Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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19 12.07

Die schlechten ins Kröpfchen, die guten ins Schocken

Von Donna Lüttchen
Vermischtes, Kultur, Leben, Freizeit . 23:28 Uhr

GETT WELL SOON. Noch nie fand ich einen Bandnamen so ungeheuer passend wie am Montag im Schocken.
Nachdem ich mir eine gewisse Musik-Besessenheit zuschreiben muss, ging ich freilich nicht unvorbereitet auf das anstehende Konzert. Ich war informiert über die Band, vor allem den Musiker Konstantin Gropper. Was ich herausgefunden hatte, war sehr dazu angetan, mich zu interessieren und, ja, zu begeistern. Hörproben machten mich nur noch neugieriger. Zumal das Debüt zu meiner Ungeduld noch ein paar Tage auf sich warten lässt. Umso glücklicher war ich, zu erfahren, dass Get Well Soon auf Christmas-Tour unterwegs sind. Einen zweiten Bauchnabel gefreut habe ich mir allerdings erst, als ich Daten und Orte, an denen Halt gemacht wurde las. Stuttgart, ja ist es denn zu glauben? Wo doch viele Künstler, die etwas auf sich halten einen riesigen Bogen um die Schwabenmetropole schlagen.
Gottlob hatten diese Sieben eben jenen Bogen noch nicht raus. Und kamen wirklich. Und wie! Ohne Übertreibung mit Geigen und Trompeten, sogar-ungelogen- Pauken waren mit von der Partie. Und Herr Gropper war, nun ja, einfach nur Herr Gropper, nehme ich an. Er war göttlich. Ein wenig schüchtern kam er daher, nur um dem geneigten Publikum bei sich bietender Gelegenheit kleine, einem, ohne es zu wollen, die Schamesröte ins Gesicht treibende Spitzen um die Ohren zu hauen. Weil wir ja doch nur unwürdige Konsumenten sind, denen die eingängigen Stücke leichter zu verdauen scheinen. Und er hat ja Recht. Jedenfalls saß ihm der Schalk im Nacken, dem Herrn G., was den Reiz dieses Abends nur erhöhte. Die Musik nämlich war doch eher besinnlich, betörend und etwas getragener. Versponnen, verträumt, nicht von dieser Welt. Märchenhaft. Und auch das im wahrsten Sinne. Denn um eine solche Stimme zu bekommen, muß Konstantin Gropper eine irre Fee bestochen haben. Anders kann ich mir das nicht erklären. Mich haben Get Well Soon jedenfalls verzaubert. Auch wenn sie zu unfairen Mitteln griffen, als sie zur Filmmusik von “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” auf die Bühne marschierten. Damit hatten sie mich ohnehin schon. Der Rest war ein Kinderspiel. Und was für ein schönes! So möchte ich Weihnachten jedes Jahr eingeläutet haben. Nächstes Jahr dann bitte in der Liederhalle.. Ich weiß eines: I will get well soon- wenn ich erst die Platte habe.

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1 Kommentar zu Die schlechten ins Kröpfchen, die guten ins Schocken

#1 Claudia . 05.01.08 . 14:36 Uhr

Schöner Bericht. Haben die Jungs auch eine Website, wo man mal reinhören kann? hab auf Anhieb beim großen G***** nichts gefunden.

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