Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
20 03.06

Nicht geschimpft ist noch lange nicht gelobt

Von Ralf Schmid (Hrsg.)
Vermischtes . 23:08 Uhr

Gestatten Sie uns zur Abwechslung ein paar Zahlenspiele. Das Stuttgart Blog läuft jetzt ein knappes halbes Jahr. In dieser Zeit entstanden 153 Beiträge, bei einer Gesamtzahl von etwa 55 eingetragenen Autoren. Mit einem einfachen Dreisatz lässt sich also feststellen, dass im Schnitt weniger als ein Beitrag pro Tag entsteht, wenn wir diesen Wert auch noch durch 55 teilen, ist die Leistungskurve des durchschnittlichen Autors so beschämend, dass wir die Zahl lieber nicht hinschreiben. Was wir erleben, scheint die eindrucksvolle Bestätigung der abgedroschensten Klischees zu sein, die unserer Stadt und ihren Bewohnern anhaften. Sie wissen schon: langweilig, verpennt, provinziell und so.

Dem gegenüber steht eine wesentlich erfreulichere Leserentwicklung. Im Februar waren es im Schnitt 130 pro Tag, bei nach wie vor ungebrochen steigender Tendenz. Auch über mangelnde öffentliche Aufmerksamkeit können wir nicht klagen, sei es via Internet oder anderer Medien (Lift, Stuttgarter Zeitung, SWR1, um nur die prominentesten zu nennen).

Die Kausalkette ist leicht zu durchschauen: Lesen geht erst, wenn zuvor jemand was schreibt. Schreibt keiner mehr, liest auch keiner mehr, so einfach ist das. Auf den Punkt gebracht, stellt sich uns schon die Frage, wozu wir das Ganze weiter betreiben sollen. Unsere Vorstellung eines offenen Stadtblogs ist eine fundamental andere, und wir finden den Gedanken eines Stadtblogs nach wie vor reizvoll. Wenn sich aber kaum Leute finden, die auf deutsch gesagt den Arsch hochbekommen, dann lassen wir es eben bleiben — ein schläfriges Webstübchen zu unterhalten, interessiert uns nämlich nicht die Bohne.

Woran es liegt, können wir nur mutmaßen. Die Rückmeldungen, die uns erreichen, sind durchweg positiv, sieht man davon ab, dass einige Menschen schon von einer Hemmschwelle gesprochen haben, die sie angesichts der — ihrer subjektiven Einschätzung nach — beängstigend hohen Qualität der Beiträge überfällt. Die wir aber für überwindbar halten, letztendlich kochen alle nur mit Wasser und ein Stadtblog soll ja auch kein literarischer Zirkel sein. Wir können also nur zum wiederholten Mal betonen, dass wir uns nicht im Besitz der endgültigen Weisheit wähnen und für Kritik durchaus offen sind, nur kommen sollte eben was.

Nachgedacht haben wir auch schon über ein Treffen im wahren Leben, also einer Kneipe. Lose und zwanglos natürlich. Wer will, kommt, wer nicht, bleibt fern. Autoren, Leser, Interessierte, egal. Vielleicht hilft das ja — auch wenn wir beim heutigen Stand von einem einsamen Abend ausgehen müssen. Falls wider Erwarten doch Interesse besteht, bitten wir ebenfalls um Rückmeldungen, dann organisieren wir etwas Geeignetes.

Eines ist jedenfalls klar: so wie es in letzter Zeit läuft, läuft es nicht mehr lange. Entweder wir sehen in sehr naher Zukunft eine deutlich stärkere Beteiligung, oder wir betrachten das Experiment als gescheitert und schließen das Stuttgart Blog mangels hinreichendem Interesse. Schade fänden wir es allemal, zumal wir an und für sich noch einiges vorhatten. Erzwingen können wir es freilich nicht und wollen es auch nicht.

