Von Wegschaffel
Befindlichkeiten . 15:30 Uhr
Sie, KIM-ANOUK ZETTLER,
die Sie im Auftrag der BILD Stuttgart für das bisschen Text unterm Bild sorgen müssen, haben es auch nicht leicht. Dass die Worte, die Sie täglich ins Blatt kratzen meist keinen Sichtkontakt zur Wirklichkeit und nur flüchtige Berührung mit Ihrem Verstand haben, kann man ja noch verstehen. So funktioniert schließlich der Stoffwechsel Ihrer Zeitung: Bullshit in – Bullshit out.
Ein arbeitsrechtlicher Skandal ist es aber, dass Sie, Kim-Anouk, offensichtlich noch unter mindestens zwei weiteren possierlichen Pseudonymen für Meinungsbildung im Namen des Volkes sorgen müssen. Oder wie sonst soll ich mir erklären, dass „BIRTHE ARFF“ und „ROBIN MÜHLEBACH“ seit Tagen den absolut identischen Mundstuhl über Eisbär Wilbärs „Blitzabschiebung“ ausscheiden, wie Sie am letzten Freitag?
Gut, eine Möglichkeit wäre, dass in Ihrem Redaktionsgehege der eine den Mist vom anderen wiederkäut. Effizienz ist ja auch bei Ihnen das Gebot der Stunde, die Auflagen waren schließlich schon mal besser.
Ein anderer Grund für die Dauerwiederholung könnte sein, dass Ihr Chef die Storyline von der „Blitzabschiebung“ durch die Tierquäler in der Wilhelma höchstpersönlich erfunden hat, und sich verbittet, dass ihm so ein Redaktionshelot diese bildschöne Geschichte durch Recherche kaputt macht.
Spart ja auch eine Menge Arbeit und Energie: Man nehme die einmal erfundene Schlagzeile, packe das passende Foto vom nuckelnden und schmusenden Bärchen dazu, ignoriere die erklärenden Infos vom Zoo, verzichte auf Absicherung durch weitere Quellen und schwupps ist der Storybollen so rund, dass man ihn ohne weitere Informationszutaten ein paar Wochen durch die Seiten rollen kann. Und wenn sich dann noch die jedes Tröpfchen Medienspeichel leckende Tierschutz-Sekte PETA als Anschieber ranschleimt, ist bei Bild alles im Lack.
Dass die PETA-Frontsau die als „Zoo-Experte“ durch Ihre Seiten getrieben wird kein ausgebildeter Zoologe ist, sondern ein angelernter Fensterbauer und nebenbei auch nicht so heißt, wie er behauptet, stört Sie nicht weiter. Schon klar: Dessen angelesenes, aus dem jeweiligen Kontext gerupftes Viertelwissen mit einem kurzen Anruf bei einem echten Fachmann zu verifizieren, wäre für die Story natürlich tödlich gewesen.
Blöd nur, Kim-Anouk, Birthe und Robin, dass Sie das Sahnehäubchen Ihrer Kampagne gegen die Wilhelma - die Blut, Schweiß und Tränen-Reportage von Wilbärs „Abschiebung“ - voll versemmelt haben. Sie, die sie sonst behaupten den Furz zu riechen, bevor das Böhnchen verschluckt ist, haben nämlich trotz Spitzeleien und geschmierten “Leserreportern” den geheim gehaltenenen Termin auch nicht geknackt. Als Ihre mit Teleobjektiven armierten Bildräuber durchs Gebüsch robbten, war der Bär längst weg. Da nützt es auch nichts, Kim-Anouk, wenn Sie in Ihrem schwurbligen Gemurmel vom letzten Freitag so tun, als hätten Sie beim Abtransport ins Schwarze des Bärenhintern und ins Weiße seiner angstvoll aufgerissen Augen geblickt. Alles was Sie gesehen haben, ist ein leeres weißes Blatt auf Ihrem Redaktionstischle. Und ich fürchte, dass das da noch viele weiße Blätter liegen die bibbernd darauf warten, von Ihnen und Ihren sauberen Kameraden ins Reich des Blöden abgeschoben zu werden. Ich bleib dran.
Grausamer Abschied von Stuttgart
Darf man ihn seiner Mama wegnehmen?
