Von Jörg Trüdinger
Vermischtes . 10:46 Uhr
Eigentlich dachte ich ja, irgendwer wird hier auch mal das Thema Fahrverbot ab Juli 2007 für Fahrzeuge älterer Baujahre aufgreifen, da das aber nicht geschehen ist, nehme ich das nun in die Hand. Ich selbst besitze in meinem Geschäft einen MB 100 (Mercedes-Transporter) des Baujahres 1987. Das Fahrzeug hat einen Dieselmotor und darf damit ab nächsten Juli in Stuttgart nicht mehr gefahren werden. So weit kein Problem dachte ich, lasse ich das Fahrzeug eben mit Rußfilter nachrüsten, denkste, es gibt keine Nachrüstmöglichkeit und die wird es wohl auch in Zukunft nicht geben, so die Auskunft von Mercedes und meiner Werkstätte. Bleibt mir also nichts anderes übrig als ein neues Fahrzeug zu kaufen, das ich dann auch maximal 300km im Jahr fahre, da ich das Auto nur brauche um zum Flohmarkt zu fahren. Allerdings sind die Zeiten auch nicht mehr ganz so gut, wie sie schon waren und bei den momentanen Preisen für gebrauchte Transporter weiß ich nicht, wie ich mir einen neuen leisten soll. Erst in diesem Zusammehang ging mir dann auf, wen das Fahrverbot am härtesten trifft, nämlich Schüler, Studenten, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Rentner und andere die sich eben kein neues Auto leisten können. Die Stadt selbst dagegen bekommt natürlich Ausnahmegenehmigungen für ihre alten Dreckschleudern (bei den Freiwilligen Feuerwehren sind Dieselfahrzeuge im Einsatz, die zum Teil in den frühen 70er Jahren gebaut wurden). Ist das jetzt gerecht so? Und ist es auch vernünftig? Klar müssen wir unsere Umwelt schützen aber ist das der richtige Weg? Ich selbst bin mir da noch nicht im Klaren, wie sehen das die Leser des Blogs?
#1 prinzzess . 07.01.07 . 11:35 Uhr
ich selbst fahr einen diesel-scenic, der mit seinen 5 jahren auch “zu alt” ist. nachrüsten kann ich mir nicht leisten und soviel ich weiss, gibts für den auch keinen rußfilter.
ergo: ich bleibe stuttgart fern. alles was ich brauch, find ich auch in ludwigsburg.
sollte ich wirklich mal nach stuggi müssen, werd ich halt mit der bahn reinfahren. aber nur, wenn sichs nicht vermeiden lässt.
ich kann mir aber vorstellen, dass dies die einzelhandelsgeschäfte noch böse zu spüren kriegen, denn möglicherweise dnken viele wie ich…und fahren wo anders hin.
anders sieht das für leute aus, die hinmüssen, weil sie da arbeiten. was werden die wohl machen?
#2 Alex . 07.01.07 . 11:49 Uhr
Mal ganz ehrlich, wenn ich meinen Transporter nur 300km im Jahr brauchen würde, hätte ich ihn längst verscherbelt und würde mir bei Bedarf einen bei Europcar holen.
Das Fahrverbot wird ja auch nicht aus reinem Aktionismus verhangen. Ich bin eigentlich froh, dass Stuttgart da mit gutem Beispiel vorangeht. Was jetzt fehlt ist ein attraktives Nahverkehrsangebot für alle außerhalb der Zonen 10 und 20.
#3 mwhiegl . 07.01.07 . 12:11 Uhr
Mir ist lieber, dass die Feuerwehren ne Ausnahmegenehmigung haben, als dass sie nicht zum löschen kommen können, weil die Fahrzeuge zu alt sind.
Unser Diesel-Scenic wird dieses Jahr auch 5 ist aber laut Zeitung (war mal ne Liste mit KFZ-Scheinnummern drin - müsste es sicher au im Internet irgendwo geben) auch ohne Rußfilter weiterhin in Stuttgart geduldet.
