Von Mann²
Vermischtes, Befindlichkeiten . 09:42 Uhr
Gestern war Haloween. Und heute ist Stuttgart wie ausgestorben. Keine einzige Hexe, Tote oder Zombie kreuzte meinen Weg gestern Abend. Aber heute morgen schlug mir das volle Gruseln entgegen. Stuttgart eine Geisterstadt. Gespenstige Stille. Einsam vom Wind über die Straße getriebene Blätter. Keine Menschenseele unterwegs. Trübes Licht durch den grauen Schleier am Himmel. Restpfützen vom Regenguß der letzten Nacht. Nur das Lied vom Tod (The Man With The Harmonica) hat noch gefehlt.
Um sieben verliess ich die Wohnung und stand fünf Minuten später am Marienplatz. Auf der B14, sonst eine Strasse, zu deren Überquerung man Nerven aus Stahl braucht, saß ein Eichhörnchen und schaute mich vorwurfsvoll an. Ebenso leer und ausgestorben waren U- und S-Bahnhaltestellen. Nur in der S-Bahn saßen hier und dort noch einzelne Leute, die sich ebenso wie ich trotz Feiertag zu irgendeiner Arbeit schleppten.
Den Höhepunkt erreichte das Gruseln und die Gespenstigkeit im Hauptbahnhof. Eine Plakatwand mit Postern und Programmankündigen aus dem Reich der Toten. Neben dem Phantom der Oper, ABBAMania, Chris de Burgh und Johnny Cash (remembrance tour) wurden auch Dinner for One und PUR angepriesen (alle noch dieses Jahre irgendwo in und um Stuttgart). Nur ein einsames Poster, welches Juli (tour 2007) ankündigte verriet mir das ich zwar auf jeden Fall in einem Gruselkabinett, aber noch nicht im Reich des Todes war.
#1 Liamara . 01.11.06 . 10:09 Uhr
Gruselig. Sie sollten nicht so viel trinken.
#2 Mann² . 01.11.06 . 12:02 Uhr
Ich war bedauerlicherweise völlig nüchtern heute Morgen. Das könnte natürlich Teil des Problems gewesen sein.
#3 Sack Gesicht . 02.11.06 . 15:13 Uhr
Ich find’s gut. Man muss ja nicht jeden Scheiß mitmachen, der aus den USA zu uns rüberschwappt.