Blitzabschiebung nach Schweden
Sollte der Eindruck entstanden sein, dass dieser Artikel nicht neutral und auch kein bisschen unparteiisch ist, so räume ich das gerne ein. Ich kenne Menschen und Tiere in der Wilhelma und kann beide gut leiden. Die BILD-Zeitung kann ich dagegen eher nicht so gut leiden. Ich lege aber Wert auf die Feststellung, dass dies ein privater Meinungsbeitrag ist, aus dem ich keine persönlichen oder finanziellen Vorteile ziehe. Dieser Text ist also weder von Wilbär, der Wilhelma, der Stuttgarter Zeitung, Kim-Anouks Ex-Freund oder sonst jemandem beauftragt oder bezahlt. Es musste einfach mal gesagt werden.
#1 whis42per . 18.05.09 . 09:28 Uhr
Wie alles, was rund um Wilbär aus Stuttgart kam oder getan wurde…
auf den Punkt!!
:)
#2 Tina H. . 18.05.09 . 12:07 Uhr
Wie klasse ist das denn? :-)
Wäre schön, wenn Sie dranbleiben, zumal Robin, alias wer auch immer, blödachsenmäßig nachgelegt hat.
#3 Jürgen Lück . 18.05.09 . 15:03 Uhr
Das sind halt die BILD-Gesetze, sehr geehrter Wegschaffel. BILD kommt halt von Bild wie Foto…
#4 Wegschaffel . 18.05.09 . 16:24 Uhr
#5 Wegschaffel . 18.05.09 . 16:30 Uhr
___Jürgen Lück: Nein, das sehe ich nicht so. Gegen viel Bild und wenig Text habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden. Gegen lausiges Handwerk, gschlamperte Recherche und vorsätzliche Fälschung aber schon.
#6 Stina . 18.05.09 . 17:50 Uhr
TOP-Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Seit Wochen ärger ich mich über die verfälschte Berichterstattung der BILD zu Wilbär. Und dass der angelernte Fensterbauer bei seiner ebenfalls verfälschten Berichterstattung bleibt, obwohl er selbst an der Scheibe stand und zusah, wie Mama Wilbär ihren sich wehrenden Wilbär am Ohr durchs Wasser schleifte, spricht für sich.
#7 Manuela R. . 18.05.09 . 19:06 Uhr
Klasse Beitrag. 1A
Stuttgart, die Wilhelma haben ALLES, aber wirkich ALLES richtig gemacht.
#8 Paul-geht-baden . 19.05.09 . 00:38 Uhr
Wie geil ist das denn? Supergeil natürlich! Ganz große Klasse, lieber Wegschaffel. Was mich am meisten begeistert hat, war ein Satz in der Nachbemerkung:
Ich kenne Menschen und Tiere in der Wilhelma und kann beide gut leiden.
Mich hat das sofort an einen wunderbaren Roman (tja, immer das Gleiche…) von Brigitte Kronauer erinnert, ‘Die Frau in den Kissen’ (bei dem ich leider immer und immer wieder eingenickt bin - kein Witz, ich schwör’s!). Darin verliebt sich eine ältere alleinstehende Frau, die täglich in den Zoo geht (Hagenbeck allerdings, spielt in Hamburg), in einen — Mantelwolf. Ich weiß zwar nicht mehr, wie die Sache ausgeht, aber es wird, natürlich, nichts draus: Frau Kronauer schreibt keine Fantasyromane. Ich erzähle Ihnen, mein Lieber, dies alles, weil ich, wenn sich der Staub der Schlacht um die Wahrheit über die Abschiebung des Polarbären gelegt hat (welche Tatsachen wurden da jetzt noch mal genau verdreht, empörender- und verachtenswerterweise?), wenn die Schlachtenbummler weitergezogen sind und das Blut wieder in ruhigerem Takt pulsiert, gerne mehr hören würde über die schöne Bekanntschaft, vielleicht Freundschaft (?), mit bzw. zu den Tieren - und auch den Menschen - der Wilhelma, zu der Sie sich auf so einnehmende Weise bekannt haben (wenn ich ganz ehrlich bin, interessiert mich Ihre Beziehung zu den Nashörnern und Giraffen z.B. ein ganz klein wenig mehr als die zu deren menschlichen Zoo-Kameraden, wenn ich das sagen darf). Am schönsten wäre eine Serie. Ich bin jetzt schon Ihr größter Fan. Ehrlich.
#9 Paul-geht-baden . 19.05.09 . 00:47 Uhr
Auch von mir eine Nachbemerkung: Wenn Kesselblick das alles noch erlebt hätte! Wie hier BILD auseinander genommen wird. Und Herr Lück sich…
#10 Wegschaffel . 19.05.09 . 00:54 Uhr
___PGB:
Ehrlich.
