Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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30 11.06

Teuro 2.0 ?

Von Wegschaffel
Leben, Befindlichkeiten . 10:26 Uhr

Die T-Euro Diskussion nach Einführung desselben ist kaum verebbt, schon droht durch die anstehende Erhöhung der Märchensteuer neues Unheil. Müssen wir Geldausgeber wieder gegen den im Schwabenhirn irrlichternden Generalverdacht der Abzockerei ankämpfen, wenn ab Januar die Rolle Malerkrepp im Baumarkt 6,20 Euro kostet? Und ich mir doch fast ganz sicher bin, dass die vorher noch 5,70 Euro gekostet hat (und zu DM-Zeiten 4 Mark 90 !!!) ?! Nö Leute, diesen Währungswende-Krampf mach ich nicht nochmal mit!

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Ich werde in den letzten 16%-Wochen Kassenzettel und Restaurantquittungen aufheben und dann ab Januar schwarz auf weiß sehen (und hier berichten), wer in Stuttgart über Gebühr zulangt und wer nicht. Vielleicht gibts ja ein paar Mitmacher, damit der Warenkorb ein bisschen größer wird.

16 Kommentare zu Teuro 2.0 ?

#1 Tine . 30.11.06 . 12:14 Uhr

die Erhöhungen sind doch schon längst da. Die meisten Firmen haben ihre Erhöhungen schon längst übers Jahr verteilt, wohl wissend, dass die Leute nur die Preise von Dezember und Januar vergleichen.

#2 Wegschaffel . 30.11.06 . 12:22 Uhr

___Tine: Einige sicher. Aber insbesondere in der Gastronomie und anderen Branchen mit festen Preisschildern und “*.99″ Preisen geht das nicht so einfach.

#3 derCobold . 30.11.06 . 13:10 Uhr

In diesem Zusammenhang werben ja bereits einige Unternehmen damit, die Preise nicht zu erhöhen und führen dann beispielhaft einige Produkte auf, für die diese Aussage gilt. Unausgesprochen bleibt jedoch für wie lange und vorallem, dass dies nur für einen geringen Prozentteil der Produkte gilt. Jeder kann sich vorstellen, dass der Preis der übrigen Produkte dann überdurchschnittlich angehoben werden muss. Das ist alles extrem undurchsichtig. Außerdem gibt es ja noch die versteckten Preiserhöhungen, in der Form von gleichbleibenden Verkaufspreisen aber geringeren Verkaufsgrößen. Dann gibt’s halt ein paar weniger Gramm Schokolade pro Packung, der verkaufspsychologiesch wichtige 99er-Preis bleibt aber erhalten.

#4 kesselblick . 30.11.06 . 15:06 Uhr

Ojeemineh, wieder diese hässliche Preisdiskussion.
1. Es wird sowieso immer alles immer teurer. Auch meine Arbeit.
2. Deutschland ist allerorten bereits berühmt-berüchtigt für seine Preiskämpfe. Z.B. sind die Preise bei Lebensmitteln im europäischen Vergleich extrem günstig. Folge: Nirgendwo ist das Angebot so schlecht wie hier.
3. Die Preise sind mir egal - ich will Qualität! Ich sage das nicht, weil mir der Schotter aus den Ohren rauskommt, sondern weil es billige Produkte an jeder Ecke gibt. Und die werden auch mit der Umsatzsteuererhöhung nicht teurer.

#5 kavaliersschmerz . 30.11.06 . 17:21 Uhr

Auch wenn es wirklich nicht populär ist, aber:

Der Euro ist nicht schuld daran, dass die Dinge teurer werden! Wir haben eine geringere Teuerung als zu DM-Zeiten.

Verbraucherpreise steigen immer! Sie stiegen zu DM-Zeiten im Durchschnitt stärker. Wer es nicht glaubt, kann sich ja mal an das statistische Bundesamt wenden. Die Typen, die da sitzen, haben auch nciht immer Recht, aber es gibt zahlreiche Studien mit der selben Quintessenz, “durch den Euro wurden die Dinge im Duchschnitt eher günstiger”. Das ist natürlich sehr allgemein gehalten, schließlich hat nicht jeder Bundesbürger denselben Warenkorb. Aber im Zweifelsfalle glaube ich der Wissenschaft.

Es gibt natürlich Dinge, die faktisch unverhältnismäßig teuerer wurden, etwa Tabakwaren und Produkte der Gesundheitspflege - beides jedoch aufgrund neuer Gesetze (Tabaksteuer, Gesundheitsreform).

Alles andere ist Psychologie, selektive Wahrnehmung (Dinge, die teurer werden, fallen einem schneller auf).

Und dann soll mir noch einer ein mit Deutschland vergleichbares Land nennen, in welchem solche Bierpreise vorzufinden sind. Ich kenne keines. Ein Hoch auf die Lobby und die Politiker, die den Stoff ja offensichtlich selbst brauchen.