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24 Kommentare zu Nicht geschimpft ist noch lange nicht gelobt

#1 circulus . 21.03.06 . 01:56 Uhr

Hehe Kollegen - so gehts aber net! Des isch scho ein recht heftiger Angriff auf uns Top 5 der Schreiberlinge!
Laut die-Stimmen-Liste heute:
Platz 1 Herr S (33)
Platz 2 Gunvald (20)
Platz 3 Wegschaffel (18)
Platz 4 Liamara und Circulus (10)
Platz 5 Prof U (8)
Und auf alle anderen natürlich auch. So kammer net mit seine Schäfle umgeha, gelle? *zeigefingerwinken*

Jaja, ich kenn das. Bei diversen Internet-Projekten hatte ich auch mehr Erwartungen als dann erfüllt wurden. Was aber nichts an der Qualität des Projekts änderte - und es kein Grund war, das Projekt zu schließen.
Gerade die ‘hohe literarische Qualität’ hier ist ein gewichtiger Grund, dieses Blog NIE zu schließen. Es gibt Beiträge, die sind wirklich eine Wonne zu lesen, sowohl sprachlich als auch inhaltlich! Ich wünschte, die hiesigen Tageszeitungen hätten Redakteure mit vergleichbarem Talent - hense aber net …
Wer behauptet, diese Qualität sei eine Hemmschwelle, soll sich tatsächlich aufraffen und für den Anfang mal weitgehend fehlerfreies Deutsch schreiben. Der Feinschliff kommt dann mit der Zeit und der Übung.
Jedenfalls sind andere Blogs gestalterisch und inhaltlich weit entfernt von der hiesigen Qualität - und Qualität hat sich schon immer gegen Quantität durchgesetzt … das ist ‘meine feste Überzeugung’ (gemerkt? Eine der meistbenutzten Politikerfloskeln!).

#2 Djoser . 21.03.06 . 08:45 Uhr

Herausgeber dürfen meiner Meinung nach unzufrieden sein wenn sich ihr (gedachtes) Soll nicht mit dem (gemachten) Haben verträgt. Aber jetzt hat er/sie ja mal ein bissle Rauch ins Städtle (Blogle) rein gelassen und damit sollte für die nächsten Monate auch gut sein.

Was stellen sich die Schöpfer des StB denn so an BPM (Beiträge pro Minute) vor? Gibt es Vergleichszahlen aus anderen Städtle? Was machen die anderen Blogbetreiber anders? Wie sehen das die Leser? Was hält die de facto vom Schreiben ab? U.S.W.

#3 Liamara . 21.03.06 . 08:48 Uhr

Wie, woran es liegt? Ganz einfach - in Stuttgart passiert nix. Mir jedenfalls nicht. Ich kann ja auch nicht jeden Tag über die Nachbarin schreiben, die jetzt gelbe Blumen auf ihrem Friedhofsbalkon hat. Mein Leben ist einfach zu beschaulich. *sniff*

#4 tom . 21.03.06 . 09:09 Uhr

Da habt ihr aber einen verdammt kurzen Atem. Lasst euer “Experiment” doch noch etwas laufen.

#5 _ Herausgeber . 21.03.06 . 09:56 Uhr


#6 Martin Hiegl . 21.03.06 . 10:28 Uhr

Die Hauptstadt ist auch ein bisschen größer und Stuttgart leben kommerziell bzw. Teil des Medienrauschennetzwerkes.
Ich finde es gut, dass hier nicht einfach die kommenden Feschtle etc. wiebei stuttgart-blog.de (les ich deshalb nicht) gebloggt wird, sondern die Qualität das Bild bestimmt.

#7 Arno . 21.03.06 . 10:50 Uhr

Ihr habt es nicht nötig, Euch mit dem Haupstadtblog zu vergleichen. Ihr seht nicht nur besser aus, Ihr liefert auch bessere Inhalte. Diese Hauptstadtheinis sind doch eine Bande selbstverliebter Wichtigtuer ohne Talent.

#8 Frau Doktor . 21.03.06 . 11:56 Uhr

Oh Schreck! Bitte macht den Blog nicht dicht. Gerade, wo es ganz gut läuft – vielleicht (noch) nicht auf der Ebene der Beiträge, aber auf jeden Fall bei den Kommentaren. Gerade ist der Brot-Krieg gelaufen. Da sind die Kommentare einfach ein Spaß zu lesen und über die Bäcker-Struktur Stuttgart lernt man auch was. Der schöne Text über das zugrunde renovierte Café ím Fernsehturm – sowas braucht auch seine Zeit, um geschrieben zu werden.
Und so betriebsam geht’s bei Stuttgart lebt auch nicht zu: Der letzte Eintrag ist zwar von heute, aber im Grunde ja Werbung, wenn auch für was Unterstützungswürdiges. Sowieso liest sich da vieles wie PR-Mitteilungen. Da bekommt man das Blog schon voll. Und das Kommentarwesen ist ja ziemlich lau ausgeprägt da.
Anyway: Bitte nicht schließen! Ich zumindest will mich auch bessern!.