Ich seh schon: Sie trauen mir zu, dass ich Ihnen nicht traue. Warum? Danke für die freundliche Rückmeldung. Long no hear. Für Tierserien bin ich aber der Falsche. Wahrscheinlich. Muss ich drüber schlafen. Jetzt sofort.
#11 thomas . 19.05.09 . 01:12 Uhr
Lasset doch die Leut schwätza.
Dem Wilbär gehts Prima, Corinnabär ist die beste Bärenmama auf der schwäbischen Hemisphäre (ehrlich!) und der Anton darf nun ENDLICH wieder auf die große Anlage mit Corinna.
Mittlerweile ziert meinen Desktop ein gemütlich in Schweden lümmelnder Wilbär, der noch dazu frech in die Kamera grinst. Ich freu mich drauf, ihn irgendwann zu besuchen. Nur gut, dass die Blödzeitung Rezession hat, deshalb dürfense nicht verreisen ;-)
Die Bilder der Anlage in Schweden sind der helle Wahn, das Nonplusultra für ein Zootier.
#12 Wegschaffel . 19.05.09 . 08:03 Uhr
___Thomas:
Lasset doch die Leut schwätza.
Das Blöde ist, dass viele Leut des nachschwätztet, was die BILD vorschwätzt. Und dort werden eben nicht nur Bärchen-Märchen erfunden. Grüße an den Desktop und Ihre sonstigen Bärenfreunde.
#13 schlussjetzt . 19.05.09 . 12:05 Uhr
hier scheint es gleichgesinnte zu geben. ich lass mir das nicht länger gefallen: http://schlussjetztbild.wordpress.c...
#14 ralf . 19.05.09 . 13:04 Uhr
Danke für diesen geilen Artikel, selten so über Bild lachen dürfen.
Für alle die beunruhigt sind: Ich war gestern bei Corinna und sie lag zufrieden auf dem Fels und hat sich die Sonne auf den Pelz brennen lassen, so sieht eine zufriedene Bärin aus.
#15 PhilGrooves . 19.05.09 . 21:47 Uhr
Regelmäßig über die BILD (und andere Medien) lachen kann man übrigens auch bei bildblog.de. :)
#16 Robin Mühlebach . 22.07.12 . 18:54 Uhr
Normalerweise reagiere ich nicht auf solchen Stuss. In diesem Fall fände ich es angebracht, dass der anonyme Autor “WEGSCHAFFEL” mich mal kurz kontaktiert. Es gibt da einen bestimmten Grund, den ich nicht hier im öffentlichen Forumsbereich ansprechen möchte. Meine (private) E-Mail-Adresse ist robinmuehlebach@mac.com.
#17 Wegschaffel . 23.07.12 . 21:31 Uhr
___Robin Mühlebach: Stimmt, man kann nicht auf jeden Stuss reagieren. Glück für Sie und Ihren Arbeitgeber.
Für die Ansprache des “anonymen Autors WEGSCHAFFEL” ist dieser “öffentliche Forumsbereich” hier übrigens wie geschaffen, trauen Sie sich.
#18 Tellura Spargelschatz . 24.07.12 . 08:51 Uhr
Anonym? Igitt!
#19 Robin Mühlebach . 25.07.12 . 21:30 Uhr
Da Sie sich weigern, sich über meine private E-Mail-Adresse zu melden, muss ich es Ihnen leider hier im öffentlichen Bereich des Internet sagen: Ihre Häme richtet sich gegen eine junge Kollegin, die vergangenes Jahr bei einem tragischen Unglück ums Leben kam. Ich möchte daher an Ihren Anstand appellieren und Sie darum bitten, diesen Thread zu löschen. Mit freundlichen Grüßen, Robin Mühlebach
#20 Wegschaffel . 27.07.12 . 13:10 Uhr
___Robin Mühlebach: Das ist traurig.
Dass es für Hinterbliebene schwierig ist, kritische Worte über einen Verstorbenen zu lesen, kann jeder verstehen.
Ihr Ansinnen, einen Beitrag zu löschen, der zwei Jahre vor dem Tod einer im Text genannten Person veröffentlicht wurde, kann ich emotional noch nachvollziehen. Sachlich halte ich Ihre Forderung aber für absurd. Insbesondere von jemandem, der „vom Fach” ist.
Wenn Ihr Arbeitgeber, die Bild Zeitung, die Archive nachträglich von kritischen, (hämischen, gehässigen, erfundenen, erschlichenen, wahrheitswidrigen …) Beiträgen über jetzt Verstorbene säubern müsste, hätten wir in Deutschland Vollbeschäftigung.
