Von nick
Vermischtes, Politik . 12:49 Uhr
Schon lange gibt es auf der Website des deutschen Bundestags eine Möglichkeit, Petitionen einzureichen und diese von Bürgern online unterzeichnen zu lassen. So z.B. eine Petition für den Erhalt des Stuttgarter Hauptbahnhofes, die von S21-Gegnern Ende letzten Jahres eingereicht wurde. Ca. 2000 Leute unterzeichneten diese Petition, was schon relativ viel war, denn fast alle Petitionen erreichten bisher höchstens ein paar hundert Unterschriften. Erfolgreich ist eine Petition nur dann, wenn 50.000 Bürger unterzeichnen - natürlich ist das noch nie vorgekommen. Das liegt wohl daran, dass die meisten Petitionen Titel wie “Mietrecht: Stromzähler einsehen” oder “Umsatzsteuer: Baby-Windeln und Tiernahrung” tragen.
Vor ein paar Wochen reichte Susanne Wiest aus Greifswald eine Petition für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommen ein. Mich persönlich als Unterstützer und Befürworter eines solchen Grundeinkommens freut besonders, dass diese Petition mit großem Abstand die Erfolgreichste überhaupt war. Ohne mediale Unterstützung unterzeichneten innerhalb der First 52.976 Bürger, was eine Anhörung der Petentin im Petitionsausschuss und eine mögliche Thematisierung im Bundestag zur Folge hat.
Zeigt dieses Beispiel, wie direkte Demokratie doch funktionieren kann? Zumindest schien der Bundestag nicht so richtig auf diese Form der direkten Demokratie vorbereitet. Die Seite war aufgrund des Ansturms innerhalb der Petitionsfrist nur sehr schwer und teilweise gar nicht erreichbar, da die Server in die Knie gingen. Vielleicht hätten sich sonst noch mehr Unterstützer gefunden. Ich bin gespannt, wie sich das Thema Grundeinkommen weiterentwickeln wird.
#1 PhilGrooves . 22.02.09 . 15:15 Uhr
Das sind die 52.976 von den 4 Mio Arbeitslosen, die gar nicht arbeiten wollen.
#2 SturmZeit . 22.02.09 . 15:49 Uhr
@philgrooves
wirklich platt!
Stell dir vor, ich kenne reife Menschen, die ein bGE gar nicht nötig haben, auch nicht, wenn ihr Berufsleben zu Ende ist. Und dennoch haben sie unterzeichnet. Warum nur?
Und warum nur war täglich zwischen 12-13 Uhr eine der stärksten Mitzeichnerstunden? Sind die ganzen Arbeitslosen auf einmal aus ihrem Bett gekommen?
#3 Bugs007 . 22.02.09 . 18:58 Uhr
@PHILGROOVES: An deiner Stelle würde ich bei der Aussage nicht mal ein Jahresgehalt verwetten. Da sind - wie ich - einige dabei, die es trotz Arbeit unterstützen.
#4 Maik S. . 22.02.09 . 19:30 Uhr
@PHILGROOVES:Nur nebenbei, ich bin Unternehmer und bin auch für das “Bedingungslose Grundeinkommen”.Informieren Sie sich bitte doch mal über das Thema.Ich denke dann gewinnen auch Sie dieser Sache etwas Gutes ab.:)
#5 Bugs007 . 22.02.09 . 20:59 Uhr
Wie? Zwischen 12 und 13 Uhr die meisten Unterzeichner? Da hatten bestimmt die Arbeitslosen Mittag von der Arbeitslosigkeit! ;-))
#6 Flakfritz . 22.02.09 . 22:59 Uhr
Toll, liegt das Mindesteinkommen über dem Marktpreis für die angestrebte Tätigkeit, stellt der Unternehmer nicht ein oder besetzt nicht alle Stellen, auf jeden Fall steigt die Arbeitslosigkeit. Liegt das “bedingugnslose Grundeinkommen” unter dem Marktpreis der Tätigikeit hat es keine Wirkung.
Wer einen Mindestlohn fordert fördert die Arbeitslosigkeit.
Wer denkt eigentlich, das diese Petition jemals erfolgreich den Petitionsausschuss verlässt, gar Thema im Bundestag wird? Glaubt hier irgendjemand, dass daraus ein Gesetz wird, das alle “demokratischen” Hürden passiert?
Oh, da drüben fliegt eine Elfe!
Ich wette, ich finde mehr Leute, die mir das Glauben als es Parlamentarier gibt, die hier bei der Petition positiv zustimmen.
#7 SturmZeit . 22.02.09 . 23:45 Uhr
Sicher bist du nicht einer von den Menschen, die trotz 5-6! Tage die Woche Vollzeit arbeiten und von dem Gehalt trotzdem nicht mehr als gerade mal überleben, geschweige denn ihr Leben LEBEN können.
Wetten?
Ich habe den Eindruck, dass qualifizierte bGE-Gegenargumente ausgehen. Die gibt es wohl nicht zu kaufen.
#8 nick . 23.02.09 . 02:22 Uhr
@ Flakfritz,
es geht doch nicht darum, dass es sofort eingeführt wird. Es geht darum, dass es diskutiert wird.
