Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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02 11.06

Riskanter reisen im VVS?

Von Herr S
Leben, VVS . 20:16 Uhr

Entgegen jeder Gewohnheit habe ich mich gestern mal an einem Diskussionsstrang bei Spiegel Online festgelesen und musste mich doch sehr wundern. Aber fangen wir von vorn an:

Am Dienstag erscheint zunächst ein Artikel, der furchterregende Geschichten aus dem Öffentlichen Personennahverkehr präsentiert: Ein Fahrgast wird niedergestochen, ein anderer Fahrgast schießt mit einer Pistole auf den Fahrkartenkontrolleur, der das nur übersteht, weil die Pistole nicht losgeht. Dazu werden noch ein paar Insider befragt, die unisono bestätigen, dass solche Geschichten längst ÖPNV-Alltag sind, „ein Stück Lebenswirklichkeit“, wie es einer der Befragten nennt.

Als nächstes eröffnet SpON den erwähnten Strang, in dem die Diskutanten erörtern sollen, ob sie sich in Bus und Bahn noch sicher fühlen. Dass auch beim Spiegel eher Nörgler diskutieren als Zufriedene, ist natürlich bekannt, der Andrang, der in diesem Forum entstand, erweckte aber schnell den Eindruck, als ob das halbe Land ungeduldig auf die Gelegenheit gewartet hätte, eines der drängendsten Probleme unserer Zeit zu diskutieren, das ihm schon seit langem unter den Nägeln brennt.

Es ist müßig, einzelne Beiträge heraus zu greifen, um sie haarklein zu zitieren, der Tenor ist im Großen und Ganzen derselbe: Die Fahrt in Bus und Bahn ist eine brandgefährliche Angelegenheit, die man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unbeschadet übersteht, die Zustände sind skandalös, der Staat soll gefälligst härter durchgreifen, anstatt von Multikulti zu schwärmen, und wo das Stichwort schon gefallen ist, herrscht bald Einigkeit, dass hauptsächlich „Leute mit Migrationshintergrund“ das Problem bilden, genauer: Türken und Araber, weil der Griff zum Messer bei denen ja sozusagen schon ins Genmaterial hineinprogrammiert ist, während der deutsche Prekarianer sich in gewohnter Laschheit auf verbale Pöbeleien beschränkt. Lösungsvorschläge gibt es auch gleich dazu, der Bogen spannt sich vom schneidigen „Kanacken raus“ hin zum eher sozialdemokratischen Dreiklang „Bildungsangebote verbessern, Kindergartenplätze schaffen, Integrationsdialog intensivieren“. Lösung hin oder her, eines muss allerdings klar sein: das Abendland steht wie eh und je unmittelbar vor dem Untergang, und bis es soweit ist, heißt es, auszuweichen auf den eigenen Pkw oder das Fahrrad, jedenfalls in Berlin, Hamburg und dem Rhein-Main-Gebiet, den Schauplätzen der erschütterndsten Szenen.

Wie gesagt: ich musste mich doch sehr wundern. Öffentliche Verkehrsmittel sind seit Jahr und Tag normaler Bestandteil meines persönlichen Verkehrsmixes, in Stuttgart ebenso wie gelegentlich auch anderen Städten. Szenen, die aus Sicht der besagten Forumsdiskutanten offenbar genuiner Alltag sind, habe ich noch nie auch nur im Ansatz erlebt, weder hier noch anderswo und ich kenne auch niemanden, der mir davon berichtet hätte, abgesehen von ein paar Räuberpistolen aus New York oder L.A. Das äußerste, was mir einfällt, sind herumbrüllende Betrunkene, die aber wohl eher als Belästigung empfunden werden, denn als Bedrohung.

Wie diese Diskrepanz sich erklären lässt? Genau die Frage treibt mich auch um:

  • Möglichkeit 1: In Berlin, Hamburg oder Frankfurt herrschen fundamental andere Zustände als in Stuttgart — die Städte sind also nicht vergleichbar. (Der Hinweis auf die Größe der Städte mag bei Berlin und Hamburg naheliegen, bei Frankfurt wird er bereits hinfällig.)
  • Möglichkeit 2: Meine Realitätswahrnehmung ist verzerrt.
  • Möglichkeit 3: Die Realitätswahrnehmung der Forumsdiskutanten ist verzerrt.