Aber natürlich kann man darüber andere Auffassungen haben.
Das Thema “Gibt es ein Internet nach dem Tod?” ist für uns alle irgendwann relevant, vielleicht werde ich das in einem neuen Beitrag hier im Blog ansprechen. Wenn Sie dazu auch etwas beitragen möchten, sind Sie herzlich eingeladen.
An dieser Stelle (hier) werde ich es dabei belassen, da der Beitrag ansonsten bei Google noch mehr Aufmerksamkeit abkriegt, als es Ihnen recht ist.
Nach dem Tode, alles für die Lebenden.
#21 Paul-geht-baden . 27.07.12 . 14:04 Uhr
Hochachtung!
#22 Robin Mühlebach . 29.07.12 . 19:42 Uhr
Lieber Herr “Wegschaffel”,
der große Unterschied zwischen Ihnen und mir ist folgender:
Wenn ich einen (nach Ihren Worten) “hämischen, gehässigen, erfundenen, erschlichenen, wahrheitswidrigen” Beitrag schreibe, dann steht mein wahrer Name drüber. Weil ich dazu stehe, was ich schreibe.
Wenn Sie einen “hämischen, gehässigen, erfundenen, erschlichenen, wahrheitswidrigen” Beitrag (u. a. über eine Verstorbene) schreiben, dann verstecken Sie sich hinter einem Pseudonym. Sie mögen Ihre Gründe dafür haben. Man mag dahinter Feigheit vermuten, aber dieses Urteil will ich mir nicht anmaßen.
Ich habe Sie lediglich darum gebeten, mich über meine private E-Mail-Adresse zu kontaktieren, um Ihnen meine Probleme mit Ihrem Kommentar zu erläutern.
Nachdem Sie dieser Bitte nicht nachgekommen sind, habe ich Sie lediglich darum gebeten, diesen Thread zu löschen. Aus meiner (ganz persönlichen Sicht) ist es natürlich Ihr gutes Recht, dies nicht zu tun. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das ich nicht in Frage stellen will. Aber ist es nicht auch mein gutes Recht, Sie darauf hinzuweisen, dass sich Ihre extrem beleidigenden Worte gegen jemanden richten, der bei uns nur ein Praktikum gemacht hat, und der auf tragische Weise aus seinem jungen Leben gerissen wurde? Muss ich mich jetzt dafür schämen, dass ich Ihnen diesen Umstand mitteilen wollte? Muss ich mich jetzt dafür entschuldigen?
Jetzt weiß ich nicht mehr, um was ich Sie noch bitten könnte.
Somit muss ich Ihnen in einem Punkt Recht geben: Wir sollten es an dieser Stelle belassen.
Mit freundlichen Grüßen,
Robin Franz Mühlebach (Esslingen)
#23 Robin Mühlebach . 30.07.12 . 00:27 Uhr
Dass Sie, Herr Wegschaffel, sich weiterhin FEIGE hinter ihrem Pseudonym verstecken werden, ist so sicher wie das Amen in der Kirche…
#24 Heinrich Jedewede . 30.07.12 . 11:29 Uhr
[…] verstecken Sie sich hinter einem Pseudonym. Sie mögen Ihre Gründe dafür haben. Man mag dahinter Feigheit vermuten, aber dieses Urteil will ich mir nicht anmaßen.
Dass Sie, Herr Wegschaffel, sich weiterhin FEIGE hinter ihrem Pseudonym verstecken werden, ist so sicher wie das Amen in der Kirche…
Wollten wir nicht schon immer mal wissen, wie lange es ein BILD-(Chef)Reporter aushält, ohne zu denunzieren, ohne zu hetzen? In diesem Fall von 19:42 Uhr bis 0:27 Uhr. Zur Erinnerung: Wenn wir Wegschaffels Artikel von vor drei Jahren richtig verstanden haben, war es eben das Hetzerische an den drei BILD-Artikeln über Wilbär, die Wegschaffel empört und zu seiner Reaktion veranlasst haben. Das Ansinnen, drei Jahre später einen Blogbeitrag zu löschen, weil darin jemand scharf kritisiert wird, der inzwischen bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, ist meiner Ansicht nach so absurd und, ja, verkitscht, dass Ich fürchte, dass Herr Mühlebach, zumal in seiner Aufgebrachtheit über den Widerstand gegen seine Wünsche, für Argumente nicht zugänglich ist. Deshalb nur so viel: Pseudonyme werden im Internet u. a. wegen der zum Durchknallen neigenden Typen verwendet. Man möchte einfach sicher gehen, dass sie, wenn sie einem Feigheit vorgeworfen und damit ihr Mütchen noch nicht genug gekühlt haben, als Nächstes nicht auch noch an der Tür klingeln.
