Von Josh von Staudach
Leben, Befindlichkeiten, Stuttgart 21 . 14:05 Uhr
Es ist offenbar die Strategie der Stuttgarter Polizei, gewisse Objekte nicht zu sichern, damit sich die Möglichkeit ergibt, den Protest gegen S21 zu kriminalisieren. Das ließ sich schon am 30.09.2010 beobachten, als die Fahrzeuge der Polizei, insbesondere die LKW mit Absperrgittern, solange nicht gesichert wurden, bis sich Demonstranten darauf stellten und setzten. 10 Polizisten in der Nähe der Fahrzeuge hätten für diese Aufgabe ausgereicht. Es war mehr als genug Personal dafür anwesend. Man hielt aber 50 Meter Abstand und sah in Ruhe zu, wie Demonstranten auf die LKW und Anhänger kletterten — die abgesehen von der Besetzung absolut friedlich blieben.
Gleiches ist für den Abend des 20.06.2011 festzustellen. Das Gelände des ehemaligen ZOB, auf dem sich nun das Grundwassermanagement der Bahn befindet, wurde überhaupt nicht abgesichert. Null Polizisten waren auf dem Gelände. Hingegen befanden sich die Einsatzkräfte bis 19:09 Uhr allesamt auf der Cannstatter Straße hinter der Absperrung an der Expressguthalle. Binnen Sekunden konnte der sowieso nicht sonderlich stabile Bauzaun umgeknickt werden, binnen Minuten strömten gegen 19:10 Uhr hunderte Demonstranten auf den ehemaligen ZOB, friedfertig wohlgemerkt, johlend, singend, trommelnd, Fahnen schwenkend. Eine Gruppe grün gekleideter Polizisten ohne Helm lief im Laufschritt auf das Gelände, machte aber direkt wieder kehrt, um sich im Bereich hinter den Baucontainern (im nördlichen Teil des ZOB) aufzustellen. Eine andere Gruppe (10–15) schwarz gekleideter Einsatzkräfte mit Schutzhelm (BFE) lief währenddessen ungehindert an eine Stelle, wo der Zugang zu der Werkhalle des GWM gesichert werden sollte. Ungefähr 5–10 Meter davon entfernt detonierte gegen 19:17 Uhr ein Böller. Es gab übrigens keine weitere Explosion. Die Medien berichten fälschlicherweise im Plural von Knallkörpern. Die behelmten BFE Kräfte nahmen davon Notiz. Kein Anzeichen von irgendwelchen Verletzungen oder einem angeblichen Knalltrauma. Ich selbst und einige Pressefotografen befanden sich näher an der Detonation — niemand klagte über ein Knalltrauma und wir hatten keine Helme auf.
Hinter dem Zaun (an dem die Detonation stattfand) befand sich auf der Seite des öffentlichen zugänglichen Schlossgarten-Parks bis 19:34 Uhr kein einziger Polizist, der davon hätte betroffen sein können. 20–30 Polizisten zogen erst gegen 19:40 Uhr dort auf. Weswegen und was sie dort sichern sollten, ist unklar.
Jedoch gab es keinerlei Einsatzkräfte, die den südlichen Bereich des ZOB sicherten, wo ein Sattelschlepper geparkt war (aus dessen Reifen Luft abgelassen wurde) und wo alle blauen Rohre und Rohrstücke lagern, an denen angeblich Sachbeschädigung begangen wurde. Dort waren kaum Demonstranten. Die Versammlung fand konzentriert im nördlichen Teil des ZOB statt, eben vor der Werkhalle des GWM, auf dessen Dach sich Aktivisten mit Bannern gestellt hatten. Die Polizei hätte ungehindert über den auf gesamter Länge flach liegenden Zaun in den südlichen Teil des ZOB gehen können, um dort nach dem Rechten zu sehen.
Das einzige, was sich im südlichen Teil abspielte, war die Verscheuchung des enttarnten Polizisten, der es aber auch nicht allzu eilig hatte, aus der misslichen Situation zu fliehen, sondern scheinbar darauf aus war, eine Eskalation auf sich zu ziehen, was jedoch missglückte. Mehrere Videos zeigen, dass zwar ruppig mit ihm umgegangen wird, er aber absolut unverletzt (keinerlei Schramme, schon gar kein Blut) schließlich von Kollegen abgeschirmt im Sanibus sitzt und telefoniert. Wann und durch was er sich die angeblich schweren Kopfverletzungen zugezogen haben soll, bleibt ein Rätsel.
Meines Erachtens ergeben sich daraus folgende Schlüsse:
1. Die Polizei hat das Objekt GWM ungenügend gesichert, ist also ihrer eigentlichen Aufgabe nicht nachgekommen.
2. Die Polizei hat während der Ausschweifungen nicht eingegriffen. Das kann man de-eskalierend nennen, man kann aber auch mutmaßen, dass die Sachbeschädigungen nicht verhindert werden wollten, um die Demonstranten zu kriminalisieren.
