Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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16 01.08

Was ich über Stuttgarter denke

Von Reiskeks
Leben, Freizeit, Befindlichkeiten . 18:29 Uhr

Ich will ehrlich sein: je länger ich in Stuttgart lebe, desto weniger kann ich die Stuttgarter leiden. Sie sind pingelich, geizig, heuchlerisch, wissen alles besser und können meist eben doch nichts, außer alles in der Luft zu zerreißen.
Der Schwabe spart an allem - besonders an der Menschlichkeit.
Bist Du hier nicht geboren, bist Du hier niemals willkommen und bist Du erst mal weg lassen sie Dich ewig nicht in Frieden, auch wenn sie Dich vorher nicht mit der Kneifzange angefasst hätten.

Ich verstehe euch nicht.

Ich weiß auch nicht, ob ich euch noch verstehen möchte.

Ihr BLOGt, ihr kommentiert, ihr wollt Themen, die EURE Stadt betreffen?
Verständlich.
Gibt es für das Leben in eurer Stadt etwas ausschlaggebenderes als die Menschen, die in dieser Stadt leben?

Ich zitiere den Leitfaden dieser Seite:

“Was geht

Sie können schreiben wie, was und worüber Sie möchten, solange irgendein wie auch immer gearteter Bezug zum Leben in unserer Stadt (oder deren näherer Umgebung) ersichtlich ist. Sie können Ihren Beiträgen auch Bilder beifügen oder Beiträge machen, die nur aus Bildern bestehen. Ob Sie täglich, wöchentlich, monatlich oder nur ab und zu schreiben, ist Ihnen überlassen.”

Stuttgart, Du bist mir ein Graus. Deine bescheuerten Öffnungszeiten, deine Umbaumaßnahmen, deine unauthentischen Menschen, dein Lebensgefühl.

Ich werde, solange ich hier wohne, trotzdem von Zeit zu Zeit posten, um deinen Einheimischen zu verdeutlichen, was für einen Eindruck sie bei anderen hinterlassen.

Und wie sie sie prägen.

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59 Kommentare zu Was ich über Stuttgarter denke

#1 mark . 16.01.08 . 18:56 Uhr

danke. genauso fühle ich als hinzugezogener auch.

#2 Michael . 16.01.08 . 19:12 Uhr

Und ich bekomme irgendwie den Eindruck, dass Hinzugezogene immer nur am Meckern sind. Pauschalisierende Aussage? Dann bin ich ja nicht allein.

#3 Heiko . 16.01.08 . 19:17 Uhr

Ich würde nicht so hart mit den Stuttgartern ins Gericht gehen.

Vor ein paar Monaten war ich auch noch der Meinung, das beste, was man aus dem Kessel machen könnte, wäre ein Stausee.

Stuttgart ist eine stinknormale Stadt - keine Großstadt, aber mit fast so vielen Einwohnern. Viele Sachen hier sind voll gut (z.B. ÖPNV tagsüber), andere schlicht etwas kümmerlich (z.B. die Musikszene), andere wiederum sehr gut ausgeprägt (z.B. Theater).

Außerdem wird man in der Stuttgarter U-Bahn nachts nicht verprügelt.

Ich versuche, Stuttgart mögen zu lernen. Ist nicht einfach, aber durchaus machbar. Nur saure Kutteln werd ich nie mögen :)

#4 oxymo . 16.01.08 . 19:31 Uhr

Ich will auch ehrlich sein: je öfter ich Beiträge von Dir lese, desto weniger mag ich mehr von Dir lesen.

Ich verstehe Dich nicht.
Ich weiß auch nicht, ob ich Dich noch verstehen möchte.

Reiskeks, Du bist mir ein Graus.

Ich werde, solange ich hier lese, trotzdem von Zeit zu Zeit auf Beiträge von Dir stoßen, weil es leider keine Filterfunktion gibt.

#5 Liamara . 16.01.08 . 21:10 Uhr

Ein Teil der anwesenden Stuttgart-Blog-Schreiber und -Leser besteht übrigens aus Zugezogenen. Man sollte allerdings durchaus mal ein Blog im Ganzen überschauen, um festzustellen, worüber gebloggt wird und worüber die Kommentare handeln. Nicht immer ist das System schlecht ;) Womit ich im Großen und Ganzen aber keinen Stuttgarter an sich verteidigen möchte. Meine ambivalente Haltung zur Stadt ist ja kein Geheimnis ;)

#6 Herr S . 16.01.08 . 21:53 Uhr

Was wird denn das, wenn es fertig ist? Gründung eines Heulsusenclubs? Geht es noch schwarzweißer?