Alex, ich kann dir nur zustimmen. Vor allem beim ÖPNV muss sich nun auch was drehen und nicht zuletzt an den Preisen, welche im Vergleich zu anderen gebieten unverhältnismäßig hoch sind.
#4 Franklin . 07.01.07 . 13:09 Uhr
also erstmal gfeht es hier nicht nur darum die Umwelt zu schützen, sondern auch uns selbst. Muss dass nicht weiter ausführen, aber betonen wollte ich das doch ‘mal.
#5 kesselblick . 07.01.07 . 13:23 Uhr
#6 Wegschaffel . 07.01.07 . 17:13 Uhr
Ich bin mal gespannt, was die ersten Luft-Tests nach dem Fahrverbot ergeben. Es gibt Stimmen, die sagen, dass Fahrverbote gar nichts nutzen, weil der Feinstaub nur zu einem kleinen Teil aus dem Auspuff stammt. Eine saubere PR-Aktion für die Stuttgarter Politik ists aber allemal.
#7 Alex . 07.01.07 . 17:43 Uhr
Es gibt auch Stimmen, die sagen, die Erderwärmung wär nur ein Märchen der Umweldverbände um die Spendenbereitschaft anzutreiben. Heute schonmal draußen gewesen?
#8 Wegschaffel . 07.01.07 . 17:54 Uhr
Ja ja, ziemlich viel warme Luft hier …
#9 Jörg Trüdinger . 07.01.07 . 18:58 Uhr
Zur Klarstellung: Dieses Fahrzeug brauche ich an rund fünfzig Tagen im Jahr, ein Mietfahrzeug kostet in diesem Fall rund 7000.- Euro, auch Car-sharing ist nicht praktikabel, da die schweren Sachen sonst jede Woche mehrmals ein- und ausgeladen werden müßten. Privat fahre ich fast nur Fahrrad aber irgendwie muß ich eben mein Geld verdienen, was ab Sommer eben absolut erschwert wird. Ebenso besteht keinerlei Gefahr, daß ab Sommer in Stuttgart nicht mehr gelöscht würde, aber ich persönlich finde, daß die Stadt als Vorbild vorangehen sollte und nicht die Bürger zu etwas drängen soll das sie selbst nicht leistet. Und wenn dann die ganzen alten Farzeuge in Afrika fahren ist vermutlich für die Umwelt auch nicht so viel gewonnen, ja für uns schon, aber für die anderen?
#10 Alex . 07.01.07 . 21:55 Uhr
Das wird noch viel schlimmer werden wenn Kraftstoff rationiert wird. OK, das dauert vielleicht noch 20 Jahre - also so lange wie besagter Transporter alt ist. Von daher hilft nur eins: Vorbereitet sein ;-) Hört sich irgendwie paranoid an wie ich hier schreibe, krieg grade Angst vor mir…
#11 Henning . 08.01.07 . 01:27 Uhr
@Franklin
Eigentlich geht es doch bei (fast) jedem Umweltschutz letztlich darum, die Menschen zu schützen.
#12 Franklin . 08.01.07 . 08:15 Uhr
@ Jörg Trüdinger: Es wird, wie immer eigentlich, Ausnahmegenehmigungen geben für geschäftliche Fahrzeuge. Die Bedingungen hierfür kenne ich nicht, aber wenn man es unbedingt für sein Gewerbe benötigt und Neuanschaffung nicht möglich ist wird nach dem entsprechenden Nachweis sicher was möglich sein.
@ Henning: Da geb’ ich dir Recht. Nur sehen das leider viele nicht so, so dass man es ab und an nochmals betonen muss.
#13 Robert Spiess . 11.01.07 . 19:40 Uhr
Und die Politik regelt es - wie immer - mit Verboten und seitenstarken Verordnungen.
