Von Wegschaffel
Befindlichkeiten . 18:11 Uhr
Vom 25. bis 30. September ist in Stuttgart die Strassenrad-WM geplant. Im Interview mit dem DLF nimmt unsere Sportbürgermeisterin und Organisationschefin Susanne Eisenmann Stellung zum ganzen Hickhack rund um die rollenden Mastochsen.
#1 Frau Doktor . 26.07.07 . 18:27 Uhr
Der Berufsverband der rollenden Mastochsen hat die Vereinbarung, von der Frau Eisenmann im Interview spricht, auf den letzten Drücker unterschrieben. Mehr bei der Stuttgarter Zeitung. Jetzt ist das ganze schöne viele Geld (mit dem man z. B. ein paar der maroden Stuttgarter Schulturnhallen hätte renovieren können) wohl weg. Vorschlag zur Güte: Frau Eisenmann versucht, einen der Pharmariesen von Rhein und Limmat als Hauptsponsor zu bekommen. Eine Leistungsschau der pharmazeutischen Forschung ist das Ganze ja zweifellos.
#2 Jackie Stewart . 26.07.07 . 21:36 Uhr
Herr Schuster und Frau Eisenmann machen ein ganz schönes Fass auf wegen der Rad-WM und den Dopingfällen. Aber von ihrer Flopveranstaltung Weltfinale, bei dem mindestens genau so viele Sportler aufgepuscht sind, reden die beiden mit keinem Wort.
#3 Heiko . 26.07.07 . 22:40 Uhr
Och ich weiß nicht… gegen so ne keine Spritztour hat doch keiner was.
Nur jubeln tut dann halt niemand.
#4 derCobold . 27.07.07 . 09:42 Uhr
@Frau Doktorin:
Lt einer Aussage von Harald Pfab (stellvertretender Präsident des BDR), die heute in der Stuttgarter Zeitung abgedruckt ist, hat sich UCI-Präsident Pat McQuaid in einem Kurzurlaub befunden und konnte daher nicht früher unterschrieben.
Da fragt man sich allerdings unweigerlich mit welcher Ernsthaftigkeit McQuid sein Amt betreibt. Da geht die ganze Tour der France den Bach runter und der Präsident geht lieber in Kurzurlaub.
Pfab selbst kritisiert die WM-Diskussion, Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann und das Ultimatum für die Unterschrift unter die Anti-Doping-Vereinbarung. Noch vor wenigen Tagen hat er ebenso den Boykott von ARD und ZDF über die Berichterstattung kritisiert, da die Diskussionen nur auf das Fehlverhalten eines einzelnen Fahrers zurückgingen.
“Die Tour de France wird bestraft, obwohl bisher alle auf der Tour genommenen Doping-Proben negativ ausgefallen sind”
Das es eben nicht nur ein einziger Fahrer war, zeigt allerdings auch wie viel die ganzen Anti-Doping-Maßnahmen nutzen: nichts. Es wird munter weiter gedopt. Daher halte ich es für richtig, die Rad-WM in Stuttgart abzusagen, denn egal wer die Rad-WM in Stuttgart anführt, die Gedanken an das Doping werden wach, egal ob berechtigt oder unberechtigt. Das hat der Radsport nun den sog. Profis zu verdanken.
#5 Frau Doktor . 27.07.07 . 11:39 Uhr
Die Auslassung von Herrn Pfab heute in der StZ sind ja sowieso ausgesucht frech. Ich liefere ein fehlerhaftes Produkt und beschimpfe die Kunden, wenn sie reklamieren. Ganz groß.
Wobei mir der Enthusiasmus mit der unsere geliebte Stadtregierung am Sportstadt-Image rumschraubt, etwas unprofessionell erscheint. Ok - man muss sich ziemlich früh für irgendwelche sportlichen Großereignisse ins Kandidatenrennen begeben, die richtigen Funktionäre bestechenein Netzwerk unter Funktionären aufbauen und so. Aber Weltfinale Leichtathletik - da hätten einem die Einschaltquoten während der olympischen Spiele doch ein Hinweis auf die Relevanz sein können. Und ohne deutsche Stars interessiert das hier doch keinen potenten Sponsor.