Von Der MfG
Leben, VVS, Befindlichkeiten . 23:57 Uhr
… Kontrolle ist besser. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass seit einigen Wochen vermehrt Fahrkartenkontrolleure vor allem in der Stadtbahn unterwegs sind. So oft wie über die Weihnachtsfeiertage, an Silvester und auch bis jetzt wurde ich noch nie in so einem Zeitraum kontrolliert. Im Grunde ist es ja auch nicht schlecht, da man ja eh eine Fahrkarte hat und die dann auch zum Einsatz kommt und man sich nicht darüber ärgert, dass man die Fahrkarte kauft, aber nie benutzen muss. Ich würde mal die Behauptung aufstellen, dass Schwarzfahren immer mehr Richtung Russisch Roulette tendiert.
Was mir aber schon seit geraumer Zeit auf stößt ist das “Kieskutscher”-Verhalten der Busfahrer und auch Stadtbahnfahrer. Die bremsen abrupt und fahren plötzlich an. Ich habe schon viele Leute beinahe hinfallen sehen. Am Dienstag ist es dann wirklich passiert. An der Haltestelle Weinsteige wollte ein Mann mit Krücken aussteigen, als er merkt, dass er eine Station zu früh aufgestanden ist. Die Bahn fährt plötzlich los und er fliegt der Länge nach um und zwei Fahrgäste und ich halfen ihm wieder auf (Er war etwas über gewichtig). Das ganze ist noch glimpflich ausgegangen. er hat sich nichts gebrochen und vor allem hat er sich nicht den Kopf angeschlagen. Einige zeit vor Weihnachten ist eine Frau in der Bahn umgefallen. Gerade in der Zeit wo durch den Schneematsch auch alles rutschig ist muss man nicht alt oder unsicher auf den Beinen sein um zum Beispiel in einem Bus in Vaihingen beim Anfahren oder Bremsen den sicheren Stand zu verlieren. Muss das so sein. Ich bin der Meinung, dass das früher besser war.
#1 nick . 17.01.09 . 00:27 Uhr
Und vorhin habe ich mich im Bus noch darüber gewundert, dass der Fahrer so relaxed fährt. Langsame Beschleunigung, angemessenes Tempo, wenig bremsen… war wirklich angenehm. Vielleicht ist es mir auch nur aufgefallen, weil der Trend in die andere Richtung geht.
#2 Liamara . 17.01.09 . 10:49 Uhr
Ach weißte, fahr mal in Bochum mit nem Bus. Die fahren teilweise wie die Berserker. Da hilft nur noch festkrallen…
#3 PhilGrooves . 17.01.09 . 13:32 Uhr
Früher war alles besser - auch die Zukunft. :)
#4 planb . 17.01.09 . 14:52 Uhr
Doch ich finde es hat zugenommen, habe ich mir erst vor kurzem Gedanken darüber gemacht.
Vielleicht sind gerade viele neue FahrerInnen unterwegs?
Am besten doch mal bei der SSB Bescheid geben.
#5 Herr S . 17.01.09 . 19:29 Uhr
Ich habe auch zugenommen. Der Vorteil ist, dass es bald unmöglich sein wird, dass ich beim Busfahren umfalle. Pech für die SSB also.
#6 Liamara . 18.01.09 . 11:59 Uhr
Ich find eigentlich die schlimmer, die in diesen engen, kurvigen Gebieten fahren wie die Henker. Ich denke da beispielsweise an die Strecke von Gablenberg den Berg rauf (nicht Richtung Buchwald, Richtung Stadt, ich weiß nicht - 42 oder so?) oder auch bei Luginsland die Ecke, wo es steil und kurvig zugeht… die fahren, als spielten sie GTA IV.
#7 trollengerzengga . 18.01.09 . 18:44 Uhr
Ich glaube, dass die Kontrollen zum Jahresbeginn höher sind als
‘unterm Jahr’.
Bei den Busfahrern gibt es 2 Typen: Entweder es wird ‘anständig’, normal, rücksichtsvoll für die Fahrgäste, vorausschauend und spritsparend (soweit das geht) oder ‘Pünktlicher Kieskutscher’.
#8 HelmHeld . 19.01.09 . 08:58 Uhr
nicht zu vergessen Typ 3: der ‘unpünktliche kieskutscher’.
Wobei man den Fahrern aber auch zugute halten muss, dass das Stuttgarter-Terrain mit seinem Auf und Ab und teils schon angedeuteten Serpentinen nicht immer sanft und gleichzeitig zügig bewältigt werden kann.
Wenn dann noch ein zu enger Fahrplan dazu kommt…
#9 paul-geht-baden . 19.01.09 . 11:55 Uhr
Geniale Antwort auf die Pseudoerkenntnisse der Pseudokorrespondenten aus der psychedelischen Welt des öffentlichen Nahverkehrs, lieber Herr S. Hab’ mich königlich amüsiert. 2009 hat ja gerade erst angefangen, aber ich nomminiere Ihre knappe Einlassung schon mal für die traditionsreiche Auszeichnung ‘Blog-Kommentar des Jahres’ . (Weitere Vorschläge werden übrigens nicht zugelassen.)
#10 Herr S . 19.01.09 . 18:07 Uhr
Freut mich, dass ich Sie amüsieren konnte, lieber Paul, immerhin durfte ich mich an Ihren Beiträgen in dieser Hinsicht ja ebenfalls schon unzählige Male schadlos halten. Mit der Auszeichnung würde ich mich aber an Ihrer Stelle noch etwas gedulden. Nicht dass ich noch Unmengen an Gescheiterem erwarte, aber ich darf Sie an den seligen Edmund Stoiber erinnern, der sein Glas Champagner seinerzeit bereits geöffnet hat, als die Flasche noch nicht im Sack war und sehen Sie nur, was aus ihm hernach geworden ist. (Wobei bloße Nominierungen noch keine Gefahr sein sollten. Glaube ich jedenfalls.)