Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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26 03.09

Neuigkeiten vom Medienimperium auf der Gänsheide

Von Frau Doktor
Vermischtes, Kultur, Leben . 21:20 Uhr

Die Holtzbrinck-Gruppe, nach eigener Beschreibung eines der führenden deutschen und europäischen Medienhäuser, wird sich teilen. Dieter von Holtzbrinck, der Halbbruder des Noch-Gruppenchefs Stefan von Holtzbrinck, wird fast alle überregionalen Premium-Printtitel von seinem Bruder übernehmen. Dazu gehören die Handelsblatt-Gruppe sowie 50 Prozent der Zeit. Der alte Herr (67) hatte sich vor rund drei Jahren schon mal von der Kommandobrücke verabschiedet.

Anscheinend ist die Lage, nachdem der kleine Bruder geschätzte 200 Millionen Euro in der schönen neuen Welt des Web Zwo und Drei Null durchgeblasen hat, so prekär, dass der alte Kapitän zurück ans Steuer muss. Was aber natürlich nicht ganz stimmt: Tatsächlich wird die Holtzbrinck-Flotte in die Holz- und Silizium-Flotte geteilt, denn anscheinend ist man sich da unter Brüdern nicht besonders grün. S. Hotzbrinck muss dann keine jährlichen Millionenbeträge an seinen großen Bruder abstottern und D. Holtzbrinck kann den jungen Spunden nochmal zeigen, wie man einen klassischen Zeitungsverlag auch in unklassischen Zeiten über Wasser hält. Wir dürfen gespannt sein.

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16 Kommentare zu Neuigkeiten vom Medienimperium auf der Gänsheide

#1 Wegschaffel . 27.03.09 . 17:48 Uhr

Web Zwo und Drei Null

wawawiewie? Web Drei Null? Steigt die Zahl der Web-Nullen analog der durchschnittlich pro Bildschirmquadratzentimeter verzapften Blödheiten, oder hab ich da was verpasst? Ich kann aktuell keinen Innovationssprung dieser Größe erkennen, da können die Websemantiker trommeln wie sie wollen. Im Gegenteil, Enttäuschungen an verschiedenen Fronten (ja, auch hier) pegeln meinen internen Versionszähler eher runter. web 1,6 - web 1,7. Mehr nicht.

#2 Paul-geht-baden . 28.03.09 . 00:26 Uhr

Ihre Enttäuschungen an dieser

(ja, auch hier)

Front würden uns ja nun doch näher interessieren, Kamerad W. Dürfen wir auf Erläuterungen hoffen?
Monika Paul + Sebastian Geht + Astrud Baden
Agentur für urbane Grundversorgung

#3 Wegschaffel . 29.03.09 . 21:25 Uhr

___MPSGAB: Danke der Nachfrage und schön, dass Sie auch mal wieder hier sind. Wars recht kalt auf Neumeier II, oder wo auch immer Sie auf Promo-Tour waren?
Sie wissen schon, was enttäuscht. Eben die urbane Grundversorgung ist doch sehr basic, zur Zeit. Und neulich, als Sie grad mal wieder nicht da waren, ist einer der von mir geschätzen lokalen Grundversorger ganz saublöd unter die Räder gekommen, der Grasdackel, der staubige. Hat mich wirklich geärgert und sehr enttäuscht.
Und Sie haben sich jetzt selbständig gemacht?

#4 Paul-geht-baden . 30.03.09 . 21:07 Uhr

Der geräuschvolle Abgang des “Grasdackels”, wie Sie sagen, mein einziger Wegschaffel, ist dafür verantwortlich, dass Ihr innerer Versionszähler auf höchstens Web.1,6 bis .1,7 kommt? Ihr Kommentar hatte für mich nach Grundsätzlicherem geklungen, nach ’strukturellen Enttäuschungen’, wenn Sie sich darunter etwas vorstellen können. Aber gut, dass es im Moment ein bisschen dünn ist, haben Sie ja auch noch gesagt. Ich habe übrigens den Verdacht, dass das Ausrasten unseres (jetzt Ex-)Mitstreiters nur zum Teil einem ideologisch fundierten Halbstarkentum zuzurechnen ist, in dem er sich immer mal wieder gefiel, zum anderen Teil aber darin seinen Grund hat, dass er den weitergereichten Senf, aus dem der inkriminierte Beitrag bestand, irgendwie tatsächlich für etwas Eigenes hielt (so wie - wenn ich mir den Vergleich unter uns Altphilologen erlauben darf - Peter Handke einmal die Top Ten der Japanischen Hitparade als eigenes Gedicht ausgegeben hat)(tja, wenn dem verlorenen Sohn eine Überschrift wie z.B. “Eine Partei kann’s nicht lassen: I’m a Loser, Baby, Why Do’nt You Vote for Me” eingefallen wäre… wer weiß, wie die Sache dann ausgegangen wäre…).
So, Schluss jetzt, gleich fängt ‘The Departed’ an.

#5 Wegschaffel . 30.03.09 . 22:42 Uhr

___PGB: Also für meinen Geschmack ists ’strukturell’ genug, wenn sich hier einer der es besser wissen müsste eben nicht halbstark gebärdet, sondern es vollprofessionell darauf ankommen lässt, ob er mit seinem Beschiss durchkommt.

Und was soll das mit dem “Departed”? Schauen Sie etwa noch selber fern?

