Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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13 11.08

Radfahren gesund?

Von Der MfG
Leben, Befindlichkeiten . 09:26 Uhr

Letztes Wochenende bin ich mit meinem Roller unterwegs gewesen. Es wird sich ja immer hier für die ach so tollen Radfahrer ausgesprochen und dass man deren Verhältnisse verbessert. Gut kann man ja mal machen. Aber ganz im Ernst - ich wünsch mir auch, dass siech die Radfahrer in Zukunft an die Verkehrsregeln halten.
Ich bin also letzten Sonntag von Degerloch am Waldfriedhof vorbei nach Heslach runtergefahren und auch eine Radfahrerin war dort unterwegs. Erstmal habe ich zu bemängeln, dass viele Radfahrer, wie auch dieses Exemplar keinen Helm auf hatte. Klar - die Frisur sieht nach dem Radfahren schlecht aus … aber wie die erst nach nem Sturz aussehen muss?
Das markante an der Strecke ist ja, dass es immer bergab geht. Somit zählt für mich das Argument nicht, dass man den Schwung als Radfahrer ausnutzen wollte und deshalb über rote Ampeln fährt. Das ist nämlich mein zweiter Kritikpunkt. Ja als Radfahrer ist man langsamer und anhalten ist blöd … aber ein normaler Verkehrsteilnehmer bekommt richtig Probleme beim Fahren über eine rote Ampel … die Radfahrer dagegen stört das kaum. Unten in Heslach an der großen Kreuzung wo es dann wieder Bergauf geht und wo dann die U-Bahn die Straße kreuzt, selbst da ist die Radfahrerin einfach über rot gefahren.
Wir brauchen uns nicht wundern wenn viele Kinder unter die Räder kommen und schwere Verletzungen davontragen, wenn wir ihnen solche schlechten Vorbilder sind und ihnen das Gefühl vermitteln, dass Helmtragen „scheiße“ ist. Von 100 Radfahrern die ich in Stuttgart sehen haben vielleicht 10 nen Halm auf.

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31 Kommentare zu Radfahren gesund?

#1 Dradts . 13.11.08 . 11:39 Uhr

Abbiegen ohne Handzeichen ist auch so eine Sache, die ich als sehr nervig empfinde.

#2 oxymo . 13.11.08 . 12:51 Uhr

Du hast vergessen die Autofahrer zu erwähnen. Im Gegensatz zu den Radfahrern halten die sich ständig ohne Einschränkungen an die Verkehrsregeln. Da fährt keiner über Dunkelorange, parkt auf dem Gehweg, nimmt Fußgängern den Vorrang, fährt zu schnell, überholt einspurige Teilnehmer mit viel zu wenig Abstand usw. Autofahrer sind absolut vorbildlich. Es sollte viel mehr für die Autofahrer getan werden!

#3 TH . 13.11.08 . 13:17 Uhr

Wer Kopflos fährt braucht doch keinen Helm!
ich habe lange drauf gewartet, bis es mal einer schafft einen Beitrag gegen Radfahrer zu bringen. Endlich!! Danke!!

#4 Alex . 13.11.08 . 14:48 Uhr

Hier gibt´s noch nen Beitrag gegen Radfahrer: http://www.stuttgart-blog.net/bergz...

#5 Dradts . 13.11.08 . 15:04 Uhr

@oxymo

Im Schnitt halten sich (nach persönlicher Erfahrung) prozentual gesehen mehr Autofahrer an die Regeln als Radfahrer. Dazu kommt, dass Radfahrer einen Crash mit einem Auto eher weniger gut überstehen, als wenn es Auto gegen Auto steht.

#6 paul-geht-baden . 13.11.08 . 15:19 Uhr

Ja, das stimmt. Wenn

wenn es Auto gegen Auto

geht (würde ich sagen, statt

steht

),
dann übersteht das der Radfahrer eher mehr gut (oder besser). Vielleicht auch, weil er dann gerade zu Hause auf dem Sofa sitzt. Aber das birgt auch wieder Gefahren. So dass am Ende der Radfahrer auch dann möglicherweise in Mitleidenschaft gezogen wird. Interessant ist in solchem Fall natürlich die Schuld- bzw. die Versicherungsfrage.

