Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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13 03.06

SchwabenPost

Von Martin Hiegl
Fundsachen . 14:11 Uhr

Mit der Deutschen Post und ihren Töchtern erlebt man immer wieder die skurillsten Dinge. Das fängt an bei den Päckchen, welche anstatt abgeliefert zu werden in der Filiale versauern und endet nicht erst bei den immer teureren Briefen. Es könnte sich fast lohnen dazu einen extra Blog zu erstellen. Als Empfänger von Post muss man sich das leider auch gefallen lassen und hat keine Möglichkeit etwas zu verändern. Man kann sich höchstens beschweren, doch das hilft erfahrungsgemäß auch nicht weiter.
Das bedeutet aber auf der anderen Seite, dass man als Versender von Post umso sorgfältiger auswählen sollte. Bei Päckchen und Paketen kein Problem: DPD, FedEx, GLS, Hermes und UPS sind nur ein paar der bekannteren Alternativen zur Post-Tochter DHL. Doch bei Briefen wird es erheblich schwieriger. Neulich bekam ich jedoch einen Brief, auf welchem keine Briemarke klebte, sondern ein Bebber mit dem Schriftzug “SchwabenPost Service“. Als Lokalpatriot macht das natürlich neugierig und so war der darunter gedruckte Link www.guenstig.geschickt.de hilfreich um mehr herauszufinden:
Konkret handelt es sich um ein Postzustellungsunternehmen, das zur Zeitungsgruppe Stuttgart, unter anderem Herausgeber der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten, gehört und das Monopol der Deutschen Post schon vor 2007 brechen will. Die Preise sind schonmal günstiger - den Service gilt es noch zu testen. Ganz ohne die Deutsche Post kommen sie leider auch nicht aus, da für Ziele, welche nicht in den 30 versorgten Gebieten liegen, dann doch an diese übergeben wird - das wenigstens kostenfrei.
Ob es sich vom eventuellen Mehraufwand, welcher durch das Fehlen von Briefkästen entstehen könnte, her für Privatpersonen lohnt ist fraglich. Man könnte die Post aber anscheinend auch abholen lassen. Für Firmen, welche zu klein für Sonderregelungen mit der Deutschen Post, jedoch groß genug für ein ordentliches Postaufkommen sind, könnte es eine wirkliche Alternative darstellen.

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4 Kommentare zu SchwabenPost

#1 isnochys . 14.03.06 . 01:47 Uhr

Das gibts in Würzburg schon lange..
Dort machts die Main-Post.
Aber hier in stgt ist mir so noch keine Post untergekommen

#2 MCBuhl . 09.03.07 . 18:07 Uhr

DAs gibt’s auch in Esslingen zB. schon lange - sollte aber eigentlich nur für Werbung sein (Monopol und so)
Aber mir egal, wer was mit wem verschickt, ärgerlich ist zum einen, daß jetzt 5x am Tag geklingelt wird (natürlich aufm gesamten Klingelfeld) und um Türöffnung gebeten wird. Weiterhin ist es doof, daß man sich jetzt schon nicht mal mehr auf ne gewisse Uhrzeit verlassen kann, wann die Post halt da ist: kann auch erstmal um 18Uhr sein, weil die privatisierten so an Zustellern sparen, daß die armen “Angestellten” (Lohnsklaven trifft’s oft besser) mit der Arbeit nimmer nach kommen; diverse Skandale gab’s ja schon: PIN-Mail verhindert Krankheit durch 3Euro Grundlohn, Rest auf 7 ist “Anwesenheitsprämie”; TNT wirbt Kinder als Zusteller (ging ja nur um Versandhauskataloge, gell) usw. usf.
Und jetzt mal ganz ehrlich: unsere Post schafft 98 Kommairgendwas Prozent an Zustellgenauigkeit am nächsten Tag ! Überall in Deutschland, nicht nur in den Städten…
Das mit dem Privatisieren dieses Bereichs ist meiner Meinung nach eine Furzidee.

#3 Pinträger:) . 11.04.07 . 17:40 Uhr

Bin Briefträger bei der PIN is mir nichts bekannt was er da oben schreibt! 8,12 € is ok !! Und schau doch mall bitte wie die Post in den letzten Jahren im Bereich Service nachgelassen hat !
Bin zufreiden mit der PIN!!!

#4 andi . 02.07.08 . 06:53 Uhr

Di

e Preise sind schonmal günstiger

…auch kein wunder, bekommen die zeitungsausträger ca. 2cent pro ausgetragenen brief. auch sind sie dazu verpflichtet diese briefe mit zu verteilen, auch wenn sie durch die zustellung der briefe doppelt so lange austragen als wenn sie nur ihre tageszeitungen verteilen.

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