#6 circulus . 31.03.09 . 01:26 Uhr

ist einer der von mir geschätzen lokalen Grundversorger ganz saublöd unter die Räder gekommen

Hartmut Mehdorn? Der Arme!

#7 Paul-geht-baden . 31.03.09 . 17:55 Uhr

Schauen Sie etwa noch selber fern?

Mein lieber Wegschaffel…! Für jemanden, der sich noch selber rasiert, geben Sie sich ja ganz schön selbstlos. Aus alter Sympathie hoffen wir für Sie, dass die Selbstbeteiligung an Ihren Vergnügungen (noch) ein wenig größer ist, als Ihre Frage vermuten lässt. Wie Charles Dickens so schön gesagt hat: If a man is tired of television, he’s tired of life.
Und nebenbei: Schade, dass Sie meinen Kommentar (#4) nicht verstanden haben. Oder wollten Sie nur höflich sein, soll heißen: Sie haben nur zu gut verstanden, finden aber, dass das alles Quatsch ist?

#8 Wegschaffel . 31.03.09 . 18:32 Uhr

Erstmal: Sorry Frau Dr., dass sich der wiederaufgetauchte Paul und ich so ungeniert auf Ihrem Sofa breitmachen und über Zeugs reden, das nur in gentechnisch nachweisbaren Spuren mit Ihrem Beitrag zu tun hat. Aber “man muss die Gelegenheiten nutzen wie sie fallen” (R. Blanco). Übrigens rücken wir auch gerne zur Seite und hören, was Sie dazu zu sagen haben.

#9 Wegschaffel . 31.03.09 . 18:39 Uhr

Und dann mein lieber PGB sag ich Danke für die Hintertür die Sie mir da oben (#7) aufmachen: ‘Türlich habe ich jedes Wort verstanden (wussten Sie dass der Handke diesen Trick mit den Japanischen TopTen in Wirklichkeit von Ivan Rebroff abgekupfert hat?), halte Ihren Ansatz aber für unhaltbar und daher (ausnahmsweise) nicht weiter diskussionsnötig.

#10 Paul-geht-baden . 31.03.09 . 18:58 Uhr

Und ich dachte, Sie wären interessiert an einem Gespräch darüber, warum die “Grundversorgung” “doch sehr basic” ist, nicht nur “zur Zeit”, wie Sie oben schreiben. Habe ich mich wohl getäuscht. Macht aber nichts, hab’ keinen Leidensdruck, ich lese das, was hier veröffentlicht wird, ja nicht selber.

#11 Frau Doktor . 31.03.09 . 19:03 Uhr

@#Wegschaffel: Fühlen SIe sich wie zu Hause. Das ist doch das Zwonullige am Web Zwo Null: Man schmeißt ein Steinchen in die Wellen und schwupps wird einem ein Sofa an den Strand gespült. Ok mit mir, um mal im Jargong zu bleiben - da lässt sich halt nur leider kein Geld mit verdienen, wie Herr Stefan Holtzbrinck wohl gerade schmerzlich erfährt.

#12 Paul-geht-baden . 31.03.09 . 19:13 Uhr

#8 Also ich finde nicht, dass ich mich dafür entschuldigen muss, nicht auf den Beitrag von Frau Doktor einzugehen. Was soll man denn auch sagen zu der verschmockten Seefahrtsmetaphorik von “Kommandobrücke”, “alter Kapitän” und “Flotte”? Kann man doch nur den Mantelrochen des Schweigens drüber gleiten lassen.

#13 kavaliersschmerz . 01.04.09 . 16:24 Uhr

Stuttgart Blog, lange nicht mehr gesehen, nichts verpasst.

Erwartungsgemäß:
“Groß”städtische Kleingeister in übertriebenem Imponiergehabe.

Weiter so!

#14 Wegschaffel . 01.04.09 . 16:53 Uhr

Ists arg schlimm, PGB? Die Fernanamnese Ihrer Bruddelei weist auf das Daylight-Saving-Syndrom hin. Vulgo: Zeitschmerz. Sie liegen damit voll im Trend. Eine aktuelle Studie aus Dings hat ergeben, dass in den drei Tagen nach der Umstellung auf Sommerzeit signifikant mehr tödliche Herzinfarkte und Verkehrsunfälle passieren und sich auch die Zahl der Beleidungsklagen drastisch erhöht.

#15 Paul-geht-baden . 01.04.09 . 20:20 Uhr

##13 & 14: Lange nichts mehr von Ihnen gelesen, K., nix vermisst. Und wenn Sie schon das bisschen Textanalyse plus Verdeutlichung durch Witz als Imponiergehabe empfinden, dann sollten Sie großer Geist aus der kleinen Stadt sich vielleicht mal einen Termin bei Dr. Wegschaffel holen. Mit seiner patentierten Kitchenette-Psychologie kann er Ihnen sicher erklären, was Ihnen fehlt (oder soll ich sagen: was den Kavalier schmerzt). Unter uns Gentlemen der alten Schule: Wenn Sie das nächste Mal versuchen wollen, herablassend zu sein, steigen Sie lieber vorher auf ‘ne Leiter, sonst wird das wieder nichts.

#16 kavaliersschmerz . 01.04.09 . 21:53 Uhr

“Wenn Sie das nächste Mal versuchen wollen, herablassend zu sein, steigen Sie lieber vorher auf ‘ne Leiter, sonst wird das wieder nichts.”

DAS ist Schlagfertigkeit aus dem Lehrbuch.
Nochmal: Weiter so.

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