#7 Ihr Business und Marketing BLOGGER . 17.01.08 . 08:23 Uhr

Mich freut es, dass Stuttgart auch einen Platz für so Menschen wie dich hat.

Diese Weltoffentheit liebe ich an Stuttgart und an den Schwaben.

Manche werden es erkennen und manche nicht

BLOGGER

#8 Alex . 17.01.08 . 08:29 Uhr

Du musst mir unbedingt mal verraten, wo du die ganzen Stuttgarter kennengelernt hast, von denen du da schreibst. Bei mir haperts ja schon da dran. Ich werde den Rheinländern zugeordnet und gelte damit pauschal als oberflächlich und flach-humorös - aber who cares - Stuttgart ist voll von netten Menschen aus aller Welt ;-)

#9 Gratian . 17.01.08 . 11:38 Uhr

Du hast noch viel zu lernen junger Padawan!

#10 wupperblog ~ Wir bloggen das Wupper-Tal! ~ . 17.01.08 . 14:08 Uhr

Wie sind denn die Wuppertaler?…

Eine Art Abrechnung ist es, die “Reiskeks” im Stuttgart Blog da formuliert: “Ich will ehrlich sein: je länger ich in Stuttgart lebe, desto weniger kann ich die Stuttgarter leiden. Sie sind pingelich, geizig, heuchlerisch, wissen …

#11 Markus . 17.01.08 . 15:49 Uhr

Stuttgart ist eine schöne Stadt, da habe ich keine Zweifel. Aber sie hat ein großes Problem, so groß, dass ich fast die dort bin, obwohl ich nahe Stuttgart wohne. Die Stadt liegt in einem Loch!! Mit all den problematischen Konsequenzen…

#12 Dradts . 17.01.08 . 16:14 Uhr

Die Innenstadt/der Stadtkern liegt in einem Tal. Aber Stuttgart besteht nicht nur aus der Innenstadt. Das scheinen viele irgendwie oft zu vergessen…

#13 Fabs . 17.01.08 . 16:42 Uhr

@reisekeks: was hat denn deine muddi und deine schizophrenie mit stuttgart oder “den menschen, die hier leben” zu tun? du bist doch nur beleidigt, weil man dein geschreibsel hier deiner meinung nach nicht richtig zu würdigen weiß…und den frust lässt du jetzt an “den stuttgartern” raus…echt witzig! :-D

manche zugezogenen sollten sich darüber hinaus mal fragen, ob es vielleicht an ihnen selbst liegt, dass sie in einer bestimmten art behandelt werden oder dass sie hier niemanden kennen lernen…denkt ihr, in hamburg, münchen oder mönchengladbach findet ihr in 3 wochen freude für’s leben? au mann…ihr jammerer nervt echt.

#14 Brauer . 17.01.08 . 18:13 Uhr

Du glaubst die Stuttgarter wären pingelich?

Pingelig schreibt man mit g! :-)

Aber darauf hast Du wohl gewartet!?

Die Stuttgarter/-innen die ich kenne erfüllen keines der dargestellten Attribute. Aber das liegt wohl im Auge des Betrachters.

#15 Flakfritz . 17.01.08 . 18:29 Uhr

Reiskeks hat recht, vergleichen wir doch mal:

als ich in München war: von überall in der Innenstadt lächelte man mir zu, auf dem Viktualienmarkt grüßten manche mich sogar mit meinem Namen, nur auf dem Oktoberfest, als ich laut sagte ich hätte die Kommunisten gewählt…

als ich in Köln war: mir völlig wildfremde Männer boten sich an, mir, völlig selbstlos, für die Nacht Obdach zu gewähren…

Berlin: ein mir vollkommen unbekannter Kellner führte mich an einen kleinen Tisch, wo schon, Wunder über Wunder, ein kleiner Cappuccino stand, ein kleines Stückchen bittere Schokolade wurde gereicht, ohne dass ich ordern musste, bis heute passt ein sorgsamer Berliner auf meine Geldbörse auf…

als ich in Bielefeld war: (gecancelt, da Bielefeld nicht existent ist…)

als ich in Kiel war: um mich ewig in Erinnerung zu behalten machte eifrige Kieler hübsche Fotos von mir und meinem Wagen…

Tja, Reiskeks, wie heisst es doch so schön? Überall is besser als hier!