Ansonsten leuchtet mir deine Argumentation nicht ganz ein. Jedenfalls glaube ich nicht, dass die Arbeitslosigkeit steigen wird, vielmehr führt es zu einer Umverteilung von Arbeit: Alle haben einen Teilzeitjob anstatt nicht alle einen Vollzeitjob (wie bisher). Keine Ahnung, was das mit dem Mindestlohn zu tun hat.
Ich glaube, du solltest das Thema nochmal genau unter die Lupe nehmen.
#9 Bugs007 . 23.02.09 . 08:39 Uhr
@Flakfritz: Aber Döner, Burger & CO. spotbillig haben wollen. Das da jemand für 6 Euro 50 die Stunde steht und arbeitet, hat der Herr wohl nicht bedacht!
#10 Flakfritz . 23.02.09 . 08:51 Uhr
@Sturmzeit
Es ist ein frommer Wunsch, von seiner Hände arbeit leben zu wollen, nur leider wird es immer Menschen geben, die Aufgrund wiedriger Umstände ebendies nicht können, da helfebn selbst Argumente nicht. Ich finde dies auch schade, so wird es aber wohl immer bleiben.
Was ist den ein qualifiziertes bGE-Pro-Argument? Kannst du eines benennen?
Angenommen der 11.-€ Friseur muss jetzt seinen Mitarbeitern 3.-€ mehr die Stunde zahlen, was glaubst du passiert? Es wird die ersten Kunden geben, die die damit einhergehende Preissteigerung nicht mehr tragen können und nun statt alle 2 Monate nur noch 4 mal im Jahr zum Friseur gehen. der Friseur hat insgesamt weniger zu tun, eine Frieseurkraft darf künftig zuhause bleiben.
@Nick
Schön, wir verdienen in Zukunft alle auf die Stunde mehr, haben aber am Ende des Monats weniger in der Tasche? Versteh ich dich richtig?
Die Arbeitslosigkeit wird steigen, das ist ein logischer Prozess, schau her:
Zenario 1: Stundenlohn = 0.-€, die Betriebe sind bereit, zusätzliche Stellen zu schaffen, jeder der Platz in der Hütte hat und die andern nicht behindert wird eingestellt. AL-Quote fällt ins Bodenlose.
Zenario 2: Stundenlohn = 100,-€, kaum ein Betriebsinhaber wird sich den Hof fegen lassen sondern zukünftig lieber selber den Besen schwingen, es werden nur noch Kräfte eingestellt, die absolut notwendig sind, um das Betriebsziel zu erreichen, die AL-Quote steigt auf ein Maximum zu. Dazwischen gibt es nocht den sogenannten Gleichgewichtspreis, d.h. Unternehmen sind bereit, für Summe X MA zu beschäftigen, MA sind bereit, für dieses Gehalt zu arbeiten. Fällt der Preis X auf X- so werden weniger Menschen Arbeiten wollen, da Sie sich Ihren Lebensunterhalt nicht mehr (oder schwerer) verdienen können, steigt er auf X+ wird die Arbeitskraft für manche Unternehmer teurer, man spart (an Einstellungen).
#11 Flakfritz . 23.02.09 . 08:59 Uhr
@Bugs007
Erstens, ich kaufe keine Burger, beim Gedanken an Döner wird mir schlecht. Ich kaufe auf dem Bauernhof, aus verschiedenen Gründen, die Meisten passen nicht hier zur Diskussion.
Bugs, es freut mich, dass Sie zukünftig bereit sind für ein Döner 7,50 zu zahlen, ich bin es tatsächlich nicht. Hohe Gehälter funktionieren da, wo es wenig Personal bedarf. Sobald wir in die personalintensive Dinestleistung kommen wird eben zuerst am Personaleinkommen gespart.
Ob der Ingenieur im Kraftwerk jetzt 10% mehr Lohn bekommt wird sich mit Sicherheit nicht auf den Strompreis niederschlagen, wenn besagte Friseure mehr bekommen, dann wird das preisliche Auswirkungen haben. Und wer glaubt, dass man die Mindestlohndebatte vorwiegend für im (hoch)qualifizierten arbeitnehmerbereich Beschäftigte führt, der täuscht sich.
#12 Bugs007 . 23.02.09 . 09:46 Uhr
@Flackfritz: Also in Volkswirtschaftslehre haben Sie ja nicht so viel Ahnung! Man sieht es an Ihren Kommentaren.
Und kann wirklich ein Friseur von 3 Euro Stundenlohn leben? Sie vielleicht?
#13 Flakfritz . 23.02.09 . 10:02 Uhr
@Bugs007
Toll, dann klären Sie mich doch auf, bitte, natürlich mit Argumenten, wird aber wohl nichts kommen oder, los trauen Sie sich.
Ich denke , dass derzeit niemand von 3,- € Stundenlohn leben kann, trotz allem, besser als nichts, oder?
#14 Bugs007 . 23.02.09 . 10:10 Uhr
1.) Sie sind aucu nicht mehr als eine provozierende Schnarrnase!
2.) Auf Ihr Niveau muss ich mich erstmal runtersaufen!
3.) Vielleicht, aber auch nur vielleicht lesen Sie noch die Argumente, die Ihre Engstirnigkeit und Scheuklappen eh nicht sehen können!