Was mich schon mal interessieren würde: Gibt es denn Leute, die ernsthaft Angst haben, sich hier in Bus oder Bahn zu setzen? Und wenn ja, warum? Bzw. wenn nicht, warum gibt es die hier nicht und in Berlin, Hamburg und Frankfurt sehr wohl? Anders gefragt: Leben wir in einem Sonderfall oder die Berliner, Hamburger und Frankfurter? Oder geht es bei uns genauso zu, wenn man nur mal richtig hinsieht?

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18 Kommentare zu Riskanter reisen im VVS?

#1 Liamara . 02.11.06 . 20:28 Uhr

Schon mal in Berlin oder Hamburg Bahn gefahren? Ich hatte in beiden Städten zwar noch nie Angstzustände in der U-Bahn, aber eine andere Atmosphäre ist das schon. Und ganz egal in welcher Stadt, abends ab 9 oder so wirds mir in jeder Bahn mulmig. Selbst in Stuttgart.

#2 Alex . 02.11.06 . 22:25 Uhr

Ich kenn jetzt auch Hamburg und Berlin nicht - aber in Frankfurt und insbesondere in Köln hatte ich noch keine beängstigenden Erlebnisse - eher im Gegenteil. Aber aus dem VVS hört man ja auch immer mal wieder Nachrichten von Gewaltübergriffen. Das kenn ich allerdings nur aus der Zeitung. Bin schon öfter mit der letzten Bahn aus Stuttgart raus Richtung Herrenberg gefahren - und abgesehen von den mittlerweile schon fast obligatorischen Handy-Ghettoblastern war´s dort sehr friedlich.

Den SpON-Artikel hab ich allerdings auch gelesen - der war schon sehr beängstigend…

#3 Henning . 03.11.06 . 02:52 Uhr

Ich hab in Stuttgart an einer Bushaltestelle mal was erlebt, was in die Kategorie passt. Ich mach’s kurz: Ein Mann beschimpft lautstark seine Frau und beginnt irgendwann sie zu treten oder schlagen. Nach Zureden von Umstehenden lässt er’s erstmal, legt aber wieder los. Als ich dazwischen bin, während andere schon die Polizei benachrichtigten, hatte er plötzlich ein Messer in der Hand.

Ging alles gut aus, bin ein paar Schritte zurück, die Frau konnte ihren Mann etwas beruhigen, die Polizei kam innerhalb der nächsten 10-15 Minuten nicht und die Frau stieg zusammen mit dem Mann in einen der nächsten Busse ein (was ich auch nicht verstanden habe).

Und das war werktags gegen 19 Uhr an der Bushaltestelle Rosenberg-/Seidenstraße, also mitten in Stuttgart.

Sonst habe ich allerdings nie etwas Vergleichliches erlebt. Weder in Stuttgart, noch in Berlin wo ich letztens zwei Mal für jeweils einige Tage war.

#4 nichtschwimmerhund . 03.11.06 . 09:43 Uhr

Erst gestern träumte ich aus dem Fenster der S3 und überlegte mir, wie es wohl sein müsste, in einer Stadt zu leben, die Gegenden vorzuweisen hat, in die man -eventuell je nach sozialer Herkunft oder Tageszeit- besser keinen Fuß setzt. Ich glaube, in Stuttgart würde ich zu jeder Tages- und Nachtzeit herumspazieren ohne daß ich um mein Leben fürchten müsste. Hatte mir auch in München über Gefahren diesbezüglich nie Gedanken gemacht.
Wenn es bei meiner Freundin abends später wird, bestehe ich komischerweise schon darauf, sie abzuholen. Sie wurde in den Öffentlichen Verkehrsmitteln aber auch schon einige Male wüst angebaggert. Übrigens kann man in diesem konkreten Fall durchaus feststellen, dass es sich ausschließlich um Menschen mit sogenanntem Migrationshinterhgrund handelte.

#5 Alex . 03.11.06 . 11:57 Uhr

Übrigens kann man in diesem konkreten Fall durchaus feststellen, dass es sich ausschließlich um Menschen mit sogenanntem Migrationshinterhgrund handelte.

