Von Frau Doktor
Kultur . 00:06 Uhr
Da steht’s klein am Rand des Feuilletons der Stuttgarter Zeitung: Fluctuating Images will seine Räume in der Jakobstraße schließen und nach Berlin ziehen. Grund der Schließung: Man sei verärgert über die Förderpolitik der Stadt. Mehr steht da leider nicht. Und auf der Website der freien Media Art Gallerie finde ich auch nichts näheres.
Für die Stuttgarter Kunstszene wird das ein echter Verlust -auch weil damit junge Stuttgarter MedienkünstlerInnen eine gut eingeführte Plattform für ihre Kunst verlieren. Mittlerweile entstehen zwar in Stuttgart weitere Projekträume für Kunst, zum Beispiel der Tresor , Hermes und der Pfau und diverse Projekte der Kunst-Aka, aber sowas kann man nie genug haben. Und damit kommen wir schon zur nächsten Frage: Wenn es etwas in Berlin zur Genüge gibt, sind es Kunstprojekte, Galerien etc. Was es dagegen nicht gibt, sind: ínstitutionelle Geldgeber und Menschen, die Kunst auch tatsächlich kaufen. Und selbst eine nicht-kommerzielle Galerie benötigt ein gewisses finanzielles Backing, auch wenn die Lebenshaltunskosten in Berlin deutlich niedriger sind als hier. Wenn man nicht täglich im Grill Royal speist.
Kurz gesagt: Ich frage euch, was wollt ihr da?!
#1 ilja knezovic . 07.06.08 . 13:11 Uhr
ja das fragen wir uns alle…
#2 Herr_Weise . 10.06.08 . 09:58 Uhr
Inzwischen gibt es auch weitere Erläuterungen der Macher von fluctuating images zum angekündigten Umzug nach Berlin. Offensichtlich sind sie in die Mühlen der Stuttgarter Kulturpolitik geraten und passen mit ihrem Ansatz in kein Raster, also gibts auch keine instutionelle Förderung. Schade, so fördert man halt das, was in die alten Strukturen passt. Natürlich gibts da auch gute “alte” Initiativen, aber schade ist es schon, dass ein neuer/anderer Ansatz, der seit vier Jahren mit so viel Sachverstand und persönlichem Engagement verfolgt wird für Stuttgart verloren geht.
Ob Berlin allerdings der richtige Ort ist? Da teile ich doch die Skepsis von Frau Doktor!