#15 Flakfritz . 23.02.09 . 10:31 Uhr
Hallo Bugs007,
das dachte ich mir, das da nichts kommen wird, so schnell schon am Ende? Schade, ich hatte eigentlich etwas Substanz in Ihrer Argumentation erhofft. Ich habe versucht zu erklären, Sie zetern dagegen, beleidigen mich persönlich, können aber nicht mal Ansatzweise vernünftig zur Diskussion beitragen.
zu erstens: wo habe ich provoziert? Mit der Bitte um Argumente? Und? Es kamen keine, also hab ich doch wohl recht gehabt!
zu zweitens: ich versthe auch niveauvolle Argumente, doch wo sind Ihre?
3. Wo Sie nichts bringen kann ich nichts lesen. Bitte, nochmal, wo sind Ihre Argumente?
Bitte, nutzen Sie die Chance und klären Sie mich über meinen Denkfehler auf! Ich bin durchaus lernbereit! Nicht beleidingen, sachlich, geben Sie sich eine Ruck, zeigen Sie mir, dass ein MIndestlohn funktioniert.
#16 Wegschaffel . 23.02.09 . 10:39 Uhr
#17 Bugs007 . 23.02.09 . 11:04 Uhr
@FLAKFRITZ:
Also, gut, Sie haben bei mir den Eindruck erweckt, dass da noch kein Hopfen und Malz verloren ist (auch wenn’s aus der Flasche besser schmeckt)!
Gut! Wo fangen wir mal an? Seit Mitte der 1990er bleibt zwar das Gehaltsniveau (und damit meine ich das der “Mittelschicht”, also nicht der 10.000er +, nicht Managmentebene, sondern normale Arbeiter und Angestellte, so wie unsereins (setze mal vorraus, dass Sie noch zur arbeitenden Bevölkerungsgruppe gehören und nicht schon der der Ruheständler)) gleich geblieben, aber die Inflationsrate ist gestiegen. Folge? Die Inflation frass die ganzen Gehaltserhöhungen auf. Vorrausgesetzt man vergleicht das Gehaltsniveau von früher mit heute. Was sieht man? Richtig: ne schöne Differenz. Diese Differenz fehlt heute. Denn durch den Inflationsanstieg verschob sich einiges im Budget des Einzelnen einiges. Der Anteil der Ausgaben zum täglichen Leben (Miete, Nebenkosten, Auto rechne ich mal dazu) nimmt immer mehr Platz im Geldbeutel eines Einzelnen ein. Steigende Nachfrage kann hier nicht nur sinkende Preise bringen, sondern ab einem gewissen Punkt auch die Preise wieder steigen lassen (steigende Preise für Milchprodukte, Benzin! Sind eigentlich noch ziemlich frisch in Erinnerung, fanden auch in den letzten Monaten statt).Was hat das zur Folge? Die Nachfrage bricht ein. Jetzt hat hier ein Unternehmen zwei Möglichkeiten! Entweder es senkt die Preise für seine Produkte, steigert die Nachfrage nach seinen Produkten und kann wieder auf steigende Einnahmen bauen. Bei steigenden Einnahmen kann man auch seinen Mitarbeitern mehr Gehalt zahlen. Vorrausgesetzt das Unternehmen hat auch begriffen, dass, wenn eine Gehaltserhöhung die Inflationsrate übersteigt, der Einzelne auch mehr Produkte / Dienstleistungen nachfragen kann. Es können ja auch die Produkte des einzelnen Unternehmen sein, vorrausgesetzt dieses hat das Volk als Absatzmarkt.
Wenn ich jetzt aber die eigenen Mitarbeiter absichtlich auf einem niedrigen Lohnniveau (zum Beispiel 6 Euro 50 wie McDoof oder 7 Euro 29 wie so manches Zeitunternehmen) lasse, weil viel zu hohe Personalkosten und dadurch resultierende Personalnebenkosten und dem Streben nach noch mehr Unternehmensgewinn, kann ich nicht vorraussetzen, dass diese auch von dem niedriegen Gehalt leben können. Ein Familienvater kann keine Frau mit mindestens einem Kind ernähren, wenn er für 7 Euro 39 die Stunde arbeiten geht und am Ende des Monats keine 1000 Euro (netto) nach Hause bringt. Oder Sie? Berücksichtigen Sie da mal Miete, Nebenkosten, event. Auto / ÖPNV (wie Sie wollen) und Lebenskosten. Sie müssen ja nicht die vierköpfige Familie vom Statistischen Bundesamt nehmen oder meine Beispielfamilie. Rechnen Sie mal für sich einen oder zwei Monate lang zusammen und aus, was Sie in einem Monat für Ausgaben haben. Führen Sie auch mal ein Haushaltsbuch für sich! Klingt blöd, ich weiss! Aber führen Sie es, nicht um zu sehen, wo sie noch sparen können. Führen Sie es, um zu sehen, wieviel Ihr Alltag Ihnen wert ist. Schlagen Sie am Monatsende noch ein “Klackserl” noch drauf, Sie wollen ja auch noch was sparen (für schlechtere Zeiten, Ruhestand, etc., etc.) Und bei wieviel Geld sind Sie? Brauchen Sie mir jetzt nicht auf die Nase binden! Aber teilen Sie mal ihre Ausgaben durch 140 bzw. 160 Arbeitsstunden (je nach angestrebten Arbeitsvertrag)! Und jetzt fragen Sie bei einem Arbeitgeber nach! Wie? Sie kriegen nichts bei dem Stundenlohn! Sehen Sie! Und wieso sollen Sie auf die Differenzen verzichten? Wieso Sie? Und nicht das Unternehmen, das jedes Jahr seinen Gewinn um mindestens sieben Prozent steigert?
