Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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08 11.08

Geniessen mit gutem Gewissen

Von Andreas Wenzel
Kultur, Leben, Essen und Trinken . 15:53 Uhr

Ich komme gleich mit meinem ersten Beitrag hier zu einer Gewissensfrage. Ich bin gerade dabei eine Veranstaltung zu organisieren, die in einem Bio-Restaurant in der Region stattfinden soll. Ist es denn nun eine für diesen Blog hier unzulässige Werbung, wenn ich die Veranstaltung hier ankündige? Der Charakter des Abends ist sehr Blog-artig: Information über bestimmte Themen, Einbezug der Besucher durch die Ermöglichung von Kommentaren (durch Tests von Lebensmitteln) und ein wenig literarische Unterhaltung. Und das ganze auch noch auf die Region bezogen…
Ich bitte um Kommentare und gebe bei diesem Beitrag noch keine genauen Informationen, weder die URL des zugehörigen Blogs noch Ort und Zeit der besagten Abendveranstaltung…

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9 Kommentare zu Geniessen mit gutem Gewissen

#1 Ralf Schmid (Hrsg.) . 08.11.08 . 17:55 Uhr

Ist es denn nun eine für diesen Blog hier unzulässige Werbung, wenn ich die Veranstaltung hier ankündige

Ja. Wir unterscheiden hier nicht zwischen guter und böser Werbung, sondern wir wollen aus vielerlei Gründen gar keine haben.

Der Charakter des Abends ist sehr Blog-artig

Das gab es alles auch schon beim Stammtisch meines seligen Großvaters: Informationen, Kommentare und ein wenig literarische Unterhaltung. Nur hätte der Opa mich verständnislos angeschaut, wenn ich seine Abende als blog-artig bezeichnet hätte.

#2 Andreas Wenzel . 08.11.08 . 21:17 Uhr

Werbung ist auf den ersten Blick sicherlich etwas, von dem man nicht grundlos Abstand halten sollte/möchte. Auf den zweiten Blick gerate ich jedoch ins Grübeln, was Werbung eigentlich ist. Wodurch unterscheidet sich ein journalistisches Schreiben von einem werblichen? Ist es die Frage, ob kommerzielle Interessen dahinterstehen? Wenn ich jemand, den ich kennengelernt habe etwas anbietet, was ich nicht nur selber für gut befinde, sondern es auch anderen schmackhaft machen möchte, ist das dann schon Werbung, oder gilt das erst, wenn ich von irgendeinem eventuellen Gewinn einen Anteil bekäme? Wird es automatisch zu Nicht-Werbung, wenn es ein Non-Profit-Projekt ist? Heisst nicht-gewinnorientiert auch, dass man keine Kostendeckung anstreben darf?
Ein Medium wie der Stuttgart-Blog dient meiner Meinung nach dazu, assoziativ durch die wunderbare On-und-Offline-Welt zu browsen und an der anderen oder einen Stelle ein klein wenig Struktur in der Fülle der Eindrücke zu finden.
Bei der von mir angesprochenen Veranstaltung und dem Blog dazu, geht es darum, sozusagen redaktionell betreut, sich mit dem Geniessen und damit zusammenhängenden Gewissensfragen auseinanderzusetzen - und dies am Beispiel meines derzeitigen Wohnorts - Stuttgart!

#3 oldman . 09.11.08 . 12:41 Uhr

Lieber Herr Wenzel,
warum schreiben Sie nicht:

Weinprobe des Weingutes XXX, mit der Möglichkeit
des Verzehrs von Bio-Speisen gegen Bezahlung, in XXX?

Weil es einer Werbeverkaufsveranstaltung gleich käme?

Zumindest das Setzen Ihres Links auf Ihr werbeverschandeltes Blog
unter Ihrer Kommentar-Identität ist link.

#4 oldman . 09.11.08 . 14:58 Uhr

Lieber Herr Wenzel,
der Inhalt Ihrer private E-mail an mich gehört eigentlich hier ins Blog, meinen Sie nicht auch?

