Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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24 12.06

Schenk mich

Von Wegschaffel
Leben . 16:18 Uhr

An Weihnachten machen Menschen Sachen, die sie sonst nicht tun: In die Kirche gehen, mit der Familie singen, Fondue essen, Supermarktkassiererinnen nette Worte sagen. Und natürlich Geschenke schenken. Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, mich selbst zu verschenken. In dem Sinne, dass ich den Menschen um mich herum ein möglichst angenehmer Zeitgenosse sein will. Und zwar nicht simuliert, sondern echt. Wie das geht, weiß ich auch noch nicht. Aber ein paar Ideen für heute Abend hab ich schon: Die immer gleichen Fragen der Schwiegermutter aufrichtig beantworten, als wärs das erste Mal. Nichts sagen - noch nicht mal etwas denken - wenn die Ente wie immer 20 Minuten zu lange im Ofen war. Den ganzen Abend lang kein einziges Mal recht haben. Den neuesten Erleuchtungen der Öko-Schwägerin länger als drei Sekunden ernsthaft zuhören. Dem stillen Schwager wortlos nachschenken. Den ganzen Abend kein einziges Mal auf die Uhr schauen. Bei Stille Nacht nicht nur die Lippen bewegen. Mich aufrichtig über Geschenktes freuen. Nur wenig Wein trinken und alle nach Hause fahren. Morgen früh aufwachen und mich nicht über den letzten Abend ärgern. Schöne Weihnachten.

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2 Kommentare zu Schenk mich

#1 Franklin . 25.12.06 . 13:18 Uhr

und, hat’s geklappt?

#2 Wegschaffel . 25.12.06 . 21:11 Uhr

Das mit dem Wein nicht ganz, öchl…, aber sonst schon!

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