Ich hoffe, ich habe jetzt Ihnen ein paar schlüssige Argumente “geliefert” habe. Vielleicht sind da auch ein paar Denkanstösse dabei! Und wenn Sie noch Fragen haben sollten: Denn Mumm, solche zu stellen, haben Sie ja (was jetzt nicht negativ gemeint ist)!
#18 nick . 23.02.09 . 12:03 Uhr
@ Flakfritz,
ich glaube, da liegt ein Missverständnis vor. Das Grundeinkommen wird vom Staat bezahlt und nicht vom Arbeitgeber, der Arbeitgeber zahlt folglich weniger. Es hat nichts mit einem Mindestlohn zu tun. Ich lege dir nahe, dich mal über das bedingungslose Grundeinkommen zu informieren bzw. wenigstens den Wiki-Artikel zu lesen.
#19 Flakfritz . 23.02.09 . 14:22 Uhr
Zu bGe: Wer ist Bürger? Staatsbürger? Alle Einwohner? Kinder oder erst ab 18? Nick, kannst du dir vorstellen, wie sich das auf unsere Einwanderungsquote auswirkt? Nicht, dass wir dringend Zuwanderer bräuchten aber ich kann mir vorstellen, dass es mehr zu uns kommen wollen, als wir zahlen können. Grundsätzlich ist Aussagen wie z.B. in Luxemburg ist aber… mit Vorsicht zu begegnen, da andere Strukturen andere Modelle benötigen.
Und überhaupt? Ist denn das bGe sozial gerecht? So werden z.B. Chronisch Kranke verlieren. Es wird nie eine gerechte Lösung geben, als warum eine ungerechte Lösung gegen eine genau so ungerechte Austauschen? Damit der Blog vollwird?
Warum zahlt der Arbeitgeber weniger? Bekomme ich dann eine Änderungskündigung gegen die ich nicht klagen darf? Wird mein AG dichtmachen müssen, weil er noch “alte” Verträge am Hals hat, Neugründungen dagen 50,-€ Monatslohn zahlen?
Die Aussage : “Dass die Arbeit nicht ausgehe, zeigten Vollbeschäftigungsländer von der Schweiz bis Neuseeland” ist schön, nur was hat sie mit dem bGe zu tun? Hatten wir im letzten Sommer nicht schon einen Zustand der der Vollbeschäftigung nahekam? Wird in der Schweiz ein bGe bezahlt?
Bleibt noch, an lauen Sommerabenden, mit einem kühlen Schillerwein im Glas, von Utopia zu schwärmen. Lohnt sich dafür eine Petition? Könnten wir dass nicht ohne?
Zu Wegschaffel:
Das Grundeinkommensmodell ist schön, nur, was ist mit den Arbeiten, die z.B. bei 1500,-€ liegen? Abzüglich Monatskarte, bleibt da nicht viel mehr als zum Grundlohn hin gesehen. Wer soll dann diese Arbeiten machen? Idealisten? Liegenlassen? Würden Sie für 50,-€ netto sich 160 Stunden im Monat mit zahlungsunwilligen Kunden rumärgern?
1. Mit der Einführung eines Grundeinkommens (und der damit…
Mit der Einführung eines Grundeinkommens (und der damit verbundenen Kontrolle und Sanktion) würde ein mindestens genau so gewaltiger Verwaltungsast nachwachsen.
Zu Bugs007
Das die sinkende Nachfrage nach Benzin den Preis des selbigen in der Vergangenheit in die Höhe getrieben hat halte ich für eine sehr wagemutige Aussage. Dass bedingt durch die Wirtschaftskrise die Nachfrage definitiv gesunken ist und die Preise sich deutlich erholt haben spricht imho dagegen.
Sie haben Recht, wenn Sie behaupten, dass ein gerechter Lohn zu zahlen ist, nur gibt es da zwei Probleme:
1. das Henne/Ei Problem – welcher Unternehmer/Staat fängt an, die Arbeitskraft zu verteuern und bedient mit teueren Produkten den Weltmarkt? Dies führt unweigerlich zu sinkenden Produktionszahlen, die Unternehmen haben dann nicht nur Arbeitskräfte, die mehr verdienen als sie an Wert schöpfen, sie haben zusätzlich dann auch noch weniger Arbeit zu verteilen.
2. Stimmen Sie mir zu, dass eine alleinverdienende Mutter zweier Kinder einen durchaus höheren finanziellen Bedarf hat als z.B. ein Junggeselle, der noch bei Muttern wohnt? Bekommt der jetzt weniger Mindestlohn oder die Mutter (nicht die, die den Junggesellen beherbergt) mehr? Wen würden Sie als Unternehmer einstellen, wenn es denn so wäre? Die Alleinerziehende (z.B. 12,30€ Mindestlohn) oder den Junggesellen (z.B. 9,50€), unterstellt beide leisten in der gleichen Zeit die gleiche Arbeit? Welchen Sinn macht ein Mindestlohn, wenn man trotzdem auf Transferleistungen angewiesen ist?
#20 SturmZeit . 23.02.09 . 14:51 Uhr
@ Flakfritz
ich steige jetzt von du auf Sie um, da ich nur Menschen du’ste, von denen ich annehme, dass sie freundlich sind. Zumindestens bin ich gewillt, davon auszugehen.