#7 Exilostfriese . 13.11.08 . 16:05 Uhr

@DRADTS:
Aber auch nur, wenn du Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht mit einbeziehst.
Da gibt es so gewisse Strassen hier in Stuttgart, da hält sich eher kein Autofahrer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.

Ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit ist dazu noch eine deutlich höhere Gefahr für andere als ein Radler, der über Rot fährt.

Mit einem geladenen Gewehr muß man schließlich auch vorsichtiger hantieren als mit einem Schlagstock.

Wobei ich auch nichts dagegen hätte, wenn es generell erlaubt wäre, bei rot über die Ampel zu fahren, so lange niemand gefährdet oder behindert wird. Aber soviel Verantwortung kann man von erwachsenen Menschen ja schlecht verlangen.

Sich selbst zu gefährden ist die eine Sache, eine Gefahr für Unschuldige darzustellen etwas ganz anderes.

Achja: Die Helmpflicht für Radfahrer gibt es nicht. Solange es keine Anschnallpflicht gab, haben sich viele auch nicht angeschnallt. Es bleibt solange jedem selbst überlassen.

#8 gonzo . 13.11.08 . 16:16 Uhr

@MFG: ganz ehrlich - das geht dich einen feuchten furz an, ob ich als radfahrer nen helm auf habe oder nicht. isses nicht MEIN kopf? also…

mannomann, immer diese spießigen weltverbesserertexte. habt ihr eigentlich sonst nix zu tun???

Rock’n Roll!

#9 Flakfritz . 13.11.08 . 16:38 Uhr

Wobei die schlimmsten Radfahrer die sind, die sonst Autofahren!

#10 Radfahrer . 13.11.08 . 16:45 Uhr

Also mal ganz ehrlich, so schlimm ist es auch nicht mit den Radfahrern. Gut es gibt Negativbeispiele, aber nicht alle sind so, genauso wie nicht alle Autofahrer so sind.

Ich würde mich als vorbildlichen Radfahrer bezeichnen. Wenn ich seh das ich den Verkehr behindere fahre ich rechts ran (mit Handzeichen) oder wink vorbei wenn ich sehe das frei ist. Gebe generell Handzeichen und halte auch bei Rot. Außer ich muss auf einen Gehweg, dann kann es schon vorkommen das ich bei Rot mein Fahrrad auf den Gehweg hiefe. Aber es gibt Schlimmeres - ich reg mich immer über Leute wie den Verfasser auf, die nichts Besseres zu tun haben als über Kleinigkeiten wie diese zu disskutieren! Zuerst sollte man mal bei sich selbst vor der Haustüre kehren…

#11 Stefan Sommer . 13.11.08 . 17:12 Uhr

Man trägt also Fahrradhelm, um den Kindern zu vermitteln, dass Radfahren etwas gefährliches ist. Dann fahren sie erst gar nicht mehr mit dem Rad, die Autofahrer können ungestört auf die Tube drücken. Oder wie soll das sonst mit “Weniger Unfälle durch Fahrradhelme” funktionieren? Im Gegenteil: ein Helm veranlasst Radfahrer und die Autofahrer zu risikoreicherem Verhalten (”Kann ja nix passieren, der hat ja nen Helm auf”). Im Zweifelsfall steigt dadurch also das Unfall- und Verletzungsrisiko sogar, dafür gibt es auch Belege aus Ländern mit Fahrradhelmpflicht (z.B. Australien).

Und überhaupt: bei Autounfällen und Unfällen mit Fußgängern im Straßenverkehr entstehen auch Kopfverletzungen, oft sogar tödliche => Helmpflicht für Fußgänger jetzt!(?)

