Von Der MfG
Freizeit, Stuttgart 21 . 09:40 Uhr
Wie wärs mal wieder dem Rathaus einen Besuch abzustatten und dabei die kleine Ausstellung zu Stuttgrat 21 anzuschauen. Hier kann man die Modelle in ruhe anschauen, wie es wohl mal aussehen wird. Die Ausstellung ist kostenlos. Samstag kann man glaube ich nicht ins Rathaus.

Dieses Bild zeigt beeindruckend dass ja die Grünfläche mit den vielen Bäumen, die genauso lange ist wie die ehemaligen Gleisanlagen und das zukünftige Wohngebiet - bzw. das Gebiet wo dann die Häuser stehen - und dabei ist die Grünanlage so geschätzt 1,5 mal so breit wie das Häusergebiet … wird also doch irgendwie recht grün.
Ein paar mehr Bilder kann man hier sehen.
#1 salut . 17.06.09 . 10:47 Uhr
@DER MFG - naja, den hellgrünen Teil gibt es bereits. Nur der dunkelgrüne Teil (im Hintergrund) wird ein echter Zugewinn sein. Schön zu sehen ist auch schon das Gebäude am Neckartor welches sich sicher extrem gut auf die Luft auswirkt. Ich habe schon den Eindruck, dass das genauso trostlos wird wie schon das LBBW Büro-Getto. Sehr sehr schade um die einmalige Chance.
#2 Josh von Staudach . 17.06.09 . 14:38 Uhr
Auweia, da haben wir ja einen echten Fachmann unter den S21 Befürwortern und dazu noch einen profunden Stuttgart-Kenner, der leider in seinem Leben nie im Stadtpark (Mittlerer Schlossgarten) war, hmm?
Dieses Bild zeigt beeindruckend dass ja die Grünfläche mit den vielen Bäumen, die genauso lange ist wie die ehemaligen Gleisanlagen und das zukünftige Wohngebiet (…)
Ahja, soso (?!&%$) — Dieses Textfragment zeigt vor allem beeindruckend, mit wie wenig Ahnung Sie sich an einer Diskussion beteiligen wollen, Herr DER MFG. Also nix für ungut, ziehen Sie sich die Fakten nochmal in Ruhe rein (ist ja kostenlos!). Außerdem: Ein Spaziergang in unserem schönen Park könnte den angestaubten Hirnzellen etwas Frischluft verschaffen (solange er (der Park) durch die Baustelle noch nicht völlig verstaubt ist) …
#3 nick . 17.06.09 . 15:09 Uhr
Modelle sind gemacht, damit sie beeindrucken. Wenn man mal in die Ausstellung im Bahnhofsturm schaut, sind die hässlichen Glasaugen auf dem Dach plötzlich halb so groß wie ein Mensch (8 Meter). Oder zwischen den Glasaugen stehen plötzlich 150 Großbäume (völlig unrealistisch und in oben gezeigtem Modell berichtigt). Sicher gibt es weitere Beispiele.
Von Modellen darf man sich nicht belügen lassen. Die S21-Befürworter, die ich kenne, haben nämlich auch nur ein Argument: “Weil’s halt geil aussieht”.
#4 Der MfG . 17.06.09 . 16:04 Uhr
@Josh von Staudach
Mir ist bewusst, dass diese Grünflächen nicht durch S21 entstehen sollen, sondern schon da sind. Ich wollte mit meinem Textfragment darauf hinweisen, dass diese Grünflächen IMMER NOCH bestehen werden und nicht zugebaut werden - ich war schon oft im Park. Ich wollte nur auf den Fakt hinweisen, dass die Grünflächen, die es ja jetzt schon gibt, bleiben werden und eben noch breiter sind (und auch breiter bleiben), wie dieses Wohngebiet (oder was auch immer da dann hinkommt) was im Moment ja noch die Gleise sind.
#5 Exilostfriese . 17.06.09 . 17:06 Uhr
Der Endzustand ist ja auch nicht so schlecht. Vielen geht es glaube ich wie mir, dass bis dahin unglaubliche Einschränkungen auf uns zu kommen in Sachen Erholungswert des Parks.
#6 nick . 17.06.09 . 21:26 Uhr
Mir gefällt auch der Endzustand nicht. Wenn man den neuen Bahnhof anschaut, dann sieht man, dass das gar kein Tiefbahnhof ist, sondern nur ein halber Tiefbahnhof. Der steht wie ein Berg aus der Erde heraus. Das wird sogar im Modell deutlich.
#7 thomas . 17.06.09 . 21:57 Uhr
wie ist das eigentlich, den jetzigen Bahnhof, den darf man so einfach abreißen?
Und jeder Althäuslebesitzer darf mit dem Denkmalschutz um Fensterfarben, Gardinen und Blumenkästen streiten?
#8 Exilostfriese . 18.06.09 . 10:01 Uhr
Korrigiert mich, aber meines Wissens bleibt das Hauptgebäude stehen. Nur der Teil mit den Bahnsteigen wird abgerissen.
