Von Mitschreiber
Vermischtes, Befindlichkeiten . 06:20 Uhr
Nachdem ich seit um fünf wach bin und nix besseres zu tun hatte, habe ich den Grund meines frühen Aufstehen kurz gereimt. Es hat weder ein brauchbares Versmaß noch stimmt die Metrik. Aber mir war halt danach.
In einer halbdunklen Nacht,
bin ich früh um fünf aufgewacht.
Nicht ganz freiwillig zwar,
sondern von Stuttgarter Glocken,
sie läuteten rein und klar
und brachten mich in die Socken.
Erst klang mit fünfachem Schlag,
der Markuskirche Glocken in den Tag.
Mit evangelischem Scheppern,
kam vom neogotischen Turm
ein furchtbares Rasseln und Kleppern
als läuteten die Glocken zum Sturm.
In vollen und satten katholischen Tönen,
hörte ich kurz darauf St. Elizabeths Glocken stöhnen.
Fünfmal schlugen mit tiefer Fülle,
die Glocken einen dumpfen Gong,
und durchbrachen die frühe Stille
mit dem fünfachen Bong.
In einer halbdunklen Nacht,
bin ich früh um fünf aufgewacht.
Nicht ganz freiwillig zwar,
sondern von Stuttgarter Glocken,
sie läuteten rein und klar
und brachten mich auf die Glocken.
#1 ardentfan . 10.07.07 . 12:12 Uhr
Die lauten Glocken wecken Dich?
Das ist ja furchtbar, fürchterlich!
Jetzt bist Du seit 5 Uhr schon wach
und hast es gleich gepostet - ach,
im Stuttgart-blog, das ist ja nett,
dabei war’s so schön warm im Bett!
#2 kavaliersschmerz . 10.07.07 . 14:36 Uhr
Ach welch Leiden Dich ereilt,
wenn der Klöppel den Kelch anpeilt.
Schlägt er zu, der rüde Knochen,
hat sich’s mit dem Träume kochen!
Darum denke an diesen Rat:
Füge dich dem göttlichen Eklat!
#3 Mitschreiber . 10.07.07 . 15:07 Uhr
Eure Kommentare freuen meinen Herz
und lindern meinen Schmerz.
Wer hätte das gedacht,
das in Stuttgart soviel Dichter leben
die meine schlaflos Nacht
nach muntren Reimen nun läßt streben.
#4 Wegschaffel . 11.07.07 . 09:57 Uhr
Damits dem Reimer nicht zu wohl wird,
hier noch ein Reim von ein’m der nie irrt:
Der Dichter, der Dichter,
der kriegt eins auf die Lichter.