Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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11 07.09

Die Titanic heißt Karstadt

Von KateStuttgart
Vermischtes . 00:58 Uhr

Da will man einmal die Wirtschaft ankurbeln und einem in die Kiese geratenen Unternehmen unter die Arme greifen und es zeigt sich auf das Deutlichste warum es dort überhaupt eng geworden ist und Karstadt in Titanic umgetauft werden sollte.

Ich hatte mich durch gerungen das heute neu erschienene Album der Söhne Mannheims nicht bei Saturn sondern im Karstadt zu kaufen. Nur aus dem Grund, dass ein etwas kürzerer Weg wäre und ich dem angeschlagenen Konzern etwas Kapital zuführen würde.
Doch es war einfach nicht möglich! Der “Neuheiten”-ständer enthielt noch die Best-of-CD von Herbert Grönemeyer und eine nicht mehr vollständige Hitparade der meistverkauften CDs, aber keine Söhne CD. Auch im Regal für deutsche Künstler waren nur die älteren CD der Mannheimer zu finden. Dahin war mein schöner Plan. Da blieb mir nur noch der Saturn.

Doch dieses Erlebnis bestätigt nur meine Meinung über Karstadt bzw. das in Stuttgart. Den gerade in dieser Fiale ist in den letzten Jahren die CD und DVD Sektion mehr und mehr den Küchengeräten und Elektrogeräten gewichen. Lieferkisten in denen unsortiert und unübersichtlich DVDs im Gang “präsentiert”, doch eher aufbewahrt , werden, sind ein gewohnter Anblick geworden.
Einmal überhörte ich auch einen Mitarbeiter am Telefon verzweifelt nachfragen wo er all das Gelieferte überhaupt ausstellen solle.
Da braucht sich doch keiner wundern wenn die Kunden ausbleiben. Natürlich hat so ein Kaufhaus auch seine Vorteile: alles ist unter einem Dach und man findet garantiert ein Exemplar der Ware die man sucht: einen Mülleimer, einen Rock oder einen Wecker. Aber nie genau, dass was man sich vorgestellt hat. Warum dann nicht gleich zum spezialisierten Fachgeschäft gehen?

Gerade bei Kleidungstücken habe ich Karstadt schon vollständig abgeschrieben: was soll ich mit einem riesig weiten, unübersichtlichen Verkaufsraum, der nur nach Marken und meinem Geschlecht sortiert ist. Ich will nicht um das mögliche Angebot zusammen zusammeln eine der wenigen Verkäuferinnen ansprechen müssen.
Sorry, aber beim Klamottenkauf brauche ich nicht noch extra Stress dadurch, dass eine Dame, die älter als meine Mutter ist, mir erklärt was gerade “in Mode” für junge Damen meines Alters ist.

Auch für die anderen Abteilungen des Kaufhauses sehe ich wenig Hoffnung. Bleibt also nur noch abzuwarten wann das Wasser eindringt, aufgefahren auf den Eisberg ist Karstadt ja schon.

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6 Kommentare zu Die Titanic heißt Karstadt

#1 kather . 11.07.09 . 11:17 Uhr

Ein für mich schlecht geschriebener bericht der weder die Problematik alzeptiert noch eine sachliche Meinung widerspiegelt.
Ich finde den Kommentar typisch “Deutsch” und ziemlich übertrieben.
Sie suchen nach den möglichen Fehlern und gehören zu der gattung die gerne anderen nach dem Mund redet und lieber schlecht urteilt und sich den Mund über andere und deren Probleme zerreist !!!
Es gibt viele die dort sehr gerne einkaufen und es auch Ok ist wenn ältere Mitarbeiter bedienen oder wissen nur junge Menschen was aktuelle Mode ist ??? Was ist dann mit den Herren Lagerfeld und Joop ?? Müssen die jetzt in Ruhestand ? denn diese Herren könnten locker Ihr Papa sein!
Noch ein schönes Wochenende

#2 PhilGrooves . 11.07.09 . 14:25 Uhr

KateStuttgart bestätigt mit Ihrem Erfahrungsbericht nur die grundlegenden Probleme die Warenhäuser und speziell Karstadt ja schon lange haben. Für die jüngeren Kunden ist höchstens das Bekleidungssortiment ausreichend, und das wird dann nicht ansprechend präsentiert. Für die Kunden mittleren Alters ist die Auswahl in den anderen Bereichen einfach zu gering, so dass Fachgeschäfte vorgezogen werden. Für die ältere Generation mag das Angebot und die Präsentation ausreichen, die gehen aber nur selten in die Innenstadt um Karstadt zu besuchen.

