Von kesselblick
Interna . 21:42 Uhr
Ja, etwas verwirrende Überschrift. Denn man fragt sich ja: Was soll das denn sein, bei dem die Neckarstadt mit der Spreemetropole echt mithalten kann? Tatsächlich geht es um Blogs, also sowas wie das hier, in dem man diese Zeilen gerade liest. Ein Hauptspaß bei Blogs sind ja die Kommentare, sozusagen das Salz in der Suppe. Das kennt man ja auch hier. Problem dabei: Die Kommentare sind auch das größte Ärgernis an Blogs, also können es zumindest werden. Kennen wir ja ebenfalls auch von hier. Da gabs schon manch heftige Geschichten, bei dem unsere besonnenen Oberchefs arg auf die Geduldsprobe gestellt wurden. Zurück zu Berlin. Die haben da nämlich einen ebensolchen ein Stadtblog wie dieses hier. Heißt dort, klar, Hauptstadtblog. Dieses Blog wurde etwa zur gleichen Zeit gegründet (Herbst 2005), ist nicht-kommerziell wie unser Blögle , hat allerdings etwa das vierfache Volumen, was die Artikel angeht und die Kommentare. So, und jetzt komme ich zur Nachricht: Der Hauptstadtblog hat seit heute die Kommentarfunktion abgestellt. Zu den Gründen schreiben die Berliner dort u.a. folgendes.
Der eine und sicherlich gewichtigste ist ohne Frage die Strapazierung der Nerven unserer Autoren, die sich in letzter Zeit zum Teil bis an die Schmerzgrenze Beschimpfungen und Unterstellungen ausgesetzt sehen. Darüber hinaus entwickelt sich die Kommentarfunktion bisweilen hin zu einer Art Privatforum – abseits der ursprünglichen Themen. Und das in einem Maße, das wir nicht bewältigen wollen.
Das Wehklagen der Leser ist natürlich groß. So ein amputierter Blog ist ja, siehe oben, nur noch ein Späßle, ein Witz. Diese Nachricht, dachte ich, könnte als Info und mal zur Mahnung und Warnung ganz nützlich sein. Ist ja öfter ganz gut, mal über den Kesselrand hinauszuschauen. Damit wir besser bleiben.
#1 Schnezagaigeler . 30.08.08 . 15:41 Uhr
Unbedingt!
#2 Wegschaffel . 01.09.08 . 16:12 Uhr
Geniessen und schweigen? Nicht mein Ding. Aber Hrsgseisgedankt ists bei uns ja noch nicht soweit.
#3 HelmHeld . 01.09.08 . 17:06 Uhr
Die Fülle der Kommentare ist irgendwie ironisch :o)
#4 Ralf Schmid (Hrsg.) . 01.09.08 . 20:06 Uhr
Das ist eine sehr bedauerliche Entwicklung und ich bin mir sicher, dass den — übrigens ziemlich sympathischen — Machern der Schritt nicht leicht gefallen ist. Letzten Endes kann die Kommentarfunktion ebenso schnell zum Fluch werden wie zum Segen, und die Richtung, in die sie kippt, ist eigentlich reine Glückssache. Nach Beispielen, bei denen ein entfesselter Pöbel dafür sorgt, dass die ganze Veranstaltung unerträglich wird, braucht man nicht lange zu suchen, insofern gehe ich davon aus, dass in nächster Zukunft noch einige Riegel vorgeschoben werden. Die Welt beherbergt eben zuviele Pappnasen, die nicht wissen, wie blöd sie noch tun sollen — traurig, aber bleiben wir einfach mal tapfer und guter Hoffnung.
#5 SPeedy . 03.09.08 . 12:18 Uhr
Das die Kommentare abgeschaltet wurden, war die beste Entscheidung, da dort in letzter Zeit nur noch größtenteils private chatereien abseits von den vorgegebenen Themen und oft auch beschimpfungen stattfanden. Ich sendete dort auf grund dessen schon seit Monaten keine Kommentare mehr.
Viele Grüße aus Berlin