#5 Andreas Wenzel . 09.11.08 . 15:11 Uhr

die Maschine hatte meinen letzten Post irgendwie noch nicht hochgeladen: ich habe bei “oldmans” Kommentar die Namen unkenntlich gemacht, denn es war nicht mein Bestreben, eine werbliche Äußerung zu tun - auch wenn das durch einen Kommentar auf meinen Post geschieht. Ich wusste nicht, dass meine bei der Anmeldung angegebene Homepage-Adresse als Link bei den Kommentaren auftaucht, denn bei den Beiträgen geht ja der Link auch nur auf die anderen Beiträge des Autoren. Habe den Link nun auch auf eine andere Seite gelenkt.
Generell möchte ich die hier anwesenden erfahrenen Blogger dazu aufrufen, sich Gedanken zu machen, wo journalistisches Schreiben anfängt und wo werbliches aufhört…

#6 Ralf Schmid (Hrsg.) . 09.11.08 . 15:39 Uhr

Generell möchte ich die hier anwesenden erfahrenen Blogger dazu aufrufen, sich Gedanken zu machen, wo journalistisches Schreiben anfängt und wo werbliches aufhört…

In unregelmäßigen Abständen melden sich hier Leute an, die als allererste (und in der Regel einzige) Aktion auf irgendwas wahnsinnig Brisantes aufmerksam machen möchten, das rein zufällig ihrem Profit dient. Macht man sie dann darauf aufmerksam, dass das hier nicht erwünscht ist, kommt als nächstes zuverlässig der Versuch, eine mehr minder überflüssige, weil bereits hundertfach geführte Grundsatzdebatte auszulösen — öffentlich oder per E-Mail. Wahrscheinlich glauben Sie, die Sache ganz besonders schlau anzustellen, aber ich verrate Ihnen mal was: es ist in Wahrheit nicht mehr als eine plumpe Beleidigung unserer Intelligenz ebenso wie die der Autoren und Leser. Diskutieren Sie meinetwegen solange Sie wollen, aber hier laden Sie Ihren Werbekram nicht ab, Ende. Die Regeln sind klar und eindeutig und wenn sie Ihnen nicht gefallen, dann gibt es genug andere Stellen, an denen Sie die Menschheit mit Ihren wertvollen Veranstaltungshinweisen beglücken dürfen.

#7 Andreas Wenzel . 09.11.08 . 16:58 Uhr

Ich entschuldige mich hiermit für meine “ganz besonders schlauen” oder “plumpen” Versuche, will keinem zu nahe treten und breche die Grundsatzdiskussion gerne ab. Allerdings möchte ich noch bekunden, dass ich letztendlich meinen “Werbekram” NICHT abgeladen habe und die Frage, ob er hier hingehört, selber thematisiert habe, also mit der Sache sehr ernst umgehe und sicherlich keinen beleidigen wollte. Ich lerne daraus, daß ich bei meinem eigenen Blog sehr darauf aufpassen werde, klarzustellen, wozu er gedacht ist. Vielleicht entwickelt er sich ja im Laufe der Zeit so, dass er für den Stuttgart-Blog als verlinkenswert angesehen wird. Ich hoffe, ich darf in Zukunft hier noch klassische nicht-werbliche Beiträge liefern und bin mir im klaren, dass das korrekterweise vom Herausgeber überprüft wird. Als letztes bitte ich darum, mir einen Link zu einer dieser Grundsatzdiskussionen zu übermitteln - damit ich als Anfänger auch was daraus lernen kann…

#8 Ralf Schmid (Hrsg.) . 09.11.08 . 17:11 Uhr

Erstens gibt es nichts zu entschuldigen, da niemand Schuld auf sich geladen hat. Zweitens ist wortreich herumgedruckst und um den Brei herumgeredet bekanntlich schon halb abgeladen. Drittens bitte ich um Verstädndnis, dass ich absolut keine Lust habe, meine Zeit mit der Suche nach unerquicklichen Diskussionen zu vergeuden — ein kleiner Tipp: Google konsultieren und Lektüre für den Rest des Jahrzehnts ist gesichert. Und an der Stelle würde ich das Thema gern beenden.

#9 Angela Steinbach . 17.03.09 . 13:08 Uhr

Hallo Herr Wenzel

Ihre Veranstaltung stößt bei mir auf großes Interesse, wenn nicht hier im Blog möglich so mailen Sie mir doch bitte einmal die Daten

vielen Dank & Gruss

Angela Steinbach

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