#25 Paul-geht-baden . 30.07.12 . 14:15 Uhr
Meine Herren, Herr Jedewede! Mit Ihrer Bemerkung zu Pseudonymen haben Sie natürlich Recht, ich erinnere an die gegen uns gerichtete schwäbische Fatwa “Brauchsch Parfsmaul”. Aber sonst? Was, wenn das, was Herr Mühlebach Wegschaffel mitteilen möchte, Folgendes ist?: Eigentlich habe er, Robin Mühlebach, alle drei Artikel geschrieben. Die Autoren der beiden anders gezeichneten Artikel haben nur eine Rohfassung geliefert usw. Dass er das öffentlich nicht sagen möchte, wäre doch nachvollziehbar, ebenso wie der nachträgliche Wunsch, dass die Kritik - auch wenn er sie als Stuss abtut -, die eigentlich ihm gilt, nicht an einer Kollegin hängenbleibt und deren Andenken schändet (sagt man das so?). Aber warum erregt Herr Mühlebach dann durch bizarres Verhalten Aufmerksamkeit (soweit davon bei einer täglichen Leserschaft von noch etwa 250 Leuten die Rede sein kann), wo doch Geräuschlosigkeit geboten wäre? Mit einer Mail an die Herausgeber mit der Bitte um Weiterleitung an Wegschaffel wäre das doch völlig unkompliziert zu bewerkstelligen gewesen… Je mehr man darüber nachdenkt, desto rätselhafter wird der Fall.
#26 Ralf Schmid (Hrsg.) . 30.07.12 . 14:37 Uhr
Die Mail an uns gab es bereits. Allerdings nicht als Bitte um Weiterleitung, sondern als Beschwerde, deren Ziel nicht eindeutig formuliert war, von uns aber als Bitte um Maßregelung interpretiert wurde. Der wir, wie man sieht, nicht entsprochen haben, weil wir es – ebenso wie Wegschaffel – absurd finden, kritische Texte zu löschen, sobald der Kritisierte gestorben ist.
Noch absurder ist die implizierte Unterstellung, Waffengleichheit wäre erst hergestellt, wenn Wegschaffel sich »outete«.
#27 Leser W . 30.07.12 . 15:02 Uhr
Meine Sympathie für die Bildzeitung hält sich in sehr engen Grenzen aber der Herr von dieser Zeitung hat offensichtlich das irgendwie sympathische Anliegen diese junge Frau zu schützen. Vor was er sie schützen will könnte sein, dass sie als Praktikantin diesen Bärentext gar nicht selber geschrieben hat (schreiben bei der Bildzeitung Praktikanten was sie für richtig halten? Wohl kaum), sondern eigentlich er selber. So wie das der Paul schon vermutet. Dass er sich jetzt vor sie stellt ist ihm grundsätzlich nicht übelzunehmen aber die Art ist natürlich total daneben, er macht sich hier ja wirklich öffentlich zum D…. Ich würde auch sagen belasst das Thema in Ruhe und den Mann auch, der hat schon genug Probleme wie es aussieht.
#28 Robin Mühlebach . 13.08.12 . 22:20 Uhr
Lieber Leser W.: Kritik ist vor allem dann gut, wenn sie weh tut. Danke!
#29 Nordrandbewohner . 13.08.12 . 23:05 Uhr
Die verlorene Ehre der …
Grüße vom Nordrand
#30 Anonyma . 29.03.13 . 19:52 Uhr
Ich bin weder aus Stuttgart, bin auch kein Fan von BILD und kenne mich bei den Sachverhalten der diskutierten Artikel nicht aus.
Aber ich kannte die Person, über die hier gesprochen wird.
Was Herr Mühlebach schreibt, stimmt: Sie war Praktikantin bei BILD und sie ist nun tot.
Man kann vielleicht über die Qualität ihrer Texte diskutieren, aber ich würde alle bitten, dabei sachlich zu bleiben und die Person der jungen Frau rauszuhalten. Ob sie “ehrenhaft” war, unehrenhaft, oder ihre Ehre verloren hat, wie NORDRANDBEWOHNER hier spekuliert, gehört nicht hier her.
Bitte verstehen sie, dass es uns Hinterbliebenen weh tut, wenn auf diese Weise über sie spekuliert wird, noch dazu von Leuten, die sie überhaupt nicht kannten.