Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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07 01.06

FDP-Dreikönigstreffen: Für Die Posten

Von Henning
Politik . 18:28 Uhr

FDP steht eigentlich für “Für Die Posten”, meint die Grüne Jugend und tat das auch beim liberalen Dreikönigstreffen am 6. Januar in Stuttgart kund.
Vor dem Gebäude wurden Flyer verteilt, die auf den ersten Blick nach FDP aussahen. Das war wohl der Grund, warum Guido Westerwelle auch einen nahm. Auf den Flyern waren vor allem Forderungen bei denen ein Liberaler eigentlich zustimmen müsste. Viele Julis stimmten dann auch mit den meisten Forderungen überein und stimmten zu, dass die tatsächliche FDP-Politik davon abweicht.

Drinnen wurde ein dreiteiliges Banner “Für Die Posten” (mit jeweils sehr großen Anfangsbuchstaben) von den höheren Rängen runtergehängt, woraufhin man dann rausgeflogen ist.

Für Die Posten: Aktion der Grünen Jugend beim Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart.

Mehr Bilder gibt’s hier in einem Foto-Set (26 Fotos).

Erwähnt wurde die Aktion außerdem beim Stuttgarter Blogger quox.
Nachtrag: Auch bei Willkommen am GPunkt wird’s erwähnt.

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12 Kommentare zu FDP-Dreikönigstreffen: Für Die Posten

#1 Drozella, Wolfgang . 07.01.06 . 20:09 Uhr

Es wäre besser, wenn sich die “grüne” Jugend um ihre eigene Partei Sorgen machen würde.

#2 Herr S . 07.01.06 . 20:23 Uhr

Herr Drozella, auch wenn ich nicht wie Sie einem FDP-Kreisvorstand angehöre, stimme ich Ihnen dahingehend zu, dass sich keine Partei so recht vom Vorwurf freisprechen kann, zu einem Gutteil von Leuten bevölkert zu sein, denen die Versorgung der eigenen Person ein zentrales Anliegen ist. Nicht zuletzt das macht Parteien mitunter so unsympathisch, auch die Ihre.

#3 Henning . 07.01.06 . 20:26 Uhr

Sorgen machen wäre vielleicht falsch ausgedrückt, aber Gedanken macht sie sich durchaus. Die münden durchaus auch in Kritik, Anträgen usw. Sogar eine kleine Demo der GJ gab es mal auf dem Bundesausschuss der Grünen (war 2004, glaube ich).
Die GJ BaWü brachte sich mit einigen sehr kontroversen Anträgen auf dem letzten Landesparteitag ein. Vielleicht mal auf gjbw.de vorbeischauen.

P.S.: Grüne Jugend ist ein Eigenname, sollte man dann auch als stehenden Begriff verwenden. Von mir aus auch “Grüne Jugend”, aber eben mit großem G und Grüne und Jugend als zusammengehörige Bestandteile EINES Namens.

#4 Henning . 07.01.06 . 20:30 Uhr

@Herr S:
Ich glaube, dass die Versorgung der eigenen Person ein Anliegen ist, ist ganz normal und menschlich. Inwieweit und in welchen Bereichen das ein zentrales Anliegen sein sollte oder darf, kann diskutiert werden. Wichtig ist dabei meiner Meinung nach jedoch vor allem, was Priorität hat: Das eigene Interesse an Posten oder die Durchsetzung der Inhalte für die man gewählt wurde.

#5 Henning . 07.01.06 . 20:44 Uhr

Muss ich doch nochmal was schreiben, da hier in den Kommentaren ja nur das Motto der Aktion aufgegriffen wurde. Mit einem Flyer wurden ganz konkret neun inhaltliche Punkte angesprochen. Sehen Sie sich den Flyer hier mal an. Die Inhalte sollten bei dieser Diskussion nicht verlorengehen.

#6 Herr S . 07.01.06 . 20:52 Uhr

Inwieweit und in welchen Bereichen das ein zentrales Anliegen sein sollte oder darf, kann diskutiert werden.

Die Betonung lag auf zentral, auch wenn sie als solche nicht gesondert gekennzeichnet war. Dass Sie das für immerhin diskutabel halten, überrascht mich etwas, die meisten würden es entrüstet von sich weisen und ihre lupenrein dienende Rolle betonen, der sie sich verpflichtet sehen. Ich gelobe schon heute, dass ich den ersten wählen werde, der die Chuzpe besitzt, öffentlich zu erklären, dass er primär deshalb gewählt werden möchte, um seine Versorgung zu gewährleisten und dazu womöglich noch den einen oder anderen Aufsichtsratsposten zu ergattern.