Tempolimit auf Autobahnen und Schnellstraßen wäre vielleicht auch eine Möglichkeit, das Schadstoffaufkommen in Deutschland zu reduzieren. Kein Transporter (Sprinter, Bulli usw. ), kein Geländewagen (für mich sind Geländewagen Nutzfahrzeuge) muss schneller als 100 Km/h und kein PKW schneller als 130 Km/h fahren. Dies könnte auch die Übermotorisierung stoppen. Sports Utility Vehicle (SUV) wie Porsche Cayenne, BMW X5, Audi Q7, Infiniti FX usw. allesamt über 250 kw, über 3 Tonnen schwer, über 200 Km/ h schnell, fast immer ohne Anhängerkupplung, dürfen, dank neuster Technik, bestimmt weiterhin zum Shoppen in die City fahren. Nutzfahrzeuge und Normalverdiener-Autos werden ausgesperrt. Das ist Politik von oben für die Oberen! Umweltschutz?
Ja! - Aber bitte da ansetzen, wo es Sinn macht und keine Alibi-Regelungen, um die Masse zu verdummen!
#14 Maxe . 11.01.07 . 21:50 Uhr
#15 Maxe . 12.01.07 . 21:45 Uhr
Mit dem Hyerlink ist leider etwas schief gelaufen.
Der richtige Hyperlink für
3. MDR-Sendung Fakt “Feinstaub-Hysterie”: ist dieser hier
Und das Zitat ist von dieser Seite:
http://www.duh.de/pressemitteilung....
#16 Tagblatturm . 14.01.07 . 15:14 Uhr
Maxe: sehr schön; warum werden die Bundesbürger eigentlich immer so verdummt? In BW darf man alle fünf Jahre sein Kreuzchen malen (nach Zahlen); die Regel ist vier Jahre…
Liegt die Solitude eigentlich in der Umweltzone? Der MP hat bestimmt ein entsprechendes Wägelchen, um ins Staatsministerium zu gelangen!
MauS
#17 kesselblick . 14.01.07 . 17:23 Uhr
@turm
Wäre die Meldung “In BaWü muss Ministerpräseident zu Fuß laufen!” nicht auch irgendwie arg peinlich? Ich mein, immerhin ist das der demokratisch gewählte erste Mann im Land, der Entscheidungen fällt, die 10,8 Mio Menschen betreffen. Der brauch doch wohl irgendwie priotäre Behandlung, oder?
BTW: ich verbitte mir, dass ich als Verdummungsopfer bezeichnet werde. Vielleicht solltest du besser fragen: “Warum werde ich eigentlich verdummt?”.
#18 Tagblatturm . 14.01.07 . 19:08 Uhr
@KESSELBLICK
Falls Dein Blick mir hier einimpft, dass der erste Mann im Lande zu Fuß laufen sollte… Oder verstehe ich Deinen unterschwelligen Humor nicht?
Was bitte ist BTW? BW wäre Baden-Württemberg; THW sollte bekannt sein; bei FF oder BF wird’s schon schwieriger.
Das war ja eine freundliche Begrüßung in S!
Viele Grüße vom schiefen Turm - wo auch immer…
#19 FetterOtter . 14.01.07 . 20:01 Uhr
Hallo Tagblattturm, herzlich willkommen in Stuttgart! Von wo hat´s dich denn hierher verschlagen?
#20 Tagblatturm . 14.01.07 . 20:40 Uhr
Hallo Tagblattturm, herzlich willkommen in Stuttgart! Von wo hat´s dich denn hierher verschlagen?
Danke fürs Willkommen; das finde ich sehr freundlich. Weitere Erklärungen folgen.
Michael
#21 Name gelöscht . 15.01.07 . 09:40 Uhr
Kommentar auf Wunsch des Verfassers gelöscht.
#22 Tagblatturm . 15.01.07 . 18:19 Uhr
Schaut mal dort:
http://www.kulturgut-mobilitaet.de/
und
http://homepage.yourmail.de/eintrag...