3. Die Polizei setzt mindestens übertriebene, wenn nicht bewusst falsche Pressemeldungen in Umlauf, um den Protest gegen S21 in Misskredit zu bringen.
Fazit: der Protest gegen S21 setzt ein erneutes wichtiges Zeichen! Mutige Bürger zeigen der arroganten Bahn AG, dass sie nicht auf ein Baurecht pochen kann, welches in Zweifel steht und hinsichtlich der Grundwasserentnahmemenge erst noch einer Prüfung standhalten muss.
#1 MC Buhl . 21.06.11 . 14:19 Uhr
Danke.
#2 Daniel . 21.06.11 . 14:31 Uhr
„Es ist offenbar die Strategie der Stuttgarter Polizei, gewisse Objekte nicht zu sichern, damit sich die Möglichkeit ergibt, den Protest gegen S21 zu kriminalisieren.“
Und welche Idionten nutzen das dann aus um den eigenen Leuten zu schaden? Zwar unwissentlich, aber gegen Dummheit ist halt kein Kraut gewachsen.
Es nervt dass dieser Blog hier zunehmend für (Pro-/Anti-)S21-Propagande missbraucht wird …
#3 jan . 21.06.11 . 14:33 Uhr
… auch danke.
#4 ebse . 21.06.11 . 14:41 Uhr
Ebenfalls Danke!
#5 Eizi . 21.06.11 . 14:59 Uhr
Hallo. Danke.
Vermutlich versucht die Polizei mit dieser Nebelkerze die Einsatzleitung zu decken. An der Strasse standen Hundertschaften, aber der Bauzaun zum GWM ungesichert? Hallo? Gehts noch? *lol*
Pflastersteine zu Kastanien.
#6 Peter . 21.06.11 . 15:30 Uhr
Welch Schwachsinn:
“Objekte nicht zu sichern um die Möglichkeit zu geben diese zu besetzen”
…Besetzt man in der zwischenzeit alles, wo keine Polizei davor steht?
… Ich frag gleich mal an ob ich einen Polizisten haben kann. Nicht dass gleich einer auf meinem Autodach oder in meinem Garten sitzt…..
??????????????????????????????
#7 Josh von Staudach . 21.06.11 . 15:42 Uhr
@ Peter: tja, der Schwachsinn hat Methode — aber das schnallen halt manche Dumpfbacken nicht … Hey, super Idee, machen Sie das mal, den Polizisten anfordern; die freuen sich ganz bestimmt über so pflichtbewusste Bürger wie Sie! GRAND *LOL*
Achso, um Ihre Frage zu beantworten: Nein, die Demonstranten besetzen nicht alles, wo keine Polizei davor steht. Sondern nur das, was im Sinne einer Protestbewegung eine Wirkung hat. Die gestrige Wirkung dürfte sein, dass der Weiterbau des GWM um Wochen verzögert wird. Find ich super: “Baustopp selbst gemacht”!
#8 Josh von Staudach . 21.06.11 . 15:50 Uhr
@ Daniel: wenn Sie dieses Blog schon länger verfolgen würden, wüssten Sie, dass S21 schon immer ein Thema war. Warum auch nicht? Ein Blick auf den Titel enthüllt, dass es sich hierbei um das “Stuttgart-Blog” handelt — und S21 ist nunmal ein wichtiges Thema in Stuttgart. Wenn Sie andere Themen bevorzugen, empfehle ich Ihnen die Blog-Suche von Google. Oder schreiben Sie doch ein eigenes? Mal sehen, wieviele Leser das “Daniel-Blog” so auf sich zieht! Wir sind gespannt …
#9 Frau Doktor . 21.06.11 . 16:00 Uhr
@Josh: Ich finde das auch eine ganz, ganz schwierige und schwache Argumentation. Du willst doch nicht ernsthaft der Polizei vorwerfen, dass sie sich, nach allem was ich so gehört habe, sehr zurückhaltend verhalten hat? Wenn sie auf uns drauftrischt, sind sie scheiße, und wenn sie uns gewähren lässt, um uns hinterher korrekt juristisch zu belangen, sind sie auch scheiße?!
Man kann Sachbeschädigung im großen Stil als legitimes (NICHT legales) Mittel in politischen Kämpfen ansehen, das ändert aber nichts dran, dass das in unserem juristichen System illegal ist und eine Straftat. Das sollte den Leuten, die sich an Sachbeschädigungen beteiligen, klar sein. Sachbeschädigungen sind auch keine Lappalie, sondern mit bis zu zwei Jahren Haft belegbar. Peter hat es schon etwas entnervt, aber wie ich finde völlig richtig gesagt: Nur weil eine Baustelle nicht bewacht ist, bekommt man beim unberechtigten Betreten der Baustelle nicht mildernde Umstände.
