Von kesselblick
Essen und Trinken . 18:54 Uhr
Na also, es geht auch mal voran! Aktuelles Beispiel ist ein neues englischsprachiges Erzeugnis des renommierten Hotel- und Restaurantführerverlags Guide Michelin, weltweit Marktführer bei der Bewertung gastronomischer Dienstleistungen - das sind die mit den “Sternen” …
Die bringen auf jeden Fall nächste Woche was neues auf den Markt. Nennt sich Main Cities of Europe 2008. Da drin werden von 41 europäischen Städten die Highlights beschrieben. Neu dabei in diesem Jahr erstmals folgende Städte: Stuttgart, Köln und Krakau. Absolut angemessen angesichts der Spitzenqualität, die man in vielen Stuttgarter Restaurants und Hotels bekommen kann.
#1 Sebastian . 04.03.08 . 16:46 Uhr
Naja bei den Hotels finde ich es nicht so dolle.
Die gehobenen sind doch eher alle Kette, und das ist echt nicht spannend, da weltweit ähnlich.
#2 Wegschaffel . 04.03.08 . 18:04 Uhr
Ja Sebastian. Nervt mich auch, dass die Suiten des Meridien in der Willy-Brandt-Strasse genauso riechen wie am Jalan Stesen Sentral in KL oder der Baie D Oro in Neukaledonien. Ein Ausnahme ist Osaka, wo das “le Mmmh” wie wir Travelanten es nennen sich speziell für die männlichen Gäste echt was einfallen liess. Aber das wissen Sie ja sicher selber. Prösterchen, wir sehn uns.
#3 beejees . 05.03.08 . 11:04 Uhr
Ja, jetzt können wir uns endlich mit stolzgeschwellter Brust sehen lassen. Wir sind Stuttgart. Der Guide Michelin Frankreich hat ja auch ein Restaurant in Marseille mit einem dritten Stern ausgezeichnet, weil es dort fangfrischen Fisch gibt. Ein Stern für innovative Rückbesinnung. Da passt Stuttgart wunderbar dazu. Wenn der Guide Michelin erstmal draufkommt, dass wir unsere Spaghettis von Hand rollen, dann bekommt Stuttgart sicher einen eigenen Stern. - Aber nein, den haben wir doch schon, fällt mir grad ein. Wofür war der nochmal?
#4 Sebastian . 05.03.08 . 18:01 Uhr
Mein lieber Wegschaffel, ich habe 4 Jahre in einem 5 Sterne Haus in Stuttgart gearbeitet und zu dieser Zeit auch mal bei den KollegInnen der anderen Häuser vorbeigeschaut. Ich finde nichts langweiliger als geklonte 5 Sterne Hotels, allein das war mein Beitrag. Und tolle eigenständige Hotels der Spitzenklasse gibt es meiner Meinung nach wirklich nicht in Stuggi. Bei den Restaurants sieht es da schon besser aus (und das Essen ist teilweise wirklich traumhaft).
#5 Sebastian . 05.03.08 . 18:03 Uhr
@ beejees: Für’s Daimler-Benz nicht an den Karren fahren :-).
#6 beejees . 05.03.08 . 18:56 Uhr
Nein, warum denn? Hier geht es doch um die Sterne des Guide Michelin ;-)
#7 Wegschaffel . 05.03.08 . 19:20 Uhr
Sebastian-vom-Fach: So wie Sie’s jetzt formuliert haben, versteh sogar ich das. Nix für ungut. Wo gibts denn das traumhafte Essen?
#8 kesselblick . 05.03.08 . 20:55 Uhr
Zirbelstube, Breitenbach, Wielandshöhe, Delice - das dürfte so wohl so einigermaßen die TOP-Liga an Restaurants sein. Allerdings gib’s da ein Preisniveau drunter auch eine beachtliche Menge formidabler Esslokalitäten: Vetter, Kerns Pastetchen, Gui - aber leider haben wir keinen Amador, also jemanden, der mal den Experimentierkasten rausholt …
Das mit den Hotels ist gar nicht sooo falsch. Ein richtig abgedrehtes Design-Luxus-Hotel gibt’s in dem Sinne nicht, wenn man mal vom Zauberlehrling absieht, was aber recht klein ist. Allerdings will Bareiss ja in diese Nische vorstoßen in der Villa Berg, wenn ichs richtig verstanden habe.
#9 Sebastian . 06.03.08 . 22:33 Uhr
Vorab: Leider kann man sich sowas natürlich nur jedes Schaltjahr leisten, aber hier meine Eindrücke:
Das beste Essen gibt es meiner Meinung nach in der Wielandshöhe. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Die Einrichtung ist ein guter Versuch ;-), leider nicht so gelungen, aber ok. Der Service nett aber etwas unkoordiniert. Schön dort: Meinem Empfinden nach das legerste Sternerestaurant (liegt wohl an Vincent selbst).
Zirbelstube: Sehr gutes Essen, für meinen Geschmack zu viele steife Geschäftsleute, liegt wohl daran, dass das Restaurant im Hotel ist. Die Einrichtung rustikal, das ist nicht so meins, aber ok, da hell. Sehr guter Service. Ein kleines Minus beim Menü: Dessert zwar sehr gut aber zu üpig, Sorbet vor dem Hauptgang zu süß.
Die anderen Sternerestaurants, die ich schon besucht habe, gibt es nicht mehr.
Zauberlehrling: Menüfolge war nach meinem Geschmack nicht gelungen (zu schwer, zu fett). Essen ansonsten gut. Amuse Geul war nicht auf das Menü abgestimmt. Deshalb war ich da auch nur einmal. Einrichtung zu verspielt / Dekoterrormässig, was ja bei den Hotelzimmern ganz anders ist - schade!
Und da alle mit kleinem Geldbeutel sonst Fluchen: Mein persönliches Bermudadreick der guten und (sehr) günstigen Restaurants in der Altstadt:
Deutsch: Weinstube Fröhlich: Bestes Schnitzel der Stadt, extrem gutes Preis-Leistungsverhältnis und tolle Servicedamen.
Italienisch: Pomodoro: Tolle Steinofenpizzen für sehr wenig Geld (ab 5 Euro), meine Empfehlung: die vegetarische Pizza. Pasta und Salat bitte meiden ist beides schrecklich, teilweise grauenvoller Service.
Vietnamesisch: Noodle 1: Frisch, günstig, etwas beengt. Wer gezuckerte Soßen nicht mag, lieber wegbleiben.
#10 Donna Lüttchen . 06.03.08 . 23:12 Uhr
Ach, seien wir doch mal ehrlich: am besten schmeckt`s bei Mutti und daheim ist`s immer noch am schönsten.