Grüße
#23 Alex . 15.01.07 . 20:23 Uhr
Aha, und was machen die Oldtimer-Sammler, wenn´s kein Benzin mehr an den Tankstellen gibt? Unterschriftensammlung hilft da dann weniger… Ich meine man kann sich garnicht früh genug drauf vorbereiten ;-)
#24 Wolf . 11.02.07 . 19:38 Uhr
Wir sind eine Familie und haben ein Wohnmobil, das wir im Jahr ca. 5 mal benutzen. Wir wohnen in der Umweltzone. Laut Werkstatt kann der Diesel nicht nachgerüstet werden. Da wir wenig Geld haben, war das alte Wohnmobil die einzige Alternative zum teueren Hotel oder Ferienhausurlaub. Wenn es für die kurze Zeit in der wir Stuttgart verlassen und nach dem Urlaub wieder zu Stellplatz zurückkehren keine Ausnahmegenehmigung gibt, dann bedeutet das für uns faktisch eine Enteignung unseren Eigentums. Da das Wohnmobil schon 27 Jahre alt ist, ist es unverkäuflich. Es muss doch Unterschiede geben, ob jemand ständig fährt, oder nur kurz, einige Kilometer aus der Stadt fährt.
#25 Joero . 14.02.07 . 00:09 Uhr
Dem kann ich nur zustimmen!
Und wie gesagt der meiste Feinstaub kommt von neuen Dieselautos wie sie zum Beispiel unsere Politiker fahren…
Die alten produzieren nur Grobstaub.(Läßt sich überall nachlesen inzwischen)
Ist sicherlich auch nicht besser,aber man muß schon ordentlich und gerecht argumentieren und handeln finde ich!
#26 Alex . 14.02.07 . 08:25 Uhr
Immer wieder lustig, wie weit die Meinungen hier beim Klimaschutz auseinander gehen. Im einen Beitrag diskutiert man, dass die Welt mit nem neuen Kühlschrank und ner Steckdosenleiste für den Stand-By-Lichter-Zirkus zu retten wäre und hier fühlt man sich ungerecht behandelt, weil der alte Stinker (vielleicht!!!) nicht mehr raus darf…
#27 Joero . 14.02.07 . 17:55 Uhr
Dem kann ich nur zustimmen!
Außerdem wird wenn mann sich wirklich mal mit diesem Thema beschäfftigt, schnell klar das der wirkliche Feinstaub von neuen Fahrzeugen produziert wird wie sie ZB: unsere Politiker fahren.
Ein alter Wirbelkammermotor kann nämlich auf Grund seines geringen Pressdruckes gar keinen Feinstaub, sonder nur Grostaub produzieren.
Also die die Geld haben und feinstaub produzieren dürfen fahren und die Armen mit Grobstaubschleuder müssen raus.
Nur es geht doch hier die ganze Zeiz um Feinstaub oder???
#28 Matthias Gött . 19.02.07 . 13:11 Uhr
Ich finde die gesamte Regelung auch zum k… Ich habe erst letztes Jahr einen L400 Mitsubishi Bj 98 gekauft. Dieser fällt leider nur unter die Euro2 Norm.Ein Partikelfilter kostet mich runde 400 Euro. Muß man ja auch erstmal haben. An für sich habe ich nichts gegen ein wenig Umweltschutz, aber sind wir hier in Deutschland eigentlich immer die Deppen??? Wink nach USA
#29 Astropana . 19.02.07 . 13:31 Uhr
Ich bin Hobby-Astronom und Umweltschützer.
Ich begrüße das Anstrengungen der Stadt in Richtung Umweltschutz. Bravo! Weiter so!
Die Stadt sollte aber auch das Problem LICHTVERSCHMUTZUNG angehen und z.B. Birnen mit hoher Leistungsaufnahme auch verbieten!
Da ich mittlerweile ein großes Teleskop besitze und mein kleines Auto (mit Euro-2 geregelten Kat) zu wenig Kofferraum bietet, überlege ich mir einen
PORSCHE-CAYENNE 4.400cc - TURBO mit 450 PS
anzuschaffen. Ich will schließlich die neuen Vorschriften erfüllen und umweltschonend mein Teleskop transportieren!
Bis den umweltschonenden Cayenne habe werde ich meiden in der Stadt einzukaufen. Aus Liebe zur Natur.