Ihr Stil wird persönlich beleidigend und niveaulos. Ihre ganze “Argumentation” gibt mir auch nicht den Eindruck, dass Sie irgendetwas auch nur ansatzweise verstehen wollen, selbst wenn es noch so einleuchtend und simpel ist. Das ist inkompetent und unkonstruktiv. Desweiteren nehme ich stark an, dass Sie sich noch nicht einmal informiert haben.
Dann können Sie sich doch bitte eine andere Plattform suchen, um ihre Gefechte auszuüben und Ihre Zeit zu vertreiben.
PS: ich gehe nie zum Friseur, ich schneide mir meine Haare selbst. Ich baue mir auch mein Computer selbst zusammen, mach mir meine Wohnung selbst (Wände glatt verspachteln etc.) Warum? - es macht mir einfach Spaß, es erfüllt mich + selbst ist die Frau! Achso, mein Atelier fege ich auch selbst. Und mir fällt da noch eine Menge mehr ein, das ich selbst machen würde und was mich neu herausfordert, wenn ich es mir zeitlich und finanziell leisten könnte, zum Beispiel mit einem Grundeinkommen (allein die Zeiteinsparung, Entlastung durch Wegfall etlicher Bürokratie!). Da könnte ich mir sogar eine/n AssistentIn leisten, also einen interessanten Arbeitsplatz schaffen, der Menschenverstand und -kreativität benötigt - wozu stupide Maschinen nicht in der Lage sind. …und auch nicht jeder Mensch.
Ich würde auch sehr gern meinen Teil dazu beitragen, für andere Menschen dazusein - ohne Auflagen. Stellen Sie sich vor, Sie sind alt und allein und Sie können auch nicht mehr das Haus verlassen - wer klingelt dann an Ihrer Tür, um einfach nach Ihnen zu schauen und beim Tee Ihren Geschichten aus Ihrem Leben zu lauschen, von Herzen? Oder mal Ihre Hand hält oder Sie sogar in den Arm nimmt? Sie - der nichts mehr leistet! Vielleicht verhilft Ihnen diese Form von Zuwendung zu längerer und gesünderer Lebenszeit - ohne Leistung! Wollen Sie mir sagen, dass das nicht insgeheim einer Ihrer Herzenswünsche ist?
Tut mir leid, aber ich kann für Sie nicht da sein, weil ich mir das unter momentanen Zuständen nicht leisten kann.
Aber wahrscheinlich können Sie sich leisten, sich in Hawai etc. abzusetzen und Ihnen wird es genügen, sich mit gewissen Diensten zu begnügen. Für Kleingeld, versteht sich.
Bei 3€ kann ich nicht an VERDIENEN denken, das hat kein Mensch verdient! Das wären bei einem Fulltimejob nicht mal 500€ im Monat. Davon knapp 70€ in meiner Region für die Monatsfahrkarte, um zur Arbeit zu kommen und zurück. Dann doch wieder hin zum Amt, um mit etlichen Strapazen neben der Arbeitszeit noch das Nötigste dazu zu erbetteln. Hat das ein Mensch VERDIENT?
Es geht hier um ein UMDENKEN. Und zwar gewaltig. Zunächst sollte man jedoch aufgewacht sein. In jedem -ismus gab es Menschen, die überhaupt keinen Beitrag für die Gesellschaft leisten wollen.
Die Ansätze für ein bGE sind nicht an den Haaren herbeigezogen. Die Grundidee dahinter ist ein immerwährender Menschheitstraum, und nicht nur ein Traum, sondern ein Recht.
Wenn Sie diese Grundidee verstanden haben und auch die Logik, verwenden Sie doch bitte Ihre Energie konstruktiv und überlegen, wie ein solches Modell funktionieren könnte.
Alle von mir bisher gelesenen Gegenargumente beinhalten immer etwas, das verloren gehen könnte. Der Finger ist ausschließlich auf eventuelle Gefahren gerichtet. Solch Negativdenken ist kontraproduktiv. Das ist ermüdend.
Ich will Sie von nichts überzeugen. Wenn Sie sich gegen ein bGE bzw. eine Veränderung streuben, dann eben nicht. Wenn Sie dann das Geld auch nicht wollen, dann lassen Sie es bitte gleich überweisen, zum Beispiel an ein Kinderheim in Ihrer Region. Das wäre sehr sozial.
Oder geben Sie es dem armen Betriebsbesitzer, damit der seinen Hof nicht selber fegen muss.
#21 Franke . 23.02.09 . 15:16 Uhr
Hi Leuts
Die ganze Diskusion wird mir persöhnlich zu imotional.
Locker bleiben^^
Das Bedingungslose Grundeinkommen ergibt in meinersicht logische Züge die ich mit meinem jetztigen Wissen besser kombinieren kann, als das jetztige System.
Was in meinen Augen von der Idiologie der jetztigen zeit stutzig macht. Ist das wir veraltetes Denken Inne haben was mit der Heutigen Situation nicht vereinbar is.
Was natürlich meine Eigene Meinung is.
Wie ist es möglisch das man als Arbeiter oder Arbeitsuchender keine Rechte in Form von Freiheit hat.
