Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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02 07.09

Vom Nachtleben der Marienkäfer

Von von unten
Leben . 23:58 Uhr

Ihr könnt es mir glauben: Ein Marienkäfer hatte sich in mein Zimmer mitten in der Innenstadt verirrt. Zwei Tage lang. Zwölf Punkte hatte er auf den Flügeln, und Kindern erzählt man, dass er dann zwölf Jahre als ist, und das Alter der Bäume kann man an den Ringen abzählen. Und an was kann man eigentlich das Alter der Menschen abzählen? Als ich den Marienkäfer aus der Ecke holte, stellte er sich tot. Ich dachte beim Ficus wäre er gut aufgehoben, aber heute flog er besinnungslos immer und immer wieder gegen das Dachfenster. Bis ich es öffnete und er tatsächlich hinausflog. Doch aus dem Fenster sehe ich nur Beton, wo wollte er hin? Ich wünschte ihm, dass er in seiner Verwirrung nicht Richtung Neckartor flog. Denn nur weil dort trotz allem Menschen überleben, heißt das nicht, dass es ein Lebensraum für Marienkäfer ist.
Vielleicht flog er zum Bravo Charlie, wo sich das Stimmengemurmel an einem Donnerstagabend wie ein riesiger Insektenschwarm anhört. Auch wenn man nur vorbeifährt.

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1 Kommentar zu Vom Nachtleben der Marienkäfer

#1 Wegschaffel . 03.07.09 . 11:35 Uhr

Von oben betrachtet war das ein asiatischer Marienkäfer; ein Zuwanderer der zur Plage wird und nebenbei unseren heimischen “echten” Marienkäfer verdrängt. Statt Oden zu singen sollten Sie die Viecher beim nächsten Mal besser gleich mit dem Ficus totschlagen oder sie im Feierabendverkehr am Neckartor aussetzen.

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