#9 Fritz . 21.03.06 . 12:52 Uhr

Ist gar der Name Programm? stuttgart-blog-net. Oder Übersetzt: Schduargard bloggd net.

Es wäre schade drum. Wobei ich auch glaube, dass das persönliche Treffen eher einsam wird. Maximal kommen die, die ohnehin aktiv sind. Meine Erfahrung mit Netzwerken in Stuttgart, die nicht gerade was mit einem Verein zu tun haben - um nochmal ein Klischee zu bemühen.

Nichts desto trotz: Bitte durchhalten.

#10 simons . 21.03.06 . 13:29 Uhr

Wenn ich mal als “Außenstehender” etwas anmerken dürfte:

1. Wenn ein Blog als klassisches Blog angelegt ist, “lebt” es von seinen Lesern. Und das Beste, was ihm passieren kann, ist eine ausgiebige, freundliche Diskussion von Beiträgen via Kommentaren in dieser “Lesergemeinde”.

In dieser Hinsicht ist dieses Weblog in Stuttgart wohl ungeschlagen (wenngleich noch nicht auf wirklich abhebendem Zahlenniveau - das stimmt). Dieses Kapital sollten Sie ausbauen, nicht wegwerfen.

2. Im Hauptstadtblog gibt es ein paar beeindruckend kreative Zeitgeister. Schauen Sie sich z.B. mal “den Zeichner” Sven K. an - der “schreibt” nicht nur dort, sondern hat sein eigenes Blog mit http://ivy.antville.org .

Solche Illustrationen sind außergewöhnlich und professionell, für Berlin ein Glücksfall - und für Stuttgart wäre es auch einer.

Bislang scheint mir dieses Blog hier aber als “normales”, soll heißen “nicht von professionellen Werbemenschen” gestaltetes Gemeinschaftsblog ausgelegt zu sein. Das lässt sich aktuell deshalb kaum mit dem Hauptstadtblog vergleichen.

3. Als Blogger habe ich persönlich immer zwei Fragen:

a) Was soll auf Dauer daraus werden? Und
b) Wie ist das Feedback?

zu a) Vielleicht formulieren Sie mal eine langfristige Zielsetzung, die über “schaun mer mal” hinausgeht, und wenn es nur mit einem Artikel wäre, der überschrieben ist: “Es wäre schön, wenn “stuttgart-blog - Stimmen der Stadt” in Zukunft …” - und die kreativen Ideen der Autoren abfragt ;-).

(In diesem Zusammenhang noch eine umgekehrte Anmerkung: Wenn sich jemand überlegt, hier Autor zu werden, und Zeit und “Herzblut” zu investieren, dann ist es eigentlich ein “K.O.”-Kriterium, wenn Sie auch nur erwägen, das Blog (und mit ihm die Beiträge) irgendwann einmal einfach so in der Versenkung verschwinden zu lassen, wenn Sie keine Lust mehr darauf haben. Ich würde unter diesen Umständen hier erst gar nicht anfangen, sorry.)

b) Das Feedback findet sich hier in den Kommentaren. Und das ist, hatte ich schon angemerkt, ziemlich gut.

Aber daneben würde mich schon auch interessieren, wie das Blog hier verlinkt ist, nicht nur wieviele, sondern auch woher die Seitenaufrufe kommen, etc. Steht eigentlich den Autoren eine etwas aussagekräftigere Statistik als die reinen Zugriffszahlen, die sich hier am Rand befinden, offen?

4. Und zum Schluss @ fritz:

Gründen Sie doch einfach den Verein “stuttgart-blog.net e.V.”, why not?! ;-)

#11 Simon Müller . 21.03.06 . 13:32 Uhr

Ich kann den Anderen hier nur zustimmen, ein halbes Jahr ist einfach zu kurz um die Flinte ins Korn zu werfen. Ich habe Euer Projekt erst vor 2 Monaten entdeckt und war gerade dabei mich aufzuraffen mal die Anmeldeprozedur durchzuführen.
Und da mir außer dem Streik momentan nichts schreibenswertes untergekommen ist habe ich das noch hinausgeschoben. Aber heute melde ich mich an mit der Bitte den Laden noch nicht zu schließen. Darf man bei Euch auch Bilder posten?

