin, dass sich nachher keiner rantraut!
#6 PhilGrooves . 10.02.09 . 21:10 Uhr
Um Korruption geht es ja bei allen Fällen, das ist ja der Grund für die Aktionen. Korruption bedeutet ja nicht Bestechung und Geheimnisverrat.
Ohne es genau zu wissen könnte ich mir gut vorstellen, dass der ein oder andere Angestellte der sich für besonders clever hält durchaus eine Bankverbindung für sowas verwendet, die er seinem Arbeitgeber schon einmal angegeben hat. Gerade die kleineren Delikte werden ja bekanntlich oft von Leuten verübt, die nicht die hellsten Lichter im Lampenladen sind. :)