Flakfritz

#16 David . 17.01.08 . 22:04 Uhr

Niemand wird gezwungen in Stuttgart zu leben. Wer hier lebt, der sollte sich bei Unbehagen besser Einmischen statt zu Nörgeln.
Und vorsicht: Stuttgarter können auch authentisch werden!

#17 MCBuhl . 17.01.08 . 23:14 Uhr

@Heiko: loggisch, dass man hier in der U-Bahn nachts nicht verschlagen wird - fährt ja keine mehr…

#18 Dr.Schräuble . 18.01.08 . 10:29 Uhr

Seht das doch mal (auf beiden Seiten der Demarkationsline) etwas gelassener und entspannter. Und das ist auch, aus meiner Sicht das Grundübel in “schwäbisch Kongo”: alles wird - nicht nur in diesem Forum - so mega bierernst genommen und diskutiert. Humor wird, wenn überhaupt, in klinischen Dosen verabreicht. Es wäre tatsächlich viel schöner hier, wenn es mehr Menschen gelänge über sich, seine Stadt oder über die Aborigines desselben Stamms mal herzlich zu lachen. Stuttgart ist ein triestes & übles Loch, da gibt es kaum einen Zweifel. So what. War einer der An- und Verwesenden schon mal in den Bronx: extrem übles Pflaster - es sieht dort teilweise schlimmer aus, als es in einschlägigen Filmen dargestellt wird. Aber werft mal einen Blick auf die Musiker und anderen Künstler, die aus der Bronx kommen. Ok, der Vergleich hinkt. Aber weg mit dem Gemuffel, der Unfreundlichkeit und der Beklagementalität. Vieles ist möglich, vieles kann sich verändern - ich habe schon Schwaben lachen sehen.

#19 Dradts . 18.01.08 . 11:01 Uhr

Was ist denn hier ein tristes & übles Loch?

#20 Dr.Schräuble . 18.01.08 . 11:48 Uhr

Ich habe wenig Lust mich an der Aufzählung der Stuttgarter Unzulänglichkeiten unserer “Vorredner” zu beteiligen. Wer hier aufgewachsen und/oder wenig rumgekommen ist, mag das nicht nachvollziehen können, was für viele Expatriierte auf der Hand liegt und störend wirkt. Einen Querschnitt der Kritikpunkte kann man in diesem Forum und auch anderswo im Netz lesen und Wiederholungen finde ich öde. Mein Punkt war auch ein ganz anderer: “die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche” . Wenn sich etwas ändern soll, geht das weder über: “DIE Schwaben sind eine Bande debiler, doofer & degenerierter Deppen” noch nach dem Motto: “femf Gäschde und femf Disch und de Boiz isch druggd vohl. Des isch halt so im Schwabe Ländle.”

#21 Mademoiselle . 19.01.08 . 13:25 Uhr

Dr. Schäuble, ich kann mich dem Kommentar nur anschließen. Meiner Meinung nach ist jegliche Pauschalisierung wie “die Stuttgarter”, “der Schwabe”, “dr Franzos” etc. eine einzige Vereinfachung in der Argumentation. Schließlich gibt es immer und überall “sodene und sodene”. Und irgendwas scheint die “Hinzugezogenen” ja doch in dieser Stadt zu halten…

Wer ständig an Stuttgart herumkritisiert und sich gleichzeitg darüber beschwert, dass Stuttgarter nur am Nörgeln seien, beschreibt wohl die Quadratur des Kreises.

#22 Heiko . 20.01.08 . 09:38 Uhr

“Die Zugezogenen” sollen also bitte nicht über “Die Schwaben” pauschalisieren.

Alles klar :)

Ich kenne viele Stuttgarter, von denen ich mittlerweile einige als meine Freunde bezeichnen darf. Die kommen aus allen möglichen Ecken. Mecklenburg, Ostwestfalen, Mannheim, Laos, Korea, Franken, Böblingen, Pfalz…

… und Stuttgart.

#23 Dr.Schräuble . 21.01.08 . 15:51 Uhr

Ich lege Wert darauf, nicht mit marodierenden Populisten in einen Topf geworfen zu werden. Also bitte Dr. Schräuble mit R wie Rollmops und nicht wie Rollkommando. :-)))
Weitgehende Zustimmung: mit Nörgeleien und Beschimpfungen kommt man nicht weiter. Die Frage ist nur: womit denn? Denn wie an jeder noch so krassen Kritik steckt ein Körnchen Wahrheit auch in dem hier geäußerten Unmut. Und eines scheinen “die Schwaben” nur schwer zu begreifen: ihre Meinung darüber, ob sie Stuttgart für gastfreundlich halten, ist weitgehend irrelevant.

