Von Anton Schmittke
Befindlichkeiten . 00:37 Uhr
Der Name dieser Geschichte stammt von meinem Sohn. Ich beschrieb in einem Gespräch mit meiner ehemaligen neuen Familie, bestehend aus meinen zwei leiblichen Kindern, meiner Ex und ihren drei Kindern, deren letzteres die leiblich-lieblich Tochter meines verstorbenes Cousins ist, und mir, die Idee, die starken und bewegenden Ereignisse der letzten Monate niederzuschreiben, und zwar in einem Haus, das ich in einem Urlaub, der zehn Jahre zurück lag, im Gefühl, einen Traum zu erleben, betreten hatte. Lebhaft schilderte ich den Standort des Gebäudes, seine Lage im Ort, die Topographie und das Wesen der gesamten Region Bretagne in Nordwestfrankreich. Meines Sohnes erste und klare Worte danach waren: Papa, wenn du das alles aufschreibst, musst du es „Der schöne Blick“ nennen. Der einzige Mensch, dem ich in Wiedergabe der Erregung durch dieses feste und kompakte Haus in Form einer würfel- und quaderförmig zusammengesetzte Haus namens „La Fortine“, französisch für die kleine Festung, das Erlebnis zeitnah beschrieben habe, war im übrigen jener P., mein Blutsbruder, mein Mutterbrudersohn, wie er immer sagte. Den Ausdruck hatte er aus irgendeiner ethnischen Beschreibung, die keine Abstraktion kannte wie unser westlich-zivilisierter Kulturbereich, sondern mit fühlbaren Bildern und deren Verkettung und Vernetzung die grösseren Zusammenhänge beschrieb.
Die Idee jedoch stammt aus meinem Herzen und meinem Gehirn. Mir scheint wichtig, aus Arroganz und Intuition, zu reflektieren, wie das alles gekommen ist und wohin es führen soll. Ich will immer noch nicht glauben, dass mein Leben ein bedeutungsloses innerhalb 6 Milliarden anderer sein soll, dass daran nichts besonderes sein soll, dass man es vom Globus tilgen könnte wie eines derjenigen, die in freizügigen Nachrichtenaufzeichnungen vernichtet gezeigt werden. Ich glaube daran, daß meine Leidenschaft für das Leben genügend Kraft besitzt, andere Menschen zu bewegen. Zumindest in Gedanken sollen sie ihre eigenen Eckdaten, ihre Parameter auf der Matrix zeitgenössischer Markt- und Sozialforschungsunternehmen wie Soziovision anschauen, überprüfen und gemeinsam festigen oder verändern. Passion für das Leben, Hingabe an die Liebe und Kraft für die Kunst, das könnte mein Kredo sein – eben Glaube, Liebe, Hoffnung…
#1 Nordrandbewohner . 30.03.10 . 05:43 Uhr
Bin nicht ganz Ihrer Meinung was unsere Eigenwahrnemung innerhalb der 6 Milliarden angeht, Sie haben mich aber unglaublich neugierig gemacht und den Wunsch nach mehr geweckt. Mehr, mehr, …