Die meisten Mitarbeiter im Verkauf bei Karstadt können sicher wenig dafür, hier hat vielleicht etwas der Innovationswille in der Führungsebene gefehlt.

Galeria Kaufhof ist für mich persönlich schon attraktiver wegen der besseren Präsentation, aber ein Warenhaus kann nie das bieten was ein Fachgeschäft leistet. Ein Zusammenschluss der beiden Ketten ließe sich vielleicht mit einem Neustart des Konzeptes verbinden, aber es bleibt zu befürchten dass sowas nicht passiert - und irgendwann das Warenhaus komplett aus den Städten verschwindet.

#3 Stehning, Ralf . 11.07.09 . 15:41 Uhr

Bevor man solche Kommentare abgibt, sollte man sich erst einmal korrekt informieren!
Karstadt geht es, wie vielen Berichten zu entnehmen ist, nicht so schlecht wie es vor der Anmeldung des Insolenzeröffnungsverfahrens berichtet wurde, im Gegenteil.
Um Karstadt macht sich der vorläufige Insolvenzverwalter Herr Görg weniger Sorgen als um andere Einzelgesellschaften der Arcandor AG und Karstadt hat mit die besten Zukunfts-Chancen. 1,5 Millionen Kunden Täglich finden die gewünschten Artikel ihrer Wahl. Dass es in solch einem Verfahren in Einzelfällen dazu kommt dass nicht alle Artikel zur Verfügung stehen ist wenn man sich mit Insolvenzen beschäftigt auch erklärlich.
Zum Thema älterer Verkäuferinnen ist in dem ersten Kommentar (Kather) ausführlich und korrekt eingegangen worden, Ihrer Ausführung zufolge sollten in der Spielwarenabteilung dann auch nur Kinder bedienen!?
Ich hoffe für Sie, dass Sie nicht in die Situation kommen altersbedingt Ihren Arbeitsplatz zu verlieren, sei es, weil Sie zu Jung und ohne Erfahrung, oder zu alt für die jungen Kunden sind. Ihren Bericht schreibe ich Ihrer Unerfahrenheit zu. Zum Abschluss, “das Warenhaus lebt und ist für alle Generationen da”.

#4 PhilGrooves . 12.07.09 . 14:25 Uhr

Naja, was sollte man als Karstadt-Mitarbeiter hier auch anderes schreiben. Für Sie beide bleibt natürlich zu hoffen dass die Geschichte vorerst ein gutes Ende nimmt.

#5 copywriter . 12.07.09 . 23:39 Uhr

Ach herrje, da hat eine PR-Abteilung aber fix Leute beauftragt. Kather, was wollen Sie? Da hat jemand den Selbstversuch gemacht und redet eben nicht “anderen nach dem Mund”. Die Rechtschreibung tut übrigens den Augen genauso weh, wie solche Frechheiten.

Bedienende Kinder in Spielwarenabteilungen wären übrigens gar nicht so schlecht, Herr Stehning, wenn Kinderarbeit nicht aus gutem Grund verboten wäre. Aber dann würden wenigstens Leute da arbeiten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas von Spielwaren verstehen. Lagerfeld und Joop tragen Ihre mutmaßlichen Zielgruppen übrigens auch eher selten, deren Erzeugnisse sind von den aktuellen Moden genauso weit entfernt, wie Ihr Programm.

Mit Ihren Beiträgen und dem aggressiven Ton darin haben Sie beide Ihrem Arbeitgeber keinen Gefallen getan. Ich wünsche Ihnen dennoch alles Gute.

#6 Exilostfriese . 20.07.09 . 09:51 Uhr

Ich hasse es auch, wenn mir Verkäufer erklären wollen irgendwas wäre jetzt “Mode”, wenn mir etwas nicht so recht gefällt. Entscheidend ist ersteinmal was der Kunde will. Im Kaufhaus habe ich auch eher das Gefühl die Verkäufer wissen teilweise nur über ihr Sortiment Bescheid. Es ist halt etwas anderes, wenn die Verkäuferin entsprechend selber Interesse an der jungen Mode hat als nur beruflich damit zu tun zu haben.
Wenn ich mir Laufschuhe kaufen möchte, traue ich auch eher jemandem Kompetenz auf dem Bereich zu, der auch läuft, als einem der aussieht als hätte er mit Laufen nichts am Hut. Der mag vielleicht das weitererzählen können, was ihm ein Vertreter erklärt oder er auf einem Kurs gelernt hat, aber selber Erfahrung gemacht zu haben ist da nun mal 100mal besser.

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