#24 Paul-geht-baden . 21.01.08 . 17:35 Uhr

Kleiner Merksatz für den weichen Keks aus der heutigen Mittagsausgabe von The New Light of Myanmar: “Everywhere you go, the first moron you meet is yourself.”

#25 Dr.Schräuble . 21.01.08 . 19:52 Uhr

Dazu passt der fortune cookie der heutigen Ausgabe der “virtual akasha chronicle”: “everytime you leave, the last one you hear is a know-all”.

#26 Paul-geht-baden . 22.01.08 . 18:20 Uhr

# 25 + 23 Wenn Sie mich fragen, sieht Ihre Antwort ziemlich zusammengeschraubt aus. Aber Schwamm drüber, im Affekt geht ja manches daneben. Und im Ganzen finde ich Ihre Abneigung gegen Sentenzen sehr sympathisch. Allerdings: Wenn man strenge Kriterien anlegt, dann bitte auch an den eigenen Senf. Wieso soll denn in jeder noch so krassen Kritik ein Körnchen Wahrheit stecken? Das ist ebensolcher Quatsch wie z.B. die unter Fußballern beliebte Weisheit, das sich Glück und Pech einer Mannschaft im Verlauf der Saison ausgleichen. (Warum sollten sie?) Das alles aber nur nebenbei. Was mich eigentlich interessiert, ist Ihre (unglücklich formulierte: “Meinung darüber … ob sie halten”, aber egal) treffende Bemerkung, dass “Schwaben” (ich interpretiere: Einheimische, Nicht-Zugezogene) über ihre eigene Gastfreundschaftlichkeit natürlich nicht selber befinden dürfen, sondern das schon anderen überlassen müssen. Gut, einverstanden. Aber wo sind die Schwaben, die hier fürwitzig ihr eigenes Loblied singen? Und: Wie sähe denn Gastfreundschaftlichkeit, wie Sie sie sich vorstellen, aus? Bin gespannt auf Ihre Antwort. Aber vielleicht darf ich im Vorwege schon mal sagen, dass ich den Verdacht habe, dass das nur leeres Gerede ist, dem keine konkreten Vorstellungen oder gar Erfahrungen andernorts entsprechen. Meine Antwort auf Ihre Frage, womit man denn weiterkäme (wenn nicht mit Nörgeleien usw.), wäre: Anpassungsfähigkeit, Anpassungsbereitschaft. Wird von jedem, der aus dem Ausland zuzieht, ganz selbstverständlich erwartet, zu Recht. Es ist ein Schauspiel von grandioser Lächerlichkeit, wie jeder Hansel, der aus einem anderen Bundesland kommt, meint, er habe eigentlich etwas Besseres verdient und deshalb die Lizenz zum Dissen ohne Ende. Mit Stuttgart hat das, meiner Meinung nach, eher weniger zu tun. Stuttgart “ein triestes & übles Loch” ? Finden Sie den Quatsch nur irgendwie cool? Oder haben Sie einen echten Knall?

#27 Dr.Schräuble . 22.01.08 . 18:38 Uhr

Da ging Paul aber so richtig baden. Gelunge Demonstration empathischen Fehlbedarfs. Immer locker bleiben, die Contenance wahren und wenigstens einen Hauch an Souveränität vorgaukeln. Und merke: “Ein Mensch und das ist gar nicht selten, der selbst nichts gilt lässt auch nichts gelten!“. (Eugen Roth) Da bekommt ja der Begriff Afterburner eine ganz neue Dimension.
Aber das sind genau die Bolzen, die hier aufs Korn genommen wurden.

#28 Wegschaffel . 22.01.08 . 18:49 Uhr

höhö, da wirft mal wieder einer mit Hosenknöpfen nach #26. Einen Moment noch, ich hol mir schnell ein Tütchen gesalzene Otternasen, dann können die Spiele beginnen …

#29 Paul-geht-baden . 22.01.08 . 20:23 Uhr

Nö, Wegschaffel, Ihre Otternasen können Sie wieder wegräumen. Der ist nicht zu erreichen. Oder verstehen Sie den Tinnef?