1. Man muss Arbeiten (wer nich arbeitet, bekommt kein brott )
2. Man kan nicht sagen: Hey also für 4,50 Euro geh ich nich arbeiten, den man muss ;)
3. Die Arbeit wird als solche ja nich zusammen gefasst, meine Frau bekommt keine Kohle wen sie das kind hütet und das kindergeld is ja wohl nich das entwerten der arbeit, den der fällt ja eher gering aus
Wen ihr mein geschreibsel versteht, kanns weiter gehen ;)
Wen man ein Grundeinkommen hat kan man auch sagen nein für den lohn ge ich doch nich arbeiten. Folglich Muss der Arbeitgeber um seine Arbeits stellen werben.
Und das geht zum beispiel, wen man das arbeitsklima verbessert, oder mehr geld ( oder der lohn bleibt). Das Pegelt sich dan alles neu ein, und es entsteht ein markt der mal reale Löhne zahlt mit denen auch die Bürger zufrieden sind.
Was is mit den Klima in Firmen, Mobing und solches.
Das würde so nicht mehr stat finden, weil man keinen grund hat seinen Frust abbauen zu müssen.Jedenfalls nich bei Kollegen.
Einfach mal selber Informieren und nich frei nach dem motto: Was der _Bauer nich kennt is er nich.
Den alles gleich als Bullshit abzutun bringt einem ja eigentlich nix, naja zu mindest den anderen xD
Verzeit meine Grammatik und rechtschreibung.
Kahm alles spontan rausgeschoßen, aber hoffe das es ein kleiner einblick is um sich doch liber besser mit dem Thema auseinander zu setzten
#22 Flakfritz . 23.02.09 . 16:34 Uhr
Liebe Sturmzeit,
hat so nicht auch Herr Bush argumentiert? Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich? Wo habe ich gesagt, dass ich nicht will, wer hat hier mit Polemik angefangen, wo habe ich Sie persönlich beleidigt, wo sind Ihre Argumente? Warum muss bei Sozialdebatten derjenige, der Modelle anzweifelt immer der Böse sein? In den 20er Jahren gab es in Deutschland auffallend viele Milliardäre, die hatten trotzdem nicht viel von diesem Geld - die Reichen blieben Reich, die Armen wurden ärmer, kann das bGe dies tatsächlich verhindern?. Man schafft keinen Reichtum indem man Geld verschenkt.
Ich hätte es mir hier leicht machen können, ich hätte alle Befürworter als Phantasten abtun können, ich hätte sagen können das keiner Argumente daherbringt, ich hätte sagen können es wird nur provoziert und beleidigt, ich habe mich jedoch dazu entschlossen, dass die Gegenseite machen zu lassen.
Und dass Ihr Atelier schlecht läuft ist nicht nur meine Schuld.
#23 SturmZeit . 23.02.09 . 17:13 Uhr
Das war doch nett, nicht wahr, Ihnen auf die Sprünge zu helfen, wenn Sie selbst anscheinend keine Ideen zu haben scheinen.
#24 Björn . 23.02.09 . 17:23 Uhr
was für ein Blödsinn…schade um die Zeit, die ich zum Lesen der Petition verschwendet habe!
#25 Bugs007 . 23.02.09 . 19:14 Uhr
@FLAKFRITZ: Tut mir leid, aber so langsam weiss ich nicht, wo Ihre Ziele liegen / sind oder was Ihre Absichten sind. Zu welchem Thema wollen Sie Ihren “Senf” geben? Grundeinkommen? Mindestlohn? Ihre Argumente bezüglich letzteren sind leider “hohl”.
Die Alleinerziehende (z.B. 12,30€ Mindestlohn) oder den Junggesellen (z.B. 9,50€), unterstellt beide leisten in der gleichen Zeit die gleiche Arbeit?
Grundsetzlich gilt hier - und das haben Sie sicherlich verpasst, sonst würden Sie nicht so ein Argument bringen - Mitglieder der Branche, in dem es einen Mindestlohn gibt - kriegen den selben Stundenlohn. Eine alleinerziehende Mutter kriegt bei einem Postdienstleister den gleichen Lohn wie der Junggeselle! Punkt! So Ende der Diskussion mit Ihnen! Zumindest für mich! Und noch was, FLAKFRITZ: Suchen Sie sich ein Hobby! Wie wär’s mit, hm, sagen wir: Schiessen als Hobbyschütze?
#26 Flakfritz . 23.02.09 . 19:27 Uhr
an alle Polemiker, die meinen, mit Beschimpfen könnte man Argumente ersetzen.
Welchen Sinn macht ein Mindestlohn, welchen Sinn macht ein bedingungsloses Grundeinkommen, wenn die Empfänger trotz allem weiterhin beim Amt “betteln” müssen. Hier ist es leider keinem Gelungen auch nur ein Argument aufzuzeigen.
Gib einem Menschen einen Fisch (Mindestlohn, bGe, sonstiges) und er hat einen Tag lang zu essen, bringe Ihm das Fischen bei (Ausbildung, Schule, Diskussionsfähigkeit) und er hat ein Leben lang zu essen - vorausgesetzt im Teich sind Fische!
#27 nick . 23.02.09 . 21:33 Uhr
Flakfritz, ich wäre sehr interessiert an deinen Argumenten gegen das Grundeinkommen, und es gibt tatsächlich ein paar gute. Aber du verwechselst das Grundeinkommen mit dem Mindestlohn und bringst viele weitere Dinge durcheinander. Ich glaube, du hast dich immer noch nicht darüber informiert, was ein Grundeinkommen überhaupt ist.