Ich bestreite nicht, dass ein Fahrradhelm im Einzelfall lebensgefährliche Kopfverletzungen verhindern könnte, aber die Gefahr müsste dennoch an ganz anderer Stelle bekämpft werden (Alkoholverbot für Autofahrer, strengere Geschwindigkeitskontrollen, etc…). Dass sich auch Radfahrer an Verkehrsregeln halten müssen, steht natürlich außer Frage. Aber sie bekommen ja von “den Autofahrern” permanent vorgemacht, dass die Auslegung dieser Regeln jedem persönlich überlassen zu sein scheint ;)

#12 Der MfG . 13.11.08 . 17:34 Uhr

Ich finde es keine Kleinigkeit (auch wenn Sonntag ist) in Heslach bei Rot über die Ampel zu fahren, wenn diese Ampel auch noch die U-Bahn regelt … das ist zudem ein Platz der sehr belebt ist und viele Jugendliche rumhängen … es macht einfach ein besseres Bild für unseren Nachwuchs, wenn man an einer roten Ampel hät und nen Helm aufhat.

Ich schreibe hier auch nicht als Autofahrer oder Rollerfahrer gegen die Radfahrer, sondern ich schreibe hier als Verkerhsteilnehmer der an alle Verkehrsteilnehmer appeliert sich an die Verkehrsregeln zu halten … ich seh blos keine Autofahrer die ständig mit voller Absicht rote Ampeln ignorieren … klar das kann mal vorkommen, dass man ne rote Ampel übersieht … oder man die Ampel beim Umschalten falsch eingeschätzt hat … aber ich habe ncoh nie erlebt, dass ein Autofaherer durch Stuttgart fährt und alle roten Ampeln einfach ignoriert … außer er hatte ein Blaulicht

Dieser Fall den ich oben beschrieben habe, war nciht der erste.

#13 Der MfG . 13.11.08 . 17:47 Uhr

Mit dem Alkoholverbot stimme ich ihnen zu.
Das ist absoluter Quatsch, dass Fahradhelme Unfälle verhindern!!

Aber hey .. das ist eine gute Idee … gehen Sie am besten morgen zur Polizei und schlagen Sie denen vor bei der Verkehrserziehung und Radführerschein, dass die Kinder keine Helme mehr tragen sollen, weil ja dann die Autofahrer besser aufpassen … klar und es sind ja nur die Autofahrer an Unfällen Schuld. Besonders wenn auch ein Radfahrer auf dem Radweg einen Unfall baut (Gulli, Schlagloch …) Aber so ein Sturz ist ja nicht gefährlich …. und da hilft auch ein Alkoholverbot bei Autofahrern.
Und Nachst isses kälter als Draußen

Oh Gott schmeiß Hirn ra

#14 Gratian . 13.11.08 . 18:02 Uhr

goad id…. da isch dr helm im wääg…

Ich fahre ohne Helm!und meisstens nicht über rote Ampeln… Aber Eigenverantwortlichkeit ruled! Ich finds btw auch super wenn Eltern mit ihren Kindern - natürlich erst ab einem gewissen Alter - über rote Ampeln gehen… So erzieht man zur Eigenverantwortlichkeit und zu realistischen Raumeinschätzung. Wer das nicht lernt und dann über ne rote Ampel geht, liegt früher oder später im RTW…

#15 Flakfritz . 13.11.08 . 18:04 Uhr

@11

Es gibt bereits ein Alkoholverbot für Autofahrer, das gilt aber auch für z.B. Radfahrer oder sollte es ein “nurfürautofahrerverbot” sein?
Strengere Geschwindigkeitskontrollen? Ich bin eher für sinnvollere Geschindigkeitskontrollen. Wenn jemand auf der Konrad-Adenauer-Str. im Tunnel schneller 60km/h fährt, bekommt er ein Foto, macht das aber wirklich Sinn? Wenn jemand mit 50 durch die Spielstraße brettert bekommt er kein Foto, macht auch keinen Sinn.
Ich bin nicht für härtere Strafen & mehr Strafen ich bin für bestehende Strafen, sinnvoll eingesetzt, da verdient die Stadt aber nix dran, macht also auch keinen Sinn.