#30 Wegschaffel . 22.01.08 . 22:59 Uhr

Wie Sie meinen. Otternasen waren übrigens nicht zu kriegen, hab stattdessen Erdnusswürmer gekauft. Irgendwie passender auch.

#31 Dr.Schräuble . 23.01.08 . 10:49 Uhr

Lieber Paul, - ich hoffe, diese Vertraulichkeit sei mir verziehen - dass Ihnen Netiquette unbekannt sind oder Sie derartige Verhaltensvorschläge als lästig empfinden und glauben, ignorieren zu können, haben Sie wortreich unter Beweis gestellt. Denn wenn man sich durch eine kontroverse und kritische Diskussion oder karikierende Darstellung von Sachverhalten genötigt sieht, mit persönlichen Beleidigungen und Invektiven zu antworten, sollte man sich von Diskussionsforen, wie diesem hier, fern halten. Lesen Sie sich Ihren Beitrag in Ruhe nochmal durch. Außer “alles Gerede”, “das ist nicht so”, “alles nicht wahr”, Unterstellungen und beleidigenden Äußerungen ist da wenig substanzielles zu lesen, so dass insgesamt der “sittliche Nährwert” gegen negativ Unendlich geht.
Aber eines ist postiv: ich habe bisher kaum eine bessere Darstellung des weit verbreiteten und in diesem Forum auch kritisierten Verständnisses von Freundlichkeit gefunden, wie bei Ihnen. Eigentore sind halt auch Tore.

#32 Paul-geht-baden . 23.01.08 . 11:41 Uhr

Erst breitbeinig absurdes bzw. wolkiges Zeug reden (wie jetzt wieder) und wenn man es Ihnen unter die Nase hält, gekränkt den kultivierten Sensibling markieren. Jämmerlich.

#33 Dr.Schräuble . 23.01.08 . 11:49 Uhr

Ist Ihnen der Unterschied zwischen “sachbezogenen” und “persönlichen” Äußerungen wirklich so schwer nahezubringen?
Aber alles weitere besprechen Sie bitte mit Ihrem Therapeuten. Ich hoffe für Sie, daß er über die Krankenkasse abrechnen kann.

#34 Paul-geht-baden . 23.01.08 . 12:46 Uhr

Wenn Ihnen aufgehen würde, dass es einen Unterschied gibt zwischen Argumentieren und eitlem Herumgerede, gäbe es auch keine Veranlassung mehr, Sie persönlich anzugehen, Ver(k)ehrtester. Aber meine Einschätzung ist: Der Tag wird nicht kommen. Schade, denn mich hätte wirklich interessiert, was Sie sich eigentlich unter einer gastfreundlichen Stadt vorstellen. Machen Sie sich deshalb aber bitte keine Sorgen, ich verkrafte das schon.

#35 Mythen in Tüten . 23.01.08 . 12:59 Uhr

Paule, Paule….

#36 Wegschaffel . 23.01.08 . 13:04 Uhr

Otternasen! Süß oder salzig! Otternaaaaseeen!

#37 Mythen in Tüten . 23.01.08 . 13:08 Uhr

Ein Päckchen bitte. Aber nur, wenn Sie noch warm sind.

#38 isnochys . 23.01.08 . 14:09 Uhr

Ist das jetzt die Stuttgarter Befreiungsfront oder die Befreiungsfront von Stuttgart?

#39 Dr.Schräuble . 23.01.08 . 14:11 Uhr

Leider sind die spitzen Steine ausverkauft.

