Von Donna Lüttchen
Befindlichkeiten . 00:07 Uhr
Manche Dinge im Leben nimmt man als gegeben. Weder erscheinen sie einem lästig, noch bricht man darüber in Jubel aus. Die neuen Nachbarn mit dem dicken Kater Herbert. Das Wetter, wenn man ohnehin zur Arbeit muss. Dass die Müllabfuhr donnerstags herbeirumpelt. Eclairs beim Trölsch nur Dienstag und Donnerstag- nee, das stimmt nicht; das belastet mich an manchem Mittwoch doch sehr. Einerlei. Sonntage sind für mich bestimmt durch zwei feste Größen, die ich über die Maßen schätze, obwohl ich sie eben auch als gegeben betrachte: den Tatort im Ersten, mit vorangehender Völl-, und Plauderei mit Freundin(nen) und der schnuffigen Sonntag aktuell. Nun ist es schwer genug zu verdauen, dass sommers nur Wiederholungen der Krimireihe laufen.Das Ende der Sonntag aktuell aber spottet wirklich jeder Beschreibung! Die Art und Weise, wie mit den Redakteuren umgesprungen wird ist einfach ein Skandal! Nicht mehr dem Zahn der Zeit entsprechend sei das Blättchen. Ich bitte Sie, sind Liebesknochen etwa unserer figur- und gesundheitsstrotzenden Zeit angemessen? Na bitte! Ich will sie trotzdem so oft es der Trölsch erlaubt in mich hineinstopfen. Und ich will meine Sonntag aktuell!!!
Aber auf mich hört ja keiner.
Den Redakteuren, den gebeutelten, an dieser Stelle schönen Dank für allsonntaglich angenehm unaufdringliche Lektüre. Ich vermisse Sie jetzt schon.
#1 Wegschaffel . 07.08.09 . 10:07 Uhr
Genau. So siehts aus. Den Tatort gewöhne ich mir wg. Wiederholungen und Schwachgeschichten gerade ab (ist wie Rauchen aufhören, geht aber), auf die Sonntag aktuell will ich aber nicht verzichten. Kann ja sein, dass das Blatt auch mit freiberuflich zugekauften Inhalten funktioniert, der Chefredaktor (ist der von den StN) scheint aber auch sonst ein Rumpelbruder zu sein. Im Zweifel: Leserbriefe schreiben. Wenn das genügend Leser machen, hat der schnell Gegenwind im Verlag.