Bevor hier der Eindruck entsteht, es handle sich nicht nur in diesem konkreten Fall um Mitmenschen mit Migrationshintergrund - kürzlich erst eine Gruppe Jugendlicher in der S1 gesehen, die (natürlich) mit Handy-Ghettoblastern bewaffnet die erste Klasse gestürmt haben. Auffällig war, dass ganz offensichtlich keiner dieser Jungs einen solchen Migrationshintergrund hatten - viel schlimmer, sie haben Jugendliche mit Migrationshintergrund nachgeahmt!

#6 dan . 03.11.06 . 12:44 Uhr

ich kenn jetz nicht die situationen in anderen städten aber hier in stuttgart hab ich wirklich keine angst auf den strassen oder in ÖVs
als ich die headline des SpON-Artikels las war ich überrascht über die starke polemisierung
witzig ist das in dem artikel ein bild von 2004 herangezogen wird (muss ja brandaktuell sein)
irgenwie fühl ich mich dabei an das thema der panik mache im volk erinnert die auch m.moore anspricht

#7 Herr S . 03.11.06 . 13:11 Uhr


#8 Liamara . 03.11.06 . 14:17 Uhr

Herr S.: Es mag auch daran liegen, dass ich in Hamburg i.d.R. an Bahnhöfen aussteige, die ohnehin etwas verrucht wirken. Und in Berlin… na ja, Berlin ist einfach so häßlich und so groß, da fühl ich mich nicht wohl :) Es ist jedoch schon manchmal amüsant mit der Wahrnehmung. Ich war neulich ja mal auf einer Konferenz in Gelsenkirchen, einem Ort, in dessen Nähe ich aufgewachsen und wo ich auch sehr lange gewohnt habe (also nicht IN, aber BEI). Dort traf ich zwei nette Menschen aus dem beschaulichen Hildesheim, denen es in der Straßenbahn in Gelsenkirchen mulmig war, weil die Gestalten darin betrunken, gröhlend oder sonst was waren. Mir kam das natürlich ganz normal vor, ich bin ja früher ständig mit dieser Bahn gefahren… ;) Ich weiß auch nicht ob es was mit dem allgemeinen Eindruck von einer Großstadt zu tun hat. Bin ich in Berlin, dann ist das für mich der Inbegriff einer Großstadt, und ich erwarte fast zwangsläufig unschöne Erlebnisse beim U-Bahnfahren (obwohl mir nie etwas passiert ist). Allerdings ging es mir z.B. in London oder San Francisco nie so. Ach, alles seltsam.

#9 kesselblick . 03.11.06 . 14:23 Uhr

Mir ist nie mulmig, weil ich mir immer sage: “Lass dich von den jeden Einzefall aufbauschenden Medien nicht zum Rassisten machen.” Schau auf die realen Zahlen! » Zum Download des PDFs “Jugendkriminalität und Jugendgefährdung in Baden-Württemberg 2005″ des LKA (1,3 MB)

#10 Agrippina . 03.11.06 . 14:33 Uhr

ich war kürzlich in berlin und habe in der u-bahn einen vollgedröhnten (mit was auch immer) erlebt, der rumbrüllte, sich den schädel an die tür hämmerte und anschliessend einen jungen, ausländisch aussehenden mann (ich hab ihn nicht gefragt, woher seine eltern kommen) an den kopf gefasst hat und irgendwas beschwichtigendes sagte. es war nur ganz kurz und der störenfried ist dann gleich abgehauen, aber man fühlte sich wirklich kurz sehr unwohl, weil man nicht wusste, was der als nächstes macht. der junge mann blieb übrigens ruhig, der war sogar ein bisschen verschreckt. meine schwester, die in berlin wohnt, war sichtlich weniger beeindruckt als ich kölnerin. mir war nicht wohl. von der kölner u-bahn höre ich mehr geschichten, bei den man sich belästigt fühlt als bedroht. aber so genau weiss ich es nicht, ich fahre fahrrad…

#11 Alex . 03.11.06 . 14:35 Uhr

Buwäääh - der Kesselblick hat den Blog kaputt gemacht!Geht wohl wieder…

@Herr S. - Handy-Ghettoblaster sind eben die Auswüchse der Mobilfunk-Industrie, die darauf gespeicherte Musikstücke (überdurchschnittlich oft Werke anatolischer Herkunft) über einen eingebauten Lautsprecher wiedergeben.