Dass die Polizei vernünftigerweise nicht mit großem Gerät dazwischen gegangen ist, zeigt für mich eine sehr kluge Güterabwägung und spricht hier absolut für die Polizei. Dass sich die Staatsanwaltschaft jetzt wieder mit hysterischen Anschuldigungen hervortut, ist eine andere Geschichte. Das kennen wir ja schon.
#10 Josh von Staudach . 21.06.11 . 16:41 Uhr
@ Frau Doktor: Darf ich das noch ein wenig zurechtrücken, falls das noch nicht klar genug rüberkam? Ich werfe der Polizei nicht vor, dass sie sich ggn. den Demonstranten zurückhaltend verhalten hat. Ich werfe ihr vor, dass sie das Objekt nicht gesichert hat. Und ich nehme mal an, dass sie das im Auftrag der Bahn hätte tun sollen, meinst Du nicht?
Fragen wir uns doch mal: Was ist denn der Auftrag der Polizei? Ich stelle mal meine Antworten in den Raum: Ein Auge drauf werfen, dass eine Demonstration in geordneten Bahnen verläuft / dass eine Demonstration auf angemeldeten Pfaden verläuft / Objekte absichern, auf denen sich kein Demonstrant bewegen sollte / Bannmeile abgrenzen / Straftaten verhindern / etc.
Meiner Meinung nach ist die Polizei (in unserem Staat zumindest) nicht dazu da, unangemessen Gewalt gegen friedliche Bürger auszuüben / ohne Grund mit Schlagstock und Pfefferspray zu drohen / Schläge auszuteilen / etc. … Sie ist aber auch NICHT dazu da, untätig herumzustehen und zuzuschauen, wie sich Straftaten ereignen!
So müssen doch die kritischen Fragen erlaubt sein: Warum stellt sich die Polizei mit zig, wenn nicht hunderten Einsatzkräften auf die Cannstatter Straße, vor die Expressguthalle, vor den Südflügel, ja sogar ans Geländer oben an Gleis 16 — aber NICHT vor das GWM oder ins Gelände des ZOB? Warum greift sie NICHT ein, wenn sie sieht, wie Rohre und Fahrzeuge beschädigt werden? Kannst Du Dir vorstellen, dass vor Deinem Haus eine Polizeistreife herumsteht, während wahlweise Fensterscheiben eingeworfen oder Autos geknackt werden?
Ich finde es durchaus angemessen, zu hinterfragen, warum kein Personal auf dem ZOB Gelände war. Wenn es nicht (wie von mir unterstellt) Kalkül war, dann müsste doch die Bauherrin Bahn AG der Polizei mangelnde Einsatzfähigkeit oder gar Dummheit vorwerfen! Ich hab die Bauleitung oben auf der Treppe am Baucontainer fotografiert, wie sie sich mit der Polizei bespricht. Die haben von dort oben alles gesehen. Ich hätte also gerne eine Erklärung dafür, warum nicht verhindert wurde, dass soviel Sachbeschädigung stattfinden konnte? Das wäre nämlich ziemlich einfach gewesen. Erst am nächsten Morgen beginnt man mit der sogenannten Beweissicherung. Warum hat man nicht währenddessen die Leute dingfest gemacht, die sich an Gerätschaften zu schaffen machten? Das wäre nach meinem Empfinden nach Recht und Gesetz: Wer in flagranti erwischt wird, hat mit Folgen zu rechnen. Ganz klar. Und dann motze ich auch nicht, wenn die Polizei eingreift. Das ist ihre Aufgabe. Aber NICHT, wenn Bürger friedlich sitzblockieren auf sie eindreschen!
Ist das nun Differenzierung genug? ;-)
#11 Frau Doktor . 21.06.11 . 17:26 Uhr
@Stosh: Also für mich schon! ;)
Wobei ich in diesem Fall dem Herrn Züfle glaube, dass die Polizei - und ich glaube auch die Baustellenbesetzer – von der Dynamik der Situation sehr überrascht worden sind. Außerdem ist es - laut meinem Polizei erprobtem Papa – ziemlich schwierig, mehrere hundert Leute in so einer unübersichtlichen Situation tatsächlich von etwas abzuhalten, wenn man den massiven Einsatz von Gewalt vermeiden will.
Glücklicherweise hat man aus dem September-Desaster gelernt oder man hat im Kopf, dass die neue Landesregierung Rechtsbruch von seiten der Polizei nicht mehr deckt, und sich zurückgehalten.
Die spannende Frage ist ja jetzt die, die der Polizeipräsident in den Stuttgarter Nachrichten stellt: Wie soll die Polizei 17 Kilometer Rohre schützen? Genau das ist m. E. der Erfolg der gestrigen Aktion: Politik und Bahn müssen die Frage beantworten, wie sie ein Bauprojekt, dem ein nicht geringer Teil der Stadtbevölkerung ablehnend und mit der Bereitschaft zur Sachbeschädigung gegenübersteht, über 10-15 Jahre durchziehen wollen. Die Farce der Stresstest-Bequakung können wir uns deswegen auch sparen.