#30 Wegschaffel . 19.02.07 . 15:42 Uhr
Laut “Bild der Wissenschaft” Ausgabe 12/2006 haben englische Forscher herausgefunden, dass man in der Feinstaub-verseuchten Londoner Innenstadt im eigenen Auto immer noch am gesündesten unterwegs ist. Bus, Bahn und Taxi sind wegen der Daueranwesenheit im Innenstadtverkehr enorm mit Staubpartikeln verseucht; zu Fuss oder per Radl ist wg. Direktkontakt nicht empfehlenswert. Also: Fenster zu und durch!
#31 Schmidt . 27.02.07 . 20:18 Uhr
Also ich finde das es eine Frechheit ist was die Politiker und die Autoindustrie sich hier leisten! Die Politiker weil sie das Gesetz zu schnell umsetzen wollen um ja keine Strafe aus Brüssel zu bekommen (obwohl es schon seit Jahren im Gespräch ist-erfährt man als Bürger erst ein halbes Jahr vorher konkretes) und die Autoindustrie sieht bei vielen alten Kfz´s keinen umrüstbedarf (so müssen die Besitzer doch ein neues kfz kaufen oder in die Röhre schauen!) Ich selbst habe erst einen MB100 gekauft. Der Händler sagte dann später ich solle mich in Geduld üben erst werden die neueren kfz´s nachgerüstet. Jetzt ist es fast soweit und keine Lösung ist in Sicht. Ich fühle mich im Stich gelassen und kann mir keinen neuen Transporter leisten, muß aber geschäftlich 3x die Woche nach Stuttgart.
#32 Ralf . 28.02.07 . 18:26 Uhr
Das mit den Fahrverboten ist der größte Schwachsinn aller Zeiten!! Was denken sich denn eigentlich die Sesselfurzer! Normalerweise sollte jeder Betroffene den Restwert seines Autos bei der EU (diese hat ja den Schwachsinn ins Rollen gebracht) einklagen! Dann kann man das Geld als Basis für den Kauf eines neueren Modells verwenden. Noch Besser, wir Deutschen sollten uns solidarisieren und konsequent das anbringen der entsprechenden Plaketten verweigern! Ich selbst habe auch einen älteren Kombi (brauche ich um das Vereinsschlagzeug zu den Auftritten zu transportieren). Wie soll ich den nun zu diversen Auftritten gelangen?? So wird auch also unsere Kultur unterstützt? Bravo weiter so!!
Was muß denn eigentlich noch alles für Schwachsinn eingeführt werden bevor wir Deutsche mal so richtig auf die Straße gehen??
Die Lieferleistungen des Transportgewerbes in die betroffenen Städte sollten bis auf Weiteres aus Protest eingestellt werden. Jeder Betroffene sollte auch konsequent den Besuch von Städten vermeiden. Die werden dann schon sehen wo sie bleiben!
Die KFZ-Steuer gehört ebenfalls eigenmächtig gekürzt! Noch besser jeder Betroffene sollte mal sein Fahrzeug für 1 Woche abmelden, das würde man in den Kassen dann ganz schnell merken!
Man macht ja auch keinen weiteren Dreck, wenn man die betroffenen Gebiete großräumig umfahren muß, oder???
Bei den nächsten Wahlen jedenfalls werde ich solche Spagmaten auf gar keinen Fall wiederwählen!! Denen gehört richtig eins auf die Rübe, noch besser sofort aus der EU austreten.
Und wie siehts in den umliegenden Ländern aus? Ich hoffe doch, daß Frankreich und Österreich auch im Juli solche Gängelungen einführen, oder sind wir blöden Deutschen mal wieder die sogenannten Vorreiter? Denn da habe ich gründlich die Nase voll!
Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen von wegen Restwert einklagen usw.
#33 Dieter Reuss . 03.03.07 . 16:56 Uhr
Wir besitzen auch ein altes Wohnmobil und sind sehr von Altvorderen enttäuscht. Das sie sich sichtbar vor die Karre der Neuwagen- und Handels-Industrie zurren lassen. Erst einmal ist die Idee den Feinstaub zu senken nicht schlecht, aber die Ausführung ist für den Untertan nicht einsichtig.