#7 Henning . 07.01.06 . 21:09 Uhr

Dass Sie das für immerhin diskutabel halten, überrascht micht etwas, die meisten würden es entrüstet von sich weisen und ihre lupenrein dienende Rolle betonen, der sie sich verpflichtet sehen.

Jeder Mensch hat natürlich das Anliegen im Leben gut dazustehen. Die wichtigen Fragen sind dabei für mich an welcher Stelle dieses Anliegen steht und auch in welcher Position das Anliegen an welcher Stelle steht. Mit der Position ist einmal die Verantwortung gemeint, die man gegenüber anderen hat und zum anderen auch die eigene materielle Position. Wer am Verhungern ist, dem gesteht man eher zu zunächst an sich selbst zu denken als dem Millionär. Zwei Extreme - nur um zu verdeutlichen, was ich meine.

In Bezug auf Ihren letzten Satz: Wer primär für seine eigene Versorgung, Aufsichtsratsposten o.Ä. gewählt werden möchte, der ist meiner Meinung nach nicht der Richtige. Wer aber vor allem seine subjektiv besseren politischen Konzepte durchsetzen will, dabei aber auch selbst nicht auf der Strecke bleiben möchte, der hat es in meinen Augen eher verdient gewählt zu werden.

Vergessen Sie auch nicht diejenigen, die Politik machen und dabei nichts bekommen, sondern nur geben. Die vielen ehrenamtlichen Helfer oder auch Kandidaten in aussichtsloser Position.

#8 Andreas Skowronek . 09.01.06 . 07:34 Uhr

Ob sich die “Grüne Jugend” um ihre eigene oder um die Zukunft ihrer Partei sorgen sollte, wie ein Kommentareinsender hier meint, weiß ich nicht.
Ich weiß nur, dass die “Grüne Jugend” und keineswegs nur diese, sich um den Zustand unseres Journalismus sorgen sollte. Mehr dazu in meinem Blog unter dem Titel:
Was ist kritischer Journalismus?

#9 Henning . 10.01.06 . 18:34 Uhr

Sie können sich sicher sein, dass das ein Gebiet ist, dass viele junge Grüne innerhalb und außerhalb der Grünen Jugend beschäftigt.

#10 henningschuerig.de/blog » Blog Archiv » Januar 2006 - mein Monatsrückblick . 10.12.06 . 20:59 Uhr

[…] Am 6. Januar hieß es dann früh aufstehen, rasieren und Krawatte anziehen. Ein konspiratives Treffen in der grünen Landesgeschäftsstelle stand an: Wir unterwandern die FDP. Naja, fast. Mit Anzug und Krawatte getarnt als FDP-Jungwähler sind wir zu deren Dreikönigstreffen in Stuttgart gegangen. Dort haben wir während der Rede von Wolfgang Gerhardt ein nettes Transparent von der Zuschauertribüne aus entrollt: FDP - Für Die Posten. Das war allerdings nicht ganz so einfach, wie es klingt. Wir mussten ja die Transparente einschmuggeln und durften sie auch nicht vertauschen. Hätte nachher “Die Für Posten” oder gar “Posten Die Für” dagestanden, wäre das eher für uns peinlich gewesen. Ging ja aber alles gut. Nach 1:20 min waren allerdings schon die Ordner da und haben uns rausgeschmissen. War aber eine gelungene Aktion und wurde auch in drei Blogs berichtet. […]

#11 Grüne-Jugend-Aktion beim FDP-Dreikönigstreffen » henningschuerig.de/blog . 11.01.09 . 18:05 Uhr

[…] 6. Januar kommt die FDP traditionell zum Dreikönigstreffen in Stuttgart zusammen. Schon vor zwei Jahren haben wir diesen Anlass genutzt, um die Veranstaltung um eine etwas FDP-kritischere Meinung zu […]

#12 industriekletterer . 14.05.09 . 18:05 Uhr

Ich möchte hier alle Menschen dazu aufrufen zu den Wahlen zu gehen, denn nur so kann verhindert werden, das Extremisten zu viele Prozente bekommen.

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