Von Nordrandbewohner
Vermischtes . 08:49 Uhr
Kurz nach dem Anfang war also bereits das Handwerk, so wird es am Bahnhof in Zuffenhausen kundgetan.

Nicht nur da war es, sondern auch verantwortlich. Jetzt könnte man natürlich versucht sein, laut “Handwerk, Handwerk” zu rufen, hämisch zu lachen und von einem Bein auf das andere zu hüpfen. Wobei noch die Frage zu klären wäre, was sich in den schwarzen Handwerkertaschen befindet, die ich bei vielen Handwerkern schon beobachten konnte.
#1 Frau Doktor . 03.02.10 . 12:47 Uhr
Ihre Vesper natürlich - wobei so ein LKW für manche Menschen durchaus als biologische Waffe gelten kann.
#2 Paul-geht-baden . 03.02.10 . 14:22 Uhr
Sie beobachten Handwerkertaschen? Sind Sie davon so lustig? Muss ich auch mal probieren.
Und: Wo, Frau Doktor, kommt bei Ihnen jetzt der LKW her?
#3 Frau Doktor . 03.02.10 . 15:16 Uhr
LKW - Leberkäsweck: eine Lieblingsvesper vieler Handwerker. Ich hab’ das in einer meiner carnivoren Phasen mal probiert und habe eine mildere Form von Gallenkolik bekommen. Es soll Metzgereien geben, da fahren ganze Handwerksbusse hin, um den sensationellen Leberkäsweck da zu essen.
#4 Paul-geht-baden . 03.02.10 . 15:36 Uhr
Danke für die Aufklärung, bin heute offenbar ein wenig begriffsstutzig. Wahrscheinlich zu wenig Handwerkertaschen beobachtet. Übrigens esse ich die Dinger, LKW, gelegentlich auch, ohne Schaden zu nehmen, soweit ich das beurteilen kann, obwohl ich eigentlich, wie Jules (Samuel L. Jackson) in ‘Pulp Fiction’ , eine Art Vegetarier bin.
#5 Nordrandbewohner . 03.02.10 . 18:55 Uhr
tss, tss, tss…
ohne Schaden zu nehmen, soweit ich das beurteilen kann
… was für ne Vorlage. Das grenzt ja schon an Provokation. Glücklicherweise bin ich von Natur aus zurückhaltend.
#6 oldman . 03.02.10 . 20:35 Uhr
Lang ist’s her:
Zum Frühvesper die LKW vom Feuersee, oder gar die Knöchle.
hmmmmmh.
#7 Anton Schmittke . 03.02.10 . 21:05 Uhr
_ Paul den Bademeister und Frau Doktor:
Ihr Leut! Wenn der Handwerkersbursch morgens um neun nicht diese dampfende, wohlriechende, in mehrschichtige Alufolie verpackte Kalorienbombe namens LäbrKääsWegga verzehrt, dann bricht die sanitär-elektro-multiplizierte Katastrophe über uns hinein. Die Bombe entfaltet im Stoffwechsel genügend Betäubungspotential, um Horden von Schachspielern lahmzulegen, aber komplexe Logikaufgaben und Intuitiv-intellektuelle Kombinatorik sind auch nicht Inhalt der Lehrlings- Gesellen- und Meistertätigkeit. Na gut, bei letzterer vielleicht ein bisschen, trotzdem, liebe Frau Doktor, darf ich Paul Bademeister beipflichten (siehe Günni anglophile Neologismen) darin, dass deine Kommentare von lustig über gut nachgedacht bis zu scharf analysiert vergnüglich viel Spektrum abdecken.
