Von Frau Doktor
Vermischtes, Fundsachen, Befindlichkeiten . 10:32 Uhr
Zuerst landet Stuttgart auf Platz Zwei des FAZ-Rankings Deutschlands “Lebendigste und kreativste Städte”, dann feiert ein SPON-Artikel Stuttgart als Hauptstadt der deutschen Architektur und Hauptstadt der Moderne. Zu lesen hier. Und als Bestätigung, dass unsere Tarnung als spießbürgerliche Spätzle-Metropole nun endgültig aufgeflogen ist, wird die Stadt am Pfingstwochenende überrannt von französischen, schweizerischen, englischen, amerikanischen und stark sächselnden oder thüringisch sprechenden Touristen.
Leute, hier gibt’s nix zu sehen! Wir haben sowieso zu wenig Plätze in den Schlossanlagen und in den Straßencafés. Geht einfach! Und schafft mal was zur Abwechslung. Das tun wir hier nämlich auch.
#1 Matze . 13.05.08 . 20:13 Uhr
Schwaben :x
Die Türken und so habter doch auch als erstes Empfangen :D lol
#2 derCobold . 13.05.08 . 22:39 Uhr
Die Aussagen des SPON-Artikels sind aus dem neuesten Merian Stuttgart abgeschrieben. Touristen gab’s ein Stuttgart auch schon vorher und der Einzelhandel dürfte darüber ganz froh sein.
#3 b1g . 13.05.08 . 23:47 Uhr
direkter Link zum FAZ-Ranking:
http://ranking.faz.net/staedte/
#4 Frau Doktor . 14.05.08 . 10:08 Uhr
Aber die Türken, die schaffen hier ja auch. Neigungsschwaben eben. :-)
@DerCobold: Hätte ich jetzt garnicht gedacht, mit dem Merian-Thumbnail unter dem Artikel.
#5 huhn . 15.05.08 . 12:58 Uhr
Das tragische an dem Architekturgefasel ist, dass Stuttgart wohl die Stadt mit der höchsten Architektendichte in Deutschland ist. Trotzdem werden zu städtischen Wettbewerben immer die üblichen Verdächtigen von Ausserhalb herbeizitiert (oder der Häussler darf einfach bauen, was er möglichst billig hinbekommt).
Und bei der Auszeichnung für modernes Bauen der Architektenkammer werden bevorzugt Dinge ausgezeichnet, die schon anderweitig ausgezeichnet wurden (Z.B. Kunstmuseum), weil man da einfach nichts falsch machen kann.
Und weil sich die einheimischen Architekten nicht profilieren dürfen, bekommen sie keine Aufträge von der Stadt, weil sie ja schließlich keine Referenzen haben.