#40 Paul-geht-baden . 23.01.08 . 14:21 Uhr

Lieber, verehrter Herr Dr. Schrrrrrräuble,

im Namen des gesamten Redaktionsteams, das die kleine Vierteljahresschrift ‘Paul geht baden’ produziert und herausgibt, möchte ich Ihnen aus gegebenem Anlass versichern, dass unsere Chefin, mit der Sie - in friedlicher Absicht, wie ich annehme - in Korrespondenz getreten sind, eigentlich gar nicht so ist, wenn Sie verstehen, was ich meine. “Liebe Frau Dr. Spargelschatz”, hat sie noch letzten Freitag zu mir gesagt, “es ist ein Menschenrecht Unsinn zu reden. Sie brauchen sich deswegen nicht zu rechtfertigen.” So kennen wir sie, auch unter Stress im trubeligen Redaktionsalltag, wenn wieder einmal fünf Leute gleichzeitig das einzige Klo stürmen wollen, immer gelassen, großzügig und zu einem kleinen Scherz aufgelegt. Und wenn Sie im Eifer des Gefechts einen von uns doch einmal ein wenig stürmisch ins Gebet genommen hat, dann liegt am nächsten Tag morgens z.B. ein Einkaufsgutschein für einen Laden in einer Shopping Mall in Kuala Lumpur auf unserem Platz. Gut, es sind umgerechnet nur ca. 5 Euro, und er ist auch nur noch bis Ende der Woche gültig, so dass man es nicht rechtzeitig nach - wie heißt jetzt noch das Land? - schafft. Aber es ist doch eine nette Geste. Man weiß natürlich nicht, ob sie in Ihrem Fall etwas plant, und wenn, was. Aber vielleicht finden Sie demnächst… z.B. einen Schraubendreher in Ihrer Post, mit einem gravierten Gruß. So etwas in der Art. Ja, sie ist eine Nette, sehr sensibel (”Ich hab’ auch Gefühle,” sagt sie gern) und mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Wir wollten, dass Sie, verehrter Herr Dr., das alles wissen, damit das Persönliche beim beherzten “Dischputieren” nicht zu kurz kommt.

Mit herzlichen Grüßen vom ganzen Team und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,

Ihre Dr. Tellura Spargelschatz

P.S. Falls Sie kein Wörterbuch habe: ‘marodieren’ heißt ‘plündern’. Nochmals alles, alles Gute.

#41 Dr.Schräuble . 23.01.08 . 14:55 Uhr

Es tut mir leid, wenn ich Ihr Ego angekratzt haben sollte oder wie komme ich sonst zu der “Ehre” so vieler Worte. Sie sollten Staubsaugervertreter werden: Sie reden viel, haben aber eigentlich nichts zu sagen. Und, um ehrlich zu sein, das erste paulinische Motto “fehlende Argumente können entweder durch stramme Haltung oder starke Worte ersetzt werden” hat mir da noch besser gefallen. Kleiner Tip am Rande: “fasse Dich kurz” ist seit Renaudot immer noch die beste redaktionelle Maxime.

#42 Paul-geht-baden . 23.01.08 . 15:57 Uhr

Von einem Helden der zeitgenössischen Schriftkultur nehme ich natürlich gerne einen Tipp entgegen. Die Fantasien von spitzen Steinen… das muss ja quälend sein. Melden Sie sich doch mal, wenn Sie wieder auf dem Posten sind. Bis dahin: Gute Besserung.

#43 Dr.Schräuble . 23.01.08 . 16:07 Uhr

Ich brauche mal Ihr untrügliches Geschmacksurteil: was klingt in Ihren Ohren besser: Sie Schmock oder Sie Arschloch?

#44 Paul-geht-baden . 23.01.08 . 16:12 Uhr

Wie schnell doch der Firnis der Kultiviertheit, die sie vor ein paar Stunden noch affektiert haben, um irgendwie aus dem Schneider zu kommen, wieder abplatzt. Danke für das nette Gespräch, mein Lieber. Ist doch zu einem schönen Ergebnis gekommen. Ich finde, wir sollten Du zueinander sagen.

#45 Dr.Schräuble . 23.01.08 . 16:43 Uhr

Sie scheinen sich in Sachen Kino - gelinde gesagt - nicht auszukennen, sich nicht mit dem aktuellen Zeitgeschehen auseinanderzusetzen und mit dem Lesen scheint es auch zu hapern. Was soll nur aus Ihnen werden? Ach, ich vergaß; sie beherrschen die Bedienung eines Wörterbuchs.
Es tut mir herzlich leid, wenn Sie sich angesprochen gefühlt haben, denn es ging mir, wie zu lesen war, nur um eine Geschmacksprüfung. Aber Sie haben in einem Punkt Recht: wie konnte ich das nur von jemandem verlangen, der mehrfach und so breit wie lang nachgewiesen hat, daß ihm genau ebendieser fehlt. Ich persönlich finde, “Sie Schmock” klingt schon wegen der Alliteration um Welten besser.
Was bei Ihnen alles so abplatzt, ist kaum der Rede wert. Sie wissen doch, wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.
Und außerdem wirkte Ihr letzter Beitrag so saft- und kraftlos. Da lag es nahe, Ihnen einen Adrenalinstoss zu spendieren.