Vor ein paar Jahren war ich mit meinem Schwager in Köln unterwegs und wir sind zu sehr vorgerückter Stunde mit der S-Bahn nach Hause und haben dort versucht einer unschuldigen jungen Frau deren wunderschöen Smiley-Mütze abzukaufen - wahrscheinlich erzählt sie grade davon im Köln-Blog. Nur mal so als Beispiel, in dem ein diplomierter Informatiker und ein selbstständiger Geschäftsmann als Pöbel auftreten…

#12 Claudia . 03.11.06 . 15:03 Uhr

Meine Erfahrungen mit dem VVS sind durchweg positiv (jedenfalls was Angst auslösende Faktoren angeht), und ich fahre viel. Bedroht gefühlt habe ich mich noch nicht. Allerdings fühle ich mich immer unwohl, wenn betrunkene Menschen grölend durch die Gegend ziehen, ob in der S-Bahn oder sonstwo.

In London, wo ich eine Zeitlang gewohnt habe, war das ein ganz anderer Schnack. Bedroht gefühlt habe ich mich nie, bis ich mal auf dem Weg nach Brixton (Endhaltestelle der Linie) von zwei Typen schon unterwegs penetrant angestarrt und angebaggert wurde, die mich dann auch über die Rolltreppen nach draußen verfolgt haben. Man merkte, dass sie mich nur ärgern wollten, aber was wusste ich denn? Ich war 22 und aus der südniedersächsischen Provinz … Mir gelang es dann gerade noch, auf einen vorbeifahrenden Bus zu springen (in London ging das damals noch mit den alten Doppeldeckerbussen). Das war äußerst unerquicklich. Danach habe ich mich mehr vorgesehen, aber ich weigere mich meistens, mir meine Bewegungsfreiheit von der Angst verderben zu lassen.

Auch in der friedlichsten Kleinstadt können solche Dinge passieren. Als Teenager bin ich mal am hellichten Tag im Bus von zwei mir fremden Mädchen grundlos geschlagen worden. Der Busfahrer kam mir nicht zuhilfe, geschweige denn irgendein “Erwachsener”. Leider kann man sich als Opfer nicht drauf verlassen, dass jemand eingreift. Bin trotzdem der Meinung, man sollte es trotzdem tun. Im Zweifelsfall ebenfalls anwesende Unbeteiligte ansprechen: “Los, wir greifen jetzt ein!”

#13 kesselblick . 03.11.06 . 17:19 Uhr

Wo hier soviel von “brenzligen Situationen” die Rede ist…

Ich mir jetzt zwei Regeln eingeprägt:
- Nicht allein eingreifen, sondern andere auffordern, jetzt etwas gemeinsam zu tun.
- Den Störenfried oder Belästiger auf jeden Fall siezen. Und laut sprechen, Öffentlichkeit herstellen.

@ anatolische Musik
Ist wenigstens besser als Techno-Pop…

Obwohl, egal, ich mags grundsätzlich nicht, wenn auf jugendkulturelle Erscheinungen, die sowieso kommen und gehen, oder auf provozierendes Gehabe “Junger Krieger” mit Empörung reagiert wird, wie ein Pawlowscher Hund: Fleisch => Fressreiz => Sabbern

#14 Katinka . 03.11.06 . 19:48 Uhr

Für mich gab es mit öffentlichen Verkehrsmitteln nie Probleme - auch international nicht. Nur in Rom würde ich höchst ungern wieder mit der U-Bahn fahren. Gleich bei der ersten Fahrt gelangte ich in die „Hände” von Taschendieben. Ein Schrank von einem Kerl versperrte mir bedrohlich den Weg, eine junge Frau versuchte derweil, sich an meiner Tasche zu schaffen zu machen. Ich hab ihr - angesichts des Kleiderschranks - nur einen ordentlichen Klaps auf die Finger gegeben. Das führte zu wüsten italienischen Beschimpfungen - und an der nächsten Station hat das Pärchen das Weite gesucht. (Okay, ich war feige…) Die Situation empfand ich zwar für mich persönlich „bedrohlich” - aber ich bin deshalb eigentlich nur vorsichtiger, nicht besorgter. Richtig Angst hatte ich noch gar nie…

#15 Henning . 04.11.06 . 04:22 Uhr

@Herr S
Ja, das hab ich auch gelesen. Ich find Eingreifen nach wie vor wichtig. Das Gute an der Situation, die ich geschildert habe, war, dass alle in irgendeiner Form eingegriffen haben.

