
Kennen Sie Studien, ob und welchen Einfluss Wahlplakate tatsächlich auf die Wähler haben? Ob Sie sich vielleicht gegenseitig aufheben und im wesentlichen deshalb aufgestellt werden, weil es halt die anderen auch tun und man deshalb fürchtet, im Nachteil zu sein, wenn man’s lässt? Oder erwarten wir Bürger einfach das Buhlen um unsere Gunst im vierjährigen Wahlkampfrhythmus?
#1 qx . 01.04.06 . 12:35 Uhr
Haben Sie bemerkt, dass die von Ihnen abgebildeten Plakate strafrechtlich relevant verunstaltet wurden?
#2 qx . 01.04.06 . 12:40 Uhr
Eigentlich wollte ich ein Bild in den Kommentar einbinden, leider ist das wohl nicht möglich, da es mir auch nicht möglich ist meinen Kommentar zu bearbeiten, werde ich nun die URL zum Bild als Link angeben. Falls das klappt. Hier eine Ausschnittvergrößerung der Plakate.
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Anm. Simon: so klappt’s:

#3 chéggy . 01.04.06 . 13:22 Uhr
Auweia - was Faulheit alles anrichten kann. Ich hatte auch in erwaegung gezogen die Kleber naeher zu begutachten, hab’s dann aber wegen des zu hohen Arbeitsaufwands doch bleiben lassen.
Naja.
#4 Simon . 01.04.06 . 16:07 Uhr
Ging mir wie Ihnen - ich habe den Inhalt des Aufklebers bis zum Hinwies von qx auch nicht realisiert …
#5 qx . 01.04.06 . 17:04 Uhr
Die SPD Wahlkämpfer auch nicht! Die hatten am Samstag ihren Stand auf dem Schlossplatz und scheinen sich die eigenen Plakaten ebenfalls nicht angesehen zu haben.
#6 Henning . 02.04.06 . 20:40 Uhr
Zum Sinn und Unsinn der Plakate ein paar Gedanken und Anmerkungen:
- Weniger würden’s auch tun. Vor allem weniger direkt hintereinander.
- Es ist gut, wenn die Gesichter der Kandidaten bekannt sind, insbesondere bei Wahlen bei denen man (auch) Personen wählt.
- Bei der OB-Wahl in Stuttgart hatte jemand erst nur SPD- und CDU-Plakate gesehen und daher gedacht, es würden nur die beiden antreten.
#7 Simon . 03.04.06 . 08:07 Uhr
@ Henning: da haben Sie ja Ihre Botschaft, dass da noch eine Partei bei der Wahl mitmacht, gerade noch rübergekriegt! ;-)
Ob für das Ergebnis etwa Ihr Werbespot für die Grünen ausschlaggebend war? Da geht’s ja Schlag auf Schlag mit X Anspielungen zur Sache, und dabei auch noch ziemlich deftig …
Da erscheint mir dieser Schnappschuss
ja ziemlich harmlos dagegen … (aus Stuttgart – The Blog).
#8 Herr S . 03.04.06 . 11:44 Uhr
Es ist gut, wenn die Gesichter der Kandidaten bekannt sind, insbesondere bei Wahlen bei denen man (auch) Personen wählt
Warum genau ist das gut? Davon abgesehen, dass man bei diesen Retusche-Orgien nur noch mit viel Wohlwollen von Gesichtern sprechen kann: bietet das Gesicht einen Informationswert, der ein Kriterium für die Wahlentscheidung sein sollte? Wieso casten Sie dann nicht gleich Models und schreiben irgendwo klein und verschämt »Abb. ähnlich« oder »Typfoto« drunter?
#9 Henning . 03.04.06 . 14:33 Uhr
Nicht jede/r verfälscht seine Plakate durch Retusche-Orgien. Obwohl auch das Aussehen eines Kandidaten einen gewissen Informationswert hat (Alter z.B.) ging es mir eher darum, dass man den Kandidaten ggf. erkennt. Dann kann man z.B. in ein direktes Gespräch mit dem Kandidaten einsteigen oder zumindest, das was er von sich gibt auch dem Kandidaten zuordnen.
Die CDU hat ja diesmal anfangs nur die Namen ihrer Kandidaten plakatiert. Da hab ich nur Negatives drüber gehört. Die Leute wollten einfach wissen, wer dahintersteckt, wer kandidiert. Da sagt der Name erstmal nicht so viel aus, wenn man die Person nicht eh kennt.
P.S.: Super Schnappschuss! :-)
Reden Sie bei dem erwähnten Werbespot auch wirklich von meinem oder meinen Sie den offiziellen Spot, der von einer Werbeagentur produziert wurde?
#10 Simon . 03.04.06 . 17:38 Uhr
Oh, da sehen Sie mal, ich bin davon ausgegangen, dass die Movie-Links denselben Film verlinken - und hatte über das Plakat zuerst einmal den “offiziellen Spot” erwischt.
Die Studiengebührendiskussion ist ein eigenes Kapitel …
#11 Henning . 05.04.06 . 12:48 Uhr
Zu dem Kapitel empfehle ich die Stuttgarter Seite www.streikblog.de.