Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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02 06.07

Schlechtes Bild

Von chrib
Kultur . 15:34 Uhr

Die STZ gibt in der Ausgabe von heute, zumindest im Kulturteil, ein schlechtes Bild ab. Nämlich eines von Herbert Grönemeyer. Die Tourneeveranstalter hatten dem STZ-Fotografen derart strenge Vorgaben fürs Ablichten von Herberts Konterfei verpasst, die für die STZ “nicht akzeptabel” waren. Die Zeitung hat daher auf ein Konzertfoto verzichtet und stattdessen ein Werbebild von Herbert eingebaut. Der erfolgreiche Zensurversuch des Veranstalters hat die STZ allerdings nicht davon abgehalten, auf gut einer Drittelseite über Grönemeyers Auftritt zu berichten und auf Tourneetermine hinzuweisen. Angemessen wäre gewesen, auf 40 randständigen Zeilen seine Chronistenpflicht zu erfüllen und den Herbert mitsamt seiner selbstgefälligen Veranstalterschar ins mediale Abseits zu stellen. Auch das ist Pressefreiheit.

5 Kommentare zu Schlechtes Bild

#1 Alex . 02.06.07 . 16:27 Uhr

Grönemeyer und seinen Veranstaltern muss man zu Gute halten, dass die Tickets einen Bruchteil derer anderer vergleichbarer Veranstaltungen kosten und nebenbei auch noch mehr Musik dafür geboten wird. Geld verdienen wollen die aber auch und wenn sie das eben über diesen Weg tun finde ich das schon gerechtfertigt.

#2 Wegschaffel . 02.06.07 . 18:29 Uhr

Was hat Herbert denn gekostet? Mich hats diese Woche schon auf den Hintern gesetzt, als ich nach Karten für die reunionited POLICE geguckt habe. Die wollen 120 Öre. Als ich die das letzte Mal gesehen habe, hats 30 gekostet. Mark, wohlgemerkt. Und wer jetzt behauptet, dass das ja wohl kurz nach dem 2. Weltkrieg gewesen sein muss, hat gar nicht so unrecht…

#3 Alex . 02.06.07 . 20:00 Uhr

2004 hab ich so um die 30€ gezahlt, dieses Jahr hat´s glaub ich knapp über 40€ gekostet. Stehplätze natürlich…

#4 Kai Nehm . 03.06.07 . 17:56 Uhr

Stand das mit den nicht akzeptablen Bedingungen im Artikel oder ist das nur eine Vermutung?

Bei großen Konzerten ist es üblich, dass nur beauftragte Fotografen akkreditiert werden, nach den ersten drei Stücken ist der Graben dann zu räumen. Blitzen ist generell verboten und es soll sehr rau zugehen da unten.
Dabei gelten diese Beschränkungen für kommerziell genutzte Fotos, also für Tageszeitungen, Magazine und Presseagenturen gleichermaßen.

#5 chrib . 04.06.07 . 08:37 Uhr

Stimmt, es gibt die von dir genannten üblichen Beschränkungen. Aber bei Herbert muss es über das gängige Maß hinausgegangen sein. Im Artikel war ausdrücklich von “nicht akzeptablen” Bedingungen die Rede (ohne dies zu präzisieren).
Guns’n'Roses haben diese Unart bereits vor vielen Jahren beim Konzert auf dem Wasen eingeführt. Die Fotografen durften nicht an die Bühne ran, sondern mussten aus einiger Entfernung von einem Turm aus ihre Bilder machen.
Ich meine, die Stars brauchen die Medien und die Medien brauchen die Stars - da sollten doch allgemeinverträgliche Vereinbarungen möglich sein.