Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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15 09.08

Der letzte Leichtathletikweltrekord im Daimler-Stadion

Von Exilostfriese
Leben, Sport, Befindlichkeiten . 12:17 Uhr

Die Freiluft-Leichtathletik nimmt Abschied von Stuttgart mit einem Weltrekord und eher mauem Wetter.
Knapp 40.000 Fans waren es wieder nur an beiden Tagen zusammen. Ein wenig verständlich bei dem Wetter und dem immer weiter fortschreitendem Abstieg der Leichtathletik. Trotzdem natürlich auch traurig, wenn man bei der EM oder der WM diese fantastische Stimmung miterlebt hat.
Meine Eltern und ich waren damals zur EM nach Stuttgart gekommen (mit einem Abstecher zu Verwandten). Damals war ich das erster Mal in Stuttgart.

Gestern ging ein Stück Geschichte zu Ende.

Realistisch gesehen ist das Daimler-Stadion zu groß für die Leichtathletik, wenn nicht gerade absolute Großereignisse hier stattfinden. Ein Meeting schafft nur maximal halbgefüllte Ränge. Deutsche Meisterschaften oder Landesmeisterschaften verlieren sich in dem Rund. Eine WM oder EM allerdings kommt vielleicht alle 20-30Jahre.

Trotzdem denkt man sicherlich wehmütig zurück. Hier fanden nun mal die besten stimmungsvollsten Welt- und Europameisterschaften der Leichtathletik statt und es ist wohl mit das schönste Leichtathletikstadion der Welt.

Bye, bye

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9 Kommentare zu Der letzte Leichtathletikweltrekord im Daimler-Stadion

#1 Patrick . 15.09.08 . 13:41 Uhr

Ich weine der Leichtathletik nicht nach. Endlich ist der Weg frei für ein reines Fußball-Stadion, das sich der VfB schon lange verdient hat. Und die Leichathletik verschwindet ja nicht ganz aus Stuttgart. Vielleicht ist die Stimmung sogar besser in einem kleineren, aber vollen Stadion.

#2 Flakfritz . 15.09.08 . 15:08 Uhr

Ich erinner mich gerne an die WM im Jahre93(?) zurück. Ich betreute damals das Team aus Neuseeland als Dolmetscher und war vom Frühstück bis zum zu Bett gehen immer mit denen zusammen (3 Wochen bis zum Beginn der WM, dann wurde ich durch einen “ofiziellen” ersetzt). Das war schon eine richtige Chaotentruppe, besonders wenn Aussis in der Nähe waren.
Nebenbei hatte ich auch noch das Team der Mongolei aufs Auge gedrückt bekommen, ein Manager, ein Massseur, zwei Sportler.
Als ich einmal Morgens mit einer leichten Erkältung ankam wurde mir ein Wasserglas voll mit braunem Wodka (?) gereicht, seither hat sich keine Bakterie mehr in meine Nähe gewagt!

@all
Hat jemand Interesse an einen Neuseeland Tshirt mit den Unterschriften vom damailgen Team, inkl. Teammanager Physiologen usw.?

#3 SkyWombat . 15.09.08 . 22:59 Uhr

Ja ich finde es auch schade, dass die Leichtathletik Ära im Neckarstadion (oder war’s Daimler, oder doch gar Mercedes Benz) zu Ende geht. Eine reine Fussballarena gibt es ja inzwischen überall, warum muss Stuttgart da hinterherhecheln?

#4 Paul-geht-baden . 16.09.08 . 01:32 Uhr

Flakfritz. Was haben denn die Neuseeländer und die Mongolen den ganzen Tag lang gemacht, wobei Sie ihnen als Dolmetscher zur Seite stehen mussten? (Und: Sprechen Sie Mongolisch?) Haben die sich nicht vorwiegend auf die Wettbewerbe vorbereitet, also trainiert?

#5 Flakfritz . 16.09.08 . 08:22 Uhr

Lieber Paul,

ich habe z.B. in der Pension Brötchen nachbestellt, nicht jeder Frühstückskellner ist des Englischen mächtig. Das war damals ziemlich aufregend für mich.

Mein Mongolisch ist über die Jahre leider wieder eingerostet, nein, ich spreche kein Mongolisch mehr. Der Manager der Mongolen sprach jedoch ein besseres Deutsch als ich, ein Übersetzen war nicht nötig, trotzdem durfte ich dem Busfahrer sagen, wie er zum Trainingsgelände zu fahren hat.

Und natürlich haben die Tagsüber trainiert und ich bin dann halt rumgehangen und hab versucht mit der Masseuse anzubändeln, welche eine echt scharfe Braut war.

#6 Paul-geht-baden . 16.09.08 . 11:59 Uhr

Danke, dass Sie noch ein bisschen ‘was erzählt haben. So ‘was will man doch wissen. Allerdings frage ich mich jetzt, wieso Sie schlechter Deutsch sprachen als der mongolische Manager.

#7 Flakfritz . 17.09.08 . 08:43 Uhr

Der Mongole hatte eine Doktortitel in Germanistik, sprach exzellentes Hochdeutsch, nur gelegentlich ein Hauch sächsisch.

Ich habe noch keinen Doktortitel in Germanistik, spreche lausiges Hochdeutsch und hauche nicht auf sächsisch.

#8 Exilostfriese . 17.09.08 . 09:57 Uhr

Wahrscheinlich war auch eher ein Übersetzer zum Schwäbischen gesucht. Mit Hochdeutsch kommt man hier ja auch nicht weit. ;)

#9 kesselblick . 17.09.08 . 11:11 Uhr

@8
Och, verstehen tun sie es schon, nur ich verstehe dann die Antworten nicht. Zumindest nicht beim ersten Mal wie beispielsweise: “Haschtschodeiwintamantaoa?”

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