Von Frau Doktor
Vermischtes, Leben, Fundsachen . 11:25 Uhr
Das meint zumindest die Jury des European Newspaper Award. Die Zeitung hat mit ihrem neuen Layout den ersten Platz in der Kategorie “Regionale Tageszeitung” belegt. Die Jury schreibt:
Die „Stuttgarter Zeitung“ hat sich in den letzten Jahren gestalterisch deutlich weiter entwickelt. Im Bereich Fotografie und Reportage hat die Zeitung schon früher viele Awards of Excellence gewonnen. In diesem Jahr ist sie der Jury aufgefallen, weil die Typografie nochmals deutlich verbessert wurde. Außerdem überzeugte die Titelseite, der Umgang mit Ergänzungsboxen und Infografiken sowie die herausragende Qualität der Bilder.
Der Preis, von dem ich bis dahin auch noch nichts gehört habe, geht auf die Initiative des Zeitungsdesigners (Jobs gibt’s) Norbert Küpper zurück und wird in Zusammenarbeit mit deutschen, österreichischen und schweizerischen Journalismus-Magazinen verliehen. Die große Festsause findet anlässlich des “European Newspaper Congress” im April 2010 in Wien statt.
Herzlichen Glückwunsch von einer langjährigen Abonnentin! Das neue Layout hat die Zeitung für mich lesefreundlicher und attraktiver gemacht. Außerdem scheint die Redaktion von einem neuen Elan erfasst zu sein: Vor allem die Berichterstattung zu Landespolitik ist spannender geworden, man scheint sich nicht mehr als Verlautbarungsblatt der Regierenden zu verstehen. Ganz besonders positiv bewerte ich die Wende in der Berichterstattung zu Stuttgart 21: Es kommen nicht nur alle Parteien zu Wort, sondern die Leserin bekommt auch endlich wichtige Kontextinformationen geliefert, zum Beispiel eine informative Reportage zum Bau des Durchgangsbahnhofs in Neu-Ulm und dem erfolgreichen Festhalten der Münchner an ihrem Kopfbahnhof. Auch sehr schön: die große Darstellung der unrühmlichen Rolle, die Ferdinand Porsche während des Dritten Reichs gespielt hat.
#1 planb- . 16.11.09 . 13:39 Uhr
Ich persönlich fand den STZ Relaunch nicht so toll, aber ist ja alles Geschmacksache.
Hier zu sehen ein Design des oben genannten Designers.
Mir gefällt das alte Design besser, aber an eine Zeitung werden eben auch Anforderungen gestellt (Platz für Werbung z.B.), die nicht unbedingt den Lesenden gefallen müssen:
http://www.editorial-design.com/sel...
#2 planb- . 16.11.09 . 13:40 Uhr
Sorry, link will nicht so recht direkt.
Ich meinte das Beispiel mit dem Schwarzwälder Boten.
#3 Huhu . 16.11.09 . 14:53 Uhr
Ich finde das neue Design gut, bis auf die gelbe Farbe :-)
An neues muss man sich bei so etwas halt immer erst mal gewöhnen. ist wie überall. zb Euro.
#4 Herr Linsinger . 16.11.09 . 20:52 Uhr
Das extra clevere am neuen Layout, ist die Tatsache dass aufgrund eines größeren Abstandes hier, einer kleinen Linie da, einem größeren Titelbild, breiteren Seitenrändern etc. ca. 15% weniger Text zustande kommen und dadurch auch bestimmt einige Journalisten dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt werden konnten (Vielleicht 15%).
Alles nur Vermutung, natürlich…
#5 boegelein . 19.11.09 . 22:23 Uhr
Das Layout der StuTZ ist Geschmacksache,
dass aber für dieses Layout erst neulich auf der Titelseite ein Tsunami-Foto so manupuliert wurde, dass sich die Redaktion in der Online-Ausgabe entschuldigen mußte ist … geschmacklos.
Und die jahrelange Pro Stuttgart 21- Schreibe ist schlichtweg skandalös für ein Blatt, das sich auf Eberle, Löffelholz und Blickensdorfer beruft.