Stuttgart Blog, Stimmen der Stadt
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05 03.07

Dauerärgernis Bauarbeiten Linie 15

Von Juck
Leben, VVS, Befindlichkeiten . 18:59 Uhr

Seit dem Wochenende ist es mal wieder so weit: Die gute alte Linie 15 fährt bis zum 22. April gar nicht mehr. Das gilt zumindest für den Abschnitt zwischen Pragsattel und Friedhofstrasse. Damit ist das von den Öffentlichen ohnehin stiefmütterlich bediente Rosenstein-Viertel mal wieder so gut wie abgeschnitten vom Rest der (Stuttgart-) Welt. Es gibt zwar erneut einen Schienenersatzverkehr, doch die Zuverlässigkeit ließ bereits im letzten Jahr beim Ausfall der 15 über einen Zeitraum von mehreren Monaten, mehr als zu wünschen übrig.

Und wenn die Bauarbeiten weiterhin in der bereits gewohnten „Lichtgeschwindigkeit“ (man verzeihe mir meinen Sarkasmus) vorangehen, so wird es auch dieses Mal nicht beim geplanten siebenwöchigen Ausfall bleiben.

Als Laie muss man sich mitunter wirklich wundern, wie sich diese Art von Bauarbeiten ziehen wie alter Kaugummi. Vielleicht sollte ich, ausgerüstet mit Tröte und Transparent, die Bauarbeiter mal persönlich zu ungeahnten Höchstleistungen anfeuern…

So, jetzt geht es mir schon besser!

7 Kommentare zu Dauerärgernis Bauarbeiten Linie 15

#1 zmeu . 06.03.07 . 09:28 Uhr

Dabei können die sich nicht über zu wenig Arbeitskräfte beklagen: Immer schön zu beobachten, wie 7 bis 8 Bauarbeiter um ein Loch rumstehen - einer buddelt, einer passt auf, der Rest steht drumrum und quatscht…

Über den Stand am anderen Ende der Strecke (Richtung Geroksruhe) bin ich zwar nicht aufm Laufenden, aber vielleicht braucht man dort länger, so dass hier etsprechend getrödelt werden “darf”.

Kleiner Trost ist ja, dass wenigstens das Wetter (manchmal) mitmacht, und man mit dem guten, alten Fahrrad dreimal so schnell ist wie mit Bus & Bahn :)

#2 Jackie Stewart . 06.03.07 . 12:08 Uhr

Probleme gab es wohl auch an der Haltestelle Pischekstraße. Nachdem die Aufbauarbeiten am Hochbahnsteig schon im vollen Gange waren, wurde festgestellt, dass der Bahnsteig zu breit ist und ca. 10 cm in die Bahnstrecke hineinragt.

#3 Frau Doktor . 06.03.07 . 14:51 Uhr

Dasselbe Problem gab’s auch am Eugensplatz. Naja: So Baupläne zu lesen ist wirklich nicht einfach. Und dass bei täglich mindestens drei verschiedenen Bauunternehmungen auf der Baustelle die interne Kommunikation nicht so reibungslos läuft, eigentlich auch kein Wunder. Was ich mich nur immer frage: Gibt’s da eigentlich eine Bauleitung?

#4 derCobold . 06.03.07 . 17:37 Uhr

Stimmt: am Eugensplatz gab’s dieses Problem auch schon. Man hätte ja vermuten können, dass bei Projekten, die unter solch öffentlicher Beobachtung stattfinden sauberer gearbeitet wird, aber irgendwie scheint das niemand zu stören.

#5 circulus . 09.03.07 . 02:25 Uhr

Als direkter Anrainer (in der Friedhofstraße) kann ich das Geschehen recht hautnah verfolgen. Letztes Jahr - zu Beginn der Bauarbeiten - standen erstmal nur nagelneue Baumaschinen aller Art herum. Sie standen und standen. Nach ca. 3-4 Wochen kamen dann auch ein paar Arbeiter und bewegten die Maschinen ein wenig - zur Seite.

Dann rückten 2 (zwei) Fachleute an und beschäftigten sich damit, die neue Oberleitung zu installieren. Sie hatten 1 (einen) Hebebühnen-Mietwagen dabei. Was dann folgenden Ablauf zur Folge hatte: Am rechten Mast hochfahren, Schlaufe umbinden, Seil einhängen. Runterfahren, Hebebühne zum Mast auf der linken Seite fahren, hochfahren, Schlaufe umbinden, Seil hochziehen und einhängen. Zurück zum rechten Mast, zweite Schlaufe, linker Mast zweite Schlaufe. Beide Seile auf beiden Seiten spannen, dabei natürlich jeweils das Fahrzeug bewegen - also immer Bühne runter, Stützträger einziehen, rüberfahren, Stützträger raus, Bühne hoch, etc. usw.

Kopfschüttelnd beobachtete ich immer wieder das Geschehen, was sich pro Mastpaar ca. 3-4 Stunden hinzog. Bei 4 Mann und 2 Fahrzeugen wäre es wahrscheinlich in 15 Minuten erledigt gewesen. Aber diese Firma schien ein kleineres Budget zu haben - sie konnten sich weder den Hebebühnenwagen kaufen (er war eben nur gemietet), noch konnten sie 2 weitere sachkundige Leute auftreiben. Tja - aber so ging das ein paar Dutzend Mastpaare weiter, auch hinauf in die Nordbahnhofstraße.

