Von kesselblick
EM 2008 . 13:29 Uhr
Wie weit das Fußballfieber geht, haben gestern Nacht einige hardcore-Fans bewiesen, als sie nach dem Sieg der deutschen EM-Auswahl zu Fuß durch den Planietunnel gelaufen sind. Hier ein Video dazu.
EM Halbfinale: Lauf durch den Planietunnel from agawelczyk on Vimeo.
#1 agawelczyk . 26.06.08 . 14:19 Uhr
Auszug aus der Stuttgarter Zeitung: “Autokorso nach Sieg der Deutschen
Rund eine halbe Stunde nach Ende des Spiels bildete sich ein Autokorso mit rund 1.500 Fahrzeugen auf dem City-Ring. Aufgrund des großen Andrangs kam der Verkehr schnell zum Erliegen. Nachfolgende Teilnehmer des Korsos wichen auf die Kriegsbergstraße und in Richtung Berliner Platz aus. Auch hier kam der Verkehr ins Stocken. Die Polizeibeamten leiteten den Verkehr in Richtung Stuttgart-West und -Nord ab. Gegen 23.15 Uhr liefen zirka 250 Personen entgegen der Fahrtrichtung von der Theodor-Heuss-Straße durch den Planietunnel in Richtung Charlottenplatz. Die Straße wurde für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Auch die Schillerstraße musste wegen starken Fußgängerverkehrs vorübergehend gesperrt werden.”
http://www.stuttgarter-zeitung.de/s...
ps. ich lade gerade eine längere version hoch. mit ausschnitten vom einlauf und dem ende
#2 Herr S . 26.06.08 . 15:22 Uhr
Lassen Sie es mich mit Christiane Stürmer sagen, der Interpretin des offiziellen EM-Songs:
Wir haben Fieber
Komm sei dabei
Wir erleben Emotionen
Und heben ab, denn wir sind frei
Wir lernen mindestens zwei Dinge: Wenn Emotionen erst mal so richtig voll Rohr erlebt werden, kommt hinten Humba Humba Täterä raus und der Gröbste bedient immer das Megaphon.
#3 Flakfritz . 27.06.08 . 11:00 Uhr
das mit dem Niederknien kenn ich noch nicht, hat das irgendeine besondere Bewandtnis?
Auch sonst finde ich den Ruf in den Tunnel, bzw. die Aufforderung in den Tunnel zurückzukehren sehr befremdlich.
#4 David . 27.06.08 . 18:58 Uhr
Wenn sich die Leute doch nur ebenso in politischen Belangen engagieren würden.
#5 Henning . 27.06.08 . 20:32 Uhr
Na, David, wo du die Idee jetzt wohl herhast. ;-)
#6 David . 27.06.08 . 23:42 Uhr
Henning, die Idee kommt von dort, wo auch die Studiengebühren herkommen.
#8 Frau Doktor . 28.06.08 . 10:23 Uhr
@#6 David: Genau das hab’ ich mir auch gedacht, als die beflaggten Massen an mir vorbeizogen. Außerdem beschlich mich die die Vermutung, dass genau die Menschen, die sich ganz arg cool finden, wenn sie im betrunkenen Zustand die Straße blockieren, die sind, die am lautesten meckern, wenn wegen einer politischen motivierten Demo der Verkehr in der Stuttgart Innenstadt etwas behindert wird.
Und ja: Ich stehe dem Konzept Public Viewing völlig humorlos gegenüber. Peinlich schlechtes Englisch, völlig verdreckter Schlossplatz, Verschachern öffentlichen Raumes an private Geldmacher (nix anderes ist ja ein Fußballgroßereignis) - und dann die ganzen besoffenen Kerle, die kein Abseits vom Abstoß vom Tor unterscheiden können, aber “Finale” gröhlen.
#9 scherenscheifer . 30.06.08 . 22:17 Uhr
@alle: WoW… jetzt habt ihrs den Fußball-Prolls aber ordentlich gegeben !!!
Und ihr wart am Wochenende ganz sicher auf der Alternativ - Veranstaltung im LIMO in Marbach (Titel “Kopf- und Fußbälle”) und habt der kickenden Nationalmannschaft der Dichter erst zugeschaut und dann gelauscht.
Ich warte noch auf den Spielbericht…
#10 Flakfritz . 01.07.08 . 11:46 Uhr
@scherenscheifer
Wo hab ich wem was gegeben?
Warum muss sich jemand, der sich nicht für Fussball interessiert bei einer EM auf einer Alternativ-Veranstaltung befinden?
Fehlt irgendjemandem ein L, ein kleines?
#11 Herr S . 01.07.08 . 13:38 Uhr
Genau: Geber sehen anders aus. Ich bin seit jeher energischer Ernst-Neger-Fan und begrüße das Humba also genau wie das zugehörige Täterä. Und wenig ist mir angenehmer als die Gesellschaft von egal was grölenden Volltrunkenen, zumindest vom Emotionalen her.
#12 Wegschaffel . 01.07.08 . 18:37 Uhr
Diese Flanke von Herrn S. kann ich ins Spätkambrium des deutschen Tätära verlängern. Wer über Ernst Neger lacht, wird Herbert Hisel lieben.
#13 Herr S . 02.07.08 . 11:15 Uhr
Wobei das Ende der Fahnenstange mit Herbert Hisel noch nicht erreicht ist, ein bisschen was geht immer noch.