Von Wegschaffel
Leben, Befindlichkeiten . 19:08 Uhr
Nur ungern fahre ich dem Mitreisenden Paul-geht-baden (siehe tiefer) in die Parade. Aber was ich eben beim Mediendienst Meedia gefunden habe, spricht nun mal eine klare Sprache: Die Frauenzeitschrift BRIGITTE hat magere Modemodels per Photoshop D I C K E R gemacht.
Die Mädels hungern sich halb tot um nen Job in diesem Business zu kriegen, und die Kunden (zB Brigitte) packen die Pfunde digital wieder drauf, weil sie nicht wollen, dass ihre Leser schon vom hingucken blaue Flecken bekommen.
Die ganze Story gibts hier; die Brigitte hat übrigens entschieden, künftig keine Profimodels mehr zu buchen, sondern echte Frauen. Reschpekt.
Ach so ja, äh, STUTTGARTER Mädels dürfen sich natürlich auch bewerben, solange sie nicht zu dürr sind.
#1 Cassius . 05.10.09 . 23:09 Uhr
Immerhin hat die Brigitte die Models nicht einfach nur gespiegelt…
#2 Paul-geht-baden . 06.10.09 . 13:46 Uhr
“Mitreisender” ist ja ein schönes, quasi kameradschaftliches Wort, mein lieber, lieber Wegschaffel. Aber schließt es denn auch diejenigen ein, die in die entgegengesetzte Richtung fahren? Wir haben leise Zweifel.
#3 Wegschaffel . 06.10.09 . 14:52 Uhr
Arghh, was meint der jetzt schon wieder?? Na gut, er hat mich “lieber, lieber” genannt, was soll man da machen? Ich tu einfach so, als ob ich seine schemenhaften Anspielungen verstanden hätte.
___Pgb: Mein Lieber! Der Zweifel ist des Denkers bester Freund und den kann - und will - ich Ihnen nicht nehmen. Dennoch sei Ihnen versichert, dass selbstverständlich auch jene Mitreisenden eingeschlossen sind, deren Ziel nicht direkt an meiner Lebensroute liegt. Als “Reisende” betrachte ich vielmehr all jene Kameraden, die wie ich bzz bz summ summ krrks
#4 Paul-geht-baden . 06.10.09 . 15:57 Uhr
Arghh, was meint der jetzt schon wieder??
Retourkutschen lassen wir grundsätzlich vorbeifahren, auch wenn sie erst nach Monaten daherkommen. Was uns aber nicht daran hindert, dem staubbedeckten Kutscher im Stillen eine gute Fahrt zu wünschen und ihm freundlich zuzunicken. Was Sie “schemenhafte Anspielungen” nennen, zielt gar nicht, wie Sie annehmen, auf etwas so Weites, Wendungenreiches und Schwerüberblickbares wie Ihre “Lebensroute”, mein verehrter Spiegelverkehrter, sondern auf etwas viel Naheliegenderes, den sehr viel kleineren Streckenabschnitt nämlich, an dem es hier nach “Bilder lügen wie gedruckt” geht und in der anderen Richtung nach “Bilder lügen nicht”. Meine Frage war, ob Sie, entgegen Ihrer eigenen Argumentationsrichtung, mit dem “Mitreisenden” möglicherweise andeuten wollten, dass wir am Ende — sagen wir: an der selben Stelle herauskommen?
#5 Wegschaffel . 06.10.09 . 16:40 Uhr
Hätten Sie noch einen Moment gewartet, mein rühriger Zuckerbäcker, bis ich die Kutsche retour aus dem Funkloch manövriert hatte, hätte Sie der Schluss meiner Nachricht erreicht:
…die wie ich und Sie letzlich an der selben Stelle herauskommen.
“Haha”, können Sie jetzt sagen, “das kann ja hinterher jeder sagen.” “Stimmt”, schallt es Ihnen dann aus einem der besonders verrußten Tunnel meiner Lebensroute entgegen, “aber kommen wir nicht alle irgendwann an der selben Stelle heraus?”
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#6 Paul-geht-baden . 06.10.09 . 16:51 Uhr
Gute Reise!