#12 Wegschaffel . 21.03.06 . 14:09 Uhr

Schreiben schmerzt. Entweder den Leser - oder den Schreiber.

Der Spruch ist nicht von mir, aber er bringt meiner Meinung nach ein wichtiges Thema auf den Punkt: Ein „guter“ Text ist immer mit Arbeit verbunden. Arbeit, die nicht jedermann leisten will und auch nicht kann. Ich verstehe die Ungeduld der Macher - ein bissle mehr wäre schön - aber bitte nicht um den Preis, von den „gelben Blumen der Frau Nachbarin“ zu lesen, wie Frau Liamara das weiter oben formulierte.

Ich glaube nicht, dass die Anzahl der Autoren die Schraube ist, an der man aktiv drehen kann. Der Schraubenschlüssel liegt m.E. bei den Lesern: Die Schreiber rekrutieren sich aus den Lesern. Und ich frage mich, ob Ihr/wir mit 130 Lesern pro Tag zufrieden sein sollen? Bezogen auf die technische Reichweite des Mediums ist das, sagen wir mal, ausbaufähig. Um nicht zu sagen MICKRIG.

Ist es antiblogig, ehrenrührig oder irgendwie uncool, für diesen unseren Blog auch mal die Leserwerbetrommel zu rühren? Hier gibt’s doch bestimmt genügend hauptberufliche Werbefuzzis, die vor lauter Kreativität nicht mehr laufen können. Also los, her mit Euren Ideen!

#13 Henning . 21.03.06 . 14:23 Uhr

Ich bin zurzeit etwas ruhig wegen dem Wahlkampf. Als Kandidat bleibt mir da kaum Zeit für was anderes.

Die Quote von registrierten Usern und aktiven Schreibern ist gar nicht so schlecht. Viele machen die Erfahrung, dass sich haufenweise Leute registrieren, aber nie schreiben (obwohl Lesen auch ohne Registrierung ginge). Ich selbst betreibe seit vielen Jahren eine Foren-Community. Da sind über 7.700 Leute registriert und es wurden fast 48.000 Beiträge geschrieben. Etwa 80 % der User haben nie einen Beitrag geschrieben.

Das Forum dort hat Jahre gebraucht bis da außer mir wirklich jemand geschrieben hat. Nicht aufgeben!

#14 Tilman Kalckhoff . 21.03.06 . 14:42 Uhr


#15 _ Herausgeber . 21.03.06 . 20:43 Uhr

@ Martin Hiegel
Warum »kommerziell« ein größerer Anreiz für die Autoren sein soll, bleibt unklar. Es ist schwer vorstellbar, dass es bei »Stuttgart leben« Honorare für die Beiträge gibt. Die Spammer von stuttgart-blog.de sind allerdings wirklich kein guter Maßstab. Die Veranstaltungshinweise schreiben die Betreiber selbst, weil sich gar keiner findet, der mitmacht — kein Wunder, ihre trüben Machenschaften sind weithin bekannt.

@ Arno
Der Vergleich war nur die Beantwortung einer Frage. Ein paar der Haupstadtblog-Macher sind uns übrigens bekannt, zumindest die sind durchweg sehr nett und mitnichten ohne Talent.

@ Frau Doktor
Klar braucht ein Text Zeit. Und eine ganze Reihe der Beiträge sind ja auch fraglos klasse. Nur eben im Schnitt zu wenig, wie wir meinen. Dass Sie Besserung geloben, ist ja schon mal ein Wort.

@ Fritz
Das mit der Vereinsmeierei mag schon stimmen. Aber es wird ja noch ein paar andere geben, sollte man meinen.

@ simons
Dass ein Blog von den Lesern lebt, ist richtig. Davor muss aber erst mal was geschrieben werden, sonst wird das nichts mit dem Kapital ausbauen. Im Haupstadtblog sind plusminus irgendwas nicht mehr oder weniger »Werbemenschen« zugange als hier (swoeit uns die Autoren hier wie dort bekannt sind), nur Cartoonisten wie Sven K. haben sich hier noch keine gemeldet.

