Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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04 08.09

Inkonsequent

Von chrib
Befindlichkeiten . 14:16 Uhr

Die Band Linkin Park unternahm vergangene Woche den Versuch, Fotojournalisten per Knebelvertrag zu gängeln, woraufhin die großen Agenturen dem Konzert auf dem Cannstatter Wasen fernblieben. Das war gut so. Die Stuttgarter Zeitung erklärte sich zwar solidarisch mit den Agenturen, veröffentlichte dennoch ein Foto, auf dem einige Fans der Band zu sehen sind, sowie eine ausführliche Konzertkritik. Das war schlecht so. Eine Band, die die Pressefreiheit erheblich beschränkt und damit an einer Säule der Demokratie sägt, gehört ignoriert. Auch das ist journalistische Sorgfaltspflicht.

Die STZ hatte mehrere Optionen: Sie hätte diesen Vorgang zum Anlass nehmen können, derartige Machenschaften mancher Künstler zum Thema zu machen. Oder sie hätte sich für ein anderes Konzert entscheiden können. Selbst mit einem geschwärzten Kasten und einer kurzen Erklärung dazu hätte die STZ, zumindest bei mir, Punkte gesammelt. Über das Konzert von Linkin Park zu berichten, war die schlechteste Option. Die Redaktion hat sich dennoch dafür entschieden. Schade!

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2 Kommentare zu Inkonsequent

#1 Jürgen Lück . 05.08.09 . 10:47 Uhr

Da haben die Kollegen wohl die Berichterstattungspflicht zu ernst genommen… Ein paar alte Agenturfotos und Fans hätten auch gereicht. Die Jungs (und Mädels) sehen auf der Bühne ohnehin immer gleich aus. Schade finde ich auch, dass die STZ die Knebelverträge nicht thematisiert hat.

#2 Wegschaffel . 05.08.09 . 14:44 Uhr

Du sollst Dir kein Bild machen! Altes Thema, siehe Knuewer aus 2005 und STERN.

Vor ein paar Tagen gabs in der StZ doch ein versuchtes Interview mit dem Combochef, endete in einem argen Verriss. Wie war denn das Konzert?

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