Von K und S
Essen und Trinken . 08:45 Uhr
Trotz schlechten Wetters: auf den Spargel ist Verlass. Nicht nur dass das Angebot auf dem Wochenmarkt keine Wünsche offen läßt, auch auf der Speisekarte des Vetter beansprucht der Spargel seinen Platz. Womit wir beim ersten highlight des Vetter währen: Mit flinker Hand geschrieben, klein und teilweise fast unleserlich ist alleine die Speisekarte ein Vergnügen der besonderen Art. Rasch kommt zusammen mit etwas Hunger eine anständige Portion Lust aufs Essen auf. Derzeit vornehmlich auf gut Spargel. Ganz so üppig wie man sich das nach der Speisekarte aber vorstellen könnte wird das Vergnügen mit dem König des Gemüses dann doch nicht. Die Vorspeise kommt mit zwei Stangen aus (Spargel mit Garnelen), das Hauptgericht (Gnocchi mit Spargel) bringt´s auf insgesamt zwei Stangen grünen und eine Stange weißen Spargels. Weiters werden Thaisuppe und Gemüsesalat geordert, sowie Kalbsleber, Rostbraten und ein weiteres Fleischgericht. Alles ist handwerklich sauber zubereitet, wohlschmeckend und recht ordentlich. “Leidenschaftlich” wäre das falsche Wort, wie auch “raffiniert” oder gar “außergewöhnlich” das Essen im Vetter nicht treffend beschreiben würde. Es ist eben die gelungene Mischung aus Stimmung, Service und Stil, die das Vetter zu einem besonderen Speiserestaurant macht. Und offensichtlich nicht die Anzahl der Spargelstangen auf dem Teller. Wobei letzteres durchaus willkomen wäre.
Es waren wie üblich wieder alle Tische besetzt, eine Reservierung ist unerläßlich.