Aber der Denkmalschutz wird da wohl eher kreativ ausgelegt.
#9 Malte . 18.06.09 . 10:57 Uhr
Es werden die Seitenflügel abgerissen, auf diesem Bild z.B. alles rechts vom Bahnhofsturm. Denkmalgeschützt ist eigentlich das ganze Gebäude, abrer man hat die Seitenflügel einfach als unnötige Anhängsel deklariert.
#10 Jürgen Lück . 18.06.09 . 12:10 Uhr
zu Exilostfriese: Die Seitengebäude des Bahnhofs werden abgerissen. Das Hauptgebäude vorne zur Königstraße bleibt stehen. Darüber habe ich mal geschrieben. Dritte Reihe von oben ganz rechts. “Zerstört Stuttgart 21 unseren schönen Bahnhof?” Hat die Stuttgarter Zeitung bzw. Nachrichten damals nachgezogen.
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#11 Exilostfriese . 18.06.09 . 12:45 Uhr
Was ist das für ein Link?
Suchbild: Finde die richtige Zeitungsseite?
#12 Malte . 18.06.09 . 13:33 Uhr
Das ist nur der übliche Jürgen-Lück-”Schau-mal-was-ich-alles-tolles-mache”-Linkspam. Einfach ignorieren, dann hört der auch schon irgendwann auf.
#13 Herr S . 18.06.09 . 15:32 Uhr
Herr Lück, ich bin unfassbar beeindruckt! Nicht genug, dass Sie jahrelang in die pfenniggute Bildzeitung hineingeschrieben haben, nein, praktisch die komplette Restpresse hat sich an Sie drangehängt! Voll krass! Bestimmt steht und fällt das ganze Land mit Ihnen! (Mal unter uns gefragt: Haben Sie eigentlich auch immer die geilen Wichsbildchen geknipst oder hatten Sie dafür Ihre Leute?)
#14 Josh von Staudach . 18.06.09 . 18:46 Uhr
He Moment mal, ICH hab auch schon mal was über Stuttgart 21 geschrieben, der Jürgen stiehlt mir noch glatt die Schau, menno.
#15 stefan . 19.06.09 . 09:11 Uhr
Vielleicht sollten auch mal die S21-Gegner im Park spazierengehen, vor allem Richtung Rosensteinpark. Dort gehe ich regelmäßig joggen. Nicht nur, dass die Bundesstraße den Stuttgarter Osten vom Park abschneidet. Die Gleise, auf denen permanant Züge den Parks entlangdonnern, sind wie eine Mauer, die mitten durch die Talsohle von Stuttgart führt.
Wer will diesen Zustand wirklich erhalten? Berufsprotestler? Rentner? Reingeschmeckte Hausfrauen? Könnt Ihr euch allle wirklich nicht vorstellen, wie es wäre, wenn man vom Stöckach zum Killesberg zu Fuß gehen könnte.
Neulich waren ein paar Europäer zu Besuch und wir haben die Ausstellung im Turm besucht. Keiner dieser Menschen konnte verstehen, was man gegen ein solches Projekt im Ganzen haben kann. Kritik im Detail - ja, jederzeit. Aber muss man das Kinde gleich mit dem Bade ausschütten?
#16 Exilostfriese . 19.06.09 . 14:02 Uhr
Naja, dann muß man sich aber vor allem ersteinmal an den Strassen stören, die den Park durchschneiden oder begleiten.
Liege ich da auf dem Rasen höre ich eher das permanente Rauschen der Strassen als die Züge. Als Norddeutscher stelle ich mir zwar immer vor, dass das Meeresrauschen wäre, aber so richtig funktioniert das nicht.
Von entlangdonnern kann eigentlich keine Rede sein. Die Züge fahren doch da eher langsam.
Einzig ärgert mich, dass mein Pulsmesser dort spinnt.
Aber freue dich doch. In absehbarer Zeit werden da dann stattdessen lange Zeit Baulärm die Stille stören. Für dich vielleicht ja angenehmer als die “entlangdonnernden” Züge. ;)
Wie gesagt: Für mich ist der Endzustand ja ganz in Ordnung. Aber bis dahin, möchte ich hier auch vernünftig leben können.
#17 David . 20.06.09 . 09:22 Uhr
Mann kann übrigens schon bereits jetzt vom Stöckach bis zum Killesberg zu Fuß gehen!
Lassen SIe sich doch nicht einfach blenden von irgendwelchen Modellen mit ein bischen Kunstgrün. Die Abermilliarden von Kosten macht das auch nicht kleiner.
#18 stefan . 23.06.09 . 10:23 Uhr
Lassen Sie sich doch nicht den Kopf vernebeln durch eine starre “Ich bin gegen alles und deshalb bin ich so intelligent”-Haltung.
Auch wenn´s für viele schwierig wird: Und es gibt eine Wahrheit zwischen gut und böse, zwischen hui und pfui.