#12 Josh von Staudach . 21.06.11 . 18:30 Uhr
@ Frau Doktor: Ich glaube auch, dass die aus dem 30.09. etwas gelernt haben. Nämlich dass sie damit durchkommen! Wasserwerfer und Pfefferspray gegen Sitz- und Stehblockaden? Pah!
Nirgends in der Republik oder auf der Welt sind Demonstranten insgesamt so friedlich wie in Stuttgart! Auch die gestrigen Vorkommnisse sind kein Vergleich mit der Randale in Hamburg oder Berlin.
Wenn die Polizei wirklich kein Kalkül hätte, den Protest zu kriminalisieren, dann müsste sie die Objekte und Gelände vor Zugriffen schützen. Und es ist doch ganz offensichtlich, dass bei einer angekündigten Kundgebung am Südflügel auch ein Risiko besteht, dass das GWM besetzt wird. Schließlich wussten die seit der Nordflügel Baustellenbesichtigung, wie es gemacht wird.
Schaut hier: http://twitpic.com/5et96l — da stand die Polizei rum, wogegen im südlichen Teil http://twitpic.com/5et9qy (wo die Sachbeschädigungen stattfanden) kaum Demonstranten waren, die ein paar Einheiten hätten aufhalten können. So unübersichtlich war das nun wirklich nicht.
Je mehr ich das überlege und beschreibe, desto sicherer werde ich: das war Kalkül und somit Absicht! Denn soviel Blödheit auf einem Haufen kann es selbst im Polizeipräsidium nicht geben.
#13 MC Buhl . 21.06.11 . 19:02 Uhr
Wenn ich an der Stelle einhaken dürfte: ich entnehme den Polizeiverlautbarungen der StZ, dass man seit dem Montag Vormittag Kräfte abgezogen haben will - dennoch stand der komplette abgesperrte Bereich Cannstatter Str. voll mit Wannen. Wie viel Polizei war dann um Gottes Willen am Montag Vormittag vor Ort??
#14 wolfenburg . 21.06.11 . 19:31 Uhr
Also wenn ich den Blog richtig verstehe:
1) Wenn etwas nicht gesichert ist ist es OK es kaput zu machen. (ich komme mal beim schreiber in geloester Feierabend Stimmung vorbei).
2) Ein Polizist darf geschupst geschlagen und als Bullensau bezeichnet werden, das ist dann friedlich. Die Bilder Zeigen auch wie er von hinten geschlagen wird und nur durch das eingreifen von anderen das Gelaende verlassen konnte. Allerdings schwenkt die Kamera konsequent weg als die Gewalt eskaliert….
3) Nur weil man seine eigenen Straftaten nicht Filmt existieren sie nicht. Niemand behauptet der auf den Bildern zu sehende Polizist sei der schwerverletzte. Allerdings sieht man was ihm “geblueht” haette wenn nicht einige Leute ihn Beschuetzt und herausbegleitet haetten.
#15 Josh von Staudach . 21.06.11 . 19:32 Uhr
Richtig, es standen zig Einsatzfahrzeuge in der Cannstatter Straße, siehe Foto http://twitpic.com/5eubv0 — aber die Polizei stand hier nur nutzlos rum, wurde nicht ins GWM hinein abgezogen. Auch außerhalb des Zauns postierten sich viele Polizisten http://twitpic.com/5eucjc , die sehen konnten, was im GWM abging; keiner schritt ein oder forderte Verstärkung. Das werte ich nicht als Deeskalation, sondern als kalkulierte Passivität!
… achja und hier die Bauleitung, die dem “bunten Treiben” von oben gelassen zuschaut und keine Veranlassung sieht, irgendwie einzuschreiten: http://twitpic.com/5euhr6
#16 Peter . 21.06.11 . 20:32 Uhr
Woher soll man denn bitte wissen, dass man etwas nicht kaputt machen darf, wenn kein Polizist davor steht?
#17 Nils K. . 21.06.11 . 20:36 Uhr
Oh man, Gott sei dank sind viele der S21-Gegner am Boden geblieben und blenden die Realitäten nicht aus. Manchmal würde es vielleicht helfen, Dinge mit etwas mehr Abstand zu betrachten. Dann würde man nicht immer nur das wahrnehmen was man wahrnehmen will.
Aber was will man schon von angeblich erwachsenen Leuten erwarten, die Mitmenschen mit anderer Meinung erst mal grundsätzlich als Dumpfbacke betiteln.
#18 Nils K. . 21.06.11 . 20:49 Uhr
“…und hier die Bauleitung, die dem “bunten Treiben” von oben gelassen zuschaut und keine Veranlassung sieht, irgendwie einzuschreiten”
Der mutige Herr von Staudach hätte sich natürlich mit drei bis vierMitstreitern auf den pöbelnden Mob gestürzt.