Wenige Wochen später begannen dann auch die Gleisarbeiten, die sich bis heute hinziehen und dazu führten, dass die Friedhofstraße in diverse verwirrende Verkehrsführungen umgebaut wurde. So verwirrend, dass die Autofahrer sich bald nicht mehr um die wild verteilten Einbahnstraßenschilder kümmerten und munter Slalom um die Baken fuhren. Gelegentlich rutschte mal einer ins ausgeschaufelte Gleisbett ab und mußte von einem Abschlepp-Kranwagen geborgen werden. Unter den Augen der Schaulustigen, die aus der gestoppten Straßenbahn herbeiströmten.

Auch nett der Wasserrohrbruch. Wobei es kein Bruch war, wie sich später rausstellte. Ein Baggerführer war mit dem neuen Modell des Baggers (welches offenbar einiges kräftiger ist als das alte) nicht so vertraut. Ohne nennenswerten Widerstand zu spüren, riss er beim Ausheben einer Grube fluggs das Ventil der Hauptleitung ab. Die Folge war eine ca. 20 Meter hohe Hochdruckfontäne. Das Schöne daran: ein in der Sonne schillernder Regenbogen. Das Unangenehme jedoch: mit dem Wasser in die Luft geschleuderte Steine aus der Grube verbeulten einige umstehende Autos - heiligs Blechle!

Naja - und zur Zeit komme ich nicht mal mit Slalomfahren zu dem angemieteten Parkplatz vor meiner Haustür. Die Baken-Sperren wurden nun so raffiniert platziert, dass auch mit einem Smart kein Durchkommen mehr ist. Was solls - stell ich ihn halt in die Mönchstraße, halb so wild. Man gewöhnt sich an vieles.

Die nagelneuen Baumaschinen sind unterdessen auch fleißig im Einsatz. Aber sie sehen gar nicht mehr so neu aus. Oder sind das doch die alten? Mist, ich hätte sie fotografieren sollen. Wenn ich genau hinseh, könnt ich schwören, dass es andere, viel ältere sind. Haben sich da ein paar Bauunternehmer etwa den Maschinenpark erneuert? Und setzen die neuen Maschinen aber woanders ein? Neee - das kann ja eigentlich gar nicht sein … Egal, ich bin ja nicht der Einzige, der Steuern (u.a.)für den öffentlichen Nahverkehr zahlt - mein Anteil an so einem Bagger ist doch verschwindend gering.

Jedenfalls freue ich mich, wenn der gute alte heulende Fuffzehner wieder vor meiner Tür vorbeiquietscht. Den werd ich ganz sicher vermissen! Wenn er Ende des Jahres gar nicht mehr fährt - schluchz …

#6 kesselblick . 09.03.07 . 10:44 Uhr

Köstlich! Bei uns in der Alexanderstraße haben sie eine Stromleitung abgeschossen und das ganze Viertel für zwei Stunden lahmgelegt. Eine Wasserhavarie gabs auch. Diese Buddelei scheint nicht ganz so einfach zu sein…

#7 Klaus . 14.10.07 . 17:51 Uhr

Dauerärgernis Bauarbeiten Linie 15
Von Klaus
Vermischtes . 17:21 Uhr

Hallo Leute,

ich bin heute beim suchen nach Bauabschnitte bzw. Bilder auf der Seite Stuttgart blog auf diese Seite gestoßen.
Ich habe ein Problem, bei dem ich denke und hoffe das ich hier Hilfe finde.
Kurz zu meiner Person:
Ich heiße Klaus Blank, und wohne in der Nordbahnhofstr.

Nun zu meinem Problem:
Ich habe mich mit der Landesbaugenossenschaft angelegt.
Nachdem die Baustellen in meiner näheren Umgebung überhand genommen haben und ich es schier nicht mehr ausgehalten habe von montags - samstags den Baulärm durch das Gebäude ehemalig Baresel, gegenüber im Gebäude Edeka den Ausbau zu einer Schule und SSB Ausbau der neuen Stadtbahnlinie.
Ich verlangt zunächst in einem Schreiben eine Mietminderung, die Landesbau ging hierauf, wie bei den anderen Nachbarn nicht ein.
Auf ein weiteres Schreiben ging man kurz und knapp ein, und teilte mir und meinen Nachbarn mit, das es meine/unsere Landesgenossenschaftliche Pflicht sei, keine Mietminderung zu verlangen………..
Kurz und gut, ich habe dann einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung meiner Interessen beauftragt.
Dieser bat mich auch Fotos von dem ganzen zu machen, was ich natürlich auch brav machte, ohne die Rechnung mit meinem PC zu machen.
Im Januar verabschiedete sich mein Rechner, und leider auch die Bilder und Lärmprotokolle die ich gemacht habe.
Nun stehe ich zur bevorstehenden Verhandlung leider ohne Bilder und Lärmprotokolle da, und das bei der Aussage der Landesbau, das alles ja gar nicht so schlimm war, und ich angeblich wohl auch der einzige bin, der gegen sie vorgeht.
Was ganz sicher nicht richtig ist, da ein Nachbar dies auch tut ;-)
Weiss vielleicht jemand wie ich an Daten in welcher Form komme?
Oder hat jemand ein ähnliches Problem mit seinem Vermieter und kann mir weiter helfen.

Wäre nett wenn ich durch dieses Forum weiterkomme.

Gruss
Klaus Blank