Kosten? Neulich las ich, dass New York für einen einzigen Tunnel unter dem Hudson über 6 Mrd. Dollar ausgibt. Warum sorgen sich eigentlich viele (und das sind meiner Erfahrung nach erstaunlich viele Reingeschmeckte, die eh nicht vorhaben lange zu bleiben) immer so ums Geld? Lasst uns doch mal großzügig sein, groß denken und nicht von einem Kirchturm zum anderen!
#19 Josh von Staudach . 23.06.09 . 11:23 Uhr
Stefan, Sie sind mir aber ein ganz Subtiler! Die S21-Gegner sind in Ihren Augen also Menschen, die gegen alles sind? Die einfach nicht verstanden haben, was ihre Stadt lebenswert macht? Denen man halt ein bißchen was aufzwängen muss zu ihrem Glück? Ich möcht mal wissen, was Ihnen den Kopf vernebelt. Vielleicht sollten Sie nicht im Mittleren Schlossgarten joggen, da sind wohl einfach zuviele Abgase. Die lassen Sie etwas über den Realitäten schweben. Und da oben zwischen den Kirchtürmen sehen Sie also die rosige Zukunft Stuttgarts: Voll grün und voll sauber, total prosperierend, mit überschäumender Wirtschaftskraft und Konsumgewalt.
Wenn sich Ihrer Erfahrung nach die Reingeschmeckten ums Geld sorgen, um was sorgen sich denn dann die Einheimischen? Die die das Rathaus grün gewählt haben, sorgen die sich vielleicht sogar um die Stadt? Um ihren Lebensraum und um die Zukunft ihrer Kinder? Haben Sie eine Ahnung, was die Sorgen der Stuttgarter Bürger sind? Wenn ja, woher?
Jedenfalls befinden Sie sich ‘in bester Gesellschaft’ mit den Wahlverlierern, die auch nur meinen, man hätte es den Bürgern besser erklären sollen (was wirklich gut für sie ist). Und die damit den Bürger für zu blöd halten, das Richtige zu erkennen. Ich glaube nicht, dass diese Sorte von Verlierern noch lange im Amt sein wird … Aber vielleicht wissen Sie mehr? Heißen Sie vielleicht Mappus mit Nachnahmen?
Sie als Oberschlaule sollten sich mal richtig kundig machen und sich nicht im matten Glanz von gefährlichem Halbwissen sonnen. Oder werden Sie zum Rausgeschmeckten, gehen Sie nach New York und helfen denen beim Tunnel buddeln! ;-)
#20 PhilGrooves . 24.06.09 . 14:28 Uhr
Tja Stefan, als S21-Befürworter kommt man hier nun mal nicht gut an sondern bekommt nur das Totschlagargument, dass man doch keine Ahnung hätte, an den Kopf geknallt. :)
#21 Exilostfriese . 25.06.09 . 15:02 Uhr
Lasst uns doch mal großzügig sein, groß denken und nicht von einem Kirchturm zum anderen!
So richtig groß denken konnten immer nur die Diktatoren. Die konnten halt über die Köpfe vieler hinweg entscheiden.
Lohnt es sich denn wirklich? Ich finde den Endzustand besser, aber nicht so viel besser, dass ich dafür die Einschränkungen während der Bauzeit hinnehmen würde oder so viel Geld herausgehauen werden sollte.
Gibt es nicht andere Sachen, die man deutlich verbessern könnte mit dem Geld und die sinnvoller wären?
Auf wieviel Jahre hinaus sind dann andere wichtige Dinge nicht finanzierbar?
#22 Gerhard Dongus . 24.10.09 . 10:50 Uhr
Es ist gut, dass einige Damen und Herren Gemeinderäte in dem Gang wo die Ausstellung stattfindet, ihre Büros im Rathaus haben. Sie können dann jedesmal wenn sie daran vorbeigehen sehen, für was für einen Bockmist sie damals zugestimmt haben. Ich bleibe dabei: “Stuttgart 21 ist der größte Bockmist der Stadtgeschichte Stuttgarts”. Die Ausstellung sebst ist super. Hat sie auch der OB schon gesehen ?. Sicher nicht, oder doch heimlich ?.
#23 Andy . 24.09.10 . 18:18 Uhr
Ich glaub auch, dass der Großteil der Gegener einfach Zukunftsverweigerer sind. Das ist wie damals, als der neue Busbahnhof in Böblingen (ca. 20 km von S entfernt) gebaut werden sollte. Da waren auch so viel dagegen, obwohl jeder klar denkende gesehn hat, dass es nötig ist ein neuen in einer besseren Lage zu bauen. Und jetzt steht er und plötzlich ist doch alles gut und toll. Genau gleich verhält sich das bei S21.
Außerdem sind doch die meisten der Demonstranten Rentner o.ä. oder wie erklärt sich, dass (nach angaben der Demoveranstalter) 65.000 Leute demonstrieren können, während normale Leute arbeiten oder in der Schule sitzen? Dass Rentner dagegen sind is ja klar. Die wollen sowieso nie Veränderungen und außerdem haben sie (vielleicht) nicht mehr viel von dem Projekt.