Was deinen letzten Kommentar betrifft: Kein Mensch muss mehr betteln, denn jeder hat die Freiheit, einen schlecht bezahlten Job einfach abzulehnen, weil die Existenz nicht davon abhängt. Vielmehr müssen Arbeitgeber darum betteln, dass Arbeitskräfte die Jobs noch billig erledigen. Das würde zu einer gerechteren Entlohnung führen.
Ein wenig Offenheit gegenüber neuen Gedanken haben übrigens noch keinem geschadet. Wenn du nach genauerer Betrachtung immer noch dagegen bist, kann das gute Gründe haben, die mich wirklich interessieren würden. Aber bisher waren deine Argumente nicht schlüssig.
#28 Bugs007 . 23.02.09 . 23:35 Uhr
Ach! Da gab’s bei FLAKFRITZ Argumente? Also mehr als heisse Kartoffeln kamen beim Fritz nicht aus seiner Flak! Und eben habe ich da die Hoffnung aufgegeben, mit diesem Gesellschaftswesen ein ordentliche, sachliche Diskussion zu führen. Mehr als “nur” Provokation konnte ich zwischen seinen Zeilen nicht lesen. Vielleicht ein bisschen konfus gewesen heute! Who knows, who knows!
#29 SturmZeit . 24.02.09 . 00:02 Uhr
ach was, nicht weiter ägern lassen, lieber schauen, wo Mensch sich einbringen kann, damit es vorwärts geht.
Ich habe gerade das hier bei youtube gefunden:
Sucheingabe:
WIR SIND GRUNDEINKOMMEN - Tanja Ries
#30 SturmZeit . 24.02.09 . 00:03 Uhr
oh, sorry, darf ich links setzen? oder wie kann ich das denn anders machen?
edit: erledigt
passend auch das bei youtube: Dr Quantum - Flatland
#31 Flakfritz . 24.02.09 . 08:02 Uhr
Da gibt es Petitionen, die z.B. einen besseren Schutz von Kindern vor gewaltbereiten Eltern fordern, jedoch, welche Petition bekommt die meisten Stimmen, welche Petition auch wird hier mit leerem blablubb hochgelobt? Na? Genau! Geld, von anderen, für lau!
Ihr solltet euch schämen, Deuschland ewig Neiderland!
#32 nick . 24.02.09 . 11:17 Uhr
Nein, wir polarisieren nicht…
Jetzt hatte ich mir tatsächlich Hoffnung auf konstruktive Argumente gemacht. Das letzte war kein Argument, sondern einfach nur ziemlich beschränkt. Ich zweifle langsam auch an deiner Diskussionsfähigkeit. Schade…
#33 Flakfritz . 24.02.09 . 12:25 Uhr
1.) Sie sind aucu nicht mehr als eine provozierende Schnarrnase!
2.) Auf Ihr Niveau muss ich mich erstmal runtersaufen!
3.) Vielleicht, aber auch nur vielleicht lesen Sie noch die Argumente, die Ihre Engstirnigkeit und Scheuklappen eh nicht sehen können!
OK, wahrlich gut Argumentiert
Ihr Stil wird persönlich beleidigend und niveaulos.
Wo habe ich beleidigt?
Das ist inkompetent und unkonstruktiv. Desweiteren nehme ich stark an, dass Sie sich noch nicht einmal informiert haben.
Dann können Sie sich doch bitte eine andere Plattform suchen, um ihre Gefechte auszuüben und Ihre Zeit zu vertreiben.
Der Klassiker in Internetdiskussionen, wenn einem nichts mehr einfällt
Wenn Sie dann das Geld auch nicht wollen, dann lassen Sie es bitte gleich überweisen, zum Beispiel an ein Kinderheim in Ihrer Region. Das wäre sehr sozial.
Sie werden lachen, sowas in der Art mach ich schon
Suchen Sie sich ein Hobby! Wie wär’s mit, hm, sagen wir: Schiessen als Hobbyschütze?
Dieses Argument hat mich dann doch etwas ins Grübeln gebracht, ob am bGe evtl. nicht doch was dran ist…?
Also mehr als heisse Kartoffeln kamen beim Fritz nicht aus seiner Flak!
Ja, die Argumente der Gegenseite waren schlüssig, stimmig, fundiert, Ihr habt gewonnen, Chapeau, wo darf ich unterschreiben?
#34 SturmZeit . 24.02.09 . 16:50 Uhr
och, habe ich doch wieder neugierig nachgeschaut, ob ich hier etwas Sinnvolles zu lesen bekomme.
Andere Besucher dieser Seite sind wahrscheinlich gleich wieder spurlos verschwunden und haben sich nur ihren Teil gedacht.
Hier beschäftigt sich Einer damit, wie sich Andere allein mit ihm und seiner Scheibenwelt beschäftigen könnten.
Ich selbst teile auch einige Bedenken, die ich vielen anderen Foren+Blogs entnehmen konnte. Diese sind konstruktiv und sachlich formuliert + daher in der Diskussion bereits weit fortgeschrittener.
#35 Malte . 25.02.09 . 08:57 Uhr
Das Thema “Bedingungsloses Grundeinkommen” ist zwar sehr interessant, aber ich kann da keinen, aber wirklich keinen Grund erkennen, was sowas in einem “Stuttgart-Blog” zu suchen hat.
