Hab mich letzte Nacht mal wieder geärgert.Vor Mitternacht zum Charlottenplatz gekommen - die nächste U1 kommt in 18(!) Minuten.
Wenn man die SSB / den VVS fragen würde warum das so ist, würde man sicher zu hören bekommen, dass sich ein engerer Takt nicht lohnen würde.
Die U1, die dann kam war aber doch recht voll. Ist es nicht vielleicht so, dass viele Leute das Auto nehmen (und ich meine nicht mal Auswärtige; in der Bolzstr. kurven genug Kids mit Stuttgarter Kennzeichen rum), weil eben die Bahnen eher seltener fahren, da sie eben keinen Bock auf Warten haben? Und eben nicht, dass man wenig Bahnen fahren lassen kann, weil keiner kommt?
Bei den Nachtbussen hat sich der Zulauf schließlich auch vergrößert, seit das Angebot besser ist.
P.S.: Warum können S2/S3 nicht so fahren, dass man nicht einmal 10 und einmal 20 Minuten warten muss, wenn man in Richtung Flughafen möchte? Kann man das nicht auf je 15 min ändern? Oder gar noch eine Bahn einschieben, so dass es immer 12 min sind?
#1 oxymo . 18.05.08 . 13:21 Uhr
Wenn S2/S3 mit je 15 min Abstand fahren würden, dann würde sich irgendjemand beschweren, warum man jetzt nicht mehr alle zehn Minuten nach Bad Cannstadt oder Rohr kommt.
Es ist einfach nicht so einfach, es allen Recht zu machen.
#2 Julian . 18.05.08 . 13:35 Uhr
Ich habe es noch nie als problematisch empfunden, dass die Bahnen nachts in größeren Taktabständen fahren.
Dass ich an unter der Woche nach 1 Uhr noch nicht einmal mehr zum Beispiel von Cannstatt zum HBf komme halte ich für sehr denkwürdig. Also lieber Bahnen im Halbstundentakt und dafür dann aber immer!
#3 Jan . 18.05.08 . 16:51 Uhr
Finde ich auch. Hauptsache es kommen mal welche. Meinetwegen nachts auch im Studentakt. Aber das nachts gar keine fahren ist doch sehr blöd. Zumindest die beiden Wochenendnächte wäre das mal sinnvoll.
#4 PhilGrooves . 18.05.08 . 18:47 Uhr
Dass die Takte abends länger werden und nachts überhaupt nichts fährt ist ja in den meisten Städten so. Allerdings empfinde ich das in Stuttgart wirklich als sehr knapp bemessen, z.B. auch die Fahrzeiten zum Wochenende/Feiertag. Auf der anderen Seite kosten die Tickets hier viel mehr als anderswo.
Könnte man sich die Stadt aussuchen, würde ich beim Thema ÖPNV wohl Berlin wählen. Dort konnte ich auch nachts bequem im 10min Takt überall hin fahren.
#5 Henning . 19.05.08 . 00:20 Uhr
2009 sind übrigens Kommunalwahlen.
#6 Fabs . 19.05.08 . 15:45 Uhr
…in hamburg fährt seit ca. 2 jahren ebenfalls die u-bahn die ganze nacht über - im halbstunden- anstatt tagsüber 10 minuten-takt. ist wirklich sehr angenehm!
#7 Case . 21.05.08 . 13:11 Uhr
Die ganze Nacht lang fahren können würde ich einem leicht verstärkten Takt mit bisherigem Zeitschema auf jeden Fall vorziehen, wobei ich die Sache mit dem Flughafen ähnlich sehe; witzigerweise steht man oft auch in Vaihingen rum weil eben einfach nicht bis zum Flughafen durchgefahren wird, bis Vaihingen aber ein sehr guter Takt geboten wird.
#8 circulus . 27.05.08 . 18:07 Uhr
Würden die ÖPNVsmittel öfter fahren, stünden als nächstes die Anwohner auf der Matte, die Nachts ihre Ruhe wollen. Einen guten Mittelweg zu realisieren ginge nur bei genauer Beobachtung des Bedarfs - ob z.B. regelmäßig bestimmte Bahnen (über-)voll sind. Und dann vielleicht ohne aufwendige Fahrplanänderung zusätzliche Züge einsetzen, die auf dem Display angekündigt werden.
Aber den Bedarf der Bürger zu verstehen oder zu ermitteln, scheint allgemein keine Stärke deutscher Kommunen zu sein - Stuttgart liegt bei den schlechten Beispielen weit vorn … (siehe auch Beitrag zu Ampeln)
#9 Exilostfriese . 28.05.08 . 11:36 Uhr
Den Bedarf kann man nur schlecht mit Zählungen oder Beobachtungen ermitteln.
Ein engerer Takt führt auch dazu, dass auf Anschlusszüge nicht gewartet werden muß.
Und damit wird es wieder für viele interessanter.
Vor allem, wenn man die Zeiten nicht mehr im Kopf haben muß, einfach in die Station laufen kann, und es kommt spätestens innerhalb der nächsten 5min eine Bahn in meine gewünschte Richtung, dann ist Bahnfahren wirklich bequem und einfach.
Eventuell sollte man noch die Bezahlerei vereinfachen.. Handyticket oder sowas ähnliches.
Erinnere mich daran, dass man im Gebiet Karlsruhe einfach mal das Angebot deutlich verbessert hat, weil die Züge zu leer waren. Und siehe da: plötzlich waren die voll, obwohl ja viel mehr Züge fuhren.
#10 Exilostfriese . 28.05.08 . 11:44 Uhr
Achja nochwas zum Bedarf:
Man muß sich nur mal die Staus nach Stuttgart rein morgens und aus Stuttgart raus abends anschauen, dann ist einem schnell klar, wie hoch der Bedarf eigentlich ist.
Die Frage ist nur: Warum fahren die trotzdem noch mit dem Auto?
Brauchen viele trotz Stau weniger Zeit mit dem Auto?
Sind die Preise im Vergleich zum Sprit noch immer zu hoch?
Ist es den Leuten unangenehm in den Bahnen oder auf den Bahnhöfen? Keine Klima, zu voll, zu dreckig?
#11 Ex-Saarländer . 29.05.08 . 20:46 Uhr
@Exilostfriese: Mein Bekannter fährt tatsächlich jeden Tag mit dem Auto von Böblingen nach Bietigheim, da die Fahrt seiner Aussage nach ca. 45 min., die mit der Öffentlichen jedoch ca. 1,5 Std. dauert, und das trotz der täglichen Staus! Ein Bedarf ist wohl da, man sollte es nur mal den Verantwortlichen der Stadt sagen. Die Krux liegt aber wohl auch am veralteten S-Bahn-Netz, welches alle Linien in die Stadtmitte zusammen führt und (noch!) keine Ringbahn ähnlich Berlin aufweist.
@CASE: Leider haben selbst wir Vaihinger nix davon, da wir nachts häufig keinen Anschluss-Bus finden bzw. bis zu 45 min. warten müssen. Da wird mancher Vaihinger zum notgedrungenen “Walker”. Fit dank VVS ;-)