Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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25 12.06

Eishockey in der Porsche Arena

Von Jackie Stewart
Politik, Sport . 21:19 Uhr

Unter den Augen von Herrn Schuster (OB), Frau Eisenmann (BM´in), Herrn Kroll (in.stuttgart) und knapp 6000 Zuschauern fanden am Freitag die ersten beiden Eishockeyspiele in der Porsche Arena statt.

PO-Arena EH

Das erste Spiel verlor die Mannschaften des Stuttgarter EC gegen die Hügelsheim Hornets mit 3-6. Womit die Stuttgarter nicht mehr die Möglichkeit haben, sich über eine Auftiegsrunde, von der Baden-Württemberg Liga in die Oberliga aufzusteigen. Durch eine Kooperation zwischen dem SEC und dem SC Bietigheim-Bissingen besteht die Stuttgarter Mannschaft hauptsächlich aus ehemaligen Nachwuchsspielern des SC BB, denen eine Möglichkeit gegeben werden sollte in einer höherklassigen Liga an das 2. Liga Team heran geführt zu werden. Die Fangruppen beider Teams stehen dieser Kooperation äußert kritisch gegebenüber.

Die Anhänger des SEC aus Angst die Eigenständigkeit zu verlieren, die des SC BB, dass das Team von Bietigheim nach Stuttgart in die neue Multifunktionsarena umzieht. Die Firma Porsche ist übrigens der Hauptsponsor der Steelers. Hier kommen jetzt auch die drei erstgenannten Personen ins Spiel, die es bisher nicht geschafft haben eine Sportmannschaft, die in einem hochklassigen Ligaspielbetrieb vertreten ist, in die Halle zu locken. Weder das ehemalige Eishockeyteam der Stuttgart Wizards (Pleite) noch die Baskteballer des MTV (aus Sponsorenmangel abgestiegen). Dass die Stadt nun Teams aus der Umgebung finanzielle Offerten macht, sehe ich äußerst kritisch.

Die Halle an sich, ist für Eishockeyspiele gut geeignet. Sitzplätze sind ok und die Sicht ist von allen Plätzen gut. Sanitäreanlagen gibt es für knapp 6000 Zuschauer eindeutig zu wenig. In den Pausen bildeten sich lange Schlangen vor den Toiletten. Was sicherlich auch einige vermisst haben war eine richtige Stadionrote, da es an den Fressständen nur Cheesburger und belegete Baguette gab.

Nachtrag: Das zweite Spiel gewannen die Steelers gegen die Schwenninger Wildwings mit 2:1.

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2 Kommentare zu Eishockey in der Porsche Arena

#1 marc . 29.12.06 . 13:45 Uhr

Interessanter Beitrag.

In der Ludwigsburger Presse war ja die letzten Wochen bezüglich der Abwerbeversuche der OB Eisenmann einiges zu lesen. Ich finde es eine Frechheit der Sport BM Eisenmann, sich die Rosinen (Basketball,EnBW Ludwigsburg, bzw. die Handballer der Ludwigsburg/Kornwestheim u.a.) aus den Nachbarregionen herauspicken zu wollen. Nur weil Stuttgart Ihre Porsche Arena nicht vollbekommt und an der Realität vorbeigeplant hat, werden nun die Vereine aus der Umgebung mit Geldversprechungen angefixt. Wie wäre es mit einer besseren Förderung _Stuttgarter_ Vereine und wie war das nochmal mit dem SV Cannstatt (Deutscher Meister 2005/2006 im Wasserball, dem ~ 150.000 EUR gefehlt haben und nun wg. Geldmangel in der 3. Liga spielt), Frau Eisenmann?

#2 kesselblick . 30.12.06 . 14:03 Uhr

Diese ganze Diskussion “Das böseböse Groß-Stuttgart wirbt die Sportvereine aus der gutenguten Klein-Nachbarstadt ab” halte ich für recht provinziell. Von der Porsche Arena nach Ludwigsburg sinds 15 km …
Im Grunde nur ein Symptom für die hiesige Kirchtumspolitik, die sich nicht entschließen kann, die politischen Institutionen der “Region Stuttgart” weiter zu entwickeln und zu stärken. Eifersüchtig ist jede Stadt/Bürgermeisterdespoten darauf bedacht, ihre Komptenzen zu behalten, und wenn ein Vorschlag von außen kommt, kanns noch so richtig sein, es ist erstmal grundsätzlich falsch. Alle wurschteln vor sich hin und achten gerne mal drauf, wer den Längsten (i.e. die größte Halle) hat.

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