Mit dem Handy Polizei anrufen, auf ihn einreden usw. Da hat er auch nicht aggressiv drauf reagiert. Im Gegenteil, er wollte uns weismachen, er wäre vom NYPD, also der New Yorker Polizei. Ich hab ihm versucht zu erklären, dass selbst wenn es stimmen würde, das völlig egal wäre. Schien ihm nicht einzuleuchten.

Aggressiv wurde er mir gegenüber in dem Moment in dem ich ihn berührt habe. Er ging gerade wieder auf seine Frau los und ich hab mich dazwischengestellt und meine Hand leicht auf seine Schulter oder an seinen Arm gelegt. Und da kam dann das Messer ins Spiel.

#16 yolantevonscheußlich . 05.11.06 . 20:58 Uhr

ich hätte einen prima vorschlag für herrn s, warum im nächsten urlaub nicht einfach mal eine woche öpnv in berlin-neukölln oder hamburg - st.georg oder köln-chorweiler genießen? auch der öpnv im ruhrgebiet besonders in duisburg oder gelsenkirchen gibt einblicke in das was phase ist.

daß der spiegel immer mehr teil der boulevardpresse wird ist indes nicht abzustreiten, aber das klima in gegenden mit an die 20% arbeitslosigkeit oder mehr ist ein anderes als im bausparerparadies stuttgart.

je mehr leute in unser republik nichts mehr zu verlieren und noch weniger zu gewinnen haben desto weniger grund haben diese friedlich zu bleiben.
schade ist in diesem zusammenhang das die opfer meist ebenso arme schweine sind wie die täter.
aber vielleicht brennen am ersten mai in berlin nicht kreuzberg und neukölln.

#17 Matze . 07.11.06 . 18:00 Uhr

Hallo alle miteinander. Ich möchte mich auch mal äussern… Ich bin 22 Jahre alt, also quasi selbst noch “jugendlich”. Doch um ehrlich zu sein, auch ich bekomme manchmal ein mulmiges Gefühl wenn nachts (oder manchmal auch schon abends) diese neuartige Fokuhila-Fraktion durch die S-Bahn streift… Wobei diese Leute eher auf der Suche nach mädels ist. Am schlimmsten sind Die Leute die sich lautstark in der Bahn über irgendwelche “Wixxer oder Penner” äussern müssen. Diese Menschen sind auf Konfrontation aus… (Kenn ich aus der Schule, kann man gut einschätzen). Das müssen nicht mal Ausländer sein, sie sind es aber meist.
Die Nr9(Kesselblick) in diesen Comment hat einen netten Link gepostet, wo genau dies Bestätigt wird… Der 2005er Polizeibericht von Ba-Wü… Entgegen Kessels Ausage steht da genau das drin, was auch besprochen wird…

Die Gewalt wird zwar nicht merklich mehr, sie wird aber brutaler, durch die neuen Medien, sowie Handys… Ihr wollt garnicht wissen, welche Art von Videos sich auf dem Handy des 15 jähringen Klaus tummelt (mal von den Pronos abgesehen). Kinder werden quasi ermutigt Gewalt zu verüben, um es ihren Freunden zu zeigen. Doch man kann als aussenstehender nix tun, ausser an die Eltern zu appelieren. Diese bekommen von diesen Sachen aber meist nix mit, weil sie es nicht besser wissen, oder wissen wollen… Wie auch immer… Ich bin froh mich im Notfall wehren zu können, aber um manche Frauen mach ich mir manchmal echt Gedanken… MfG Matze!

#18 Simon . 12.01.07 . 14:28 Uhr

Angst hab/hatte ich weder in Stuttgart, München oder Berlin.
Ich tendiere daher zu Möglichkeit 3.

Allerdings erzählt mir meine Freundin öfters, dass sie in U/S-Bahn unangenehm angeredet wird. Aber das ist wohl nicht ÖPNV-spezifisch.

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