Von 0711 Comic
Vermischtes . 14:14 Uhr
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Allseits bekannt: das Hutzelmännle am Fruchtkasten. Aber wer weiß, wer der Bildhauer der Skulptur ist?
I net :-(
#1 planb1 . 05.05.09 . 23:05 Uhr
Keine Ahnung,
aber das Gebäude ist ja früher mal Kornkammer und Kelter gewesen, das Hützelmännle hat das Hutzelbrot erfunden. Vieleicht war es für den Baumeister (Heinrich Schickardt) oder/und die Steinmetze logisch das Männle dorthin zu platzieren.
#2 0711 Comic . 06.05.09 . 13:24 Uhr
Danke PlanB1
Also stammt die Skulptur aus der Renaissance oder von noch früher? Irgendwie sieht mir das aber eher aus wie aus dem 20. Jahrhundert …
#3 Frau Doktor . 06.05.09 . 13:48 Uhr
@0711 Comic: Das vermute ich auch. Zum Stil kommt noch die Geschichte des Gebäudes: Der Fruchtkasten wurde im 2. Weltkrieg ziemlich zerstört und erst Mitte der 50er wieder (und zwar verändert) aufgebaut. Und genau so 50er Jahre Skulptur-mäßig sieht das Hutzelmännchen auch aus. Leider gibt das Netz nicht mehr Infos her. Dann muss die gute alte stadthistorische Handbibliothek ran - vielleicht weiß ich dann morgen schon mehr.
#4 planb1 . 06.05.09 . 14:27 Uhr
Ich sehe schon Frau Doktor hat den besseren Plan… :-)
Muss mir das Hutzelmännle mal in Natura genauer anschauen.
Vielleicht war da früher schon mal eins in Stein und beim Wiederaufbau kam dann halt die 50er Variante.
Hier nochmal Infos aus dem Netz:
Fruchtkasten
Der spätgotische Steinbau mit seinem spitzen Giebel liegt an der Südwestecke des Schillerplatzes gegenüber dem Alten Schloss. In früheren Zeiten diente der Fruchtkasten als Kornspeicher und als Kelter - er war ehemals die Zehntscheune des Chorherrenstifts Stuttgart. Im Jahre 1596 gestaltete der Baumeister Heinrich Schickardt das Steingebäude neu. Knapp 360 Jahre später, von 1954 bis 1956, wurde der Fruchtkasten restauriert. Heute befinden sich in dem Steingebäude die Musikinstrumentensammlung des Landesmuseums Württembergs. (Quelle stuttgart.de)
Der so genannte Fruchtkasten, ein spätgotischer Steinbau am Schillerplatz, ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude Stuttgarts.
Der Fruchtkasten wurde 1393 erstmals urkundlich als „große herrschaftliche Kelter hinter dem Stiftskirchhof“ erwähnt. Später wurde die Kelter als Fruchtkasten (Kornspeicher) genutzt. 1596 baute Heinrich Schickhardt im Auftrag von Herzog Friedrich I. den Schloss- und Kanzleiplatz. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden fünf Meter des Fruchtkastens abgetragen und die heutige Renaissancefassade errichtet. 1944/45 brannte der Fruchtkasten ab, beim Wiederaufbau in den 1950er Jahren wurde die Rückfront des Fruchtkastens abgerissen, um einen Heizungskeller einzurichten.
Heute wird die Musikinstrumentensammlung des Landesmuseums Württemberg im Fruchtkasten gezeigt.
(Quelle: wikipedia.de)
#5 0711 Comic . 06.05.09 . 14:36 Uhr
Die 50er-Jahre-Theorie macht auch deswegen Sinn, weil über einer Seitentür ein ähnlich gestaltetes Vries angebracht ist mit der Jahreszahl 1956.
#6 Frau Doktor . 07.05.09 . 15:07 Uhr
So, ich habe jetzt mal bischen analog weitergeforscht, bin dabei aber leider nicht viel weiter gekommen als: Der Architekt, der für den Wiederaufbau des Fruchkastens in den 50er verantwortlich war, heißt Otto Koll. Über den spuckt das weltweite Wissensnetz leider auch nix aus. Also zurück in die Bibliothek. Vielleicht Montag mehr.
#7 0711 Comic . 07.05.09 . 15:11 Uhr
Beim Stadtarchiv oder im Landesmuseum komm ich auch nicht weiter.