Mir war der S21-Widerstand mal wirklich symphatisch, aber mittlerweile hat das Züge angenommen, die sind nicht mehr feierlich. Man sitzt mittlerweile auf einem derartig hohen, von Selbstgerechtigkeit und Besserwisserei triefenden Ross, dass man es nur noch ekelhaft ist. Vom Verfolgungswahn, dem hier viele erlegen sind brauchen wir gar nicht erst anfangen. Wenn’s bei der nächsten “Groß”demo regnen sollte, kommt wahrscheinlich auch noch einer um die Ecke und vermutet eine groß angelegte Verschwörung von Bahn/OB Schuster/Immobilienhaien/Baukonzernen/Marsmännchen/etc., die mit schlechtem Wetter gegen die angebliche Mehrheit der Stuttgarter Bürger vorgehen oder den Widerstand spalten will.
#19 Griga . 21.06.11 . 21:43 Uhr
Kann ich nur bestätigen: Während am Hbf jeder Bahnsteigzugang mit 4-5 Sicherhetskräften bewacht wurde und jede Menge Polizei und Bahnpolizei patrolierte, waren hinter den Zäunen zum GWM nur wenige (4-5) ziviele, wenig motivierte “Beschützer” zu sehen. Ich selbst, nahm an der Versammlung vor dem Hbf teil und zog mit der Menge Richtung Südflügel und wunderte mich über dieses krasse Mißverhältnis in der Presänz von “Personal”
#20 Südstädtler . 21.06.11 . 21:45 Uhr
@ Nils K.: Danke dafür, dem letzten Absatz kann ich nur zustimmen.
Und zwar in den letzten beiden Beiträgen, andere Meinungen werden nicht respektiert und diese hohe Ross geht mir auch gehörig auf die Nerven.
#21 Daniel . 22.06.11 . 07:14 Uhr
@8 Josh
Eigentlich wollte ich dir eben darauf antworten, aber ich empfinde es nicht als notwendig mich gegen solche Argumente zu wehren. Es interessiert mich einfach nicht.
Ich habe nichts gegen objektive Beiträge zu S21, aber diese Propaganda nervt. Dieser Beitrag ist an unsachlichkeit nicht zu toppen und steckt voller unbegründeter Vorwürfe und Verschwörungsanschuldigungen. Und das nervt!
Seid ihr euch so sicher, dass nach dem Polizei-Skandal des letzen Jahres die Polizei verdeckte Ermittler in die Demonstranten-Menge schickt um gezielt Auseinandersetzungen zu beschwören? Auf die Idee, dass die Polizei sich besonders vorsichtig verhält um so einen Vorfall nicht noch einmal wiederholen zu müssen? Manchen Menschen kann man es einfach nicht recht machen. Wie man es macht, es wird in benutzt um Hetzkampagnen zu starten. In diesem Sinne schließe ich mich #9Frau Doktor an.
#22 Daniel . 22.06.11 . 07:20 Uhr
Nachtrag: Je mehr von Joshs Kommentaren ich lese, desto überzeugter bin ich davon, dass er Polizeipräsident werden sollte. Die Erfahrung und die Motivation scheint er ja zu haben. Hoffen wir nur, dass niemand Joshs Position im S-Blog einnimmt, dann fängt er nämlich na zu schwitzen auf seinem Posten.
#23 eva . 22.06.11 . 07:32 Uhr
@Nils K.
“Der Begriff Pöbel (mhd. povel, bovel) wurde im Mittelalter aus dem Altfranzösischen (poble) entlehnt, welches Diener oder auch einfache Leute bezeichnete … Mit dem Wort „Pöbel“ wurde gewöhnlich ein Mangel an Kultur, Kultiviertheit, Stil, Feingefühl oder „Sinn für Höheres“ unterstellt.
Daran schließt sich das Verb „(an)pöbeln“ an, worunter man allgemein ein ausgeprägt vulgäres ‘Anmachen’ mit beleidigender Wirkung versteht.”
Dies ein Auszug aus Wikipedia, damit wir uns richtig verstehen. Nun meine Frage an Dich: Was genau veranlasst Dich, hier in diesem Blog derart rumzupöbeln? … troll Dich und nimm Deinen Freund Südstädtler mit an die Hand…
@Daniel
Und welche Idioten nutzen das dann aus um den eigenen Leuten zu schaden? Nach all dem, was geschah und was man aus der “sogenannten” Presse erfährt, frage ich mich auch, welche Idioten das waren und ob es überhaupt eigene Leute waren. Als ich mit zwei Freunden nach der Demo rüber zum Südflügel ging und wir am GWM ankamen, standen wir sozusagen in “erster Reihe” als es damit losging, den Bauzaun umzuwerfen. Ich empfand den Zorn, der sich in dieser Aktion entlud total nachvollziehbar. Eines machte mich jedoch stutzig, einer dieser Typen, die damit anfingen, war vermummt und DAS passte für mich überhaupt nicht ins Bild. Sei´s drum, die Demonstranten waren friedlich, 11 von ihnen nahmen es sogar in Kauf, von der Polizei abgeführt zu werden.