Aber zurück zum Thema: das “FLEISCHKÄSEBRÖTCHEN”, wie der ehemalige WKD, jetzt Gesundheitsamt, es wohl nennen würde, ist tatsächlich ein perfekter Energiespender, wenn man in Rohbauten, auf Baustellen, bei niedriger Luftfeuchtigkeit und Temperatur und überhaupt allgemeiner Unlust nicht nur auf den unteren Extremitäten, sondern allen Vieren herumkriecht, sich dabei schmerzhafte Verletzungen zufügt und manchmal beim Gedanken an die Benzinpreise, Playmo oder Lego und natürlich auch die lokalen Kosmetikerinnen, bei denen die eigene gute Hälfte manchen Euro abliefert, dafür aber Therapiestunden spart, einfach in die Hauptstadt fahren und einige Persönlichkeiten des politschen öffentlichen Lebens am Kragen kriegen möchte. Nach wie vor halten Essen und Trinken Leib und Seele zusammen, und vielleicht hilft der LKW ja dem Handwerksvolk dabei, dass es nicht täglich seelisch gen Himmel fahren möchte, sondern viel mehr in der Lage ist, in kompletter leiblicher Präsenz und mit der nötigen Kopfarbeit unser Leben auf dem Boden zu halten. Ausserdem zeugt die derzeitige Kampagne von zunehmendem Stolz unter den Damen und Herren, die mit Widerstandskraft, Zuversicht und wachsendem Vergnügen die materielle Welt, die auch uns Idealisten und Zwischenweltler Stabilität und Schutz bietet, aufrechtzuerhalten und darüberhinaus starke Impulse schaffen, sie auch zu verbessern.
Mit bestem Grusse und in digitaler Verbundenheit, euer Anton Schmittke, Brutzler von Seelenschmaus an Wortgebraus.
PS: Paul der Bademeister ist ein frühes Stück von den Ärzten. Es hiess: Paule heisster, iss Bademeister im Schwimmbad auf der Ecke. So ungefähr jedenfalls war der Refräng in den 80ern inner Hauptstatt. Morsemässig ungefähr so untermalt: …., ….., .—-..
Was da sonst für eine Notation hin könnte (Laban oder so, haha…), weiss ich nicht. Alsdann Gute Nacht.
#8 Paul-geht-baden . 03.02.10 . 22:07 Uhr
___Nordrandbewohner. Bei aller Zurückhaltung sauber verwandelt, da kann man nicht meckern. Vielleicht bekommen Sie das auch mal ohne Vorlage hin? Ich fürchte allerdings, dass Sie auch in Zukunft ein Ding nach dem anderen versemmeln. Macht Ihnen natürlich nichts aus, ist aber schade für uns.
___Anton Schmittke. Mit den Worten von Prof. Grady Tripp gesprochen: “Alles Kuhkacke.”
#9 Anton Schmittke . 04.02.10 . 08:55 Uhr
_PAUL-GEHT-BADEN: zum glück ist kuhkacke vegetarisch. schmeckt aber nicht so gut wie´gscheiter lkw.
ausserdem: warum so empfindlich? hab ich hier ungeschriebene netiquetteregeln nicht beachtet oder wie?
#10 planb- . 05.02.10 . 11:43 Uhr
@ Anton: einfach nicht beachten…
Die Kampagne finde ich übrigens sowas von altbacken.
Sexistischer Scheiss…
Fördert nur die üblichen, schlechten Klischees über die Handwerkszunft.
#11 Nordrandbewohner . 06.02.10 . 10:47 Uhr
@PLANB #10: Hallo, ich finde die Kampagne auch nicht wirklich gelungen, sie erheitert mich mehr (vielleicht bin ich deshalb sooo lustig) aber den Vorwurf
Sexistischer Scheiss
versteh ich tatsächlich nicht.
#12 Stuttgarter Webdesigner . 08.02.10 . 18:16 Uhr
Darum geht es ja bei Werbung, dass es die Menschen erheitert… ist natürlich fraglich, was damit bezweckt wurde. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um eine reine Imagekampagne. Daraus schließe ich, dass die Handwerksvereinigung ihr Image als nicht gut genug betrachtet…. vielleicht hat das mit teilweise unfreundlichen Handwerkern zu tun? Könnte man mal drüber nachdenken…. trotz allem, besonders der Clip der Kampagne: toll gemacht!