#36 garsuas . 26.02.09 . 04:20 Uhr
Der erste Satz unserer Verfassung wird wohl den meisten bekannt sein -
Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Klingt gut nicht wahr, und auch ziemlich inspirierend. Es gibt auch einen anderen Satz, den vielleicht nicht alle gelesen haben -
kein Mensch darf gegen seinen Willen zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden!
Klingt nicht weniger gut als der erste Satz, vielleicht aber mehr auf die praktische Richtung hinweisend. Diese zwei Sätze unserer Verfassung werden TÄGLICH in unserem demokratischen Land missachtet wenn nicht gar mit Füssen getreten. Die Arbeitslosen werden diskriminiert, die oberen Kommentare wie der von “PHILGROOVES” sind ein klares Beispiel dafür, die Alten werden beiseite geschoben, möglichst weit weg aus dem Sichtfeld damit sie ja nicht den Großbildfernseher verdecken. Die Kranken… hmhh, mal überlegen.. Mit denen ist doch alles in Ordnung oder? Die müssen zwar immer mehr Medikamente aus eigener Tasche bezahlen, aber man hat ja die Ersparnisse. Und wenn nicht, gäb’s bestimmt Sachen zu verkaufen. Dat geht schoh. Hatte neulich eine ältere Frau in der Apotheke angetroffen, die über 800 Euro aus der eigenen Tasche zahlen musste! Leute, wacht auf! Die Reformen auf Kosten der Minderheiten kommen nicht mehr durch, weil genau diese die Minderheiten vergrößert haben.
Ich persönlich hatte Ende Januar meine Arbeit durch die Krise verloren. Hatte einen befristeten Vertrag und als die Kurzarbeit kam war’s das für mich. Bin aber auch nicht arbeitslos. Hab’ ebenfalls im Januar ein Kind bekommen und werde erstmal Vaterschaftszeit bzw. Elternzeit in Anspruch nehmen. Was dann kommt - Gott weiß. Ich meine nur, es werden kaum mehr Arbeitsplätze entstehen, wenn nicht sogar noch weiter welche verloren gehen. Bitte informieren Sie sich zuerst über das Bürgergeld bevor Sie eine Meinung bilden. Es ist wirklich eine Revolution im positiven Sinne. Auch gegenüber all den arbeitenden Menschen, die das ganze Leben lang in die Arbeitslosenversicherung einzahlen und niemals auf das eingezahlte Geld zurückgreifen können. Ist das etwa gerecht? Ganz abgesehen von den vielen Perspektiven die ermöglicht werden. Die Künstler, die bekanntlich mit weniger zufrieden sind, jedenfalls bevor sie bekannt werden, würden sich in Deutschland wieder zuhause fühlen. Auch ganz allgemein würde die Kreativität einen unglaublichen Aufbruch erleben. Wem es zu sehr nach Pathos klingt, der möge bitte den Ethos unter folgendem Link aufschlagen: pro-buergergeld.de
Hier ist noch ein Link für die, die noch abstimmen wollen: archiv-grundeinkommen.de
Als Postkarte geht es noch bis zum 10.03.2009. Da werden die Stimmen noch weitergezählt. Wenn Sie sich auch nur ein kleines Bisschen für Ihr Land verantwortlich fühlen, dann beschäftigen Sie sich mit dem Thema. Unser Land hatte in vielen Bereichen in der Geschichte eine Vorreiterrolle, was ein Grund mehr ist sich Gedanken zu machen!
Mit freundlichen Grüßen
#37 Donna Lüttchen . 28.02.09 . 01:12 Uhr
Ich schließe jetzt einmal die Augen und stelle mir vor, was ein bGE nur für mich allein bedeuten würde-hhmm, himmlisch! Zwar befinde ich mich in keiner akuten finanziellen Notlage. Jedoch schleppe, ja schleife ich mich jeden Tag aufs Neue zu einer Arbeit, die ich gelernt und für die ich mich weitergebildet habe, in die ich ein Quantum Energie und auch Herzblut investierte, die ich unter den derzeitigen (auch finanziellen) Bedingungen so langsam aber fast nicht mehr auszuüben ertrage; allein, ich verdiene damit meinen Lebensunterhalt. Da ich außerdem ganz gern sicher und behütet lebe, und deshalb einfach nicht den Mumm in den Knochen habe, meine berufliche Situation zu verändern, würde ich persönlich von dem hier diskutierten Modell doch eindeutig profitieren. Ohne Angst vor dem finanziellen Ruin könnte ich das tun, wonach mir laut Berufung der Sinn steht.
Allerdings kann ich an eine Umsetzung nicht recht glauben. Der Gedanke an Utopia kam mir auch kurz. Nun, das Phantasieren hat auf jeden Fall weiter zum Nachdenken angeregt.
Ich fürchte nur, ich werde es in nächster Zeit weiter mit den guten alten KRUPPS halten: Schmutz und Dreck sind wahre Arbeit, Schmerz und Tadel wahrer Lohn. Ein bisschen freiwillig, ein bisschen gegen meinen Willen…
Nein, ich bin nicht Sklavin in einem Dominastudio, komme mir nur bisweilen so vor!
#38 Rico . 04.03.09 . 17:22 Uhr