Von pongi
Stuttgart 21 . 13:01 Uhr
Wie einige Medien berichten, ist der Infopavillon am Schlossplatz erst mal auf Eis gelegt worden:
#1 nick . 15.02.09 . 13:21 Uhr
Das zeigt, wie es dort zugeht und wie angeblich schon beschlossene Projekte plötzlich doch gekippt werden. Selbst für S21 selbst ist noch keine feste Entscheidung unterschrieben worden. Mir macht das Hoffnung.
#2 circulus . 19.02.09 . 13:54 Uhr
Um das nochmal zu vertiefen: Ich finds auch deshalb gut, weil Werner Sobek (der Urheber des Pavillons) leer ausgeht. Ein Beispiel seiner Machenschaften?
Damals vor der WM 2006 wollte man ja unbedingt die Deckel über die Konrad-Adenauer-Straße legen. Die Zeitungen kündigten großspurig die Lösung des ‘Star-Architekten’ (seine Ausbildung ist Bauingenieur) Werner Sobek an: drei Deckel für ca. 6 Millionen. Zum Schluss wurde es ein Deckel am Charlottenplatz und der kostete allein ca. 5,5 Millionen. Also erstmal völlig daneben kalkulieren und wenns nicht mehr anders geht, richtig zulangen. Sein Honorar: über 500 Tausend Euro! Quasi die üblichen 10 Prozent der Bausumme für den Architekten. Hinzu kommen aber für Leistungen seines Büros 1,2 Millionen. An Gehältern hat er das sicher nicht ausgezahlt. Die Summen erhielt ich übrigens, nachdem ich das damals bei der Stadt angefragt hatte. Von 5,5 bekommt Sobek also 1,7 Millionen an öffentlichen Geldern! Dafür, dass er ein paar Betonträger auslegen läßt und das Gartenbauamt ein wenig Grün drauf pflanzen darf — weswegen man noch das Erdreich künstlich erhöhen musste, weil sonst die Wurzeln keinen Platz gehabt hätten (soviel zur Planungskompetenz eines Sobek).
Resultat: oben hui unten pfui! Denn unten drunter siehts immer noch aus wie im U-Boot-Bunker von La Rochelle: Verrotteter Beton, den man in den nächsten Jahren teuer sanieren muss. Das hätte wirklich ein Bauingenieur für einen Bruchteil der Kosten hinbekommen, dafür braucht es keinen Ego-Star-Architekten. Seitdem ist der bei mir sowas von unten durch. Und die Entscheider der Stadt mit dazu. Was bleibt da für eine Hoffnung?