#16 David . 13.11.08 . 18:37 Uhr

Mit Helm. ohne Helm; mit Alkohol, ohne Alkohol; mit Strafen, ohne Strafen… Warum so kompliziert?

Pauschalisierte Vorwürfe bringen uns auch nicht weiter. Im täglichen Leben nicht und Straßenverkehr schon gleich garnicht. Wenn jeder verantwortungsvoll mit seinen Verkehrsmitteln unterwegs ist, ob als Fußgänger, Radfahrer, Rollerfahrer oder Autofahrer, entstehen weniger Unfälle. Ganz einfach; aber für viele scheinbar doch schwer zu verstehen.

Therapievorschlag: Jeder probiert einfach einmal alle Verkehrsmittel mit Verstand aus und kann sich dann hoffentlich besser in die Lage des jeweils anderen im Straßenverkehr hineinversetzen.

Egozentrisches Verhalten im Straßenverkehr sollte generell und aus Interesse aller gesellschaftlich geächtet sein.

#17 Stefan Sommer . 13.11.08 . 18:40 Uhr

@15: ich finde gut, dass es auch für Radfahrer nicht erlaubt ist, in betrunkenem Zustand zu fahren. Man sollte meiner Meinung nach jedoch im Blick behalten, dass ein betrunkener Autofahrer beim Unfall meist viel mehr Schaden anrichtet, als dies ein torkelnder Fußgänger oder Radfahrer tun würde. Insofern sollte man nicht bei der Bequemlichkeit anderer Verkehrsteilnehmer (z.B. durch Einführung einer Fahrrad-Helmpflicht), sonder eher bei den Autofahrern ansetzen.

Von Geschwindigkeitskontrollen auf abgetrennten Stadtautobahnen oder ähnlichem halte ich auch nicht sehr viel, dennoch sollten die Einhaltung der Verkehrsregeln gerade in Bereichen, in denen sich verschiedene Verkehrsteilnehmer begegnen (z.B. an Fußgängerüberwegen oder den erwähnten Spielstraßen) schon strenger kontrolliert werden.
Volle Zustimmung: es darf nicht um das Füllen des Stadtsäckels gehen, es muss um höhere Verkehrssicherheit gehen.

Bin übrigens kein Hardcore-Radfahrer sondern nutze sowohl Auto, Rad, ÖPNV und bin meist zu Fuß unterwegs ( - sind wir nicht fast alle Fußgänger?). Ich wollte hauptsächlich anmerken, dass eine Helmpflicht für Radfahrer kein Allheilmittel darstellt und sogar negative Auswirkungen haben kann. Des weiteren gefährde ich doch niemanden außer mir selbst, wenn ich keinen beim Radfahren keinen Helm trage. Beim nicht angeschnallten Autofahrer sieht das ganz anders aus, der wird schließlich beim Aufprall zum “Flugkörper”.

Das Rad ist doch wirklich eins der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel, muss man hier noch zusätzliche künstliche Hürden einbauen? Alle Verkehrsteilnehmer sollten sich wohlfühlen, nicht nur die Autofahrer.

#18 Der MfG . 14.11.08 . 08:05 Uhr

welche negativen Auswirkungen kann ein Helm denn haben?

Blöde Frisur lass ich nicht gelten!

#19 Flakfritz . 14.11.08 . 09:31 Uhr

@17
Das der Autofahrer zum Flugkörper mutiert, der Andere gefährdet ist ein netter Denkansatz, ich gehe jedoch davon aus, dass dieses Geschoss innerhalb der in einer Stadt zu erreichenden Geschwindigkeiten maximal bis zur Mitte der Motorhaube (OK, Smart hat keine) “fliegt”.

Ein torkelnder Radfahrer, der sich querlegt, was evtl. zur Folge haben könnte das ein Actros III einen Cinquecento faltet kann durchaus vorkommen. Grundsätzlich gebe ich dir aber Recht, das Gefährdungspotential ist geringer.
Allerdings bin ich z.B. letzten Sommer mit dem Rad in Mühlhausen fast in eine Hochzeitsgesellschaft gedonnert, die Urplötzlich über die Strasse gerannt ist. Die haben mich aufs übelste beschimpft, was mir einfällt so auf der Strasse zu rasen. Angesichts einiger Hochzeitsgäste, deren Oberarme die Stärke meiner Oberschenkel hatten verhielt ich mich jedoch vernünftig (ich habe gekuscht) und bin schweigend weitergeradelt. Es ist nun mal einfach so, das Jeder, der am Straßenverkehr teilnimmt andere gefährdet.

