Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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29 11.05

Sie rollen nach Stuttgart

Von Gunvald
Vermischtes . 12:59 Uhr

Vier rüstige ältere Herren werden am 3. August 2006 zu Gast in Stuttgart sein und laden zu einem geselligen Liederabend ins Daimler-Stadion ein. Gerade noch wurde einer ihrer gefälligen Evergreens für den Wahlkampf unserer Kanzlerin missbraucht, schon erreicht uns die Kunde ihres Besuches. Eine gute Gelegenheit für alle treuen Fans, noch einmal (ein letztes Mal?) die Wunderkerzen zu den Hits aus ihren wilden Zeiten anzuzünden und lautstark in den Refrain zu Satisfaction einzustimmen. Die Rolling Stones machen im Rahmen ihrer »A Bigger Bang«-Welttournee auch bei uns Halt. Während der Ticketverkauf auf der Website der Stones bereits begonnen hat, kann man sein Interesse an Karten bei den deutschen Tickethändlern bislang nur per E-Mail anmelden. Das wird wieder ein Freudenfest für Ebay …

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6 Kommentare zu Sie rollen nach Stuttgart

#1 Herr S . 29.11.05 . 17:19 Uhr

Schon ein trauriges Los: Viele Millionen Pfund im Sack, mondäne Landhäuser zum Abhängen, Scharen williger Gespielinnen und dennoch findet der schlichte Wunsch nach Satisfaction seine Erfüllung nicht. Also müssen sie unermüdlich weiterrocken, bis ihnen der Sargdeckel auf den Kopf fällt, vorher geben sie keine Ruhe. An Gelegenheiten, die Wunderkerzen zu entzünden wird es auch in Zunkunft nicht mangeln, keine Sorge. Zur Not schleppt sich der letzte Überlebende mit nachgewachsenen Austauschmusikanten auf die Bühne und macht den Johannes Heesters des Rock’n Rolls.

#2 Herr Enderle . 29.11.05 . 20:01 Uhr

Bester Herr S., das find ich ja so gemein, fast schon fies sogar, wie Sie sich hier über meine ganz persönliche Lieblingskapelle äußern, die ich einstmals (Jesus, wann war das?) im Neckarstadion (oder war’s auf dem Wasen?) erleben durfte. Ich erinnere mich schwach: es war grandios! Und die Anwohner der näheren Umgebung haben sich noch Wochen später darüber gestritten, ob das Lärmbelästigung oder Musik gewesen sei. Wie auch immer, Hauptsache, die Herren beehren uns mal wieder. Dass es erneut zu nachbarschaftlichen Disputen kommen wird, ist allerdings kaum zu erwarten. Meine Erinnerungslücken bitte ich nicht zu Kommentieren. Danke!

#3 Gunvald . 30.11.05 . 12:40 Uhr

Welch hervorragender Zufall, Herr Enderle, dass es sich hier um Ihre Lieblingskapelle handelt. Da werden Sie sich das Spektakel sicher nicht entgehen lassen und wir dürfen uns anschließend auf eine fulminante Konzertkritik an dieser Stelle freuen. (Bitte merken Sie das schon einmal vorsorglich in Ihrem Terminkalender vor.) Eine schöne Gedächtnisstütze wäre es ja auch …

#4 Steff . 01.12.05 . 17:22 Uhr

Herrje. Die vier Herren durften ihr Kommen am Dienstag morgen im Frühstücksfernsehen Live! ankündigen. Ich hab mir dabei den Vielfruchtsaft aufs Hemd geschüttet und laut lachend die Cerealien in der Bude verteilt. Die Jungs (?) sehen frei nach Walther Matthau aus “als ob jemand in ihrem Gesicht geschlafen hätte”. Und genau so hört sich die Mucke doch auch schon seit 20 Jahren an: Gäääähn.

#5 Gunvald . 01.12.05 . 18:30 Uhr

Für den Auftritt im Fernsehen hat sicher noch eine Maskenbildnerin ihr Möglichstes getan, um die Zuschauer nicht zu erschrecken. Gar nicht auszudenken, wie es einem durch Mark und Bein schaudert, wenn die Herrschaften nach dem ersten Toben auf der Bühne verschwitzt und mit verlaufenem Make-Up auf den großen Videowänden in voller Pracht zu sehen sind.

#6 Stuttgart Blog » Seine Tochter, ihr Freund und er . 12.01.06 . 13:36 Uhr

[…] Anwalt Gerhard König ist schwer frustriert. Töchterchen Lara, die ihn unlängst noch anhimmelte, hat sich anderweitig verknallt: in Chris, einen armen Arbeiter, der anlässlich einer Demonstration auf dem Werksgelände seines Arbeitgebers von der Polizei niedergeknüppelt wurde. Bevor sich beide Herren aber im Rahmen eines Vorstellungsessens kennen lernen, fährt der arme Arbeiter den radelnden Vater mit einem Luxusschlitten (?) nieder, beschimpft ihn wüst und macht sich hernach vom Acker. Interessant in dem Zusammenhang ist auch, wo Gerhard hinradeln wollte — zum Ticketbüro nämlich, um Karten für das Konzert der Rolling Stones zu besorgen (über das hier und da schon berichtet wurde), ein ideales Mittel also, um Lara zurückzuerobern. Nun ja, das Abendessen geht natürlich gründlich schief, wie Chris zu seinem Unmut feststellen muss. Laras Liebe zu ihm tut sein Fehlverhalten allerdings keinen Abbruch, also sucht Gerhard nach Beweisen für Chris’ unlautere Absichten und siehe da: er ist gar kein armer Arbeiter, sondern der Sohn des Barons Vollmer, dem Besitzer des Werkes, auf dem Chris den Klassenkampf ausfocht. Gerhard frohlockt, doch vergeblich … […]

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