#6 Herr S . 30.11.06 . 17:24 Uhr

@Kesselblick
„Schotter aus den Ohren“, das ist ein schönes Bild. Bei Punkt 1 und 2 kann ich Ihnen ja vorbehaltlos zustimmen, Punkt 3 muss meines Erachtens allerdings dahingehend relativiert werden, dass der Umkehrschluss leider mitnichten immer gilt. Soll heißen: es ist nicht gerade schwer, in dieser Stadt Geschäftstreibende zu finden, die den nun wirklich allerletzten Scheißdreck für saumäßig viel Geld verhökern, wohl wissend, dass weite Teile der Bevölkerung jede Kritikfähigkeit längst eingebüßt haben.

#7 marc . 30.11.06 . 17:32 Uhr

Ganz ehrlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand z.B. die Anschaffung eines TV Gerätes nicht vornimmt, wenn dieses statt
928 EUR nun 952 EUR kostet.

Ich hoffe im übrigen, dass die Wirtschaft aus der EURO Umstellung gelernt hat, den Kunden nicht durch versteckte Preiserhöhung auszunehmen…

#8 Wegschaffel . 30.11.06 . 18:12 Uhr

Man kann viel meinen und hoffen und glauben (ausser der Statistik). Ich für mich habe beschlossen, der Sache einigermassen ernsthaft auf den Grund zu gehen, s.o.

Es stimmt sicher, dass Bier und andere Grundnahrungsmittel bei uns billiger sind als in anderen Ländern. Mein Grrrrrmbl richtet sich auch nicht gegen Preise als solche, sondern gegen Anbieter, die mich für blöd verkaufen wollen und ganz ungeniert abzocken. Mein Lieblingsbeispiel ist die erwähnt Rolle Malerkrepp vom Obi. Die kostet heute knapp 6 Euro entsprechend einem DM-Preis von ca 11,50!!!. Wenn hier nicht einfach die Währung auf dem Preisschild ausgetauscht wurde, fress ich drei Rollen und trink noch einen Eimer Farbe dazu! Sowas macht mich einfach sauwütend. Und Herr K’schmerz, von einer Malerkreppsteuererhöhung ist mir nichts bekannt!

#9 Liamara . 30.11.06 . 18:19 Uhr

Ja nu, wer kauft auch Malerkrepp bei Obi. In gewissen Läden muss man immer mit abartigen Preisen rechnen. Mich interessieren da viel mehr die Gastronomie-Preise.

#10 Wegschaffel . 30.11.06 . 18:35 Uhr

____Frau L: Nun, den Gastronomen dürfte die Ausrede mit der Mwst. schwer fallen, zumindest beim Essen. Die meisten Nahrungsmittel und landwirtschaftlichen Produkte sind von der Erhöhung ja nicht betroffen. D.h. auch die Bio-Trulla in Wangen hat diesbezüglich schlechte Karten.

#11 kavaliersschmerz . 30.11.06 . 18:39 Uhr

Und Herr K’schmerz, von einer Malerkreppsteuererhöhung ist mir nichts bekannt!

Schätzelein, jetz mach disch ma nit verrückt!

Ich kann die Empörung nachvollziehen, denn selbst fernab der Eurothematik ist die Verarsche bodenlos. Frag mal Herrn Ackermann, der hat das ganze jetzt sogar in die Gerichtssääle transponiert…

#12 Liamara . 30.11.06 . 18:58 Uhr

Die Bio-Trulla (höööörnsemal! Die Dame heißt Ensslin!) halte ich jetzt mal für so nett, dass sie das nicht macht. Das würden wir ihr auch nicht abnehmen, dass ihre Bio-Tomaten jetzt mehr kosten wegen der Mehrwertsteuer. Kaufen ja nicht nur Doofe ein, in deren Laden da, nech.

#13 Wegschaffel . 01.12.06 . 10:20 Uhr

Da haben wir uns wohl zu früh gefreut, über die günstigen Bierpreise hier. Die Brauwirtschaft kündigt für 2007 deutliche “Preisanpassungen” an.

#14 kesselblick . 01.12.06 . 12:14 Uhr

Und die Pasta auch …

#15 Milky W. . 01.12.06 . 23:08 Uhr

Die Brauwirtschaft kündigt für 2007 deutliche “Preisanpassungen” an.

Wetten, dass Oettinger im kommenden Jahr seinen Bierabsatz um mindestens 50% steigert?

#16 kesselblick . 02.12.06 . 10:57 Uhr

Oettinger? Meint das jetzt die Brauerei oder den MP?
Nebenbei: Das schöne an BaWü ist ja, dass mit den Produkten aus dem Roten Haus sogar fürs Gemeinwohl saufen kann…