Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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25 03.08

Stuttgart im Drogenrausch

Von beejees
Vermischtes, Leben . 11:48 Uhr

Keiner hatte damit gerechnet, dass nach einer langen Periode der Trockenheit von heute auf morgen auf einmal alles anders werden sollte. Die Situation war bis vor wenigen Tagen und Wochen besorgniserregend. Blüten unter dem Asphalt, wo hatte es das in den letzten Jahren gegeben? Zarte Knospen und Blüten zu einer Jahreszeit, in der normalerweise alles grau, schwarz, düster und dunkel erschien.

Viele meiner Bekannten litten noch im Januar an diesen Symptomen wie Schwitzen und kalten Schweissausbrüchen! Gliederschmerzen! Schnupfen! Krämpfe! Alles zusammen und alles auf einmal. Waren das die gefürchteten Entzugserscheinungen, vor denen alle warnten?

Aber dann kündigte sie sich an. Wie ein Lauffeuer ging es durch die Szene. Melli kommt. Melli? Wer war diese Melli? Ich kannte keine Melli. Über Ostern war sie angesagt. Aus dem Norden sollte sie kommen und eine volle Ladung mitbringen. Was immer in den letzten Monaten fehlte, sollte sie bringen.

Alle waren gespannt. Es war schon so viel versprochen worden, dass man nichts mehr glauben wollte. Die meisten meiner Bekannten hatten sich sogar längst auf einen neuen Trend eingestellt, der noch viel heissere Erlebnisse versprach als alles andere davor.

Und jetzt Melli. Nein. Die Zuverlässigkeit diverser Info-Kanäle musste man nach all den Fehlprognosen anzweifeln. Es gab keine Chance und wenn, war sie unwahrscheinlich. Ausserdem, wenn sie tatsächlich kommen sollte, worauf sollte ich mich freuen? Was war die Folge? Ich fürchtete mich vor dem Sprichwort: Vom Regen in die Jauche, oder hiess es Traufe? Was war eine Traufe? Egal. Ich fürchtete mich jedenfalls, sollte Melli wirklich kommen. Jetzt war ich schon so an die Dürre und Trockenperiode gewöhnt und wollte mich nicht schon wieder umstellen. Abrupte Wechselbäder der Gefühle. Nicht schon wieder!

Und dann kam sie tatsächlich. Melli brachte alles mit, was man sich vor 3 Monaten gewünscht hätte. Schnee in Hülle und Fülle. Wahnsinn. Das war fast zu viel des Guten. Es war too much.

Über den Dächern tanzten die Flocken und auf den Strassen die Kinder.

Aber bald ist Melli wieder weg. Und keiner weiss, wann sie wieder kommt.

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12 Kommentare zu Stuttgart im Drogenrausch

#1 Wegschaffel . 25.03.08 . 17:07 Uhr

Ja. Scheiss Melli. Die hatte ich heute früh im Schwarzwald unter meinen Sommerreifen … Go to hell, Melli. Oder wenigstens in die Berge, da können die Skifahrer was mit Dir anfangen.

#2 Liamara . 26.03.08 . 10:16 Uhr

Dass der Herr W. aber auch immer auf Droge ist und dann schreiben muss…

#3 Wegschaffel . 26.03.08 . 17:08 Uhr

Well, Frau L., die Wirkung bestimmter Substanzen kann ich nicht bestreiten. Vielleicht sollten Sie das auch mal probieren …

#4 Rick . 26.03.08 . 19:26 Uhr

Ja, da hat die Klimaerwärmung noch mal so richtig eingeschlagen. Und viele Menschen überrascht die gar nicht wussten dass Flocken nicht notwendigerweise Eisbärgören sein müssen…

#5 Liamara . 26.03.08 . 23:21 Uhr

Ich, Herr W., ich kann auch ohne Drogen schreiben. Sehen Sie doch.

#6 Wegschaffel . 27.03.08 . 08:29 Uhr

___Frau L: Schade bloss, dass wir hier nix davon mitkriegen.

#7 neckaralzheimer . 27.03.08 . 09:02 Uhr

ja das ist schade. Ich krieg auch viel nicht mit. Ich könnte mir fast vorstellen, ich kenn Sie von irgenwo her, Herr Wegschaufel. Aber mir fällt es eifach net ein.

#8 beejees . 27.03.08 . 15:16 Uhr

Dass der Herr W. aber auch immer auf Droge ist und dann schreiben muss…

Wie mir scheint, ist Herr W. nur latent gefährdet ;-)

#9 Liamara . 27.03.08 . 15:48 Uhr

Wie, Sie können meine Kommentare nicht lesen, Herr W.? Sind die nicht geschrieben? Wie kommt’s dann aber, dass sie mir antworten? Das ist alles sehr verwirrend.

#10 Wegschaffel . 27.03.08 . 18:05 Uhr

Ja Frau L. Das ist eines der Rätsel der Menschheit, dass wir fast alle in der Schule das Schreiben lernen, aber trotzdem nur wenige schreiben können. Zur Verwirrung schleicht sich dann noch eine üble Mogigraphie oder, wenns ganz dumm läuft, ein Cheirospasmus ein und dann haben wir den Salat.

#11 Liamara . 27.03.08 . 21:11 Uhr

Huch, wie unangenehm. Das wird nicht mehr vorkommen, Herr W. Tüss auch!

#12 beejees . 28.03.08 . 11:08 Uhr

@ Wegschaffel

>> Das ist eines der Rätsel der Menschheit, dass wir fast alle in der Schule das Schreiben lernen, aber trotzdem nur wenige schreiben können.

Eine charmante Schreibe und damit Vorbild kann man das aber auch nicht nennen.

>> Zur Verwirrung schleicht sich dann noch eine üble Mogigraphie oder, wenns ganz dumm läuft, ein Cheirospasmus ein und dann haben wir den Salat.

Wie soll man denn das nennen? XXXL Sixpack Bruns?

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