Es ist aber auf der anderen Seite nicht verständlich, dass sich der Mittelstand so einfach die Wurst vom Brot nehmen lässt. Denn mit dieser Form der Umsatzsteigerung von Autos werden die dezentralen Werkstätten im Umsatz erheblich beschnitten. Man überlege sich was an Umsatzeinbusen für die Werkstätten vorprogrammiert ist, wenn alle alten Saugdiesel einen Partikelfilter für den Grobstaub erhalten würden. Und damit wäre der Umwelt mehr geholfen und auch den dezentralen Arbeitsplätzen.
Wenn man jetzt auch noch in die Waagschale wirft was die älteren Wohnmobile wenn sie in weiteren 15 Jahren z.B. 60.000 km fahren an Umweltbelastung erzeugen, im Verhältnis zu der Umweltbelastung eines Neuen dann wird einem ganz schön schwindelig, uns zumindest. Also von wegen global gedacht usw. Es ist möglich, dass daher für Bücherbusse, Wohnmobile und Oldtimer über eine Ausnahmeregelung geredet wird.
Aber das entschärft noch immer nicht das Problem, dass wir „Bürger der 2-ten Klasse“ nicht erkennen können, wie sie der Ohnmacht gegenüber den Herrschenden wegstecken sollen.
#34 Jörg Trüdinger . 03.03.07 . 21:20 Uhr
Was mich an der ganzen Sache fast am stärksten entsetzt ist, daß bereits im Jahre 1966 über die Einführung von Abgasfiltern für Kraftwerke und Kraftfahrzeuge nachgedacht wurde. Die damalige Ministerin Elisabeth Schwarzhaupt von der CDU wollte diese Maßnahmen in die Verordnung zur Reinhaltung der Luft (1. t. A. zur Reinhaltung der Luft) aufnehmen. Warum das nicht geschehen ist weiß kein Mensch, vor allem auch deswegen nicht, weil anscheinend kein Exemplar dieser 1. t. A. mehr aufzutreiben ist, weder beim Bundestag noch bei den Ministerien noch beim Bundesanzeiger. Das ist umso bedauerlicher, weil ich schon mal gern wüßte warum die Politik fast vierzig Jahre verschlafen hat und jetzt die Bürger dafür bezahlen sollen, vor allem die mit kleinem Geldbeutel!
#35 Carsten . 04.03.07 . 21:16 Uhr
Dass die Feinstaubverordnung nichts mit Umweltschutz zu tun hat, müsste doch mittlerweile jedem klar sein. Hier geht es um nichts andres als die Interessen der Automobilindustrie. Wie sonst ist es zu erklären, dass unter dem Deckmantel des Feinstaubs auch Millionen Autos enteignet werden sollen, die gar keinen Feinstaub produzieren. Jammert die Autoindustrie nicht seit Jahren, dass der Fahrzeugbestand in Deutschland immer älter wird? Was für einen eleganten Schachzug haben sich Industrie und Politik hier einfallen lassen. Leider nur etwas zu durchsichtig. Ginge es wirklich um Umweltschutz müsste man das Problem vor der anderen Seite angehen. Anstatt Altfahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen, die nicht zuletzt wegen hoher Steuern über kurz oder lang sowieso von den Straßen verschwinden, müsste man dafür sorgen, dass Neufahrzeuge, die noch lange auf unseren Straßen fahren, umweltschonend sind. Solange es möglich ist in Deutschland einen Cayenne mit einem Verbrauch von teilweise über 24 Litern auf 100 km (Auto Bild) überhaupt zuzulassen, solange kann ich nicht erkennen, wo es unseren Politikern um Umweltschutz geht. Vielleicht erklärt Frau Tanja Gönner mal, warum sie unbedingt die Familie mit altem Kombi bestrafen will, während der Manager im unnötigen Geländewagen ungeschoren davon kommt.
#36 Henning . 05.03.07 . 15:33 Uhr
Da ist allerdings was dran. Man sollte “neue Stinker” viel stärker angehen als “alte Stinker”. Guter Punkt!