Der Widerstand der Bürger dieser Stadt lebt, das wurde gezeigt und das ist was zählt. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren.
#24 AlexAlex . 22.06.11 . 09:22 Uhr
es nervt…
#25 Nils K. . 22.06.11 . 09:23 Uhr
@Eva: Wo pöble ich rum? Wegen des Wortes Pöbel? Ihr verhalten ist im übrigen sehr typisch.Da hängt man sich an einem einzigen Wort auf und kramt - eben typisch besserwisserisch - einen Artikel hervor (sehr gerne genommen natürlich Wikipedia) und stempelt den Autor mit anderer Meinung als Troll ab. Macht es natürlich einfach nicht diskutieren zu müssen.
P. S. Sie haben vergessen ein lustiges, animiertes Gif-Bildchen mit der Aufschrift “Don’t feed the troll” zu verlinken.
#26 Eizi . 22.06.11 . 11:11 Uhr
Also ich bleibe dabei. Es ist merkwürdig. Guter Journalismus würde sich genau mit dieser Frage befassen: Warum war das GWM zu diesem riskanten Zeitpunkt derart ungeschützt?
Ich kann es drehen und wenden wie ich will. Ziehe ich jegliche Verschwörungstheorie ab, bleibt eigentlich nur grandiose Dummheit der Einsatzleitung.
#27 MC Buhl . 22.06.11 . 12:33 Uhr
@ Nils K.
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Animierte Gif’s sind z.Zt. leider aus.
#28 Klaus Peter . 22.06.11 . 14:44 Uhr
was ist so schwer, daran zu sagen: “Da haben Einige unter unserem Deckmantel ziemlich Scheiße gebaut, wir distanzieren uns von solch kriminellen Aktionen, wir hoffen, dass es den Verletzten bald wieder gut geht.” ?
Wäre es so schlimm hinzustehen und zu sagen: “Gewalt ist nicht unser Weg” ?
Muß man wie kleine Kinder sagen, “die haben aber angefangen”, “die sind doch selber Schuld” macht man sich da nicht gleich. Ist es jetzt Notwendig, sich gegenseitig mit Handyvideos die Schuld zuzuweisen ?
Was rechtfertigt die Sachbeschädigung ? Was die Körperverletzung ?
Können manche Gruppen zwar Parkschuetzen aber keine Menschen ?
#29 Josh von Staudach . 22.06.11 . 17:22 Uhr
@KLAUS PETER was ist so schwer daran zu lesen? Sie gehen wie alle Uni(n)formierten und nicht-vor-Ort-Gewesenen davon aus, dass der Pressebericht der Polizei die einzige Wahrheit ist. Ich habe in meinem Beitrag genau das kritisiert. Ich habe nicht bestritten, dass es Ausschweifungen gab, darunter Sachbeschädigungen. Ich bin der Meinung, dass diese von der Polizei nach Recht und Gesetz verfolgt werden sollten. Ich distanziere mich aber nicht von etwas, das gar nicht stattgefunden hat! Klar soweit? Konnten Sie das begreifen?
Wenn Handy-Videos vorliegen, die die Sachlage so zeigen, wie sie war, dann nehme ich die als Bestätigung für meine eigenen Beobachtungen. Wenn Polizei-Videos (oder -Fotos) vorliegen würden, die das Gegenteil zeigten, dann hätte ich überhaupt nicht angefangen hier zu schreiben. Hätte ich mit eigenen Augen einen übel zugerichteten und blutenden Polizisten gesehen, wäre ich entsetzt! Aber wie am 30.09. gibt es die Bilder nicht, in denen Demonstranten so über die Stränge schlagen, wie es die Polizei gern hätte. Umkehrschluss: gäbe es diese Bilder, wären sie doch durch alle Medien rauf und runter gegangen, meinen Sie nicht? Und kommen Sie nicht mit Schutz von Persönlichkeitsrechten; man hätte die Augenpartie schwärzen oder das Gesicht pixeln können, wenn es Bilder eines blutenden Polizisten gäbe. Immer vorausgesetzt, es handelte sich gar nicht um diesen glatzköpfigen Polizist, der auf all den Videos zu sehen ist, der schließlich ohne einen Kratzer völlig unversehrt im Sanibus sitzt und telefoniert.
Über ein angebliches Knalltrauma von weiteren 8 Polizisten muss nicht mehr geredet werden, denke ich. Was ist so schwer daran zuzugeben, dass dieser eine Böller (egal von wem er letztlich gezündet wurde; ich beteilige mich nicht an der Verschwörungstheorie, dass der aus den Reihen der Polizei kam!) wohl kaum einem behelmten Polizisten ein Knalltrauma zufügen kann. Das ist schlicht lächerlich, wenn nicht memmenhaft. Die in Frage kommenden Polizisten sind nach dem Knall nicht hektisch davon gerannt oder haben sich vor Schmerzen gekrümmt. Das können Sie wahrscheinlich auch ohne Brille auf den diversen Videos erkennen. Nicht wahr?
