Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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15 07.08

Gläubiger in Stuttgart

Von Wegschaffel
Befindlichkeiten . 16:27 Uhr

Kennt noch jemand den Stuttgarter Musiksoftware-Hersteller eJay? Einst ein Glühwürmchen am Firmament des Neuen Marktes, im frühen Winter des Jahres 2001 aber mit einem stimmlosen pfft erloschen. Mit verdampft sind auch offene Forderungen unserer kleinen Gesellschaft in Höhe von einigen tausend Deutschen Märkern (für jüngere Leser: kuckst Du hier).

Den Taktstock schwang ab Dezember 2001 wie in solchen Fällen üblich der Insolvenzverwalter. Meine ebenso zarte wie naive telefonische Anfrage an den Herrn, wie es denn nun weitergehen könnte, wurde barsch und wortarm abgebügelt: An Gläubiger gebe man keine Auskunft und sei dazu auch nicht verpflichtet. Dankeschön. Da weiß man, was man hat. Nämlich: Nichts. Die letzten gut sieben Jahre kein Brief, kein Fax, keine Email. Die Sache war dann nach einigem Fluchen, Schimpfen und Diefen auch bald vergessen. Bis zum Donnerstag letzter Woche, als ich beim Durchblättern der Kontoauszüge auf diesen Posten stieß:

Nach sieben Jahren Funkstille überweist der Herr Insolvenzverwalter ein paar Brösel. Selbstverständlich, ohne dazu auch nur ein zusätzliches Wort per Brief, Fax oder Email zu verlieren. Ich würde ihn ja gerne anrufen und um einen klärenden Fingerzeig bitten. Aber sicher ist er dazu nicht verpflichtet.

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6 Kommentare zu Gläubiger in Stuttgart

#1 kosebamse . 15.07.08 . 17:50 Uhr

Moin,

naja, so wie das aussieht wird ejay wohl (leider) wieder reanimiert: http://www.ejay.com/
Für die ganz Ungeduldigen gibt’s auf der Webseite auch Wallpaper ;-)

Gruss, Kose

#2 Wegschaffel . 15.07.08 . 18:39 Uhr

___#1: Nee nee, ejay gibts als Firma bereits seit 2002 wieder, der Geschäftsbetrieb wurde damals von einer englischen Firma übernommen. Bloss die AG gibts nicht mehr.

#3 Kosebamse . 15.07.08 . 22:32 Uhr

ach so, hab nur mal nach ejay gegoogelt :-)

#4 Mythen in Tüten . 16.07.08 . 13:16 Uhr

Hihi. Hatten wir neulich auch. Da wurden uns vom Insolvenzverwalter 41 Cent = 0,41 EURO gezahlt. Wir hätten auch dagegen protestieren können, aber nur gegen einen Brief für 0,55 EURO. Wir haben dann die 41 Cent genommen und mit der ganzen Truppe sinnlos im Biergarten verballert. Es war ein rauschendes Fest und stand anderntags auch in der Zeitung…:-)

#5 Wegschaffel . 16.07.08 . 17:28 Uhr

MIT, hat sich Ihr Summus Pontifex Insolvenzius zu den 41 Cent etwa geäussert?

#6 Mythen in Tüten . 22.07.08 . 13:25 Uhr

@ Wegschaffel

Ja, er kündigte Sie vollmundig in einem Schreiben an. Die Vorfreude war daher gewaltig. Leider habe ich den Vorgang “entsorgt”, sonst hätte ich ihn mal hier rein stellen können. Es war wirklich köstlich.

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