Die Frage nach der Zielsetzung ist in gewisser Weise bezeichnend. Warum sollten wir die Antwort vorgeben? Was uns konzeptionell vorschwebt, haben wir schon an vielen Stellen erzählt. Viel interessanter scheint uns, was die Beteiligten sich vorstellen, Autoren ebenso wie Leser. Wir würden uns freuen, wenn beide von der Idee wegkommen würden, das Stuttgart Blog wäre unser Ding und es stattdessen als ihres annehmen, mit allem, was dazu gehört. Uns gibt es hier nur, weil wir lieber etwas durchziehen als lange herum zu diskutieren, sonst hat es halt keiner gemacht. Und von wegen K.O.-Kriterium: Wir haben nie erwogen, alles sang- und klanglos einzustampfen. Was da ist, ist ausschließlich den Autoren und Kommentatoren zu danken, das ist uns wohl bewusst und damit werden wir selbst im schlimmsten Fall verantwortungsvoll umgehen.

Den Autoren steht eine sehr ausführliche Statistik zur Verfügung. Hauptreferrer sind neben Google die Blogger der Region, andere Stadtblogs, einige Exil-Stuttgarter und ein paar Stuttgarter Einrichtungen, die nicht der Bloggerwelt zuzuordnen sind. Auch Blog-Verzeichnisse spülen mehr Leser herein, als man gemeinhin vermutet.

Nur keinen stuttgart-blog.net-Verein bitte, dann streichen wir wirklich die Segel.

@ Simon Müller
Wir haben heute ja schon ausführlich gemailt, also eher für die anderen: natürlich kann man Bilder posten.

@ Wegschaffel
Die Anzahl der Autoren ist sicher kein besonders aussagekräftiges Kriterium, lieber zehn fleißige als 100, die als »passive Mitglieder« fungieren. Dass 130 Leser/Tag das Ende der Fahnenstange sind, hat auch keiner behauptet. Der Schlüssel mag bei den Lesern liegen, aber wenn es kaum etwas zu lesen gibt, wird das auch nichts werden mit der Leserexplosion. Um nochmal das Hauptstadtblog zu bemühen: Lesertechnisch sind die inzwischen bei den Top 10 oder 20 in Deutschland, was unter anderem damit zu tun habem wird, dass laufend was kommt. Die Werbetrommel zu rühren, ist aber keineswegs uncool. Und ehrenrührig auch nicht.

@ Henning
Quote hin oder her: Was jemand antreibt, sich als Autor zu registrieren und dann nichts zu machen, verstehen wir nur bedingt. Okay, es sind sicher Anhänger des Strohfeuers darunter und solche, die nicht wie ursprünglich gedacht die Zeit finden. Aber nicht der Großteil, oder? Nun ja, vielleicht ja doch, man steckt eben nicht drin.

@ Tilman Kalckhoff
Der Aufwand ist kein Thema. Die Lust dazu hängt verständlicherweise davon ab, wie es läuft. In ganz schlimmen Momenten beschlich uns in letzter Zeit sogar das Gefühl, dass außer uns eigentlich keinem so richtig am Herzen liegt, was hier passiert, und dann lässt die Lust eben nach. Das aber nur am Rand. Exklusivität ist absolut keine Bedingung, es gab schon öfters Beiträge, die auch anderswo erschienen sind.

#16 Reinhold . 21.03.06 . 22:24 Uhr

Warum kann man Dingen nicht einmal wirklich Zeit geben, sich zu entwickeln? Wie in der Wirtschaft, was sich nicht rechnet wird aufgegeben. Macht weiter, dann finden sich auch genügend Leser und damit auch genügend Schreiber(innen) für Beiträge und Kommentare.

#17 circulus . 22.03.06 . 01:47 Uhr

Mensch Herausgeber, häddsch ja au mal was saga könna, wenn i scho net von selber drauf komm ;-)) … Meine recht gut frequentierte www.stuttgart360.de hat ab sofort einen Text-Hinweis-Link-Banner - vielleicht hilfts?