Solange die Sachlage seitens der Polizei nicht aufgeklärt wird, bleibe ich bei meinen Vorwürfen! Sollte es sich aber als zutreffend herausstellen, dass ein Polizist in Zivil nach einer Personenkontrolle von Demonstranten mit Faustschlägen und Fusstritten malträtiert wurde (wie es Züfle in die Kameras jammerte), dann werde ich gerne öffentlich vor Ihnen auf die Knie fallen und mich dafür entschuldigen, dass ich in diesem Aspekt die Polizei der Lüge bezichtigt habe!
@SÜDSTÄDTLER @ALEXALEX @DANIEL es nervt? Dann hab ich ja “den Nerv getroffen”, prima! ;-)
#30 Josh von Staudach . 22.06.11 . 17:48 Uhr
@FRAU DOKTOR danke für den Link zu Herrn Freudenreichs Kontext Beitrag!
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#31 Frau Doktor . 22.06.11 . 17:57 Uhr
@Josh: Das Danke gebe ich gerne für die neuen Links zurück. Herr Metzger bringt für mich die Sache ganz gut auf den Punkt.
#32 Klaus Peter . 22.06.11 . 18:29 Uhr
@Josh
Was sagt ihr Therapeut dazu ? Das mit der Paranoia, bekommt er doch sicher noch in den Griff. Gute Idee, mal einen der Träume vom Verfolgungswahn niederschreiben. Sie kommen gut voran. Jetzt noch öffenlich im Blog ausfechten, Respekt bald haben Sie es geschafft.
noch ein paar Geschichten:
- dass das Fahrrad geklaut wurde ist klar, war nur abgeschlossen, wurde aber nicht bewacht.
- dass eingebrochen wurde ist klar, da waren nichtmal die Fenster vergittert.
-die Frau war doch selber Schuld, dass sie Vergewaltigt wurde, wenn die sich so anzieht.
achso und die Polizei hat das Grundwassermanagement nicht richtig geschützt. Hätt man ja mit rechnen können.
Gut dann auch die Idee als “Augen- und Ohrenzeuge” zu schreiben. Es läßt sich doch wesentlich einfacher die Position der andern durch Vermutungen und weitreichendes eigenes Fachwissen diskreditieren. Man schreibt von “angeblich Verletzten” man kennt sich auch aus und der normale Menschenverstand sagt einem ja auch wie viel Krach so ein behelmter Polizeikopf aushält, was er auszuhalten hat, wenn er nicht eine Memme sein will (”memmenhaft” schreiben Sie).
Mehrere Videos zeigen, dass zwar ruppig mit ihm umgegangen wird, er aber absolut unverletzt (keinerlei Schramme, schon gar kein Blut) schließlich von Kollegen abgeschirmt im Sanibus sitzt und telefoniert
Deute ich das mit: wenn einer nicht blutet ist er nicht verletzt ??? Solange einer telefoniert geht’s ihm gut.
Solange sich einer nicht in Ihren Kategorien von Verletzung verhält ist er ein Simmulant - ich bitt sie
Wenn sie dann demnächst, angekommen sind, sich von ihren Ängsten und ihrer Paranoia befreit haben, wieso dann nicht mal an Ihrer Sozialkompetenz arbeiten ? So von wegen, wenn einer verletzt wird, dann ist das einfach Mist, egal auf welcher Seite er steht ! Wenn eine Sachbeschädigung stattfindet ist das einfach Mist, egal wem die Sache gehört !
P.S.: bleiben Sie dran, Sie sind auf einem guten Weg
#33 filderfahrer . 22.06.11 . 23:37 Uhr
Kannst Du Dir vorstellen, dass vor Deinem Haus eine Polizeistreife herumsteht, während wahlweise Fensterscheiben eingeworfen oder Autos geknackt werden?
Wer sich nicht vorstellen kann, was Josh schrieb, kann es sich angucken:
http://www.youtube.com/watch?v=ltBM...
Der Nazimob schmeisst Fensterscheiben ein und die Polizei schaut zu.
@Klaus-Peter:
Was sagt ihr Therapeut dazu ? (…) Wenn sie dann demnächst, angekommen sind, sich von ihren Ängsten und ihrer Paranoia befreit haben,
Den Meinungsgegner als krank zu bezeichnen, hat ja Tradition. In bestimmten Kreisen. Wie armselig und verkommen. Sie sind kein Stück besser, als jemand, der Zucker in den Tank eines Baufahrzeugs schüttet. Aber - wie man auch in diesem Blog immer wieder lesen kann - ein typischer Vertreter der PROller.
