Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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01 03.10

Dichten für den Haus(wand)gebrauch

Von Wegschaffel
Kultur, Fundsachen . 14:35 Uhr

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Anmerkung: Nein, ich musste nicht lange nach diesen Werken suchen. Gesucht habe ich sowieso gar nicht, diese Graffitis nach Stuttgarter Art waren bei meinem kleinen Radausflug am vergangenen sonnigen Samstag einfach an jeder zweiten Ecke da.

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8 Kommentare zu Dichten für den Haus(wand)gebrauch

#1 Paul-geht-baden . 01.03.10 . 18:14 Uhr

Schöne kleine Sammlung. Muss Zufall sein, dass kein Friseur (oder Frisör?) dabei ist. Nach meinem Eindruck gibt es kein Gewerbe, dass sich mit vergleichbarer Leidenschaft auf die Wortakrobatik geworfen wie die… äh, Kwafföhre.

#2 Frau Doktor . 01.03.10 . 18:32 Uhr

Maler haben auch so einen Hang zur Kreativität - sprachlich und gestalterisch.

#3 Wegschaffel . 01.03.10 . 18:44 Uhr

Stimmt. Und Bäcker wie der Hafendörfer. Der ist nämlich kein Bäcker, sondern “Konditor und Traiteur”.

Dafür teilen sich alle Zimmereifachbetriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen einzigen Grafiker.

#4 Wegschaffel . 01.03.10 . 18:51 Uhr

___Frau Doktor: Sie meinen mit “Maler” das Anstreichergewerbe, oder? Bei den anderen Malern ist der Hang zur Kreativität ja irgendwie als Bedingung eingebaut, nicht wahr.

#5 Paul-geht-baden . 01.03.10 . 20:58 Uhr

___Wegschaffel. Entweder verstehe ich Ihren “Konditor und Traiteur” falsch oder Sie haben meine “Wortakrobatik” anders verstanden, als ich sie gemeint habe. Nämlich so: SpectaCoolHair
Gesehen in Ludwigsburg.

#6 Wegschaffel . 01.03.10 . 23:24 Uhr

___PGB: Ui, da habe ich Sie in der Tat falsch verstanden. Das da oben ist wirklich Wort-Batik vom Allerfeinsten.

#7 Exilostfriese . 02.03.10 . 09:01 Uhr

Na zumindest bleibt durch solche Wortakrobatik der ein oder andere Name hängen.
Aber wie es immer so ist: Irgendwann wird es zu viel. Gefühlt mehr als 50% der Haarabschneider haben so einen “kreativen” Namen. Selbst mancher 0815-Frisör hat schon so einen Namen. Die haben dann aber auch das Problem, diese Kreativität zu bringen oder dass der normale Kunde gar nicht erst den Laden betritt.
Jemand der einen konservativen Schnitt haben möchte, wird wahrscheinlich eher Abstand halten von SpectaCoolHair. Da erwartet man eher Leute hinaus spazieren mit einem Wow-Effekt auf dem Kopf.

#8 Frau Doktor . 02.03.10 . 09:25 Uhr

@Wegschaffel: Genau, offiziell heißt das Handwerk wohl ‘Maler, Lackierer, Anstreicher’. Da findet sich zwar meist ein unverdächtiger Betriebsname (Malerbetrieb Hölzel oder Malermeister Schlemmer), aber die Betriebsfahrzeuge sind mit wunderbar kreativen Logos und pfiffigen Sprüchen geschmückt.

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