#18 Katinka . 23.03.06 . 14:05 Uhr

Ein Grund für die Zurückhaltung bei den Beiträgen könnte auch sein, dass Beiträge als „Spam” gefiltert werden - wie beim mir soeben passiert. ;-)

#19 georgia . 23.03.06 . 14:10 Uhr

Also als gelistete Autorin mit bisher EINEM Beitrag und eifrige Leserin muss ich mich wohl angesprochen fühlen. Tu ich auch. Dennoch kann und will ich nicht mehr schreiben, wenn ich nicht wirklich was interessantes zu erzählen habe. Und mal ehrlich, ich bevorzuge lieber nur eine Beitrag pro Tag, der dafür interessant und gut ist, als jede Menge >>Müll>feindlichen Ausland

#20 Kesselblick . 23.03.06 . 15:18 Uhr

Ochnöö, nich aufhörn - ich lese hier jeden Tag alles mit. Will aber nicht auf jedes Brot meinen Senf schmieren ;-))

#21 _ Herausgeber . 23.03.06 . 19:19 Uhr

@ Katinka
Beiträge im Sinne von Artikeln gehen nicht durch den Spamfilter, nur Kommentare. Dass sich der eine oder andere darin verheddert, mag ärgerlich sein, aber würden wir den Filter weglassen, könnte das werte Publikum an schlimmen Tagen bis zu 100 Kommentarspams lesen oder wir müssten sie alle von Hand löschen. Die Spamfilter, die hier laufen, gehören zum besten, was es derzeit gibt (Spam Karma und Referrer Karma), nach allem was wir mitbekommen, sind unberechtigte Verdächtigungen sehr selten. Falls jemand hartnäckige Probleme damit hat: einfach melden, das bekommen wir schon in den Griff.

@ alle
Es sieht doch schon viel besser aus als vor drei Tagen, oder? Ein kleiner Anschiss scheint eben nie zu schaden.

#22 Stuttgart Blog » Was es in Stuttgart nicht gibt. Teil 4. . 23.03.06 . 20:59 Uhr

[…] Den Stecker will der Herr Ausgeber ziehen, wenn hier im Blog nicht bald munter Leben einkehrt. Wie Sie sehen, hat die Drohung ihre Wirkung nicht verfehlt. Ja, auch mir lässt die Aussicht auf ein Leben ohne den StB keine Ruhe. Zwei dunkle lange Nächte habe ich darüber gebrütet, wie wir hier den Verkehr drastisch steigern könnten. Und was soll ich Euch sagen: Ich habs! […]

#23 Frau Brezel . 23.03.06 . 21:33 Uhr

Also, lieber Herr Herausgeber, Sie hatten mir ja schon angekündigt, nun einmal eine Schimpfkanonade aufzufahren…
Aber nun doch eine konstruktive, bitteschön!

Vor Monaten hatte ich das erste Mal im Blog herumgelesen und dann anhaltend schön still und stumm nur rezipiert, ohne ein Tönchen von mir zu geben, um mich dann vor einigen Tagen angesichts von schwäbischem Esprit und kleinwunderstaunender Feinsinnigkeit der Metamorphose hinzugeben und selbst etwas zu schreiben… und jetzt hagelt es hier plötzlich ganz hauswartmäßige Drohungen!

Na, jetzt lassen Sie das Pflänzchen doch mal noch ein bißchen gedeihen! Schön gießen, tüchtig mit dem Zeigefinger drohen, aber nicht ausrupfen! Bitte!

Ich denke, daß viele hier sich sehr bewußt sind, daß Ihre Tätigkeit durchaus auch zu würdigen ist; ich selbst weiß nicht viel über “Blog-Maintainance”, doch stelle ich mir vor, daß Sie einen Haufen Arbeit damit haben. Vielen Dank dafür! Denn wo sonst als hier im Blog kann man sich so gut über eine Stadt auseinandersetzen, mit der sich auseinanderzusetzen ja nun wahrlich Not tut!

#24 _ Herausgeber . 24.03.06 . 00:20 Uhr

Liebe Frau Brezel, um in der Statistik zu verharren: die durchschnittliche Dichte hat sich deutlich erhöhrt, seit wir den Schröder gegeben haben. Also war es wohl konstruktiv im buchstäblichen Sinn. Und keine Sorge wegen der Arbeit, wenn alle schön mit tun ist es die reine Freude.

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