#34 Klaus Peter . 23.06.11 . 04:58 Uhr
@Josh @Filderfahrer
Paranoid
stellt euch hin und sagt laut: “Es ist Mist, wenn Leute verletzt werden, es ist Mist wenn Sachen beschädigt werden” diese Emphatie, dieses Mitleid machte den Menschen aus. Hören Sie auf mit Ihrer Richtig/Falsch , Gut/Böse Differenzierung. Und vor allem mit diesem “selber Schuld”, “müssen sich nicht wundern wenn…”
#35 MC Buhl . 23.06.11 . 09:59 Uhr
geehrter Klaus Peter: niemand muss sich hier hin stellen und sagen, was auch immer Sie fordern. Aber immerhin, Josh hat in einer früheren Antwort bereits mitgeteilt, dass er Gewalt ablehnt. Allerdings, und das scheinen Sie nicht verstehen zu können, lehnt er auch Propagandalügen ab. Und genau diesen Vergehens machen sich Züfle und sein Sprecher Keilbach gerade schuldig.
Aber zur Abwechslung hätte ich gerne etwas von Ihnen: stellen Sie sich bitte hin und sagen Sie laut, dass Sie nicht wollen, dass die Polizei lügt.
Danke.
#36 Klaus Peter . 23.06.11 . 20:33 Uhr
Klaro, da hab ich kein Problem:
“Ich will nicht, dass die Polizei lügt”,
und wenn Sie es nochmal hören wollen:
“Ich will nicht, dass die Polizei lügt”
1. Ich will aber auch nicht, dass es die Aufgabe der Polizei ist, das GWM zu schützen.
2. Ich will aber auch nicht, dass der Polizei unterstellt wird, sie wolle durch bewußte Untätigkeit die Demonstranten kriminalisieren.
Bitte
#37 filderfahrer . 23.06.11 . 22:30 Uhr
stellt euch hin und sagt laut:
Wer sind Sie, dass Sie das fordern? Und warum gehen Sie nicht mit gutem Beispiel voran? Wo ist Ihre öffentliche Distanzierung von Gewalt, wo Ihre Empörung darüber, dass 9 Monate nach den Geschehnissen des 30.9. ein einziger Gewalttäter zur Rechenschaft gezogen wurde - ein Polizist. Wo sind Ihre Forderungen danach, solche vorbestraften Gewalttäter auszugrenzen? Oder ist das plötzlich was gaaaaanz anderes?
Dass Sie mit keinem Wort auf Ihre widerliche Diffamierung eingehen, spricht übrigens Bände - wer derart aggressiv diffamiert, heuchelt, wenn er Gewalt einseitig verurteilt.
#38 filderfahrer . 23.06.11 . 22:34 Uhr
P.S.:
“selber Schuld”, “müssen sich nicht wundern wenn…”
tauchen auf dieser Seite genau drei mal auf - auschließlich in Ihren Beiträgen. Glauben Sie es merkt keiner, wie Sie hier verleumden?
#39 Josh von Staudach . 24.06.11 . 09:04 Uhr
Wes Geistes Kind ist denn so jemand?
stellt euch hin und sagt laut: “…
@ #34 Grandios: Selten hat sich jemand so die Blöße gegeben, wie der pensionierte Oberlehrer KLAUS PETER … Passionierter Freizeitpsychologe ist er auch noch, denn er kann das Wörtchen “paranoid” abhusten.
Da steht er also an der kreideverschmierten Tafel wie ein Rumpelstilzchen und keift: “Ich will nicht, dass die Polizei lügt.” … Lassen wir ihn keifen? Ich denke, ihm zu antworten lohnt in keiner Form mehr …
#40 Josh von Staudach . 24.06.11 . 09:06 Uhr
Die Staatsanwaltschaft hat gegenüber der Kontext Wochenzeitung bestätigt, dass es sich auf den (oben verlinkten) Videos um den angeblich so schwer verletzten Zivilpolizisten handelt.
#41 Josh von Staudach . 24.06.11 . 13:18 Uhr
Die Dramatisierung einer angeblichen Attacke auf einen Polizisten kennt keine Grenzen. Es geht um die Delegitimierung der Proteste gegen den Bahnhofsneubau …
(Noch ein lesenswerter Artikel in “Der Freitag”!)
#42 Pille . 30.06.11 . 20:15 Uhr
Soso, Polizisten sichern also eine Stelle nicht ausreichend um die Demonstranten zu kriminalisieren.
Darf ich das so verstehen dass, nach ihrer Meinung, eine Straftat keine ist wenn kein Polizist dies zu verhindern versucht?
Eine Straftat ist Sachbeschädigung auch ohne Polizei die es unterbindet. Lediglich die Repression bleibt auf der Strecke.
Im Übrigen, ich bin seit locker 20 Jahren ein “Zivischwein” mit dem Ziel der Beweissicheren Festnahme.
Nie wurde ich aufgefordert Straftaten zu provozieren. Vielmehr ist es so das man die bevorzugte “Jagdbeute” irgendwecher Krawallextremisten (Lager ist dabei egal) darstellt.