#46 Heiko . 23.01.08 . 17:59 Uhr

Wie war nochmal das Thema?

#47 Paul-geht-baden . 23.01.08 . 18:15 Uhr

Das ist immer die letzte Zuflucht: Absichtlich in Rätseln reden und dann so tun, als sei der andere begriffsstutzig + willkürliche Behauptungen aufstellen, irgendwas (”Du weißt doch nicht mal, wie man Marzipanbrote herstellt!”), um durch neuen Blödsinn von dem alten abzulenken. Rhetorisch ist das, auf armselige Weise, irgendwie genial, aber es kommt erkennbar nichts dabei heraus, was nicht so genial ist. Egal, was Sie sich jetzt noch aus den Fingern saugen: Ich antworte nicht mehr darauf.

#48 Ali . 23.01.08 . 18:32 Uhr

Sagt mal Ihr zwei Herzchen, Dr. und Paul, kann es sein, dass Ihr ein und derselbe seid und hier nur eine Schau abzieht??? Selbstgespräche bzw. Selbstzerfleischung?

#49 Alex . 23.01.08 . 21:18 Uhr

Interessante Vorstellung - Paul lebt sein unterdrücktes Verlangen nach Absätzen als Kommentator Dr. Schräuble aus.

#50 Paul-geht-baden . 23.01.08 . 23:49 Uhr

# 48 + 49 Das ist nun allerdings eine Art GAU. Da schreibt man sich ‘nen Wolf gegen das angeberische substanzlose Geschwafel von Dr. Schräuble, und was dabei herauskommt, ist, dass der geneigten Leser einen für eine Art Zwilling des Schwätzers hält. Wie Herr S hier gestern in anderem Zusammenhang gesagt hat: Meine Fresse.

#51 wegschaffel . 24.01.08 . 09:24 Uhr

Nicht gleich die Nerven wegwerfen. Der Verdacht von #48 deutet auf viel Fantasie hin (und ist m.E. unbegründet), zutrauen würde ich es Ihnen aber schon …

#52 Paul-geht-baden . 24.01.08 . 11:24 Uhr

Sieh an. Sie haben hier schon oft eine verblüffende philologische Sensibilität bewiesen, mein Lieber, woraus ich geschlossen habe, dass Sie, was Texte angeht, über eine Art Urteilsvermögen verfügen, d.h. - sehr verkürzt ausgedrückt - über die Fähigkeit, Müll sicher als Müll zu erkennen, und Qualität als Qualität, soweit in unserem Quatsch-Comedy-Club davon die Rede sein kann. Und ich hatte die Hoffnung, mit meinen Kommentaren, soweit sie nicht lauter Übermut und Jux und Dollerei waren, diese Unterscheidungsfähigkeit bei dem einen oder anderen Leser vielleicht ein klein wenig schärfen zu können. Aber das war wohl “only my imagination, running away with me”, wie es bei Sie-wissen-schon-wem heißt.

#53 Mythen in Tüten . 24.01.08 . 11:35 Uhr

Immer wieder, immer wieder, immer wieder P-G-B….

#54 wegschaffel . 24.01.08 . 12:07 Uhr

Hmhm. Da hab ich Herrn Ali anders verstanden bzw. interpretiert. Er vermutet die Doppelrolle nicht aufgrund der genetischen Verwandtschaft der “Texte”, sondern wegen der äusseren Form, sprich des für hiesige Verhältnisse doch langen und in rascher Abfolge geführten “Duells”. Oder, Herr Ali? Und diese mögliche Inszenierung ist es, die ich Ihrem illustren Redaktionsteam (dem ich im übrigen hart auf den Fersen zu sein glaube), zutraute und zutraue. So, Mittagspause.

#55 Dr.Schräuble . 24.01.08 . 14:28 Uhr

In diesem Fall muss ich Baden Paul (Schulmeister brauchen jetzt nicht entrüstet im Wörterbuch nachschlagen - die andere Lachnummer schreibt sich Powell) zustimmen: es ist absurd, einen Identitätsschwindel zu vermuten. Diese Mixtur aus dem “Gähnen der Lämmer” und sprachlicher Diarrhoe ist eindeutig paulinischen Ursprungs

#56 ali . 24.01.08 . 15:17 Uhr

Wegschaffl: Wie? Was? Ja genau!