#37 gert . 05.03.07 . 18:47 Uhr
solange in unserer demokratie (scheindemokratie) nur wenige zu entscheiden haben , das volk weiter verarscht wird, die gewinner vorprogrammiert immer die gleichen sind und die verlierer immer die unteren, braucht sich keiner zu wundern wenn diese gesellschaft auseinanderbricht und wir bald amerikanische verhältnisse haben werden.
#38 Sabine . 09.03.07 . 16:05 Uhr
Ich danke euch für die Anregung mit dem Porsche Cheyenne Turbo. Der gefällt mir. Den kauf ich mir auch. Jetzt, wo mein wunderbares Womo zwangsstillgelegt wird. Ich also ganz normal enteignet werde - weil mein Womo nicht nachrüstbar ist. Schade. Hat VW nicht dran gedacht. Partikelfilter, die mein Womo dazu brächten endlich mehr Sprit zu verbrauchen bei weniger Leistung gibt es nicht. Als Bewohnerin der Berliner Innenstadt darf ich es also ab 1.08 nicht mehr nach Hause fahren. Wie gut, dass ich darin übernachten kann, im Umland z.B.
Nein, ich werde es zu einem Spotpreis verscherbeln und mir den Cheyenne holen. Von Ampel zu Ampel mit 200 Sachen. Das wird lustig und freut auch die Umwelt.
Unbedingt bin ich auch dafür endlich die Blumen zu verbieten, die ja einen wesentlich höheren Anteil am Feinstaub haben als die Autoabgase. Auch Kerzen sind sehr gefährlich. Die Feinstaubbelastung in deutschen Wohnzimmern ist 150 mal höher als auf den Straßen und dann die ganzen Wohnungsbrände - die wären auch Vergangenheit und die Feuerwehr könnte mit dem Fahrrad herumgurken - weil ja eh nix mehr brennt. Eine Kerzen-sonderverordnung scheint mir unumgänglich.
Also, raus mit euch in den Cheyenne Turbo - solange noch Umwelt da ist, sollten wir darin herumfahren.
#39 Martin . 09.03.07 . 18:47 Uhr
Ich finde die Regelung höchst ärgerlich und ungerecht, obwohl es sinnvoll sein mag, Nichtraucher nicht nur in Kneipen, sondern auch im Freien besser vor Lungenkrebs zu schützen. Raucher sollten sich der Ehrlichkeit halber aus der Diskussion sowieso lieber heraushalten.
Und so wie die “Rente mit 67″ auch erst nach und nach eingeführt wird, sollte auch die Rußpartikel-Regelung vor allem für Neufahrzeuge gelten. Die nachgerüsteten Fahrzeuge sollten durchaus mit Steuervorteilen begünstigt werden. Aber Besitzer der alten nicht mehr nachrüstbaren Autos dürfen nicht einfach hinterrücks enteignet werden. Die alten Rußer sterben sowieso allmählich aus.
Ein weiteres Problem: Ich plane meine Route und in irgendeiner Stadt stehe ich vor einem Fahrverbotsschild. Das ist in keiner Karte verzeichnet. Wie komme ich an mein Ziel ? Schön wenn ich dann einen Umweg finde, aber der ist sicher viel weiter als der ursprünglich geplante. Und ich produziere noch viel mehr Ruß !
#40 Thomas , Stuttgart . 15.03.07 . 22:51 Uhr
Mit einem Staat , der denjenigen die sowieso schon wenig haben das wenige auch noch weg nimmt / wertlos macht , bin ich fertig .
Sinn macht doch nur den neuen Fahrzeuge bessere Abgaswerte vorzuschreiben . Unsinn ist dasselbe von alten Fahrzeugen zu verlangen die diese Vorschriften gar nie erfuellen können .Und dann noch die verbieten die garkeinen Feinstaub erzeugen . Unter dem Deckmantel des Umwelt-schutzes wird hier verordnet . Es werden unsere erarbeiteten Werte vernichtet .