@18
negative Folgen eines Radfahrerhelms:

#1 man schwitzt saumäßig drunter
#2 man hat bergauf aufgrund der höheren Masse mit einem höheren Energiepotential in die Pedale zu treten
#3 höhere Masse = längerer Bremsweg = erhöhte Unfallgefahr
#4 kommt noch…

#20 Exilostfriese . 14.11.08 . 10:04 Uhr

.. man könnte damit irgendwo hängen bleiben.
.. in gewissen Fällen wirkt er auch als grösserer Hebel und sorgt so eventuell für Genickbrüche.

im grossen und ganzen ist er aber sicher sinnvoll.
Auch ein Anschnallgurt kann gefährlich werden oder ein Airback.
Trotzdem kann das jeder selbst entscheiden. Auch nicht jeder fährt ein Auto mit 10 Airbacks.

Ich glaube aber ein Autofahrer ärgert sich auch deshalb über den Radfahrer, der die rote Ampel ignoriert, weil er selber gerne fahren würde. Er muß bei Rot halten, obwohl die Strasse frei ist. Z.B. an einer Fußgängerampel, weil die Fußgänger dann doch nicht auf grün gewartet haben, und nun steht der Autofahrer sinnlos vor der roten Ampel.

Im übrigen ist mir jemand der bewußt über Rot fährt lieber, als jemand der das unbewußt macht. Der erste wird 100% sicher sein, dass er niemanden gefährdet. Der andere übersieht selbst das Rotlicht einer Ampel. Welcher von beiden ist nun gefährlicher?

#21 Stefan Sommer . 14.11.08 . 11:41 Uhr

Mir ging es eher um die negativen Auswirkungen einer allg. Helmpflicht für alle Radfahrer, nicht um die zersauste Frisur o.ä. (Frisur? Sowas hab ich gar nicht…):
Pro und Contra zur Helmpflicht im Straßenverkehr

Zumal noch nicht einmal die tatsächliche Wirksamkeit dieser Styroporhüte für Radfahrer nachgewiesen ist.

#22 Flakfritz . 14.11.08 . 12:27 Uhr

@21

Welcher von beiden ist nun gefährlicher?

Eindeutig der, der bewusst das Rotlicht ignoriert. Je öfter er das macht um so sicherer fühlt er sich, bis er irgendwann, Gesetzt der Serie, einen Fußgänger umnietet.
Derjenige, der aus versehen mal ein Rotlicht übersieht, macht das normalerweise nicht ständig.
Wie gefährlich sind Autofahrer, die am Radio einen neuen Sender einstellen? Wie gefährlich sind Radfahrer, die irgendwelchen Chicks hinterher sehen? Warum dürfen Fußgänger ihren ipod auf max. Lautstärke stellen - alles gemeingefährliche Irre.
Natürlich ist es erst mal das Problem des Unachtsamen, wenn es ihn im Straßenverkehr zerbröselt, trotz alledem gehe ich davon aus, dass hier niemand schulterzuckend einen Ex-Fußgänger von der Windschutzscheibe kratzt und fröhlich pfeifend weiterfährt. Wie fühlt es sich an, wenn man einen Radfahrer schuldlos aus dem Sattel schubst und dieser dann lebenslang eine Pflegekraft braucht, evtl. weil er keinen Helm getragen hat - sagt man da selbst schuld und schaltet in den nächsthöheren Gang?
Nach meiner Feststellung sind außer mir nur Idioten unterwegs!