#57 Paul-geht-baden . 25.01.08 . 12:37 Uhr

Okay, okay, wir geben’s zu: Wir haben den Kollegen „Dr. Schräuble“ nur erfunden. Kompliment an Ali und Alex für ihren Spürsinn. Um es möglichst echt klingen zu lassen, haben wir versucht, die streitenden Stimmen so weit wie möglich zu differenzieren, aber das ist vom Publikum offenbar gar nicht wahrgenommen worden. Am Schluß haben wir dann einen nachdenklichen Ton angeschlagen, in der Hoffnung, damit - quasi zur Authentifizierung des Ganzen – Kommentare zu generieren. Speziell für Herrn S – bitte um Vergebung – haben wir einen Köder ausgelegt, aber angebissen hat dann nur (im Sinne von ‚allein’, versteht sich) Wegschaffel. Dass wir Sie, lieber Herr Wegschaffel, dann auch noch zu einer weiteren Einlassung verleitet haben, ist vielleicht ein wenig zu weit gegangen, aber es war natürlich nicht persönlich gemeint (wir schätzen und respektieren Sie, echt), wir brauchten einfach jemanden, der eine dramaturgische Funktion erfüllt. Also bitte, bitte nicht übel nehmen! Wir machen das mal wieder gut. Und was sollte das Ganze? Für uns erfüllte der schräge Scherz eine Art sanitäre Funktion. Wenn man das ganze Jahr über Stuttgart immer nur von seiner schönsten Seite zeigt, wie es ja die Aufgabe des Stadtmarketings ist, dann juckt es einen irgendwann, auch mal so richtig abzulästern (obwohl wir Stuttgart alle wirklich toll finden, Hand aufs Herz), einfach absurde Behauptungen à la „Jauchgrube, elende!“ aufzustellen. Und so wurde unser „Dr. Schräuble“ geboren, dem wir den Quatsch in den Mund gelegt haben. Weil wir dann aber, als die Sache schon lief, Bedenken bekamen, dass an Stuttgart etwas hängen bleiben könnte, haben wir den Dialog in eine andere, abstraktere (und völlig sinnlose, zugegeben) Richtung gedreht. Und haben uns dabei vielleicht ein wenig zu sehr vom Schlachtenbummler-Fieber Wegschaffels und seiner Otternasen anstecken lassen. Also, wir hoffen, dass niemand zu Schaden gekommen ist, und bitten, wo doch vielleicht Gefühle verletzt wurden, um Vergebung. Dass keine böse Absicht im Spiel war, beweist wohl das Video von der Vorbereitung auf die Redaktionssitzung. Da wir gerade dabei sind, gestehen wir, dass wir’s nicht das erste Mal gemacht haben: Vor einigen Monaten haben wir, eine Art Probelauf, „Micha-L“ erfunden, und das überraschende Wiederauftauchen von „liamara“ nehmen wir auch auf unsere Kappe. Sorry, kommt nicht wieder vor, wir schalten jetzt alle drei endgültig ab, wie man in der Agentensprache sagt. D.h. „Dr. Schräuble“ möchte gern noch ein letztes Mal marodierend durch seinen Wortschatz ziehen. Bitte, Herr Dr., Ihr Auftritt, einmal dürfen Sie noch.

#58 Herr S . 25.01.08 . 13:11 Uhr

Dass ich nicht nach dem Köder geschnappt habe, tut mir im Nachhinein leid, mein lieber Paul. Wenn ich mich recht erinnere, war mir aber in den letzten Tagen meistens schlecht und ich neigte von daher zum Mürrischen. Viel dringender als diese schwache Rechtfertigung scheint mir freilich, Sie zu warnen: Obacht mit der Bestätigung von haltlos in den Raum gestellten Verschwörungstheorien aller Art, nicht dass Ihnen am Ende noch einer glaubt. Andererseits ist Realität ja längst nur noch eine Art unverbindlicher Vorschlag, so betrachtet ist es eigentlich auch schnurzpiepegal, was wer so zusammenglaubt, wenn der Tag lang ist.

#59 wegschaffel . 25.01.08 . 13:36 Uhr

Wenn das so ist, Herr S., dann kann ich ja zugeben, dass ich via meinem alter Ali Pauls Köderproduktion selbst angeschubst habe um Ihnen diesen dann vor der Nase wegzuschnappen. Genosse Paul steht jetzt mit seinem absatzlosen unverbindlichen Vorschlag zur Realität natürlich dumm da, aber der kann das aushalten. Und wenn Sie das für haltlos halten, prüfen Sie’s halt nach.

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