Es steckt da schon Sytem dahinter .
Wenn Wahlen etwas ändern würden könnte man ja auf der Schiene was zu ändern versuchen . Es ändert sich jedoch
nichts für uns ,es wird höchstens noch schlechter .
Wenn Wahlen etwas ändern würden wären die mit Sicherheit auch verboten .
#41 Alex . 16.03.07 . 09:26 Uhr
Ich bin hier ein bisschen vom umtriebigen, grünen Blogger enttäuscht und hätte mir mal ein handfestes Statement gewünscht. Aber alles was man grade so von der Partei mit dem grünen Daumen hört, klingt ungefähr so:
Haben wir euch ja schon lange gepredigt
Dank Klimawandel steigen endlich unsere Umfragewerte
#42 Stefan . 19.03.07 . 13:49 Uhr
omg, ich weiß wirklich nicht mehr was ich dazu sagen soll. Hat tatsächlich der Großteil an Menschen noch nicht gemerkt, dass zwischen Gesetzgebung und realem Ziel die Industrie sitzt. Was wir vorgesetzt bekommen ist handverlesen und dient in erster Linie nicht den vorgeschobenen Gründen, wie dem Schutz der Umwelt, sondern den Kassen der Industrie.
Ich für meinen Fall fahre einen Marbella mit 5 Liter Normalbenzin und wer mir hier jetzt erzählt, dass der mehr Schmutz produziert wie ein 600er Mercedes, der sollte sich mal fragen, ob er wirklich glaubt, dass diese Verarsche noch lange weiter geduldet wird. Ich bin jedenfalls nicht in der Lage zum Wohlgefallen der Industrie ein neues Auto zu kaufen, jedenfalls nicht bei den beschissenen Löhnen mit denen wir abgespeist werden. Macht euch nur weiter Fett an der Gesellschaft, das geht nur solange gut bis der Mob euch auf den Fersen ist.
:(((
#43 Frank . 21.03.07 . 00:22 Uhr
Hallo !!!
Wie gehabt regen sich alle nur im Internet auf.Wie mit allem Hartz4 usw.Die da oben können mit uns ja machen was sie wollen macht ja eh keiner was in der schönen BRD.Sich lieber anonym im Internt aussheulen.Wie immer.
MFG
Frank
#44 Don . 24.04.07 . 23:58 Uhr
Hi, vielleicht kann man dir hier bezüglich deines MB 100s und dem Fahrverbot helfen. Gibt nämlich einen Kat für SK3 (gelbe Plakette) auf dem MB 100.
Mfg Don
www.mb100.de
#45 Innerlich-Schröder . 12.01.08 . 10:08 Uhr
Bitte informieren Sie sich über:
Bescheinigung nach §1 Abs.2 der 35. BlmSchV (Kennzeichnungsverordnung)
Diese besagt, dass für Fahrzeuge,für die keine Nachrüstmöglichkeit besteht,eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden kann, die ein 1 Jahr gültig ist, so dass man weiterhin ins Zentrum fahren kann.
http://www.stuttgart.de/sde/menu/fr...
Grüße
Ilona
#46 Sascha Dauven . 10.03.10 . 17:55 Uhr
Hey Leute wie Geil is das den wir retten mal eben die Zukunft mit Sparlampen UNd Fahrverboten .Also hört auf zu meckern.Und bedenkt das all die duften kotzerne die daran verdienen das sich Leute wie du und ich eigendlich einen neuen Stern kaufen aber das sowieso nicht können und mit ihrem irdischen dasein unser Leben erst möglich machen . Also ich heiter weiter bis zur Stadtgrenze und dann mit dem Rad. Geld regiert die Welt
#47 Nordrandbewohner . 10.03.10 . 20:48 Uhr
@SASCHA
Auch wenn es altmodisch erscheinen mag und ich darin sicherlich auch nicht der Weltmeister bin, ein Minimum an Rechtschreibung und Zeichensetzung erleichtert das Verständnis ungemein.
niedermitdiezeichensetzungunddierechtschreibung!