Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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20 07.10

Krankheitstage im Jahr häufen sich

Von Matrix
Vermischtes . 21:50 Uhr

Wie man letztens im SWR 3 gehört hat, sind laut einer Studie der Krankenkassen, die Krankheitsausfälle gestiegen. Schuld dafür haben nicht die üblichen Verdächtigen wie Schnupfen, Grippe, etc sondern immer häufiger die psychischen Belastungen der Arbeitnehmer.

Woran mag das wohl liegen? Kann es an den Kollegen oder an der Führungsetage liegen? Ja, ich denke das trifft zu. Zum Beispiel bei uns im Geschäft, es wurden zwei Vollzeitkräfte entlassen, beide mit 40 Stunden in der Woche.

Da wir bereits schon vorher sehr ausgelastet waren, müssen wir nun zu dritt versuchen diese fehlenden Wochenstunden auszugleichen. Doch, wenn ich so was am eigenen Leib erfahre, weiß ich auch warum sich so viele Leute sich mal einen Tag mit “Migräne, Bauchschmerzen” krankschreiben lassen.

Ab einem gewissen Punkt ist nun mal die Leistungsgrenze erreicht. So etwas sollte man als Arbeitgeber nicht unterschätzen! Auch nicht als Arbeitnehmer, denn auch psychische Krankheiten können Schäden anrichten.

Man sollte arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten!

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3 Kommentare zu Krankheitstage im Jahr häufen sich

#1 Rote Socke . 21.07.10 . 11:10 Uhr

Blöd, aber da kann der einzelne Arbeitgeber leider kaum was dafür. Ist halt die typische Abwärtsspirale: Um wettbewerbsfähig zu bleiben und möglichst hohen Profit abzuschöpfen muss ein Unternehmen rationalisieren wenn die Konkurrenten das tun. Ansonsten wandern die Investoren ab, man geht pleite oder man wird aufgekauft. Lässt sich genauso auf die internationale, volkswirtschaftliche Ebene übertragen: Um wettbewerbsfähig zu bleiben muss ein Staat die Lohnkosten, Lohnnebenkosten und Sozialstandarts drücken. So wird ja ständig argumentiert. Dadurch werden andere Staaten genötigt das selbe zu tun, und schwupps sind in allen Staaten die Löhne uns Sozialstandarts niedriger und das Spiel geht von vorne los… Klassische marxistische Kapitalismusanalyse, und man muss nicht unbedingt bekennender Marxist sein um das nachzuvollziehen. Und eben desshalb kann ein nicht-kapitalistisches Wirtschaftssystem (egal ob es sich jetzt um Sozialismus, Kommunismus, Anarchie, Anarchosyndikalismus oder sonstwas handelt) nur international funktionieren.

#2 Exilostfriese . 21.07.10 . 15:28 Uhr

Wir in Deutschland haben für diese Abwärtsspirale noch durchaus genug Substanz. Andere Länder haben das aber nicht. Irgendwann kommt das auf uns zurück (siehe Griechenland).
Also lieber mal die Aufwärtsspirale starten. Wir brauchen nicht mehr reiche und reichere Investoren, wir brauchen ein wohlhabendes zufriedenes Volk! Nicht Besitz sondern Arbeit soll sich lohnen.

#3 PhilGrooves . 24.07.10 . 00:17 Uhr

Diese “Meldung” kommt ja jedes Jahr mindestens einmal irgendwo, also schon lange nichts neues mehr.

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