#23 Der MfG . 14.11.08 . 12:34 Uhr

Ja die Österreicher fahren ja alle mit ner Wollmütze statt nem Helm. Die haben mal Tests gemacht und ihre Helme vom Berg geworfen … alle sind kaputt gegangen, außer die Wollmütze … somit wäre bewiesen, dass die Wollmütze am stabilsten ist, oder?

@22 … Sie sprechen mir aus der Seele

#24 Mythen in Tüten . 14.11.08 . 13:40 Uhr

Von 100 Radfahrern die ich in Stuttgart sehen haben vielleicht 10 nen Halm auf

Aus Stroh oder aus Plastik??

#25 Ralph . 14.11.08 . 13:57 Uhr

Warum regt man sich in Deutschland immer darüber auf, was andere tun? Ob einer einen Helm auf hat oder nicht. Ob einer bei Rot über Ampeln fährt. Wenn er mir dabei die Vorfahrt nimmt oder andere Verkehrsteilnehmer gefährted, ok, dann reg ich mich auch auf. Aber hier wird ja präventiv aufgeregt. Es könnte ja sein…
Nervig sind Radfahrer, die auf dem Radweg Fußgänger fast über den Haufen fahren, weil sie sich im Recht fühlen. Das ist dieselbe Grundhaltung. Ich unterscheide nicht zw. Radfahrern und anderen, sondern zw. Rechthabern und anderen.

#26 Exilostfriese . 14.11.08 . 14:35 Uhr

Laut Gesetz der Serie müßte dann ja jeder Verkehrsteilnehmer irgendwann jemanden umnieten. Man fühlt sich immer sicherer und irgendwann passiert es dann.
Ich glaube das ist keine Einbahnstrasse.
Da wo ich weiss, ich überschreite das Gesetz, passe ich mit Sicherheit deutlich mehr auf. Eher bin ich nachlässiger insgesamt als bei über die rote Ampel fahren. Ignoriere ich eine rote Ampel, und es kommt zum Schaden, wird es richtig teuer. Da greift dann keine Versicherung mehr.

#27 Flakfritz . 14.11.08 . 14:50 Uhr

@26

Laut Gesetz der Serie müßte dann ja jeder Verkehrsteilnehmer irgendwann jemanden umnieten

Ja, nach ca. 125 1/3 Jahren :)

Bewusste Verstöße gegen die StVO sind weniger unfallträchtig als unbewusste? Coole Theorie, das erinnert mich irgendwie an die Statistik, die nachgewiesen hat, das nüchterne Autofahrer mehr Unfälle verursachen als Jene jenseits der 0,8 Promille und ein Verbot der Nüchterneheit die Sicherheit im Strassenverkehr extrem erhöhen würde.

Das die Versicherung nicht zahlt kann, muss aber nicht sein, man kann dann auf Augenblickversagen spekulieren.

#28 Exilostfriese . 14.11.08 . 16:14 Uhr

Da ist der Unterschied, dass man sich und seine Fähigkeiten mit Alkohol im Blut überschätzt. Die Fahrtüchtigkeit wird stark eingeschränkt. Das ist dann schon etwas anderes.

#29 TeeKay . 14.11.08 . 16:41 Uhr

…..neverending Stohoryy….*sing*

#30 thomas . 14.11.08 . 19:24 Uhr

Nette Diskusion,
da hol ich mir jetzt gleich chips und ne buddel bier. Macht man schön weiter!

f’up to de.rec.fahrrad

Benztown bleibt Benztown, damit die Stadt fahrradfreundlich wird, muss die ehem. Maschinenfabrik Esslingen noch ein paar Produktionslinien umbauen.

#31 Flakfritz . 14.11.08 . 21:16 Uhr

@28

Du behauptest ernsthaft, dass bewusste Verkehrsverstöße weniger häufig zu Unfällen führen wie Unbewusste?

Eine Frage, wieviele Autofahrer kennst Du, die nicht wissen, dass Alkohol im Strassenverkehr negative Auswirkungen hat?

Wieviele kennst du, die Alkohol getrunken haben obwohl Sie wussten, dass Sie später noch am Straßenverkehr teilnehmen?

Ich möchte dir hier zaghaft widersprechen.

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